Take-Two: "Fotorealismus ermöglicht neue Genres"
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drschmerz
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So einen Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört. Fotorealistische Grafik hat im ersten Moment nichts mit Emotionalität oder Gefühlen zu tun.
Das grafische Erscheinungsbild ist in erster Linie erst einmal etwas visuell erfassbares, das auf dem Bildschirm existiert. Emotionale Gefühle sind abstrakte nicht greifbare Dinge. Eine weinende Person wird Mitleid auslösen wenn das atmosphärische Grundgerüst stimmt und nicht durch die bloße Präsenz auf dem Schirm.
Es gibt genug Filme, die aufgrund schlechter Drehbücher, Ausführung und schauspielerischer Leistung es nicht schaffen den Zuschauer Emotional zu berühren, wieso sollte das jetzt ein Spiel schaffen, das "fotorealistisch" erscheint.
Charaktere sind das Zugpferd für Emotionalität in Medien. Ein Guybrush Threepwood der aus 60 Pixeln besteht, kann dem Spieler genauso ans Herz wachsen wie ein Tyrion aus Game of Thrones. Solange man meint einen Charakter kennengelernt zu haben, man denkt, dass man seine Beweggründe, den Hintergrund seiner Existenz und seine moralische Einstellung kennt, wird sich auch Emotionalität aufbauen.
Die Grafik ist ein visueller Stil der eine bestimmte gestalterische und künstlerische Ausdrucksweise beschreibt, ich könnte jetzt genug Spiele aufzählen, die auch heute noch, trotz veralteter Technik Gefühle für die Geschichte und die Personen wecken, z.B. Silent Hill 2, Final Fantasy 6, im Grunde alle alten Lucas Arts Adventures, Enslaved, Dark Souls, Zelda: Links Awakening; und viele weitere.
Egal auf welcher Konsole oder in welcher Zeit, das einzige was es braucht um erwachsene Unterhaltung zu erschaffen sind leidenschaftliche Entwickler wie Warren Spector oder Ken Levine.
Christoph Hartmann ist als Präsident von 2K Games kein medientheoretischer Experte und Leidenschaft entwickelt er eher am reinen Geld verdienen.
Ich bin ja eher ein "Leser" und kein "Schreiber" auf 4Players; was mich immer wundert, ich dachte Redakteure/Journalisten machen mehr als nur News Posten. Bei so einer gewagten Behauptung des Präsidenten eines großen Publisher kann man das doch nicht ohne Kommentar stehen lassen, lieber Julian Dasgupta.
Das grafische Erscheinungsbild ist in erster Linie erst einmal etwas visuell erfassbares, das auf dem Bildschirm existiert. Emotionale Gefühle sind abstrakte nicht greifbare Dinge. Eine weinende Person wird Mitleid auslösen wenn das atmosphärische Grundgerüst stimmt und nicht durch die bloße Präsenz auf dem Schirm.
Es gibt genug Filme, die aufgrund schlechter Drehbücher, Ausführung und schauspielerischer Leistung es nicht schaffen den Zuschauer Emotional zu berühren, wieso sollte das jetzt ein Spiel schaffen, das "fotorealistisch" erscheint.
Charaktere sind das Zugpferd für Emotionalität in Medien. Ein Guybrush Threepwood der aus 60 Pixeln besteht, kann dem Spieler genauso ans Herz wachsen wie ein Tyrion aus Game of Thrones. Solange man meint einen Charakter kennengelernt zu haben, man denkt, dass man seine Beweggründe, den Hintergrund seiner Existenz und seine moralische Einstellung kennt, wird sich auch Emotionalität aufbauen.
Die Grafik ist ein visueller Stil der eine bestimmte gestalterische und künstlerische Ausdrucksweise beschreibt, ich könnte jetzt genug Spiele aufzählen, die auch heute noch, trotz veralteter Technik Gefühle für die Geschichte und die Personen wecken, z.B. Silent Hill 2, Final Fantasy 6, im Grunde alle alten Lucas Arts Adventures, Enslaved, Dark Souls, Zelda: Links Awakening; und viele weitere.
Egal auf welcher Konsole oder in welcher Zeit, das einzige was es braucht um erwachsene Unterhaltung zu erschaffen sind leidenschaftliche Entwickler wie Warren Spector oder Ken Levine.
