4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen?

Hier könnt ihr über Trailer, Video-Fazit & Co diskutieren.

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Der Zeitgeist
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Der Zeitgeist »

Randall Flagg78 hat geschrieben: Solche Sachen wünsche ich mir halt öfter, natürlich auch in anderer Form. Das Spiel sollte mir bewusst machen, dass es schlimm ist, was ich da machen werde und sollte mir das dann auch, in aller Konsequenz, vor Augen führen.
Solche Sachen würde ich begrüßen.
Genau das fehlt mir extrem bei fast allen Militär-Shootern und Simulationen/Wargames. Die zeigen fast alle eine völlig idealisierte Version militärischer Gewalt, auch wenn in manchen Spielen wie der ARMA-Reihe oder auch SpecOps: The Line einige positive Ansätze waren. Ich hätte gerne mal eine wirklich authentische MilSim, so nach Art von ARMA, nur mit "Kollateralschäden". Wo man in irgendeinem staubigen Land mit -stan am Ende erstmal ne halbe Stunde lang nur Patrouille läuft, ohne dass irgendwas passiert. Wo ich angegriffen werde und mich nicht wehren kann, weil ich nicht weiß, wer der Feind ist. Wo ich mit meiner Truppe aus einem Dorf beschossen werde, dann Luftunterstützung anfordere, und hinterher die Leichen einsammeln muss, weil es eine Schule erwischt hat.

Alles, nur nicht immer nur diesen sterilen COD/MoH/Battlefield-Mist, den sie uns heute als authentische Kriegserfahrungen vorsetzen wollen, und einem noch vorschwärmen, dass man bei der Entwicklung auch echte Navy Seals interviewt hat, etc.
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sabienchen.banned
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von sabienchen.banned »

.. :Häschen:
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saxxon.de
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von saxxon.de »

Alter Sack hat geschrieben:Ja das stimmt schon aber der Marktanteil, auf den ich mich eigentlich beziehe, oder halt sehr erfolgreiche Titel sind da eher die Ausnahmen gegenüber Spielen mit Gewalt. Und Rennspiele werden gerade im MP meist zu Demolition Derbys :wink:
Ich vermute das der Anteil der Spiele mit Gewalt um ein vielfaches höher liegt als vergleichsweise das mit Titeln bei Filmen und Büchern ist. Gerade im Konsolen und PC-Bereich. In der Mobilesparte ist das vermutlich etwas anders.
Man könnte im Spielebereich auch sagen "Violence sells".
Subjektiv möchte ich dir da zustimmen. Andererseits, auch wenn das natürlich nur einen beschränkten Blick auf das Thema "Gewalt in Spielen allgemein" wirft - nur ein Bruchteil der (in Deutschland) veröffentlichten Titel bekommt das USK18-Siegel. Ich bin ehrlich gesagt jetzt zu faul, die genauen Zahlen zu recherchieren und Links zu präsentieren, aber ich weiß definitiv das es so ist.

Natürlich bedeutet das noch lange nicht, dass Titel unterhalb des 18er-Siegels gewaltfrei sind, aber je nachdem wo man anfängt, "Gewalt" zu definieren ließe sich daraus sicherlich ein gewisser Trend ableiten.

Was man halt schnell mal vergisst ist dass wir hier alle Nerds sind, die sich viel mehr mit dem Thema Videospiele beschäftigen als die meisten anderen Leute. Es spielen zwar sehr viele Leute heutzutage, aber die Anzahl derer, die sich mit dem Medium und dessen .. ich nenne es mal ganz allgemein "Entwicklung" auseinandersetzen ist vergleichsweise gering. Ähnlich wie bei anderen Medien eben - jeder guckt Filme, aber es gibt Leute die sich damit viel mehr auseinandersetzen als andere.

Als solche Nerds haben wir vielleicht auch einen teilweise eingeschränkten Blick auf die Spiele. Ich weiß jedenfalls, dass es bei mir so ist. Ich ignoriere z.B. den Markt an Mobile Games für Andoid, iOS & Co. praktisch vollkommen, weil ich da in der Zeit in der ich ein Smartphone besitze nur 2 oder 3 Spiele überhaupt gut genug fand, mich mehr als insgesamt 20 Minuten damit auseinanderzusetzen. Stattdessen habe ich SNES9x auf meinem Smartphone und zocke unterwegs im Zug halt lieber Chrono Trigger oder so.

Genauso wie diese ganzen Sims, die seit Jahren im "Casual-Sektor" boomen - bis auf Kerbal Space Program interessiert mich das alles überhaupt nicht, deswegen bin ich da auch nicht so auf dem Laufenden. Meine Freunde kennen sich bei Plattformern nicht aus, oder zocken keine Mobas, dafür aber eben andere Sachen.

