Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve Software hebelt die Regelung beim Kauf direkt aus

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Captain Obvious
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Captain Obvious »

Nero Angelo hat geschrieben: Ja, das recht exisitiert und sie müssen Leute informieren, das ist auch richtig und gut so.
Das Problem ist nur wie plump sie das ganze wideer aushebeln!
Der Aufreger für mich ist nicht das es keinen Sinn macht das es diese gesetzeslage gibt, sondern diese dämliche Umsetzung die in der Konstellation einfach für DEN ENDKUNDEN keinen Sinn macht!

Denn welchen Sinn hat es für den Verbraucher ein solches Recht zu haben das er am Ende aber garnicht erhält? Für den Verbraucher macht das keinen Sinn, da lieg ich doch wohl richtig, oder nicht?
Der Sinn ist eben, dass er es jetzt vorher weiss und angezeigt bekommt (anstatt in den "AGB" lesen zu müssen) und eine informierte(re) Entscheidung darüber treffen kann, ob das war er erhält (bzw. nicht erhält) ihm sein Geld wert ist.
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Veldrin
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Veldrin »

Ezreal hat geschrieben:14 Tage sind bei Spielen völlig übertrieben, aber 15-30 min nach dem ersten Start oder so sollte man mindestens haben um ein fehlerhaftes Produkt wie zbsp. AC: Unity (bei Launch) zurückgeben zu können...
So sehe ich das auch. Bisher ist die Regelung industrieschädigend und nicht einfach nur kundenfreundlich.

Die Industrie hat durch dieses Gesetz große Nachteile. Ein potentieller Kunde selbst kann einfach vorher Gameplayvideos, Letsplays oder Trailer anschauen, Testberichte und Rezensionen lesen, ggbf. die Demo testen oder bei einem Freund, der das Spiel bereits besitzt, anzocken oder zuschauen wie er zockt (ob per Stream oder persönlich).
Ich kann Steam da absolut verstehen, dass sie es so umsetzen. Vorbestellungen würde ausgehebelt und Geiz-ist-geil-Leute würden Spiele in unter 14 Tagen durchzocken und dreist zurückgeben. Was würde das für die Indieszene und Early Access bedeuten? Solange das Gesetz nicht kunden- und industriefreundlich ist wird es keine vernünftige Umsetzung geben. Leider.

Schade finde ich, dass viele jetzt Steam als das Üble ansehen. Der nimmersatte Kunde im Informationszeitalter, reich ihm den kleinen Finger…
Kajetan hat geschrieben:Denn nicht immer ist das, was rechtens ist, auch tatsächlich "richtig".
Ob du das nun auf diese Steamnews beziehst oder generell, jedenfalls ein guter Spruch der immer passt.
Zuletzt geändert von Veldrin am 19.03.2015 15:09, insgesamt 1-mal geändert.
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NoBoJoe
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von NoBoJoe »

Ist doch völlig nachvollziehbar. Gab es da nicht mal eine "Studie"? Spiele mit Demoversionen verkaufen sich schlechter. Nehmen wir mal an, eine Plattform wie Steam gibt uns jetzt auch nur einen einzigen Tag Rückgaberecht. Also so richtiges. Kaufen - installieren - spielen - zurück geben - Geld zurück. Das wäre quasi wie eine Demo. Das wäre zwar kundenfreundlich, aber nicht wirtschaftlich.

Ich erinnere mich noch gut daran. Die Lösung des Problems mit der Demo haben sie damals auch sinngemäß so kommentiert, dass sie dann halt weniger bis keine Demos mehr veröffentlichen. Denen kommt gar nicht in den Sinn die Produkte einfach mal besser zu machen.

Ist so ähnlich mit Hartz 4. Es kommt immer wieder die Diskussion auf, die Schere zwischen Hartz 4 und arbeitenden Leuten wäre zu klein. Lösungsvorschlag? Hartz 4 kürzen (wurde bisher nicht gemacht, aber oft genug von Politikern vorgeschlagen). Arbeiter besser bezahlen? Auf keinen Fall! Wo kommen wir denn da hin?!