Christoph Hartmann ist als Präsident von 2K Games kein medientheoretischer Experte und Leidenschaft entwickelt er eher am reinen Geld verdienen.
Ich bin ja eher ein "Leser" und kein "Schreiber" auf 4Players; was mich immer wundert, ich dachte Redakteure/Journalisten machen mehr als nur News Posten. Bei so einer gewagten Behauptung des Präsidenten eines großen Publisher kann man das doch nicht ohne Kommentar stehen lassen, lieber Julian Dasgupta.
- crewmate
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Re: Take-Two: "Fotorealismus ermöglicht neue Genres"
Crysis 2s KI hat mich im freien Gelände überzeugt. Und auch die Crysis 1 Port KI hat nicht eingebüßt.Meska85 hat geschrieben:crewmate hat geschrieben:Du drehst meine Worte um, Alastor.
Ich kenne Silent Hill 2 nicht, aber ich habe auch nicht gesagt das es keine Spiele gibt die Emotionen erzeugen können.
Ich habe auch nicht gesagt das die KI morgen besser sein soll.
Es geht darum das Fotorealismus für mich keine bedeutung hat was das erzeugen von Emotionen angeht.
Wir reden hier glaub ich aneinander vorbei.
Eine wirklich überzeugende KI ist genauso in weiter ferne wie Fotorealismus.
Ich sage aber das diese wichtiger ist als die Grafik.
Und ich habe gesagt das SELBST wenn Fotorealismus möglich wäre die Entwickler ohne eine bessere KI es trotzdem nicht hinbekommen würden leichter Emotionen zu erzeugen.
Es gibt/gab immer Spiele die durch eine gute Story Emotionen und Atmo erzeugen/erzeugen können.
Leider wird eine wirklich gute Story aber heutzutage nur noch selten geboten und man versucht den Markt lieber mit guter Grafik abzugreifen. Was sicher auch eher an den Publishern liegt als an den Entwickler selber...money money money!
Eine überzeugende KI ist heute schon möglich. Aber es ist einfacher im cod und Halo Stil einfach Spawn punkte in Reihe schaltet. Es gibt ganze Gamebreaker Videos, die das alles ad absurdum führen.
Mehr Hardware power kann das begünstigen. Aber so lange die Antritte nicht da sind, sprich die Spieler sich mit weniger zufrieden geben, wird das nichts.
Wichtiger ist für mich da noch die KI von Mitstreitern. Eskort missionen sind nicht umsonst so gehasst. Da wars schon toll wenn man Ashley in RE4 in einer Tonne verstecken konnte. ^^
Hartmanns Aussagen sind so oder so blödsinn.
- Nobilis 1984
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Wenn die Spiele nur die Qualutät der Grafik hätten, müsste sich kein Studio Angst um eien Schlißung machen. Die ganzen Grafikdemos nerven mich an.
Ich will ein Spiel was wie Minkey island 1 nichts hübach war aber durch die Story und Co begeistert hat.
Wir können gut 4 Jahre ohne neue Grafikengine leben.
Ich will ein Spiel was wie Minkey island 1 nichts hübach war aber durch die Story und Co begeistert hat.
Wir können gut 4 Jahre ohne neue Grafikengine leben.
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DVL95
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"Mit fotorealistischen Grafiken habe man dann auch das Ende der Fahnenstange erreicht, sinniert Hartmann" - und ich sinniere, das Hartmann noch nie ordentliche Games gezockt hat. Wie kann man so oberflächlich sein und die Spieleabteilung nur auf ihre Grafik reduzieren? Wieso sollte der Realitätsbezug eines Spiels allein Ausschlag dafür sein, ob Gefühle in so tiefgehender Art im Spieler hervorgerufen werden können? Meiner Meinung nach kompletter "Mist". Ein Spiel ist nicht dann vollendet, wenn es die beste Grafik aufweist oder gar die Realität vom Aussehen her übertrumpft. Ein Spiel ist immernoch Unterhaltung - wie ein Film und da reißen die Paralellen ab. Film bedeutet gebanntes Zusehen - dem ausgeliefert sein der Handlung und den Bildern. In Spielen erlebt man interaktiv. Kann im Idealfall noch mehr hinter die Kulissen sehn und forschen als es in einem Film jemals möglich wäre. Allein deshalb schon ist dieser Vergleich für mich persönlich nicht nachvollziehbar. Noch unpassender aber ist die freche Behauptung, Emotion = Grafik? Oh nein, mein Lieber. Ob ich Gefühle und Menschlichkeit für einen virtuellen entwickeln kann hängt vielmehr von der Präsentation ab. Seiner Sprechweise - seinen Handlungen - seinem Denken - seiner Motorik - seiner Gestik - seinem Aussehen ( und dabei muss ich nicht jedes noch so feine Staubkorn auf seiner Hose finden können, damit ich mir ein Bild von ihm machen kann - jetzige Grafik ist da schon mehr als ausreichend) - und alles, womit er agiert. Tut mir Leid Herr Hartmann - all ihre Behauptungen sind für mich reinster "Dünnpfiff". Das man derzeit nur Shooter-Titel entwickelt liegt wohl viel eher daran, das man hier die große Masse bestmöglich abdecken kann. Und nicht daran, das die Technik für andere "tiefer gehende" Spiele noch nicht geschaffen worde.
