4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen?

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muecke-the-lietz
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von muecke-the-lietz »

dermitdemballspielt hat geschrieben:Für mich ist es ganz einfach auf den Punkt zu bringen, töten ist und bliebt das billigste Spielprinzip das beim Betrachter Emotionen auslöst. Die Gewalt drum herum ist ist die Inszenierung, mehr auch nicht. Man stelle sich nur vor, eine komplette Umsetzung einer literarischen Vorlage in ein Spiel, das würde die grenzen des Machbaren sprengen, allein von der technischen Umsetzung. Der PC setzt immer noch die Grenzen des Machbaren. Selbst das was man KI nennt, ist doch nur technische Trickserei.

Ich meine das es uns prägt, was wir tun. Und durch zu viel Gewalt in Spielen gewöhnt man sich an Gewalt. Und ich finde das aus einer apokalyptischen Grundhaltung viele Entwickler und Spieler zu sehr in des negativen Gewaltstrom rein reißen lassen. Dabei sehe ich schon Potential in Spielen, Intellekt zu schulen, durch Simulation etwas zu lernen und dadurch etwas positives aus Spielen zu lernen. Ich habe z.B. durch Sim City mir mehr Gedanken gemacht wie sich die Stadt in ich wohne entwickelt. Und wenn in der Stadt ein paar Psychopathen oder Pädophile , möchte ich mich nicht noch Extra mit denen beschäftigen.

Gewalt ist ein Problem zu dem wir noch keine wirkliche politische Lösungsansätze haben. In der USA ist Gewalt etabliert, das stirbt mittlerweile alle zwei Minuten ein Mensch durch ein Gewaltverbrechen. Daher spiegelt GTA, Call of Duty etc. nur die amerikanische Realität wieder. Und die Medien, damit Film und Videospiele, wie man seit Snowden weiß, werden durch einschlägiger amerikanischer Interessen beeinflusst.

Finde es schade, das wir keine europäische Spielkultur haben, die sich mit Europäischen Themen beschäftigen. Natürlich wäre bei einer Mittelalter Spiel auch Gewalt dabei, aber wie ihr im Video sagte, in einem anderen Kontex. Oder eine europäische Wirtschaftssimulation zu aktuellen Lage. Es gäbe genug sinnvolle Themen für Computerspiele.
WTF?

Das derzeit erfolgreichste RPG (The Witcher 3) ist ein europäisches Spiel und in seiner ganzen Wirkung und Darstellung beinahe ur-europäisch.

Und die Franzosen sind in Sachen Videospielen auch nicht zu vernachlässigen. Oder viele osteuropäische Länder, aus den tolle Spiele wie Stalker oder Metro kommen.

Und außerdem kommt aus Schweden und Norwegen auch öfter mal der eine oder andere gute Titel.

Und die Briten haben auch einige sehr geile Studios, die in der Vergangenheit durchaus den einen oder anderen Hit gelandet haben.

Wenn man sich nur umschaut, gibt es sehr wohl eine europäische Spieleszene, die von ihren Inhalten und der Qualität nicht mal unbedingt den amerikanischen Vorbildern hinterher hinkt. Aus Amerika kommt vor allem mal mehr und viel AAA Kram der einfach mal mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Und die Japaner als zweiter großer Spielelieferant sollte man per se auch nicht so ganz vergessen, auch wenn sie sich derzeit redlich darum bemühen.
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Hardcore_1982
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Hardcore_1982 »

Hust Hust GTA kommt von Rockstar North, aus Edinburgh Schottland.
Zumal das doch ganz klar Satire am american way of life ist, dem american dream usw...

Zum Thema Gewalt in Spielen denke ich auch das die Spiele da noch in den Kinderschuhen stecken und Gewalt eher pupertär vemitteln.
Man nehme zum Beispiel ein Mortal Kombat welches erwachsen sein soll. Ist es aber nicht wirklich. Es ist schon ein pupertäres Gewalt beschauen. Finde ich aber nicht verwerflich, jeder hat diese pupertären Momente und ohne wäre es auch total Langweilig und es macht auch einfach Spaß manchmal die Sau raus zu lassen. Ist ja auch sooo dermaßen Überzogen das es eher in den Bereich Comedy fällt.
Jedoch wünscht man sich als Spieler schon das öfter auch mal ernsthaft mit dem Thema Gewalt umgegangen wird, das man auch schonmal schlucken muß und reflektiert was da eigentlich gerade passiert.
Mir war z.B. bei MGS GZ ziemlich mulmig, eingesperrte Kinder und die Szene am Ende hat mich ziemlich schlucken lassen und ein bischen ins Grübeln gebracht. Zumal Camp Omega mich so von der Optik sehr an Guantanamo erinnert hat, jedenfalls was man davon auf Bildern gesehen hat.
Wenn Phantom Pain dann auch noch Kindersoldaten thematisiert werde ich wohl noch öfter mal schlucken müssen.
Gut mag vielleicht auch daran liegen das ich selber Kinder habe und sobald es um Kinder geht eher weich werde und mir das gleich näher geht.