Allgemein: Hideo Kojima über die Kunst in Spielen

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

4P|Bot
Persönliche Nachricht:

Allgemein: Hideo Kojima über die Kunst in Spielen

Beitrag von 4P|Bot »

<P>Next Generation gibt Teile eines Interviews mit Metal Gear-Erfinder Hideo Kojima <A href="http://www.next-gen.biz/index.php?optio ... 8&Itemid=2" target=_blank>wieder</A>, welches in der aktuellen Ausgabe des Official US PlayStation Magazine zu finden ist. Dort äußert sich Kojima u.a. zu dem Thema, ob denn Computer- und Videospiele als Kunstform zu betrachten wären:</P><P><EM>"Ich glaube auch nicht, dass Videospiele eine Kunstform sind. Die Sache ist, dass Kunst etwas ist, das den Künstler hervorhebt, der das Werk geschaffen hat. Wenn 100 Menschen daran vorbei laufen und eine einzige Person von dem vereinnahmt wird, was das Stück ausstrahlt, dann ist es Kunst.</EM></P><P><EM>Aber Videospiele versuchen nicht, eine einzelne Person zu fesseln. Ein Videospiel sollte es allen 100 Leuten, die das Spiel spielen, ermöglich, den Service zu genießen, den es leistet. Es ist eine Art Service, aber es ist nicht Kunst."</EM></P><P>Kojima fügt anschließend allerdings hinzu: "Aber die Art und Weise, wie der Service mit dem Spiel geleistet wird, ist wohl ein künstlerischer Stil, also eine Form von Kunst."</P><br><br>Hier geht es zur News: <a href="http://www.4players.de/rendersite.php?L ... wsid=49767" target="_blank">Allgemein: Hideo Kojima über die Kunst in Spielen</a>
Ragism
Beiträge: 324
Registriert: 15.06.2004 12:51
Persönliche Nachricht:

Spiele als Kunst?

Beitrag von Ragism »

Hideo Kojima trifft den Nagel auf den Kopf. Spiele werden in der Tat niemals Kunst sein noch eine bemerkenswerte künstlerische Kultur haben. Jedenfalls solange nicht, wie Fifa, Need for Speed, Counter-Strike und annähernd jedes im Moment für Geld erhältliche Spiel sich so gut verkaufen. Das Problem ist, daß die Videospielekultur in einer Zeit entstanden ist, als Filme und Bücher keine Kunst, sondern Geldquelle darstellen sollten. Bis heute hat sich daran nichts geändert, also warum sollte das mit Spielen, dem Kind dieser Zeit, anders sein?

Theoretisch haben wir das kräftigste, spannendste, lehrreichste und anspruchsvollste Medium überhaupt. In der Realität jedoch ist Spielen wie ein Besuch bei McDonalds: Recht lecker für ein paar Minuten, aber in keinster Weise befriedigend oder nährend.
Egon Olsen
Beiträge: 579
Registriert: 04.11.2005 15:27
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Egon Olsen »

Sehe ich absolut nicht so wie Herr Kojima, so sehr ich den Herrn auch schätze. Spiele
können genauso Kunst darstellen wie zB. Gemälde. Ähnlich wie bei Filmen die nur in
Programmkinos laufen gibt es auch eine ganze Reihe an Spielen die nie die Masse anspricht
sondern nur einen kleinen Personenkreis, bestes Beispiel \"Ico\" für PlayStation 2.
Benutzeravatar
Zierfish
Beiträge: 6316
Registriert: 16.07.2004 12:47
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Zierfish »

also in einem Punkt Egon triffst du den Nagel auf den Kopf:
Spiele KÖNNEN Kunst sein. Sie sind es aber meist nicht. Bestes Beispiel ist Killer 7
kein schlechtes Spiel, nur leider nicht von vielen geschätzt, weil es eben etwas besonderes darstellt. Kunst kann nicht jedem Gefallen, und wer hat jemals behauptet, dass ein Kinofilm Kunst ist??
johndoe-freename-88443
Beiträge: 139
Registriert: 10.11.2005 14:39
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Kunst