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sarnokh
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- Registriert: 17.03.2008 01:26
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Re: Take-Two: "Fotorealismus ermöglicht neue Genres"
Denke ich bin da hier mit der Mehrheit, dass diese Aussage Bullshit ist. Gerade zu realistische Grafik kann oftmals öde und langweilig sein, oder aus bekannten Gründen irritierend aussehen.
Ich fühlte mich von uralt Spielen wie Ultima V-VII viel mehr bewegt als von hyper-grafik Spiele aus Asia. Computerspielefirmen schielen VIEL zu sehr auf technische Gimmicks wie Grafik oder Sprachausgabe, und dabei sind Charaktere, Story und Erzhählweise heute weit hinter früher zurück gefallen.
Ich fühlte mich von uralt Spielen wie Ultima V-VII viel mehr bewegt als von hyper-grafik Spiele aus Asia. Computerspielefirmen schielen VIEL zu sehr auf technische Gimmicks wie Grafik oder Sprachausgabe, und dabei sind Charaktere, Story und Erzhählweise heute weit hinter früher zurück gefallen.
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[Shadow_Man]
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Re: Take-Two: "Fotorealismus ermöglicht neue Genres"
"Dinge, die einen Film befeuern."
Genau sowas stört mich immer. Ich will ein Computerspiel haben und keinen interaktiven Film. Wenn man sowas liest, dann wird es dann wohl noch mehr Richtung Film gehen
Genau sowas stört mich immer. Ich will ein Computerspiel haben und keinen interaktiven Film. Wenn man sowas liest, dann wird es dann wohl noch mehr Richtung Film gehen
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TheRatOne
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Re: Take-Two: "Fotorealismus ermöglicht neue Genres"
Die Aussagen sind Unsinn und ein Armutszeugnis.
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johndoe1082890
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Man munkelt eine gute Synchronisation trägt sehr zum Transport von Emotionen bei.
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NEP I Toelli
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Wenn ich so ein Kommentar lese wird mir nichts anderes als schlecht. Wie kann man so einen Bullshit quatschen. Was war bitte mit einem Heavy Rain, wo ich die Stimmung so aufsog, das ich dachte gleich ersticke, weil mir dieses spiel mein Atem geraubt hat. Oder schaut was ein Shadow of the Collosus geschafft hat. Das war der Hammer. Leider wird aber heute alles auf die breite Masse ausgerichtet. So z.B auch ein Dead Space. die ersten beiden Teile der Hammer. Auch von der Story. Schaut mnan sich aber die Gameplays oder Trailer des dritten Teiles an, meint man, man sieht ein neues Lost Planet. Echt schade.
- Aläx
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Re: Take-Two: "Fotorealismus ermöglicht neue Genres"
Jungs, ich glaube, dass es nur noch aufwärts gehen kann!
Jetzt sitzen in diesen ganzen Führungspositionen irgendwelche alten, nicht mehr klar denkene, senile Greise/Vollidioten, die wohl selber nie richtig Spiele gespielt haben und nur auf Proft aus sind und den Schuss nicht gehört haben.
Wenn die mal abgesetzt sind und junge Leute die Führungspositionen einnehmen, die Meilensteine wie Zelda OoT mehrmals durchgezockt haben, und wissen, was gute Spiele ausmachen, dann wirds bessere Spiele geben.