Was ich damit sagen will: Vielleicht ist der Anteil an gewaltfreien, erfolgreichen Spielen viel größer als wir wahrnehmen - guckt man sich an, dass z.B. verschiedene Versionen vom Football Manager oder Garry's Mod seit Jahren permanent in den Steam Charts ganz oben mitspielen, von Phänomenen wie Minecraft und seinen vielen Klonen ganz zu schweigen, kann man ja definitiv nicht abstreiten, dass diese Spiele erfolgreicher sind als viele Triple-A-Produktionen. Aber für mich ist z.B. Garry's Mod kein Spiel im eigentlichen Sinne, Football Manager interessieren mich nicht die Bohne und Minecraft hab ich mal angespielt, mich aber nach 2-3 Stunden satt gesehen und das Interesse verloren.

Daher hab' ich die auch zunächst gar nicht auf dem Schirm, wie man auch an meiner spontanen Auflistung im vorherigen Post sehen kann.
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Randall Flagg78
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Randall Flagg78 »

Weil es gerade so gut zum Thema passt. Hab vorhin den Film German Angst gesehen. Vorweg, nichts für Zartbesaitete, mit teils drastischen Bildern.
Aber weit weg von dümmlichem Torture Porn Kram. Erzählt drei Kurzgeschichten, die alle in Berlin spielen.

In der ersten Geschichte geht es z.B. um ein junges Mädchen, welches offenbar sexuell missbraucht wurde.
Nun liegt ihr Vater im Schlafzimmer, am Bett gefesselt und sie macht sich, mit einer Schere in der Hand, auf dem Weg ins Schlafzimmer und sinniert dabei über die Amputation bei einem ihrer Meerschweine..

Die anderen Geschichten drehen sich auch alle um aktuelle Themen, wie Fremdenhass usw. Der Film ist wirklich ein krasser Schlag in die Magengrube und trotzdem hat er etwas zu sagen.
Ich fand ihn richtig gut und solche Sachen würde ich mir auch mal in Spielen wünschen. Eine ganz andere Sicht auf die Dinge.
Wer findet es z.B. richtig, einen Menschen mit einer Schere zu bearbeiten. Andererseits: Hat es den Vater gekümmert, als er die Seele des Kindes zerstört hat? Ist das nicht die Gerechtigkeit, die wir uns eigentlich wünschen? Aber: Ist Selbstjustiz nicht ebenso falsch?
Finde ich sehr spannend und ich würde auch von Spielen gerne mal in so ein Dilemma gebracht werden.

Wenn Gewalt so aufbereitet wird, macht sie das nicht minder schlimm. Im Gegenteil, denn plötzlich verschwimmen die moralischen Grenzen und man wird sich vieler Sachen bewusst.
Das ist dann ein Stilmittel und jeder der sonst sagt "Solche Leute geschieht das Recht" wird angesichts der Bilder dann doch seine Zweifel bekommen.
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-svega-
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von -svega- »

Liebe 4Players,
ich mag euer Onlinemagazin, aber könnt ihr diese Möchtegern-Sozialpädagogen-Diskussionsrundenvideos in denen ihr keine klare Position zum gewählten Thema bezieht nicht einfach lassen? Erst Sexismus und jetzt Gewalt. Begeht doch bitte nicht den gleichen Fehler wie die GS. Es gibt nun wirklich so viele Themen rund um das Thema Computerspiele mit denen man eure Webfront füllen könnte ...
Wenn ihr keine klare Position beziehen könnt oder wollt, dann spart solche Themen doch bitte aus.
Bl4d3runn3r
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Bl4d3runn3r »

-svega- hat geschrieben:Liebe 4Players,
ich mag euer Onlinemagazin, aber könnt ihr diese Möchtegern-Sozialpädagogen-Diskussionsrundenvideos in denen ihr keine klare Position zum gewählten Thema bezieht nicht einfach lassen? Erst Sexismus und jetzt Gewalt. Begeht doch bitte nicht den gleichen Fehler wie die GS. Es gibt nun wirklich so viele Themen rund um das Thema Computerspiele mit denen man eure Webfront füllen könnte ...
Wenn ihr keine klare Position beziehen könnt oder wollt, dann spart solche Themen doch bitte aus.
Also soll 4players ein Video raushauen in dem sie sagen, Gewalt = Scheisse/Geil und Ende?