Beitrag von johndoe-freename-88443 »

Das sehe ich genauso wie mein Vordermann, denn warum werden Videospielsoundtracks veroeffentlich? Warum werden Videospielsountracks von echten Orchestern eingespielt? Warum werden Musikstuecke von kuenstlern mit deren Stimme vertont? Weil Musikstuecke Kunst darstellen, Musik ist Kunst und die Leinwand wird mit einem Monitor getauscht. Frueher wurden Hintergruende eingescannt, also zuerst gemalt, das Ganze koennte man als \"Animierte Kunst\" sehen, wie einen Film etwa. Und dabei ist doch egal wieviele Leute oder wer angesprochen wird/werden. Ausserdem wiederspricht sich da Kojima, zuerst ist es keine Kunst und dann ist es eine Form von Kunst, wahrscheinlich hat er vor dem Interview zuviel Sake gesoffen.
purchaser
Beiträge: 457
Registriert: 05.08.2002 13:13
Persönliche Nachricht:

Na, wenn er meint

Beitrag von purchaser »

Vielleicht bezieht er sich ja nur auf sein \'Metal Gear Solid\'. Da stimm\' ich ihm gern zu.
Aber ich hatte durchaus auch schon das Gefühl ein Kunstwerk zu zocken. \'ICO\' beispielsweise - wurde weiter oben bereits genannt.
Arkune
Beiträge: 10699
Registriert: 24.09.2002 17:58
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Arkune »

Das Kommentar von Herrn Kojima scheitert meiner Meinung an seiner \"Definition\" des Begriffes \"Kunst\".
Er fasst hier Kunst schon mathematisch auf.
Ist ein Produkt an eine größere Zuielgruppe gerichtet bzw. kann es diese Ansprechen kann es keine Kunst mehr sein.
Also eine Bedingung als Definition des Begriffes.
Sehr eingeschränkt wenn ihr mich fragt.
Das Kommentar ist für mich ziemlich wertlos und unhaltbar.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kunst
Benutzeravatar
lorridor
Beiträge: 6441
Registriert: 23.11.2005 17:54
Persönliche Nachricht:

Beitrag von lorridor »

eigentlich sind denn alle einzigartigen spiele kunstwerke oder? weil es sind spiele die mann nicht richtig in einem genre rein kriegen kann. es gibt denn ja ne ganze menge wie z.B ico, killer 7, we love katamari, rez... also find ich schon das es manche spiele gibt die ein kunstwerk darstellen
unknown_18
Beiträge: 26973
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Beitrag von unknown_18 »

@Arkune: eben, wenn man seine Erklärung von Kunst nimmt und das auf andere Dinge überträgt, dann ist Musik schon keine Kunst mehr, denn die spricht inzwischen auch fast nur noch die Massen an, zumindest die kommerzielle Musik.

Außerdem sagt er, das wenn 100 Leute dran vorbei laufen und nur einer stehen bleibt wäre das Kunst und bei Videospielen sei das nicht so, nur muss man zum spielen von Videospielen nicht auch stehen bleiben? Irgendwie hab ich so das Gefühl das er hier 100 Leute die an einem Schaufenster mit einem Gemälde darin mit 100 Spielern vergleicht. Der Vergleich hinkt ja wohl ziemlich, wenn dann muss er bei beiden Beispielen einfach irgendwelche 100 Leute nehmen und von den 100 Leuten wird weder beim Bild noch beim Spiel jeder stehn bleiben. Da hat er sich bei der Aussage wohl total vertan.