*Traum aus*
Man wird ja wohl noch mal träumen dürfen! Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Oder halt der Master Chief.
Jetzt sitzen in diesen ganzen Führungspositionen irgendwelche alten, nicht mehr klar denkene, senile Greise/Vollidioten, die wohl selber nie richtig Spiele gespielt haben und nur auf Proft aus sind und den Schuss nicht gehört haben.
Wenn die mal abgesetzt sind und junge Leute die Führungspositionen einnehmen, die Meilensteine wie Zelda OoT mehrmals durchgezockt haben, und wissen, was gute Spiele ausmachen, dann wirds bessere Spiele geben.
*Traum aus*
Man wird ja wohl noch mal träumen dürfen! Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Oder halt der Master Chief.
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irresponder
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- Registriert: 25.04.2011 22:45
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Er hat schon nicht unrecht, aber er spricht von Mainstream Gamern. Wer nicht genug Imagination hat, sich in grafisch weniger aufwendige Spiele einzufühlen, braucht auch nicht zocken! Das Interview klingt mir aber zu sehr danach als wäre es nicht möglich mit einfachen Mitteln Emotionen zu wecken.
Ich denke nur an "The Journey", technologisch gesehen überschaubar aber dennoch Wunderschön, so schön das ich teils den Tränen nahe war.
Meiner Meinung nach ist das zu detailreiche Auschmücken einer der Gründe warum die heutigen Mainstream Filme immer schlechter werden, nur noch effektfeuer - kein Platz mehr für die eigene Phantasie. Gleiches Gilt natürlich für AAA-Spiele.
Aber nur meine 2 Cents...
Ich denke nur an "The Journey", technologisch gesehen überschaubar aber dennoch Wunderschön, so schön das ich teils den Tränen nahe war.
Meiner Meinung nach ist das zu detailreiche Auschmücken einer der Gründe warum die heutigen Mainstream Filme immer schlechter werden, nur noch effektfeuer - kein Platz mehr für die eigene Phantasie. Gleiches Gilt natürlich für AAA-Spiele.
Aber nur meine 2 Cents...
- Max Headroom
- Beiträge: 1856
- Registriert: 05.08.2002 13:11
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Sind Pixel wichtiger als Design?
Ich kann ihm da nicht ganz zustimmen.
Die zusätzliche Power einer Konsole ermöglicht zwar neue oder weit verbesserte Designs, aber Emotionen benötigen keinen Stromanschluss, keinen potenteren Lüfter oder mehr CPU-Kerne.
Wenn in einem Railway-Shooter a la Time Crisis soviel Rechenpower steckt, dass man auf jeder Granate noch die Fingerabdrücke des Werfers rendern kann, nützt soviel Rechenpower nicht im geringstem, um eine ordentliche Geschichte zu erzählen. In früheren Games reichten einfache Textboxen vollkommen aus. Es gab nicht einmal eine Gesichtsanimation. Die Charaktere bestanden teilw. gar nur aus 16 Farben, und dennoch fieberte man in den Abenteuern mit
Fotorealismus lässt zwar viele Facetten klarer erscheinen - dies aber nur in bildlicher Form, und nicht in der Erzählstruktur. Einen Tritt in die Fresse des Protagonisten kann man mit einem 80 Millionen Polygon Character darstellen, aber auch mit einem 24-Pixel Sprite mit drei roten Pixeln als "Blut". Trotzdem bleibt "Arcade" dann "Arcade".
. Andere Länder können sehr wohl mit geringer Rechenkraft Emotionen liefern. Brokeback Mountain ist auch nicht auf IMAX, 3D oder Digitaltechnik angewiesen, um Emotionen zu transportieren. Eine Aufnahme auf einem altertümlichem Magnetband (auch VHS genannt) würde nicht minder erfolgreich sein.
Wenn er die Handlungsmöglichkeiten als Limit angibt, warum sollte eine Fotorealismus-Tapete da dieses Limit sprengen? Heutige Konsolen bieten doch ebenfalls ausreichend Kraft - oder will er dies abstreiten?