Also überrascht mich das jetzt mit Steam gar nicht. Überraschen würde es mich, wenn gegen so eine Gaunerei mal Gesetze erlassen werden würden. Da können wir aber lange warten, denke ich jedenfalls.

Ich persönlich greife daher oft zu Lets Plays auf einschlägigen Internetseiten. Klar spoilert man sich damit manchmal auch etwas, aber immer noch besser, als einen Titel "blind" zu kaufen, und nachher damit leben zu müssen, das Geld im Gulli versenkt zu haben.
johndoe1388741
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von johndoe1388741 »

ZackeZells hat geschrieben:
Geld regiert die Welt und Gamer lassen sich wie Drogensüchtige behandeln.
Nicht nur das. "Gamer" sind eine schwache Gruppe unter den Hauptrömen der Industrie und des Systems, ihre emotionale Abhängigkeit zu den Produkten (Spielen) engt sie ein.
Sie wollen sich fremdbestimmen lassen, ...

Gamer sind prädestiniert dafür weiterhin die Opferrolle zu übernehmen, denn sie sind in der Masse dumm und inkongruent, bekriegen sich gegenseitig ... und lassen sich von aussen immer mehr aufheizen und konditionieren.
Es wird Stück für Stück immer mehr hingenommen, geschluckt und sogar verteidigt.

Sei es Aushebelung vom Kaufrecht (Retail-DRM-Zwangsmaßnahmen), DRM-Kontrolle, DRM-Bevormundung, DRM-Onlinezwang, DRM-Accountbindung, ...

... Unvollständigkeit und Abzocke (überteuerte und herausgeschnittene DRM-DLC-Abzocke in allen erdenklichen Varianten: Vorbesteller DLCs, Exklusive-Store-DLCs, Day1-DLCs und sepparate Einweg-Code-Karten-DLCs, P2W DLCs, Mikrotransaktionen-DLCs etc. ...), ...

... als Support getarnte ausufernde Patchpoilitik und fehlendes Qualitätsmanagment (Unfertigkeit) zum Vollpreis ...

usw. ...

Lügen, Verarschung, Kundenfeindlichkeit, Gängelung, Abzocke etc. ... alles kein Problem, ...

... aber Hauptsache man (Gamer) kann sich ungeschlossen und uneinig untereinander bekriegen und den "geistlichen Horizont" um das Für und Wieder gegeneinander in die Bedeutungslosigkeit messen und so in "deren" Hände spielen.

Die Gamer werden angefixt, manipuliert und nach den Vorstellungen der Industrie (um)erzogen. Leider ist auch kein Ende in Sicht, sondern nur die Tendenz von Steigerung. Es lebe die Konsumsucht und der Profit!
Zuletzt geändert von johndoe1388741 am 19.03.2015 17:04, insgesamt 2-mal geändert.
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Nero Angelo
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Nero Angelo »

Captain Obvious hat geschrieben:
Nero Angelo hat geschrieben: Ja, das recht exisitiert und sie müssen Leute informieren, das ist auch richtig und gut so.
Das Problem ist nur wie plump sie das ganze wideer aushebeln!
Der Aufreger für mich ist nicht das es keinen Sinn macht das es diese gesetzeslage gibt, sondern diese dämliche Umsetzung die in der Konstellation einfach für DEN ENDKUNDEN keinen Sinn macht!

Denn welchen Sinn hat es für den Verbraucher ein solches Recht zu haben das er am Ende aber garnicht erhält? Für den Verbraucher macht das keinen Sinn, da lieg ich doch wohl richtig, oder nicht?
Der Sinn ist eben, dass er es jetzt vorher weiss und angezeigt bekommt (anstatt in den "AGB" lesen zu müssen) und eine informierte(re) Entscheidung darüber treffen kann, ob das war er erhält (bzw. nicht erhält) ihm sein Geld wert ist.
Holy shit!
Der Sinn hinter dieser news die Leute zu informieren ist klar, aber das ändert immernoch nichts daran das diese Situation an sich, also das Rückgaberecht das man nie erhält, keinen Sinn ergibt!
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Veldrin
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Veldrin »