Ich sehe Spiele durchaus als Kunst an, nur eben eine Art von Kunst an der nicht nur ein Künstler arbeitet. Das Charakterdesign, die Levels, die Musik und sonstiges, alles entsteht durch die künstlerischen Fähigkeiten einer Person die in dem Bereich Erfahrung hat und ihre Erfahrung auch mit ein bringt. Ein Spiel ist nichts was am Ende 100% genau so aussieht wie es geplant war, es ist wie ein Gemälde, es kommt zwar grob betrachtet das raus was man malen wollte, aber im Detail hat es seinen ganz eigenen Stil.

Gutes Beispiel sind Spiele im Anime Stil, nehmen wir z.B. Chrono Trigger, das den eindeutigen grafischen Stil vom DragonBall Schöpfer hat. Anime oder Manga ist wohl eindeutig eine Kunst und ist Chrono Trigger nun weniger Kunst weil es ein Spiel ist?

Für mich jedenfalls ist jedes Spiel als ganzes ein Kunstwerk, an dem zig Künstler gemeinsam gearbeitet haben.
unknown_18
Beiträge: 26973
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Beitrag von unknown_18 »

"Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein." - Theodor W. Adorno

Das Zitat (vom Wiki Link weiter oben) gefällt mir am Besten, weil der genau das wiedergibt was für mich Spiele sind. Die Spiele versuchen immer mehr die "Wahrheit" darzustellen (also die Realität) und verlieren dadurch immer mehr ihre "Magie" (das Fazinierende was einen fesselt) und sind daher auch immer weniger "Kunst" (da die Realtität abzubilden keine Kunst benötigt - also keine Kreativität).

Darum lässt es mich kalt das Egoshooter, Rennspiele und andere Genres immer realer aussehen wollen. Die Spiele entwickeln sich immer mehr zu einen Wahrheitslüge.
Haimon
Beiträge: 116
Registriert: 15.06.2005 22:16
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Haimon »

Ich verstehe Kojima schon, einerseits hat er recht, andererseits unrecht. Wie \"wertvoll\" Kunst sein kann ist unterschiedlich und es gibt drei Spiele, die mir sofort einfallen und für mich Kojimas Aussage entkräften und eins ist sogar von ihm:
Final Fantasy VII
Metal Gear Solid 2
Soul Reaver-Reihe

Diese drei Spiele haben genau das geschafft, was Kojima sagte, im grunde sind 100 Leute an dem Spiel vorbeigegangen (durchgespielt) aber von den 100 Spielern ist vielleicht nur einer dabei, der den Kern des Spieles gesehen und für sich verstanden hat, es als Kunst erlebt und für sich in seinem Leben mitgenommen hat.
Was das aktuelle Problem ist, das Spiele industriell geworden sind, es gibt kaum noch unabhängige Spiele, besonders von großen Publishern, die Massenspiele produzieren. Und genau dieser Frust, den Kojima denke ich im Moment verspürt, kommt in dem Interview zum Ausdruck.
Um einen Mann aus der Spieleindustrie zu zitieren, der eine Ansprache an Spieleentwickler und zukünftige Entwickler gehalten haben: \"Was müsst ihr tun, wenn ihr in die Spielebranche eintreten wollt? - Seid bereit eurer Seele beraubt zu werden! Nun, zumindest bei den großen Firmen...\"
Das Ergebnis ist überall sichtbar: KotOR2 ist viel zu früh auf den Markt gekommen, weil LucasArts es noch im Weihnachtsgeschäft haben wollte, wobei die Entwickler mit März rechneten und das Ende damit so übereilt, es finden sich sogar noch Skriptschnippsel des originalen Endes und das 3d-Modell des wahren Endbosses (welcher Storymäßig auch viel mehr Sinn macht), welches nun von Fans rekonstruiert wird. Genauso wie Fable zusammengeschnitten wurde, weil Microsoft das Spiel schneller auf dem Markt haben wollte. (laut Molineux ist die Welt gerade einmal 1/10 so groß geworden wie geplant und das Aufwachsfeature konnte nicht so umgesetzt werden, wie er es wollte weil die Zeit fehlte)
Benutzeravatar
Zierfish
Beiträge: 6316
Registriert: 16.07.2004 12:47
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Zierfish »

