Morvay hat geschrieben: ↑20.05.2017 00:06
Wie gut das Destiny keine Perspektive über die Schulter zulässt...ach halt ich vergass, Nahkampfwaffen und natürlich tragbare Gegenstände und Waffen in den Raids und Missionen, ach ja und einige der Superfähigkeiten und Fahrzeuge. Wie gut das First und Third Person niemals in ein und dem selben Spiel vorkommen können, weil sie ja etwas ganz anderes sind.
Den Vergleich zu Warframe muss es sich schon bieten lassen und zwar in mehr als einem Punkt.
Ich entschuldige mich dafür, dass meine Aussage eine andere Botschaft vermittelt hat, als ich es vorgehabt hatte. Dass Destiny auch third person Elemente hat steht für mich außer Frage. Hier kann man Vergleiche mit Warframe ziehen. Allerdings verliert ein Vergleich zwischen den beiden an Zugkraft, wenn man die beiden Perspektiven direkt miteinander vergleicht. Beide Spiele haben von Grund auf eine unterschiedliche Herangehensweise an die beiden Perspektiven. Destiny spielt die meiste Zeit in first person, während es bei Warframe genau andersrum ist. Dieser tiefliegende Unterschied wirkt sich direkt auf die Herangehensweise an die Entwicklung aus. Es hat auch einen gravierenden Einfluss auf das Spielgefühl. Und dieser Unterschied macht es schwer beide Spiele miteinander zu vergleichen. Ich bin ein fan von fokusierter und von der SItuation abhängiger Herangehensweise. Wenn sich zwei Sachen auf solch einem grundlegenden Level unterscheiden, dann vermeide ich es sie auf einer relativ oberflächlichem Level zu vergleichen. Ich vermeide auch "best practis" von Warframe auf Destiny anzuwenden oder die Qualität der Umsetzung oder Machbarkeit einzuschätzen. Dazu sind die Perspektiven der beiden Spiele zu unterschiedlich.
Was in third person in einem Spiel funktioniert, muss nicht in der third person eines anderen Spiels auch funktionieren. Es kommt immer auf die Situation an.
Morvay hat geschrieben: ↑20.05.2017 00:06
Wie gut das Bungie dafür nicht verantwortlich ist.
Unabhängig davon, hier ist es wieder, das ominöse Gunplay in Destiny. Was soll das eigentlich sein? Immerhin der einzige positive Punkt der unisono bei diesem Spiel hervorgehoben wird.
Das gunplay in Destiny (wie auch in anderen Spielen) ist ein Kombination aus einzelnen Variablen und Entscheidungen, die Einfluss auf das befriedigende Spielgefühl haben. Es ist wie beim Kochen. Die Wahl, Menge und die Verarbeitung einzelner Zutaten hat Auswirkungen auf den Geschmack. Wie bewegt sich die Waffe durch die Animation, wie wird der Rückstoß "simuliert", wie hoch ist der FOV, wie ist die Perspektive aufgebaut, wie ist das feedback. Das sind nur ein paar der Punkte. Die Zeit spielt eine wichtige Rolle bei allem und am Ende ist es die Komposition. Destiny bewegt sich in dieser Komposition auf den Konsolen auf einem sehr hohen Niveau und es wird eine Herausforderung dieses Niveau bei einem Umstieg auf Maus und Tastatur zu halten. Die Ansprüche, aber auch die technischen Gegebenheiten sind unterschiedlich. Deswegen meine Bedenken.
Das gunplay von Destiny wird positiv hervorgehoben, weil es ein befriedigendes Spielgefühl erzeugt, was Spaß generiert. Es ist nur ein Punkt, aber es ist von der Gewichtung her ein sehr wichtiger Punkt. Als Spieler verbringst du die meiste Zeit im Spiel genau damit, nicht mit der Auswahl der Missionen oder der Ausrüstung, sondern mit schießen. Deswegen ist genau dieser Punkt so wichtig. Es ist schwerer schlechtes gunplay mit gutem meta progress zu kompensieren, als schlechten meta progress mit gutem gunplay. Natürlich unterliegt die Gewichtung der einzelnen Punkte der Einschätzung jeder einzelnen Person. Mit den Schwierigkeiten bei dem meta progress wäre Destiny nicht so erfolgreich gewesen, wenn das gunplay nicht so gut wäre.
Edit: Bei Vicarious Visions bin ich sogar noch skeptischer als bei Bungie. Das ist ihr erster PC port.