Ich finde die 4players Talkrunden bis jetzt sehr gut. Hier wird sehr schön über das Thema philosophiert, es gibt auch hier wie so oft kein schwarz oder weiss.
chrische5
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von chrische5 »

hallo

bitte nicht aufhören mit solchen diskussionen. etwas pointierter stellung beziehen, würde ich mir allerdings auch wünschen. ich finde es sehr gut, sich auch auf der metaebene mit spielen zu beschäftigen!

chrische
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-svega-
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von -svega- »

Bl4d3runn3r hat geschrieben:Also soll 4players ein Video raushauen in dem sie sagen, Gewalt = Scheisse/Geil und Ende?

Ich finde die 4players Talkrunden bis jetzt sehr gut. Hier wird sehr schön über das Thema philosophiert, es gibt auch hier wie so oft kein schwarz oder weiss.
Ich habe grundsätzlich nichts gegen solche Themenbeiträge, wenn sie inhaltlich mutig voranschreitend Fahne hissen. Aber dieses um den heißen Brei Gerede weckt bei mir den Eindruck man fürchtet bei klarer Positionierung den Groll der Leser.
Z.B. im Videobeitrag zum Thema Sexismus:
Kommt mal eine der wenigen konkreten Fragen; weshalb im Hexer bei Sexszenen immer nur die Frauen in Nahaufnahmen beim Orgasmus gezeigt werden, driften die Erklärungsversuche in verlegenes Klein-Jungs-Geblödel ab.

Bei solch kritischen Themen erwarte ich persönlich eine erwachsene Auseinandersetzung damit. Will oder kann man es nicht, dann soll man es m.M.n. lassen.
TheGamer-X
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von TheGamer-X »

-svega- hat geschrieben:Liebe 4Players,
ich mag euer Onlinemagazin, aber könnt ihr diese Möchtegern-Sozialpädagogen-Diskussionsrundenvideos in denen ihr keine klare Position zum gewählten Thema bezieht nicht einfach lassen? Erst Sexismus und jetzt Gewalt. Begeht doch bitte nicht den gleichen Fehler wie die GS. Es gibt nun wirklich so viele Themen rund um das Thema Computerspiele mit denen man eure Webfront füllen könnte ...
Wenn ihr keine klare Position beziehen könnt oder wollt, dann spart solche Themen doch bitte aus.
Nicht zugehört ? Es wurde mehrfach Stellung bezogen zu diversen Aspekten ....
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NomDeGuerre
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von NomDeGuerre »

Warum seht ihr eigentlich alle total bekifft aus? Liegt wohl an der Abluft der Lüfter, nehm' ich an.
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Jörg Luibl
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Jörg Luibl »

Hallo,

der 4Players-Talk heißt genauso, weil er eben so konzipiert ist, dass wir locker über ein Thema diskutieren. Zwar fließt da auch die Recherche ein und wir zeigen unterschiedliche Standpunkte auf. Das soll aber vom redaktionellen Ansatz her weder ein künstliches Streitgespräch noch irgendein spielepolitsches Manifest sein - wobei ich beides nicht ausschließen will, wenn es sich mal so entwickelt.

Wir wollen das aber so offen gestalten, dass es nicht immer ein klares Ergebnis geben muss - im Idealfall tauchen während des Gesprächs die Widersprüche innerhalb eines Themas auf. Genau das ist für mich das Fruchtbare an so einer Diskussion, die Vielfalt der Standpunkte. Gerade beim Thema Sexismus beziehen wir allerdings klar Kontra zu dem, was die amerikanischen Kollegen dem Witcher vorwerfen. Auch was die Gewalt in Spielen betrifft, sprechen wir uns im Talk gegen künstliche Tabus aus und nehmen damit deutlich Stellung.

Für wehende Fahnen ohne Rücksicht auf Verluste bietet sich eher der Kommentar oder die Kolumne eines einzelnen Redakteurs an.
Der Zeitgeist
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Der Zeitgeist »

4P|T@xtchef hat geschrieben: Für wehende Fahnen ohne Rücksicht auf Verluste bietet sich eher der Kommentar oder die Kolumne eines einzelnen Redakteurs an.
Oder auch von zwei Redakteuren, mit gegensätzlicher Meinung. Das finde ich immer ein ganz spannendes Format, das man in Zeitungen bei gesellschaftspolitischen Themen manchmal liest.

Das könnte auch denjenigen hier, die immer meinen, dass "die Spielepresse" pauschal irgendeine Agenda durchdrücken will, mal zeigen, dass es auch in einer Redaktion genug Platz für konträre Meinungen gibt.
Zuletzt geändert von Der Zeitgeist am 13.06.2015 23:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Lord Hesketh-Fortescue
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

Der Zeitgeist hat geschrieben:
4P|T@xtchef hat geschrieben: Für wehende Fahnen ohne Rücksicht auf Verluste bietet sich eher der Kommentar oder die Kolumne eines einzelnen Redakteurs an.
Oder auch von zwei Redakteuren, mit gegensätzlicher Meinung. Das finde ich immer ein ganz spannendes Format, das man in Zeitungen bei gesellschaftspolitischen Themen manchmal liest.