Für Onlinemultiplayerspiele würde ein zeitlich begrenztes Testen ideal sein, für Singleplayerspiele, besonders diese die man schnell durchhat, wäre das aber nicht gut. Da wäre ne Demo mit stark begrenztem Inhalt geeignet in der aber direkt ersichtlich ist welche Inhalte das Spiel noch zu bieten hat (Story, klar, dass kann man nur schmackhaft machen, mehr nicht)
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Veldrin
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Veldrin »

edelg hat geschrieben:
ZackeZells hat geschrieben:
Geld regiert die Welt und Gamer lassen sich wie Drogensüchtige behandeln.
Nicht nur das. "Gamer" sind eine schwache Gruppe unter den Hauptrömen der Industrie und des Systems, ihre emotionale Abhängigkeit zu den Produkten (Spielen) engt sie ein.
Sie wollen sich fremdbestimmen lassen, ...

Gamer sind prädestiniert dafür weiterhin die Opferrolle zu übernehmen, denn sie sind in der Masse dumm und inkongruent, bekriegen sich gegenseitig ... und lassen sich von aussen immer mehr aufheizen und konditionieren.
Es wird Stück für Stück immer mehr hingenommen, geschluckt und sogar verteidigt.

Sei es Aushebelung vom Kaufrecht (Retail-DRM-Zwangsmaßnahmen), DRM-Kontrolle, DRM-Bevormundung, DRM-Onlinezwang, ...

... Unvollständigkeit und Abzocke (überteuerte und herausgeschnittene DRM-DLC-Abzocke in allen erdenklichen Varianten: Vorbesteller DLCs, Exklusive-Store-DLCs, Day1-DLCs und sepparate Einweg-Code-Karten-DLCs, P2W DLCs, Mikrotransaktionen-DLCs etc. ...), ...

... als Support getarnte ausufernde Patchpoilitik und fehlendes Qualitätsmanagment (Unfertigkeit) zum Vollpreis ...

usw. ...

Lügen, Verarschung, Kundenfeindlichkeit, Gängelung, Abzocke etc. ... alles kein Problem, ...

... aber Hauptsache man (Gamer) kann sich ungeschlossen und uneinig untereinander bekriegen und den "geistlichen Horizont" um das Für und Wieder mit einander in die Bedeutungslosigkeit messen und so in "deren" Hände spielen.

Die Gamer werden angefixt, manipuliert und nach den Vorstellungen der Industrie (um)erzogen. Leider ist auch kein Ende in Sicht, sondern nur die Tendenz von Steigerung. Es lebe die Konsumsucht und der Profit!

Immer mehr Spieleschmieden gehen kaputt, wegen der Geiz-ist-geil-Mentalität! Klar, viele produzieren auch Schrott, aber um diese gehts nicht. Steamsales werfena auch nicht mehr als nen Obulus ab, aber wenn ich Angst habe einen Fehlkauf zu machen und die TAUSEND Möglichkeiten mich über das Spiel vorab zu informieren, dann greift doch zu Sales oder kauft es gar nicht.

Blindkäufer brauchen keinen Schutz, die sind eh hoffnungslos. Da ist auch das vergebene Liebesmüh.
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Veldrin
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Veldrin »

Collect0r hat geschrieben:Na gut, aber wenn ich das Spiel 13,9 Tage lang zocken kann UND hinterher noch schnell mein Geld zurückbekommen würde, dann geht das ja auch nicht. Stellt euch mal vor, wie viele das ausnutzen würden, um reine Single Player Spiele stets kostenlos zu spielen? Oder alle 15 Tage einen Multiplayer Titel erneut kaufen/zurückgeben würden? Da darf man nicht immer nur von sich als (wahrscheinlich ehrlichem Menschen) ausgehen, sondern muss bedeken wie das ausgenutzt werden würde.
Und ich kann mich auch noch an Zeiten erinnern, als im Einzelhandel (vielleicht ist das immernoch so?) geöffnete Multimediaartikel vom Umtausch ausgeschlossen waren? Ist ja im Grunde genommen nichts anderes.
Immer die bösen Valve Menschen, wegen denen wir DRM erdulden müssen. Dank denen kam ich aber bestimmt schon in den Genuss von VIELEN Indie Spielen, die ohne Steam nie denkbar gewesen wären und das zu derart niedrigen Preisen, die einen Umtausch selbst bei Nichtgefallen eigentlich sowieso unnötig machen.

