@The D.O.G.:
Es sagt auch niemand, dass diese Spiele (Conviction, bald Blacklist) nicht auch Spaß machen können. Conviction war für mich ganz gute, leichte Unterhaltung.
Den Unterschied jedoch zwischen Stealth und Action mit Pseudo-Schleich-Aktionen, beschreibt eine Passage aus dem 4P-Test von Conviction sehr gut:
4Players Test SplinterCell Conviction: hat geschrieben:Die Michael Bay-Droge
Natürlich kann Sam in Deckung gehen, nahezu jede Lichtquelle zertrümmern, klettern und lautlos schleichen! Er beherrscht aber nur noch zwei Laufgeschwindigkeiten, die Geräuschwahrnehmung der Wachen spielt eine kaum wahrnehmbare Rolle, unterschiedlich laute Bodenmaterialien gibt es ohnehin nicht mehr. Eine Karte braucht Mr. Fisher nicht, weil der Weg zum Ausgang mit einem Pfeil markiert ist und er abseits des Weges sowieso keine zusätzlichen Informationen mehr sammeln darf. Das Knacken von Schlössern oder die Suche nach entsprechenden Codes gehört der Geschichte an und ein einziges Sonar zeigt jetzt all das an, wofür er zuletzt vier Sichtgeräte brauchte. Erste Hilfe-Päckchen benötigt er übrigens nicht mehr, nachdem er die Selbstheilung entdeckte und er darf auch nicht mehr wählen, ob er Lampen kurzzeitig und lautlos ausschaltet oder für jeden hörbar zerschießt und, und, und.
Zudem noch der Punkt, dass die Areale auf das Spielprinzip ausgelegt waren.
Alleine ein wenig das Hirn zu benutzen, in welchen Situationen jetzt was gefordert sein könnte, hat schon Spaß gemacht. Welches Sichtgerät hilft jetzt? Ist es dort zu hell? Wie sieht die Route der Wachen aus? Kann ich die Route durch Geräusche unterbrechen?
Bei Conviction waren die wichtigsten Entscheidungen das von Deckung zu Deckung rutschen und "A" klicken. Ich erinnere mich noch an einen Abschnitt, der auf der grellbeleuchteten Kirmes (!) spielte, wo man oft hin und her rennen musste. Wer spielt denn sowas in irgend einem Hardcore-Modus und hält das "Schleichen" für sinnvoll? Da fühlt man sich als Spieler doch veralbert.