Echt tolles Video. Schönes Ambiente (Sound), 3 (wichtig) gute und sympathische Sprecher, sowie ein halbwegs interessantes Thema und fertig ist ein unterhaltsames Video.
Als kleines Feedback: Ich finde die Hemden von jörg und Dieter ja echt top, habe auch die gleichen Muster, aber für Videos eignen sich Diese nur äußerst bedingt.
Also ich bin ein Textsammler. Sammeln interessiert mich nur dann, wenn ich am Ende irgendetwas darüber lesen kann, was ich gesammelt habe oder wenn es irgendwelche Hintergrundinfos zur Welt oder Geschichte bietet.
Dazu gehören Bücher in TES Spielen, Infotexte in Dragon Age (1, 2 und Inquisition) oder nicht zuletzt die Gegenstände in der Souls Reihe.
Ebenfalls dazu gehören kompendien, Journale, Tagebücher etc. Das Universum von Mass Effect, ich habe einen absoluten Sci-Fi/Weltraum/Raumschiff/Mensch/Alien Fetisch, bietet beispielsweise massig Infotexte von denen man einen Teil nach und nach erhält und gleichermaßen viele erst finden muss. Wenn ich mir dann im Spielverlauf die ganzen Texte durchlese und merke wie alles miteinander verwoben ist und wie alles einen Sinn ergibt, dann geht mein Herz auf.
Richtig schlechtes Sammeln ist für mich Storybasiertes- oder übertriebenes Sammeln. Auf die Spitze getrieben hat das Assassin's Creed 2. Nicht nur das man übertriebene 100 Federn sammeln konnte, nein, zusätzlich hat man das noch mit einem Storyelement verknüpft, dass nämlich Ezios Mutter erst wieder reden kann, wenn man alle gefunden hat (aus Liebe zu Ihrem verstorbenen jüngsten Sohnes, der Gern Federn sammelte).
Spiele sind für mich wie Bücher. Eigentlich spiele ich garnicht richtig, sondern lese/höre die Geschichte oder versetze mich in die Welt hinein, während ich ein paar Tasten drücke. In meinem Beispiel ist das dann so, als würde man mir ein Buch andrehen in dem eine Seite fehlt und ich diese nur unter bestimmten Bedingungen erhalte, die ziemlich zeitaufwendig sind.
Und dann gibt es da noch das gespoilerte Sammeln - Das allerschlimmste. Im Video perfekt von Jörg beschrieben.
Tomb Raider: "oh ich bin auf einer Insel die ich nicht kenne. Ah, mein GPS zeigt mir an das es hier 3 Feuerstellen und Reliquien gibt" Mein Gott ist das dämlich, da geht bei mir mit einem Moment die Immersion flöten oder in dem Fall die Sammellust.
Assasin's Creed: "Ich bin hier aufgewachsen, muss aber erst auf Türme klettern um herauszufinden, wo hier der nächste Bäcker ist." Auf der anderen Seite verbindet AC alles mit dem Animus. Sämtliche Hud-Anzeigen, die Karte, das Feedback, das knöpfedrücken - Alles wird irgendwie über den Animus und der virtuellen Realität erkärt.
Insofern ist es bei AC so, dass ich mich damit abfinden kann, bei TR jedoch damit abfinden muss.
Ebenfalls im Video angesprochen: Das zu schnelle sammeln und hier ist tatsächlich der Entwickler aus Montreal das Paradebeispiel dafür. Zwar hat man in AC3 oder FarCry 3 anfangs nur wenig Mittel und die Möglichkeiten zum Herstellen von Gegenständen sind manigfaltig, aber dann nach 3 Stunden Spielzeit stellt man fest, dass man nun schon dies, das und jenes besitzt und das meiste schon herstellen kann und wenn dieser Punkt zu früh erreicht wird, dann ist die Lücke nach hinten hin einfach zu groß, einfach weil dann nichts mehr da ist, auf das man noch hinspielen könnte.
Und wie FarCry 3 ja zeigt ist Jason Browdy in den ersten 10 Minuten die arme Wurst und kurz vorm Zusammenbruch und 3 Stunden später mit riesigem Waffenarsenal, unglaublichen Überlebenskünsten und Fachwissen über Flora und Fauna der Rambo 4.
So inszeniert man sammeln nicht nur schlecht, sondern bindet es gleichzeitig schlecht in die Geschichte ein.
Ansonsten finde ich sammeln in Multiplayerspielen ganz ok, da geht es halt in erster Linie um die Bindung der Spieler und weil man dort ja überwiegend auf ein Ziel hinspielt.