Auch wenn man nicht unbedingt einen Raum mit 500 Charakteren in Echtzeit rendern kann, war man in Final Fantasy VII nicht gerade hocherfreut, dass dieses CGI-Pixelgebilde mit MJPEG-Artefakten meine Freundin ermordete. Trauer (oder Liebe) sind sicherlich auch ohne Grafik, ganz in Textform, möglich. Bücher und Textadventures beweisen es
. Andere Menschen können mit Blöckchengrafik und gar einer fehlenden Erzählstruktur recht frische Spiele auf die Beine stellen. Einige sogar mit sehr bug-behafteten Mods zu Militärshootern zur Bekanntheit gelangen. Wenn 2K sich mal trauen würde frische Konzepte einzuatmen, könnte vielleicht auch mal was anderes als das angesprochene Genre das Licht der Welt erblicken. Zwar wäre dies ein Alptraum für planungswillige und berechnende Kalkulatoren, die einzigst nur den Profit und die Auspresserei einer Marke im Sinn haben - man kann hierbei eben auch auf die Fresse fallen - aber der Markt (und damit die Spieler) hätte auch ohne große Rendergrafik ein Gewinn zu verbuchen. Vielfahlt inspiriert auch andere. Und man selbst kann von anderen inspiriert werden. So wie Herr Hartmann da vorgeht, drückt er sich lieber vor "Neuversuchen", als manches heisse Eisen anzufassen. Kann aber auch sein, dass dies das bekannte Gerauschel ist, was man am Ende einer Konsolengeneration ausspuckt, um damit die neue Generation zu begrüßen ("Endlich! Danke, darauf haben wir gewartet!") :wink:
. Das hat nichts mit der Vermittlung der Emotionen zu tun, denn sie wäre auch damals in den '90ern mit ihrer Technik möglich gewesen, doch anhand der Arcade-Orientierung und der Experimentierlust mit Videomaterial kaum im Blickpunkt von Spieledesignern gerückt. Unterdessen warfen Rollenspiele ihre Emotionen nur so um sich 
Wäre ein solcher interaktiver Film - anstatt mit MJPEG oder VCD-Technik, mit Hi-Def BluRay Grafik realisiert worden, würde man sicherlich auch weiterhin mit einem "boring" antworten. Und auch dann, wenn man sämtliche Schauspieler durch hochaufgelöste Polygonmodelle mit fotorealistischer Textur ersetzen würde. Das Design bliebe weiterhin kacke, das Drehbuch wäre schrott und die Mechanik unter aller Sau. Nur kann man dafür weder die MPEG-Artefakte, noch die Schauspieler dafür verantwortlich machen
. Die zusätzliche Rechenpower ermöglicht größere Landschaften, schönere Grafik, mehr KI, bessere Animationen usw., aber Gefühle werden nicht unbedingt durch 800 Quadratkilometer Landschaft besser. Die erreicht man auch in einem 4x4 Meter Raum. Respektiv auch auf einem 640x480 Bildschirm 


Warten wir mal ab, was T2/2K mit der zusätzlichen Rechenkraft da vorbereiten möchte. Sie müssen sich groß anstellen um zu begründen, weshalb ihr Next-Gen Projekt "unmöglich" auf aktuelle Konsolen möglich gewesen wäre
Die zusätzliche Power einer Konsole ermöglicht zwar neue oder weit verbesserte Designs, aber Emotionen benötigen keinen Stromanschluss, keinen potenteren Lüfter oder mehr CPU-Kerne.
Wenn in einem Railway-Shooter a la Time Crisis soviel Rechenpower steckt, dass man auf jeder Granate noch die Fingerabdrücke des Werfers rendern kann, nützt soviel Rechenpower nicht im geringstem, um eine ordentliche Geschichte zu erzählen. In früheren Games reichten einfache Textboxen vollkommen aus. Es gab nicht einmal eine Gesichtsanimation. Die Charaktere bestanden teilw. gar nur aus 16 Farben, und dennoch fieberte man in den Abenteuern mit
Fotorealismus lässt zwar viele Facetten klarer erscheinen - dies aber nur in bildlicher Form, und nicht in der Erzählstruktur. Einen Tritt in die Fresse des Protagonisten kann man mit einem 80 Millionen Polygon Character darstellen, aber auch mit einem 24-Pixel Sprite mit drei roten Pixeln als "Blut". Trotzdem bleibt "Arcade" dann "Arcade".
Ich vermute, es ist das Problem des Landes, und weniger der Rechenkraft einer MaschineWhat's the difference between the movies and gaming? Movies you just watch. You get emotional involvement in both, but in gaming you interact. That limits you already in what you can do, as certain emotions can't be recreated. Recreating a Mission Impossible experience in gaming is easy; recreating emotions in Brokeback Mountain is going to be tough, or at least very sensitive in this country.