ich verstehe Kojima da schon sehr gut, aber auch Spiele könne Kunst sein. Man kann nicht sagen, dass er nicht recht hat das is einfach recht schwer zu beschreiben. Stellt euch vor ihr seid in einer Galerie steht und euch die Bilder anschaut, dann werdet ihr bei den meisten denken:
"ja schon toll son Bild ... los ab zum nächsten ich will fertich werden"
aber dann kann es schonmal vorkommen, dass ihr vor nem Bild stehen bleibt und euch denkt "wow krass... das berührt mich jetzt irgendwie"
ich mein Musik ist auch Kunst, aber da gilt genau das gleiche!
Ein Stück kann von vielen Leuten gehört werden, die dann sagen:
"ja schon n schönes Stück passt"
und dann gibts halt leute, von mir aus einer von 100, der dann sagt:
"wow von dem Track bekomm ich ja Gänsehaut" das is bei einigen Spielen genau das gleiche, aber ein Spiel, dass bei niemandem eine Gänsehaut verursacht ist keine Kunst Pasta ^^
und davon gibts nur seeeehr wenige...
ich meine, dass ich bei RE4 eine hatte .... aber für so ein erlebnis muss alles stimmen:
Grafik, Sound, Stimmung... es gibt nicht schöneres, als ein schummrig beleuchteter Raum, mit leisem Scharren an den Dielen und dazu noch ein sau guter Soundtrack ... Eternal Darkness Veteranen wissen wovon ich spreche! Herrlich
Moorkh
Beiträge: 71
Registriert: 07.11.2003 00:02
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Moorkh »

Hmmm...

Ob Videogames Kunst sind oder nicht, darüber sagt dieses Interview kaum etwas aus.

Vielmehr besagt es, dass Herrn Kojimas persönliche oder irgendwoher rezipierte Definitionen von \"Kunst\" und \"Videogames\" einander ausschliessen würden. Nun, das ist nicht gänzlich uninteressant, zumal der Herr sich ja zu gerade dem hochstilisiert, was er vorgibt, nicht zu sein: ein Künstler, und zwar einer mit nach landläufiger Meinung ziemlich gewichtigem Einfluss auf die kreative Szene.

Hat er denn etwa recht damit? Die verlinkten Auszüge sind zwar etwas fragmentarisch, mehr noch als das sicherlich schon vorgängig gekürzte Interview, aber unrecht kann er nur haben, wenn er sich selbst in einen offenbaren Widerspruch verwickelt.

Nun ist Hideos definition von Kunst arg schwammig geraten - Kenner des vollen Interviews mögen mich korrigieren - aber scheinbar ist für ihn Kunst, wenn etwas
a) \"künstlerische Elemente\" (was immer er damit meint) beinhält, und gleichzeitig
b) die Person des Künstlers (wen immer er damit meint) durch das Medium des Kunstwerks vermittelt.
Nun mag ich mich irren, aber da scheint sich mir doch schon die Schlange in den eigenen Schwanz zu beissen: den Begriff \"Kunst\" über die Begriffe \"Künstler\" und \"künstlerische Elemente\" zu definieren - wie werden die denn definiert? Etwa über den Begriff \"Kunst\"? :)

Kunst ist darüberhinaus also etwas, das nur Einzelne aus der Masse anspricht und vereinnahmt. Videogames scheinbar hingegen ein Medium, das gleichsam alle Menschen erreicht. Nun Spiele ich offensichtlich keine Videogames, aber diejenigen Computerspiele, die ich spiele, haben in meinem persönlichen Umfeld in der Regel keine Sau angesprochen. Vielleicht liegt das aber auch nur an der niedrigen Lesekompetenz gegenüber dem Medium der Computerspiele in Mitteleuropa - möglicherweise lohnt sich ein Trip in die Sahelzone, wo sich mir die schiere Zugänglichkeit meines bevorzugten Mediums für alle Menschen offenbaren wird. Ganz im Gegensatz zu diesen schwer verständlichen, unbequemen \"Bildern\", die mich in Museumskorridoren anzuschweigen pflegen.

