Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

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Kajetan
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Kajetan »

TaLLa hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben: Du, hier toben sich halt verzweifelte Chauvis aus, die mit dem Wandel der Zeit nicht mehr klarkommen :)
Und wie sieht der Wandel der Zeit aus?
Die "klassischen" Rollen vom Mann als dem dominierenden starken und Frauen als dem untergeordneten schwachen Geschlecht brechen mehr und mehr auf. Das ist ein Prozess, der mit der Industrialisierung begann, wo es für die Kapitalinteressen keine Rolle spielt, ob da jetzt Männer oder Frauen in den Fabriken stehen, der durch den 2. Weltkrieg verstärkt wurde und bis heute noch nicht abgeschlossen ist.
Die Geschlechterrollen sind ein extrem komplexes Thema und vorallem eines: Nicht ausgeglichen und gleichgestellt. In manchen Rollen haben die Männer die Domäne in manchen die Frauen und damit mein ich nicht Friseure und Grillen. Es geht auch viel darum Macht durch Schwäche zu haben.
Oh ja, vor allem letzteres. Beim "Geschlechterkampf" geht es mittlerweile in erster Linie nicht mehr um Gerechtigkeit, sondern um Macht. Da muss man ganz genau darauf achten, wer hier wie was sagt. Da geht es oft genug nur noch darum bestimmte Pöstchen zu sichern oder zu erringen. Da geht es oft genug nur darum, sich einen Anteil an staatlichen Fördergeldern zu sichern. Um Gerechtigkeit, um ein Ende dieser lächerlichen Feindseligkeiten und Vorurteile, geht es vielen dieser "offiziellen" Gender-Tröten gar nicht. Man heizt den Konflikt an, um anschliessend gut davon leben zu können. Und da es genug dumme Männer gibt, die sich dadurch erfolgreich trollen lassen, um ihrerseits den flachstirnigen Höhlenmenschen heraushängen zu lassen, was dann wieder als Argument "Seht her! SO sind sie!" benutzt wird ...

Mann und Frau tun gut daran, alle Idioten in dieser Auseinandersetzung schallend auszulachen und dann geflissentlich zu ignorieren. Die Dame hier in diesen Videos, die gehört aber zu diesem besagten Kreis NICHT. Denn nirgendwo kann ich ich diese typische Feinseligkeit und ideologische Borniertheit entdecken, die solche gender-Tröten normalerweise auszeichnet.
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ElTrollo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von ElTrollo »

IEP hat geschrieben: wenn ich schon höre, dass es jetzt plötzlich Sexismus ist, Prinzessinnen zu retten. Da muss ich mir an den Kopf greifen.

Und wo wird das im Video behauptet? Ach so, vergessen...
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

Tony hat geschrieben:
wer sexismus kritisiert und sich dann augenscheinlich frei von ironie so zurecht macht, verrät doch seine eigenen prinzipien. und nein, das soll nicht heißen, dass sie nun in holzfellerhemd und latzhose dasitzen muss.
Entschuldige bitte dass ich Deinen Post auf dieses eine Argument reduziere - aber ich stimme ihm nicht zu. Was willst Du eigentlich damit sagen? Dass eine Frau, die Wert auf ihr Äußeres legt und Gefallen daran findet, Ohrringe zu tragen sich nicht über Sexismus verbreiten darf?
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Creepwalker
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Creepwalker »

Das Problem ist nicht das Thema, das ist Problem ist die Frau selbst.
Es gehts ihr nur um's Geld und nicht um die Sache. (Einseitge Darstellung weiblicher Charaktere in Videospielen..etc.)
Das Thema ist durchaus interessant und wert darüber zu reden, aber nicht von Leuten à la Anita, die wenig Ahnung hat und letztendlich nur versucht ein Business aufzubauen.
Was ja grundsätzlich nicht verkehrt ist, aber von ihr überhaupt nicht kommuniziert wird.
Dabei hat sie ja ein "Kom.-Abschluss".
Außerdem sind Videospiele mit das geringste Problem.
Wenn man Patriarchismus bekämpfen will, muss man bei der Erziehung der Kinder oder sonstwo anfangen.

Jeder halbwegs kluge Mensch, sieht diese Probleme auch ohne Anita. S. ...
Leider bietet auch sie (bis jetzt) keine Lösungen oder Vorschläge an...
Zuletzt geändert von Creepwalker am 08.03.2013 13:13, insgesamt 1-mal geändert.
johndoe979851
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von johndoe979851 »

Kajetan hat geschrieben: Die Dame hier in diesen Videos, die gehört aber zu diesem besagten Kreis NICHT. Denn nirgendwo kann ich ich diese typische Feinseligkeit und ideologische Borniertheit entdecken, die solche gender-Tröten normalerweise auszeichnet.
So sieht es aus!

Hey Männer, wenn das einer mit einem Larry Avatar versteht, dann ihr doch sicher auch!
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IEP
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von IEP »

ElTrollo hat geschrieben:
IEP hat geschrieben: wenn ich schon höre, dass es jetzt plötzlich Sexismus ist, Prinzessinnen zu retten. Da muss ich mir an den Kopf greifen.