Wenn er die Handlungsmöglichkeiten als Limit angibt, warum sollte eine Fotorealismus-Tapete da dieses Limit sprengen? Heutige Konsolen bieten doch ebenfalls ausreichend Kraft - oder will er dies abstreiten?
Wieso nicht? Parodius baut vollkommen auf Parodie auf. Matt Hazard ebenfalls. Über die Technik kann man streiten, aber Comedy, Parodie und Satire in Spielen sind sehr gut möglich. Ich behaupte sogar, dass man zu 8- und 16-Bit Zeit amüsante Spiele abseits der Arcade-Schiene möglich gewesen wäreYou can't have a game simply built around comedy. It has to be part of an overall vibe.
Auch wenn man nicht unbedingt einen Raum mit 500 Charakteren in Echtzeit rendern kann, war man in Final Fantasy VII nicht gerade hocherfreut, dass dieses CGI-Pixelgebilde mit MJPEG-Artefakten meine Freundin ermordete. Trauer (oder Liebe) sind sicherlich auch ohne Grafik, ganz in Textform, möglich. Bücher und Textadventures beweisen es
Genres eröffnen? Welches "neue" Genre würde denn mit einer fotorealistischen Tapete und pixelgenauer Beleuchtung denn eröffnet werden? Wenn man sich nur auf solche Titeln konzentrieren kann, hat das Studio einfach nur einen Mangel an Kreativität gezeigtUntil games are photorealistic, it'll be very hard to open up to new genres. We can really only focus on action and shooter titles; those are suitable for consoles now.
Hier vermixt er Technik und Spielemechanik. Die Scheibe spielte eine dramatische (oder eher eine unfreiwillig komische) Szene ab, die den Spielern "emotional berühren" sollte. Bekanntlich sind die Filme nicht als oskarreife dramatische Erzählkunst in die Annalen der Welt eingegangen. Wenn drittklassige Schauspieler mit viertklassigen Drehbüchern konfrontiert werden, um in zweitklassiger Spielemechanik eine Joypadabfrage abzuwarten, kann es nur schiefgehen. Die Limitierung war das Film-Format, denn Schauspieler kann man kaum in ihrer dramatischen Darstellung steuern. Wenn, dann höchstens den Film anhalten oder abbrechenIf someone comes up with a video game where it's all about you falling in love, where you have the emotions and you don't need a lot of interaction from your device, that's great but what happened to those interactive movies from the '90s? They were boring. It was like a movie that gave you three endings.
Wäre ein solcher interaktiver Film - anstatt mit MJPEG oder VCD-Technik, mit Hi-Def BluRay Grafik realisiert worden, würde man sicherlich auch weiterhin mit einem "boring" antworten. Und auch dann, wenn man sämtliche Schauspieler durch hochaufgelöste Polygonmodelle mit fotorealistischer Textur ersetzen würde. Das Design bliebe weiterhin kacke, das Drehbuch wäre schrott und die Mechanik unter aller Sau. Nur kann man dafür weder die MPEG-Artefakte, noch die Schauspieler dafür verantwortlich machen
Und hier trifft er endlich den Punkt und verabschiedet sich von der TexturEvery new platform changes video gaming because it is able to do certain things. When you look at how many open-world games are out there, that was not doable for most people 20 years ago.
Selbst dann würde man rumheulen. Man hätte ja sooooooviele Ideen für sooooooo große Welten und soooooo viele Akteure, aber die Rechenkraft reicht "nur" dazu aus, 500 Menschen mit 80 Millionen Polygone in True3D rendern zu können. Das versprochene Madden 976, bei der sämtliche Personen auf der Tribüne mit Motion Capturing Technik gefangen wurden, wäre nicht möglich. Somit könne man die "Emotionen der Zuschauer" nicht richtig übermitteln. Und so weiter ... Das Spiel beginnt wirder von vorneIt will then be all just about the content, and no longer about the technology.
Von wegen! Man würde zusätzliche Manpower benötigen - womöglich eine eigens dafür gebaute Spezialkonsole mit Spezialchips - um das Uncanny Valley zu begrenzenOnce you get to where it looks like real life, you can focus on doing other things, and it won't be about technology as much as it is now.
