Ich vergleiche das immer mit einem Briefmarkensammler. Der möchte seine Briefmarken ja auch zu Hause vor sich haben, jederzeit anfassen können und die Kontrolle haben und nicht nur digital irgendwo anschauen können. Und so geht es mir auch bei den Computerspielen.CasanOffi hat geschrieben:Ich gehörte auch lange zu den Zockern, die Spiele lieber auf einer CD/DVD im Regal stehen hatten.
Auch noch zu den Zeiten, in denen Steam sich bereits als digitale Plattform etabliert hatte.
Mittlerweile kaufe ich mir 9 von 10 PC-Spielen als Download.
Ganz allein aus dem Grund, weil es sehr schnell geht, ich nicht abhängig von Ladenschlußgesetzen bin und ich den Platz im Regal lieber für Bücher spare.
Und, mal ganz nebenbei - es hat auch eine ökologische Seite.
Ist ja nicht so, als ob die Industrie bei der Herstellung von Datenträgern kein Müll produziert...
Ich kann darauf gut und gerne verzichten.
Abgesehen davon kommt doch mittlerweile kaum noch ein Spiel ohne Online-Aktivierungszwang aus.
Also warum soll ich mir eine Retail-Version kaufen, wenn ich nur den enthaltenen CD-Key benötige?
Sorry, aber ich komme mir schon ein wenig verarscht vor, wenn ich ein Spiel auspacke, nur um den Key in einem der digitalen Plattformen eingeben zu können - ohne dass die CD/DVD jemals im Laufwerk landet.
So ganz kann ich Deine Argumentation nicht verstehen.[Shadow_Man] hat geschrieben:Ich hoffe, dass es nie soweit kommen wird, dass man keine Spiele mehr im Laden kaufen kann. Ich persönlich hasse den Downloadvertrieb und hab auch noch nie was so gekauft.
Sollte es wirklich mal so kommen, dass Spiele nur noch per Download vertrieben werden, dann gibt es für mich 2 Möglichkeiten:
Entweder ich wechsele die Seiten und besorge mir die Spiele anders, oder ich lasse alles links liegen und zocke nur noch die alten Spiele.
Für rein digitalen Kram bin ich nicht bereit auch nur 1 Cent zu bezahlen. Warum sollte ich für etwas bezahlen, wenn ich das Gleiche wie der Raubkopierer bekomme und dazu noch an eine DRM-Plattform gezwungen werde? Da kann man auch gleich ein paar Seiten weiter gehen, sich den Kram laden und ist davon verschont. Klingt hart, aber ist doch so.
Bei einer Downloadversion gibt es für mich keinen Kaufanreiz mehr und das sagt jemand, der Spielesammler ist und seit den 80er Jahren alle seine Spiele gekauft hat. Dann wäre es damit aber vorbei.
Du hasst den digitalen Vertrieb, weil man nach Deiner Sicht dadurch im Endeffekt das gleiche bekommt wie der Raubkopierer - nur mit DRM?
Ein Download hat für Dich keinen Kaufanreiz mehr?
So, wie Du das schreibst, könnte man meinen, Du kaufst Videospiele nur, weil man eine hübsche Verpackung dazu bekommt...
Stell Dir nur mal vor, es hätte den Downloadvertrieb schon immer gegeben, dann hätte ich hier jetzt seit den 80er Jahren nur irgendwelche Rohlinge rumliegen oder alte Festplatten, anstatt die Regale mit den Verpackungen voll. Liebloser gehts nicht, oder? So kann ich selbst die C64er Verpackungen immer wieder aus dem Regal holen, die Handbücher angucken und in alten Erinnerungen schwelgen. Und wer einen C64 noch zu Hause hat, der kann diese Spiele sogar noch spielen, obwohl sie 20, 25 Jahre auf dem Buckel haben.
Downloadvertrieb ist für mich einfach lieb- und seelenlos, für einen Spielesammler ist sowas einfach der Alptraum.
Man hat keinen Mehrwert mehr gegenüber dem Raubkopierer, nichts Greifbares mehr. Also warum sollte ich dann bei einem reinen Downloadprodukt noch bezahlen? Da kann ich auch einfach ein paar Seiten weiter gehen, lad mir das Spiel dort runter und es kostet mich keinen Cent. Da ist auch gleich Steam, Games for windows live rausgecrackt und die Spiele laufen auch noch, wenn es diese Server nicht mehr geben sollte. Da fragt man sich, wer da letztendlich der Dumme ist?
Früher hätte ich mir nie vorstellen können, ein Spiel mal raubzukopieren. Aber je mehr auf Download gesetzt wird, desto attraktiver wird es für mich. Und deshalb kann ich nicht die Hand ins Feuer dafür legen, dass ich nie irgendwann mal Raubkopien nutzen werde. Das kann in ein paar Jahren anders aussehen, wenn es so weitergeht.
