xKepler-186f hat geschrieben: ↑27.03.2019 11:45
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EDIT:
Zum "im Kontext der Zeit": Ich habe letztens God of War beendet und danach direkt mit The Last of Us angefangen. Vielleicht war ich dadurch nicht in der richtigen Stimmung, aber mich hat Tlou nicht komplett abgeholt. Vielleicht war die Inszenierung für 2012/13 noch richtig stark, aber mittlerweile ist man einen anderen Standard gewöhnt. Bin mir bei der Einschätzung aber unsicher, weil es viele auch jetzt noch hoch loben.
Es gibt durchaus Kritik an TLOU. Neben der damals großartigen Grafik, ist einerseits die Darstellung der Beziehung der beiden Protagonisten ziemlich gut inszeniert, was es bis dato in Spielen so nicht gab (so wie in GoW, nur dort eben viel später) andererseits ist die Story äußerst dünn. Bringe Ellie von A nach B. Die Aufgabe des Spielers ist es quasi nur, die Hindernisse dabei aus dem Weg zu räumen.
Es ist ein emotionales Spiel und wie immer dadurch mit einem riesigen Hype verbunden. Das polarisiert und somit hat TLOU imho ein paar Punkte zuviel eingeheimst. Leider ist es offensichtlich weitverbreitet im Westen, dass man Identitätsprobleme hat. So nimmt man Fußballvereine, Computer, Handys, Konsolen oder eben auch Spiel, das einen besonders ergreifet, als Ersatz wo jede Kritik einen Beißreflex auslöst, man schaltet das Hirn aus und meint sich gegen den somit als persönlich empfundenen Angriff zur Wehr setzen zu müssen.
Wenn dir TLOU ganz gut gefiel, du es aber nicht als gotl (game of the lifetime) empfindest, liegst du, glaubich, ganz richtig.