Vielleicht führen sie ja eines Tages noch eine Grenze ein, bis wann man ein Spiel zurückgeben darf (z.B. Spielzeit < 1 Std.), das fände ich ein nettes Entgegenkommen, das einem manchen Fehlkauf (weil das Spiel einem nicht gefällt oder es schlicht nicht gut läuft auf dem Rechner) erspart.
Aber insgesamt ist das doch Jammern auf hohem Niveau, da finde ich den Region-Lock um einiges bedenklicher.
+1

96% (überspitzt) meines Freundeskreises würden das ausnutzen. Finde das ganz traurig und ich renne in meinem Freundeskreis gegen einen Sturm von Geiz-ist-Geil-Mentalität. Ich denke mit den ganzen Raubkopien würde das eine neue Dimension erreichen. Wer glaubt die meisten Kunden sind fair und ehrlich der ist ganz schief gewickelt. Steam hat auch eine Verantwortung für die Spielehersteller die ihre Spiele anbieten.
Spieleschmieden gehen drauf, naja, sicherlich haben sie Schrottspiele entwickelt, genau das ist das generelle Abwiegelungsargument.
„Wozu noch Geld bezahlen, ich hatte doch meinen Spaß mit dem Spiel?“
johndoe1388741
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von johndoe1388741 »

Veldrin hat geschrieben:Immer mehr Spieleschmieden gehen kaputt, wegen der Geiz-ist-geil-Mentalität! Klar, viele produzieren auch Schrott, aber um diese gehts nicht. Steamsales werfena auch nicht mehr als nen Obulus ab, ...
Überlege mal ganz genau, ob immer mehr Spieleschmieden exakt und einzig wegen der Geiz ist Geil Mentilität wirklich kaputt gehen oder ob es andere Ursachen hätte, sofern diese Aussage: "Immer mehr Spieleschmieden gehen kaputt" wirklich im Verhältnis zu immer mehr Spielschmieden entstehen, zutreffen würde.

Durch wachsende Zielgruppen (Nachfrage) und jährliche Umsatzsteigerung der Branche, steigt natürlich auch das Angebot und die Konkurrenz.

Die Einführung von Sales, mit unendlich vorhandenen Digitalen-Gütern, kann durch die potenzielle reale Steigerung der weltweiten Absatzmenge genau das Gegenteil eintreffen. Ansonsten gäbe es keine Digitalen-DRM-Sales, wenn es sich nicht lohnen würde.
Captain Obvious
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Captain Obvious »

Nero Angelo hat geschrieben:Holy shit!
Der Sinn hinter dieser news die Leute zu informieren ist klar, aber das ändert immernoch nichts daran das diese Situation an sich, also das Rückgaberecht das man nie erhält, keinen Sinn ergibt!
Es ging nicht um die News (wo hab ich die erwähnt?), sondern die Information/Warnung (verzicht auf widerruf), die du jetzt vor dem Kauf erhälst. Die Möglichkeit etwas auszuschliessen macht ein Recht/eine Regelung auch nicht sinnlos. Da es dir jetzt vor dem Kauf mitgeteilt wird, kannst du dich - wenn dir das wichtig genug ist - Händler suchen bei denen du dieses Recht bekommst. Du hast also mehr Transparenz bekommen. Dass du zusätzlich mehr Rechte wolltest, ist verständlich - aber das Fehlen solcher macht die Regelung nicht sinnlos.
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Veldrin
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Veldrin »

edelg hat geschrieben:
Veldrin hat geschrieben:Immer mehr Spieleschmieden gehen kaputt, wegen der Geiz-ist-geil-Mentalität! Klar, viele produzieren auch Schrott, aber um diese gehts nicht. Steamsales werfena auch nicht mehr als nen Obulus ab, ...
Überlege mal ganz genau, ob immer mehr Spieleschmieden exakt und einzig wegen der Geiz ist Geil Mentilität wirklich kaputt gehen oder ob es andere Ursachen hätte, sofern diese Aussage: "Immer mehr Spieleschmieden gehen kaputt" wirklich im Verhältnis zu immer mehr Spielschmieden entstehen, zutreffen würde.