Auf den hinkenden Vergleich Videogame - Auto will ich gar nicht weiter eingehen. Das Videogame lässt sich in dieser Überlegung mit jeder beliebigen anderen, gemeinhin anerkannten reproduzierbaren/medialen Kunstform, beispielsweise dem Buch, ersetzen, und dabei stellt sich heraus, dass Herrn Kojimas Kunstverständnis so einige verbreitete Kulturobjekte ausschliesst.

Schliesslich - meine These, bei Interviews besser keine pompösen aber halbgaren Theorien aus den Fingern zu saugen, untermauernd - wären da noch die beiden Aussagen:

A
It\'s not art. But I guess the way of providing service with that videogame is an artistic style, a form of art.
und

B
Art is the stuff you find in the museum, whether it be a painting or a statue. What I\'m doing, what videogame creators are doing, is running the museum--how do we light up things, where do we place things, how do we sell tickets? It\'s basically running the museum for those who come to the museum to look at the art. For better or worse, what I do, Hideo Kojima, myself, is run the museum and also create the art that\'s displayed in the museum
Also ist (laut A) die Dienstleistung, künstvoll Gestaltetes zu präsentieren, eine Kunstform. Und (laut B) ist das darin Präsentierte ebenfalls Kunst. Was Hideo in seiner Selbstwahrnehmung gleich doppelt zum Künstler machen würde. Aber Videogames sind keine Kunst. Was geht da nur vor? Ich hoffe auf eine fehlerhafte Übersetzung aus dem Japanischen. :)
unknown_18
Beiträge: 26973
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Beitrag von unknown_18 »

Jo, ich kenne zwar das orginal Interview auch nicht, aber auch hier in den News hatte ich direkt das Gefühl das er sich wiederspricht. Scheinbar war er nicht unbedingt auf die Frage vorbereitet. ;)
johndoe-freename-91388
Beiträge: 5
Registriert: 25.01.2006 14:17
Persönliche Nachricht:

Beitrag von johndoe-freename-91388 »

Spiele können durchaus Kunst sein. Die schon angesprochnenen Spiele wie Killer 7 oder ICO sind dafür sicherlich ein gutes Beispiel.

Computer- und Videospiele werden übrigens die zehnte Kunst genannt (nach den 6 klassischen Künsten folgen Comics, Film und Fernsehen als 7.-9. moderne Kunst).

Ich empfehle dazu die Lektüre des gleichnamigen Artikels von Steven Poole (Autor des ebenfalls empfehlenswerten Buchs Trigger Happy) aus dem Magazin der NZZ, der unter dem folgenden Link erreichbar ist:

http://www-x.nzz.ch/folio/archiv/2005/0 ... /pool.html

Sehr amüsantes Detail: Hideo Kojima`s Metal Gear Solid wird als Beweis für die künstlerischen Ausprägungen von Videospielen herangezogen ;-)

Der Begriff der zehnten Kunst stammt meines Wissens nach von den Brüdern Alain und Frédéric Le Diberder, die diesen erstmalig in ihrem Werk L\\\\\\\\\\\\\\\'univers des jeux vidéo verwenden.

Momentan erfüllen nur wenige Computer- und Videospiele den Status eines Kunstobjekts - aber man muss auch berücksichtigen, dass dieses Medium noch sehr jung ist und ich vermute, dass sich in den kommenden Jahren noch einiges tun wird.

Ein anderer Bereich sind Medienkunst-Installationen à la Painstation, LegShocker, Furminator etc., die allesamt auf Bestandteile aus Videospielen zugreifen. Auch dort wird sich sicherlich in Zukunft noch einiges tun.

Ich bin auf jeden Fall davon überzeugt, dass Computer- und Videospiele irgendwann als eigenständige Kunstform ihren Platz finden werden.