HL war eine SF-Invasionsgeschichte, die in mehreren Teilen aus der Warte von Gordon, Adrian Shepard und dem Wachmann aus Blue Shift erzählt wurde. Die einzelnen Spiele hatten keine großartige Story, sondern haben nur geschildert, was die einzelne Person während des Black Mesa-Events und den darauffolgenden Jahren erlebt haben. Der ganze Zusammenhang, die Hintergrundstory, die erschloß sich erst nach und nach und ist ja immer noch nicht abgeschlossen.Ash2X hat geschrieben: Das war anscheinend trotzdem so dünn das - falls sie etwas erzählen sollte - einfach nicht rüberkam.
Es bleibt eine faszinierende Welt, in der sich die Leute gerne bewegen, die sie auch nach dem Spiel lange Zeit beschäftigt.Ich hab ähnliche Sätze zu Shadow of the Colossus gelesen...ch kann mir vorstellen das sich einige Leute viel drumherum denken was sein könnte,aber am Ende bleibt nichts halt...nichts.
Halo hat genug Erklärung und Story geboten, um die Geschehnisse im Spiel halbwegs in einen sinnvollen Zusammenhang zu stellen. Was Halo nicht erklärt hat, war aber faszinierend genug, dass man sich mehr für dieses Universum zu interessieren begann.Es ist so als würde ich CoD 2 eine großartige Storyline unterstellen Oder Halo,dessen Hauptgeschichte vielleicht in Büchern groß umsponnen wird,aber im Spiel dann doch nur "Soldat ballert sich durch schicke Gegnerfestungen und lässt einen mit Erklärungen am ausgestreckten Arm verhungern" bietet.
Ein jeder, wie es seine Phantasie und seine Kreativität hergibtMan kann sich nen Kopf dazu machen,gut ist das aber bestimmt nicht.
Du willst halt ein Rundumsorglos-Paket. Was ok ist. Aber sei dann nicht überrascht, wenn Leute, die ein wenig mehr denken wollen, von solchen Fertigprodukten schnell gelangweilt sind. Weil es nichts selber zu entdecken gibt und alles bereits vorgekaut wurde.Wenn man es als Momentaufnahme eines großen Krieges sieht ist es nicht schlecht.Nur ist der Umfang pro Spiel verdammt gering.Ich erwarte da persönlich von einem 60€-Spiel aber mehr.
Äh, nein!Immerhin hat die Half-Life Erzählstruktur aber einen guten Erben hervorgebracht und somit die Effektivität der Grundidee bewiesen: Bioshock.
Denn HL erzählt keine Story im traditionellen, linearen Sinne. HL hat als eines der ersten Spiele Dich als Spieler nicht mitten ins Geschehen platziert, wo die Welt nur auf einen Helden wie Dich gewartet hat und sich alles um Dich drehte. In HL warst Du nur ein kleines Rädchen im großen Getriebe der Welt. Die Skriptsequenzen haben lediglich verdeutlicht, dass die Ereignisse des Black-Mesa-Events ohne Dich ablaufen und Du versehentlich zwischen die Fronten einer Sache geraten bist, die Du derzeit noch gar nicht überblicken kannst. Später wurde man zwar als Gordon zum Helden hochstilisiert, aber selbst dann warst Du nicht der Macher, sondern warst weiterhin ein Rädchen im Getriebe, manipuliert vom G-Man und wie ein verliebter Dackel Alyx hinterherlaufend.
Call of Duty führt diese Erzählweise mittlerweile zum Extrem. War man zuerst nur einer von vielen Soldaten einer Einheit, die darum kämpfte das Missionsziel zu erfüllen und Skripte wurden lediglich zur glaubwürdigeren Darstellung eines laufenden Gefechtes genutzt, so sind diese Hintergrundsequenzen mittlerweile der Hauptdarsteller der Serie. Man läuft nur noch diverse Auslöserpunkte ab und schaut zu, wie sich das Geschehen dann entwickelt. Die eigentliche Story dient, wie bei HL, nur als Klammer für das aktuelle Action-Geschehen am Bildschirm.