Durch wachsende Zielgruppen (Nachfrage) und jährliche Umsatzsteigerung der Branche, steigt natürlich auch das Angebot und die Konkurrenz.

Die Einführung von Sales, mit unendlich vorhandenen Digitalen-Gütern, kann durch die potenzielle reale Steigerung der weltweiten Absatzmenge genau das Gegenteil eintreffen. Ansonsten gäbe es keine Digitalen-DRM-Sales, wenn es sich nicht lohnen würde.
Ich hab nicht gesagt, dass das der einzige Faktor ist. Es ist ein Faktor. Das was du sagst mag so ganz plausibel klingen. Bei den Steamsales bin ich mir nicht sicher. Ich glaube das ist eher ein Obulus. Die relevanten Haupteinnahmen werden wohl in den ersten drei, vier Wochen nach Launch nötig.
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von DitDit »

ich finde das interessant das es eigentlich um das widerrufsrecht geht und 4players das schön mit rückgaberecht anheizt und es schon 9 seiten über das rückgaberecht diskutiert wird

also wenn ich das richtig verstanden habe ist widerrufsrecht nicht gleich rückgaberecht

eine 14 tage widerrufsrecht besteht doch solange beide partner den vertrag nicht vollständig erfüllt haben und dieser noch in der schwebe ist oder nicht?

dazu müsste man doch erstmal definieren was für einen vertrag man mit steam eingeht und ab wann er als erfüllt angesehen wird?

da ich ja was bei denen kaufe zb über paypal wird direkt nach meinem bestätigungsklick über paypal das geld denen zur verfügung gestellt und steam stellt mir sofort das gekaufte gut zum download bereit. das bedeutet für mich eigentlich das beide seiten ihren vertrag erfüllt haben und das widerrufsrecht eh nicht mehr gilt.

das steam das jetzt schon beim bestätigungsklick abgewickelt haben will anstatt 5 sekun den später wenn der klick abgewickelt ist, klingt für mich eigentlich nur so das sie sich gegen irgendwelche schlaumeier absichern wollen die irgendwelche lücken ausnutzen wollen ( z.b. ich hab das spiel gekauft server waren überlastet ich hab es mir aber anders überlegt, noch habt ihr euren teil nicht erfüllt ich will zurücktreten)


oh da ich nie vorbestelle is mir der gedanke nicht gekommen. kann man bei steam vorbestelltes wieder stornieren? da würde dann ja eigentlich das widerrufsrecht gelten ohne das was steam jetzt gemacht hat
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Kajetan
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Kajetan »

Veldrin hat geschrieben:Ich glaube das ist eher ein Obulus. Die relevanten Haupteinnahmen werden wohl in den ersten drei, vier Wochen nach Launch nötig.
Valve hat wiederholt Zahlenmaterial vorgestellt, aus dem hervorging, dass der monetäre Umsatz (nicht Anzahl verkaufter Spiele, sondern eingenommenes Geld) sich durch Sales um viele hundert Prozent steigern lässt und somit dem Entwickler/Publisher auch viele Monate nach dem Release ordentlich Geld bringt, was man ohne Sale niemals bekommen würde.

Denn Sales sprechen diejenigen Kunden an, die beim vollen Preis zum Verkaufsstart nicht zuschlagen würden, denen ein bestimmtes Spiel nicht 40 Euro, sondern eben nur 10 Euro wert ist. Ohne Sales bekommt Du die 10 Euro nicht. Ohne Sales bekommt Du nur die 40 Euro in den ersten Verkaufswochen von denen, die für ein Spiel 40 Euro ausgeben wollen. Danach dümpelt das Spiel irgendwo im Shop herum und macht kein Geld mehr.