Warten wir mal ab, was T2/2K mit der zusätzlichen Rechenkraft da vorbereiten möchte. Sie müssen sich groß anstellen um zu begründen, weshalb ihr Next-Gen Projekt "unmöglich" auf aktuelle Konsolen möglich gewesen wäre
- Triblitz
- Beiträge: 59
- Registriert: 10.03.2011 17:53
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Re: Sind Pixel wichtiger als Design?
Respekt erst mal, saß du das Interview gelesen hast statt über den 2zeiligen Teaser herzuziehen 
Mit Land bezieht es sich wohl nur auf Brokeback Mountain also daß schwule Cowboys in den USA problematisch sind.Max Headroom hat geschrieben:Ich vermute, es ist das Problem des Landes
Ich glaube damit will er sagen daß Gewalt als Spieleraktion leicht darzustellen interessant ist aber eben nicht Romantik oder Humor. Also es leicht ist den Spieler einen Raketenwerfer abfeuern zu lasssen und dann eine Exposion zu zeigen, es aber schwer ist einen Spieler eine romantische Aktion setzen zu lassen, oder komisch zu sein und das dann interessant genug darzustellen daß genug Leute das Spiel kaufen.Max Headroom hat geschrieben:Wenn er die Handlungsmöglichkeiten als Limit angibt, warum sollte eine Fotorealismus-Tapete da dieses Limit sprengen? Heutige Konsolen bieten doch ebenfalls ausreichend Kraft - oder will er dies abstreiten?
Der ganze Absatz ist eine Antwort auf die Frage warum so viele Spiele gewalttätig sind. Er meint nicht daß Humor unmöglich ist, sondern daß es nicht als Grundhandlung (also Spieleraktion) Gewalt ersetzen kann (Ich kenne Parodius nicht). Es also schwer ist, ein Spiel zu machen das statt Action Humor oder Romantik als Grundlage des Gameplay hat und das dann oft genug zu verkaufen.Max Headroom hat geschrieben:Parodius baut vollkommen auf Parodie auf. Matt Hazard ebenfalls. Über die Technik kann man streiten, aber Comedy, Parodie und Satire in Spielen sind sehr gut möglich. Ich behaupte sogar, dass man zu 8- und 16-Bit Zeit amüsante Spiele abseits der Arcade-Schiene möglich gewesen wäre
Und was hast du dann getan? Du bist losgezogen und hast das Pixelgebild und unzählige seiner Pixelschergen umgebracht. Du hast nichts getan um aktiv zu trauern, du hast sie nicht begraben, keine Blumen auf Ihr Grab gelegt, das Grab nicht regelmäßig besucht. Emotionen in Spielen begegnest du (fast) immer nur passiv. Eben wie in einem Film.Max Headroom hat geschrieben:Auch wenn man nicht unbedingt einen Raum mit 500 Charakteren in Echtzeit rendern kann, war man in Final Fantasy VII nicht gerade hocherfreut, dass dieses CGI-Pixelgebilde mit MJPEG-Artefakten meine Freundin ermordete.
Eben Spiele mit Romantik/Humor als Gameplay. Das jetzt bessere Grafik das ermöglichen würde ist natürlich Schwachsinn.Max Headroom hat geschrieben:Genres eröffnen? Welches "neue" Genre
Klar, aber wäre er mit besseren Darstellern, besserer Handlung erfolgreich gewesen? Es ist kein Zufall daß Adventures, die genau diese nicht gewalttätigen Spieleraktionen hätten, seit 10 Jahren großteils vom Markt verschwunden sind.Max Headroom hat geschrieben:Wäre ein solcher interaktiver Film - anstatt mit MJPEG oder VCD-Technik, mit Hi-Def BluRay Grafik realisiert worden, würde man sicherlich auch weiterhin mit einem "boring" antworten.
Hmm, ich glaube ja das zB in den Elder Scrolls Spielen die Landschaften immer kleiner wurden. Und Ultima VI,VII hatten schon vor 20 Jahren gigantische Gebiete. Also da liegt er wohl falsch.Max Headroom hat geschrieben:Und hier trifft er endlich den Punkt und verabschiedet sich von der Textur. Die zusätzliche Rechenpower ermöglicht größere Landschaften, schönere Grafik, mehr KI, bessere Animationen usw.