Und wo wird das im Video behauptet? Ach so, vergessen...
Ich dachte eher das im Thread gelesen zu haben, aber vor lauter misogynen Gedanken kann ich mich auch nicht mehr erinnern.

Edit:

Ich sag einfach mal kurz dazu, dass ich natürlich nichts gegen Frauen habe und hier nur leicht überspitzt darstellen will, dass hier wieder mal an Stellen Probleme dargestellt werden, die besser woanders behandelt werden sollten. In jeder Sparte der Unterhaltungsindustrie könnte man klischeehafte Darstellung von Frauen finden. Aber dann gerade bei Videospielen, wo es wirklich (auch schon hier im Thread genannte) Gegenbeispiele gibt, wird rumgeheult. Das finde ich einfach blöd.

Ist das selbe mit Leuten, die sich über Rassismus aufregen, wenn sie einen Werbeclip sehen, der einen schwarzen Basketballspieler zeigt, der KFC isst. Da gäbe es ebenso bessere Beispiele.
Wenn ich jetzt halt sage "packt das Problem an der Wurzel an!" fragt ihr nur "Und wo ist die?" worauf ich nur antworten kann "Keine Ahnung, aber in Videospielen und Werbung sicherlich nicht".
Falric
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Falric »

Immer wieder kurios, wie der Feminismus auf ein paar Extreme reduziert wird :?
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Creepwalker
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Creepwalker »

Werbung ist im Gegensatz zu Videospielen ein viel größeres Problem und tatsächlich relevant.

Wenn man Ungerechtigkeiten (u.a. Sexismus) bekämpfen will, muss das ganze Gesellschafts- und Wirtschaftssystem in Frage gestellt werden
Zuletzt geändert von Creepwalker am 08.03.2013 13:26, insgesamt 1-mal geändert.
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IEP
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von IEP »

Creepwalker hat geschrieben:Werbung ist im Gegensatz zu Videospielen ein viel größeres Problem und tatsächlich relevant.
Aber mein Beispiel kam so irgenwdo in den Weiten des Internets vor und... das war wirklich nicht rassistisch. Ansonsten... ja.



Und ich möchte mich erstmal entschuldigen, denn ich habe mal auf der Kickstarterseite von Tropes vs Women rumgescrollt und "Positive Female Characters! - Video #11" gefunden. Ich warte erstmal darauf, bevor ich der Frau weiter vorwerfe solche Beispiele zu ignorieren.
johndoe820476
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von johndoe820476 »

Creepwalker hat geschrieben:Das Problem ist nicht das Thema, das ist Problem ist die Frau selbst.
Es gehts ihr nur um's Geld und nicht um die Sache. (Einseitge Darstellung weiblicher Charaktere in Videospielen..etc.)
Das Thema ist durchaus interessant und wert darüber zu reden, aber nicht von Leuten à la Anita, die wenig Ahnung hat und letztendlich nur versucht ein Business aufzubauen.
woher kennst du bitte die motive dieser frau? findest du es nicht anmaßend ihr niedere beweggründe zu unterstellen?
einseitige darstellung? in ihrem video geht es um die 'damsel in distress'. dass man zu diesem thema nicht lara croft heranzieht, sollte einläuchten. ich denke, dieser frau geht es darum zu zeigen, in welchen positionen die rolle der frau stereotypisiert wird. das ist doch völlig okay?!?!

Creepwalker hat geschrieben: Wenn man Patriarchismus bekämpfen will, muss man bei der Erziehung der Kinder oder sonstwo anfangen.

Jeder halbwegs kluge Mensch, sieht diese Probleme auch ohne Anita. S. ...
Leider bietet auch sie (bis jetzt) keine Lösungen oder Vorschläge an...
aha. du sagst also wir müssen unsere kinder erziehen. und wie macht man das gemeinhin? doch wohl so, indem man kindern u.a. sein sozialbewusstsein unterrichtet. und genau dieses versucht diese frau doch gerade zu profilieren.
Randall Flagg
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Randall Flagg »

EdEdison hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben: Die Dame hier in diesen Videos, die gehört aber zu diesem besagten Kreis NICHT. Denn nirgendwo kann ich ich diese typische Feinseligkeit und ideologische Borniertheit entdecken, die solche gender-Tröten normalerweise auszeichnet.
So sieht es aus!