Hier von "Geiz ist geil" zu reden und Kunden die Schuld für nicht getätigte Umsätze zum vollen Retailpreis zu zuschieben, ist nur ein Mißverständnis, welches immer dann entsteht, wenn man nüchtern/rationale Angebot/Nachfrage-Verhältnisse emotional auflädt.
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Veldrin
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von Veldrin »

Temeter  hat geschrieben:Btw, Steam logt bereits sowohl Spielzeit, als auch den Fortschritt mit Archievements. Da könnte man durchaus da eine saubere Rückgabefrist ohne Missbrauch einbauen. Bei Origin funktionierts.
AtzenMiro hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben: Lern lesen.
Dann lern dich auszudrücken. Dein "Valve und Kulanz" mit dem tollen Lol-Smiley suggeriert, dass eben das nicht der Fall ist. Sub-Text und so, kennst du? Aber jo, ich kann nicht lesen.
Stellst du dich gerade dumm? Wenn du einen Subtext in 3 Wörtern siehst, der die dahinter ausgeschriebene Aussage völlig ad absurdum führt, dann liegst du offensichtlich falsch.

'Valves Kulanz ist ein Witz' bedeuteten die 3 Wörter mit dem Smiley. Nicht mehr und nicht weniger.
JCD hat geschrieben:nim doch einfach mal den stock aus dem arsch und drück dich anständig aus, dann musst du nicht 5x posten und mit wörtern aus dem nerdbuch um dich schmeißen du gipskopf. ;)
@JCD
Worüber bist du gestolpert? Über Subtext oder ad absurdum. Das sind Wörter die lernt man schon in der Haupt- und Realschule, aber wenn man auf der Sonderschule war… Gipskopf und so…
johndoe1388741
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Re: Steam: 14-tägiges Rückgaberecht eingeführt, aber Valve S

Beitrag von johndoe1388741 »

Ich sehe den Ursprung der Diskussion bei den Retail-DRM-Zwangsmaßnahmen.

Würden diese schon nicht das legitime Kaufrecht seit mehreren Jahren durch Schlüpflöcher aushebeln, hätte der Endverbraucher auch eine existierende freie und faire Wahl zwischen Retail und Digital. Diese ist aber durch DRM-Zwangsmaßnahmen für Retail schon lange nicht mehr vorhanden.

Das jetzt Digital-DRM im nachhinein im Vordergrund steht, ist eigentlich auch nur wieder eine fremdgesteuerte Steigerung in eine bestimmte Richtung und wäre durch nicht vorhandene Retail-DRM-Zwangsmaßnahmen und der freien Wahl für Endverbraucher zwischen den Vertriebsmodellen und deren Bedingungen ersteinmal zweitrangig.

Und zwar, bevor man nun, der Industrie mit Digitalen-Gütern weiter Spielraum durch Schlupflöcher überlässt, sollte der Ursprung, nämlich Retail-DRM-Zwangsmaßnahmen ersteinmal durch eine ausgeglichene Rechtssprechung mit dem Recht des Endverbrauchers (Kaufrecht) klare und deutliche Urteile zur Wiederherstellung aussprechen.

Denn dann müsste man logischerweise auch die Nachfrage bei Digitalen-Gütern, dem Endverbraucher wieder durch kundenfreundliche Konditionen der DRM-Plattformen schmackhafter machen, als nur durch DRM-Sales.

Aber wird wahrscheinlich alles nicht mehr eintreten, weil A) die Gamer in der Masse alles akzeptieren und sich schon lange in die Abhängigkeit begeben haben, um das eigene Konsumverhalten ändern zu können und B) die Branche den Regierungen immer mehr Geld reinspülen.

Warum also etwas ändern ...
Zuletzt geändert von johndoe1388741 am 19.03.2015 17:34, insgesamt 2-mal geändert.