Alter Sack hat geschrieben:Ja das stimmt schon aber der Marktanteil, auf den ich mich eigentlich beziehe, oder halt sehr erfolgreiche Titel sind da eher die Ausnahmen gegenüber Spielen mit Gewalt. Und Rennspiele werden gerade im MP meist zu Demolition Derbys :wink:
Ich vermute das der Anteil der Spiele mit Gewalt um ein vielfaches höher liegt als vergleichsweise das mit Titeln bei Filmen und Büchern ist. Gerade im Konsolen und PC-Bereich. In der Mobilesparte ist das vermutlich etwas anders.
Man könnte im Spielebereich auch sagen "Violence sells".
Subjektiv möchte ich dir da zustimmen. Andererseits, auch wenn das natürlich nur einen beschränkten Blick auf das Thema "Gewalt in Spielen allgemein" wirft - nur ein Bruchteil der (in Deutschland) veröffentlichten Titel bekommt das USK18-Siegel. Ich bin ehrlich gesagt jetzt zu faul, die genauen Zahlen zu recherchieren und Links zu präsentieren, aber ich weiß definitiv das es so ist.
Natürlich bedeutet das noch lange nicht, dass Titel unterhalb des 18er-Siegels gewaltfrei sind, aber je nachdem wo man anfängt, "Gewalt" zu definieren ließe sich daraus sicherlich ein gewisser Trend ableiten.
Was man halt schnell mal vergisst ist dass wir hier alle Nerds sind, die sich viel mehr mit dem Thema Videospiele beschäftigen als die meisten anderen Leute. Es
spielen zwar sehr viele Leute heutzutage, aber die Anzahl derer, die sich mit dem Medium und dessen .. ich nenne es mal ganz allgemein "Entwicklung" auseinandersetzen ist vergleichsweise gering. Ähnlich wie bei anderen Medien eben - jeder guckt Filme, aber es gibt Leute die sich damit viel mehr auseinandersetzen als andere.
Als solche Nerds haben wir vielleicht auch einen teilweise eingeschränkten Blick auf die Spiele. Ich weiß jedenfalls, dass es bei mir so ist. Ich ignoriere z.B. den Markt an Mobile Games für Andoid, iOS & Co. praktisch vollkommen, weil ich da in der Zeit in der ich ein Smartphone besitze nur 2 oder 3 Spiele überhaupt gut genug fand, mich mehr als insgesamt 20 Minuten damit auseinanderzusetzen. Stattdessen habe ich SNES9x auf meinem Smartphone und zocke unterwegs im Zug halt lieber Chrono Trigger oder so.
Genauso wie diese ganzen Sims, die seit Jahren im "Casual-Sektor" boomen - bis auf Kerbal Space Program interessiert mich das alles überhaupt nicht, deswegen bin ich da auch nicht so auf dem Laufenden. Meine Freunde kennen sich bei Plattformern nicht aus, oder zocken keine Mobas, dafür aber eben andere Sachen.
Was ich damit sagen will: Vielleicht ist der Anteil an gewaltfreien, erfolgreichen Spielen viel größer als wir wahrnehmen - guckt man sich an, dass z.B. verschiedene Versionen vom Football Manager oder Garry's Mod seit Jahren permanent in den Steam Charts ganz oben mitspielen, von Phänomenen wie Minecraft und seinen vielen Klonen ganz zu schweigen, kann man ja definitiv nicht abstreiten, dass diese Spiele erfolgreicher sind als viele Triple-A-Produktionen. Aber für mich ist z.B. Garry's Mod kein Spiel im eigentlichen Sinne, Football Manager interessieren mich nicht die Bohne und Minecraft hab ich mal angespielt, mich aber nach 2-3 Stunden satt gesehen und das Interesse verloren.
Daher hab' ich die auch zunächst gar nicht auf dem Schirm, wie man auch an meiner spontanen Auflistung im vorherigen Post sehen kann.