Hey Männer, wenn das einer mit einem Larry Avatar versteht, dann ihr doch sicher auch!
Das Problem ist, dass sich die Perle einfach widerspricht. Es gibt ein Video, da prangert sie LEGO dafür an, keine Produkte für Mädchen, sondern nur für Jungen zu veröffentlichen. Was gewissermaßen schwachsinn ist, denn die meisten LEGO-Produkte sind relativ neutral. Dann zeigt sie, wie sich LEGO mal bemüht hat, Produkte für Mädchen zu kreieren. War natürlich der reinste pinke Barbie-Scheiß, klar. Anschließend prangert sie an, dass es für Mädchen keine LEGO-Produkte gäbe, die etwa mit Aufbau, Inneneinrichtung usw. zu tun haben. Wo ist das Problem? Dann sollen sie sich die normalen Produkte kaufen, die waren zumindest zu meiner Zeit zugänglich für jedes Geschlecht. Jedenfalls kann ich mich nicht an sonderlich viel besonders hervorstechendes Männliches erinnern, was die Figuren boten. Zumal LEGO inzwischen auch viele Dinge aus Filmen veröffentlicht, etwa Harry Potter. Wenn ihre Aussagen wenigstens Substanz hätten, wäre ja alles kein Problem. Aber ihre Aussagen sind größtenteils einfach nur lächerlich. Um zurück zum Thema zu kommen: Es gibt genügend Spiele, wo Frauen als relativ stupide betrachtet werden, etwa Resident Evil 4.
Als Beispiele dann aber Mario zu nehmen ist schon echt daneben. Bei Zelda lässt sich auch drüber streiten, kann ich aber nicht allzu viel zu sagen, da ich nur die 2D-GameBoy-Titel gespielt habe.

Und Anita wird sicherlich auch darauf verzichten, etwa Resident Evil 5 als positives Beispiel zu nehmen, wo Männlein und Weiblein gleichstark gegen Zombies ins Feld ziehen.
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IEP
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von IEP »

USERNAME_1639154 hat geschrieben:
woher kennst du bitte die motive dieser frau? findest du es nicht anmaßend ihr niedere beweggründe zu unterstellen?
einseitige darstellung? in ihrem video geht es um die 'damsel in distress'. dass man zu diesem thema nicht lara croft heranzieht, sollte einläuchten. ich denke, dieser frau geht es darum zu zeigen, in welchen positionen die rolle der frau stereotypisiert wird. das ist doch völlig okay?!?!
Eigentlich schon, aber was ist daran das Problem, außer dass das Thema ausgelutscht ist und man mal wieder neue Klischees erfinden muss um die Sache frisch und am Laufen zu halten?

Bei Zelda lässt sich auch drüber streiten
In den meisten Zelda-Spielen ist Zelda so wichtig, dass ohne sie die Welt untergeht. Und in einigen Zelda-Spielen hilft sie aktiv beim Retten der Welt mit.

edit2: Und Peach ist halt dumm. Das hat mit Frauen an sich nichts zu tun, aber die blöde Schnalle lässt sich halt dauernd entführen. Könnte genau so gut der Hund von Nachbar Backes sein.
Zuletzt geändert von IEP am 08.03.2013 13:36, insgesamt 2-mal geändert.
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monotony
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von monotony »

mr archer hat geschrieben:
Tony hat geschrieben:
wer sexismus kritisiert und sich dann augenscheinlich frei von ironie so zurecht macht, verrät doch seine eigenen prinzipien. und nein, das soll nicht heißen, dass sie nun in holzfellerhemd und latzhose dasitzen muss.
Entschuldige bitte dass ich Deinen Post auf dieses eine Argument reduziere - aber ich stimme ihm nicht zu. Was willst Du eigentlich damit sagen? Dass eine Frau, die Wert auf ihr Äußeres legt und Gefallen daran findet, Ohrringe zu tragen sich nicht über Sexismus verbreiten darf?
ich will damit sagen, dass es merwürdig ist, wenn sich eine weibliche person über sexismus und klischeehafte rollenbilder echauffiert, sich aber selbst mit (in meinen augen) übermäßig viel make-up und accessoires zum objekt der begierde macht. man muss sich den vorwurf der heuchlerei gefallen lassen, wenn man hü aussagt, aber hot(t) austrahlt.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

Tony hat geschrieben:
ich will damit sagen, dass es merwürdig ist, wenn sich eine weibliche person über sexismus und klischeehafte rollenbilder echauffiert, sich aber selbst mit (in meinen augen) übermäßig viel make-up und accessoires zum objekt der begierde macht. man muss sich den vorwurf der heuchlerei gefallen lassen, wenn man hü aussagt, aber hot(t) austrahlt.
Aha. Emanzipierte Frauen zeichnen sich also dadurch aus, keine Freude daran zu empfinden, für begehrenswert gehalten zu werden. Ich würde mal vermuten, sie sieht sich maximal als Subjekt der Begierde. Erwachsene Leute leben ihre Sexualität aus. Was soll daran bitte verwerflich sein, wenn es selbstbestimmt geschieht? Und was hat dieser Fakt mit der Thematisierung von Genderfragen, wie denen, die dieses Video anspricht, zu tun?
Zuletzt geändert von mr archer am 08.03.2013 13:46, insgesamt 1-mal geändert.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

TaLLa hat geschrieben:
Wo hab ich den eine historische Aussage getätigt? Oo Woher die ganzen Werte kommen sei dahingestellt ...
Eben durch Deine Wahl des Begriffs "Werte". Die haben wie jedes moralische Konstrukt eine (Geistes)Geschichte - also eine Historie. Und genau aus diesem Grund ist es dann doch nicht ganz so unwichtig, woher ein Wert kommt.