Das könnte auch denjenigen hier, die immer meinen, dass "die Spielepresse" pauschal irgendeine Agenda durchdrücken will, mal zeigen, dass es auch in einer Redaktion genug Platz für konträre Meinungen ist.
Kann ich nur unterstützen. Voraussetzung natürlich: Man hat bei einem Thema diese konträren Meinungen tatsächlich innerhalb der Redaktion, und muss sie nicht künstlich erzwingen. Nichts gegen einen flockigen Plausch, aber gerade in Zeiten einer lauwarmen Merkel’schen Dauermoderation hat man ja manchmal regelrechten Heißhunger auf Pointierung, Streit, klare Positionen, manchmal ja sogar weniger Differenzierung, ...oder jedenfalls eine Differenzierung, die sich erst aus dem Für und Wider der Diskussion bilanzierend ergibt, und mit der nicht alle Parteien schon von vornherein wie Watte ihren Diskussions-Raum verkleinern und abfedern. Und mit Streit meine ich hochwertigen, produktiven Streit, mit Argumenten, von „echten“ Fachleuten, abseits und möglichst weit weg von den tagtäglichen Shitstorms und den damit einhergehenden Plattitüden-Schlachten.

Daher: Wenn sich das mal ergibt, fänd ich das toll!
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Kobba
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Kobba »

Bei Nekkern stört's mich tatsächlich nicht, ehrlich gesagt könnte ich dir gar nicht sagen, ob es da diese Szenen überhaupt gibt. Aber jedes Mal, wenn eine dieser Animationen bei einem Banditen abgespielt wird finde ich das halt einfach ... unnötig und unpassend. Ich glaub ich stör mich hauptsächlich daran, dass das Töten alleine nicht als Mittel zum Zweck reicht, nein, es muss auch noch unbedingt cool und stylish aussehen.
Visuelles Feedback muss schon sein, wenn ich (haha, autovergleich) in einem Rennspiel meinem Kontrahenten in die Karre fahre möcht ich auch sehen wie sich das Blech biegt und je ausgefeilter das Schadensmodell ist, umso besser. Ähnlich kann man das auch bei Gewalt gegen Pixelfiguren sehen,
dass das einigen evtl. übel ausfstößt kann man nachvollziehen, da gibts ja zum "Glück" deutsche Versionen^^. Von unnötig und unpassen würde ich aber nicht Sprechen, da ist so nötig und passend wie das Schadensmodell bei Rennspielen. Es geht auch ohne, aber geiler is halt mit.
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dermitdemballspielt
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von dermitdemballspielt »

Für mich ist es ganz einfach auf den Punkt zu bringen, töten ist und bliebt das billigste Spielprinzip das beim Betrachter Emotionen auslöst. Die Gewalt drum herum ist ist die Inszenierung, mehr auch nicht. Man stelle sich nur vor, eine komplette Umsetzung einer literarischen Vorlage in ein Spiel, das würde die grenzen des Machbaren sprengen, allein von der technischen Umsetzung. Der PC setzt immer noch die Grenzen des Machbaren. Selbst das was man KI nennt, ist doch nur technische Trickserei.

Ich meine das es uns prägt, was wir tun. Und durch zu viel Gewalt in Spielen gewöhnt man sich an Gewalt. Und ich finde das aus einer apokalyptischen Grundhaltung viele Entwickler und Spieler zu sehr in des negativen Gewaltstrom rein reißen lassen. Dabei sehe ich schon Potential in Spielen, Intellekt zu schulen, durch Simulation etwas zu lernen und dadurch etwas positives aus Spielen zu lernen. Ich habe z.B. durch Sim City mir mehr Gedanken gemacht wie sich die Stadt in ich wohne entwickelt. Und wenn in der Stadt ein paar Psychopathen oder Pädophile , möchte ich mich nicht noch Extra mit denen beschäftigen.

Gewalt ist ein Problem zu dem wir noch keine wirkliche politische Lösungsansätze haben. In der USA ist Gewalt etabliert, das stirbt mittlerweile alle zwei Minuten ein Mensch durch ein Gewaltverbrechen. Daher spiegelt GTA, Call of Duty etc. nur die amerikanische Realität wieder. Und die Medien, damit Film und Videospiele, wie man seit Snowden weiß, werden durch einschlägiger amerikanischer Interessen beeinflusst.

Finde es schade, das wir keine europäische Spielkultur haben, die sich mit Europäischen Themen beschäftigen. Natürlich wäre bei einer Mittelalter Spiel auch Gewalt dabei, aber wie ihr im Video sagte, in einem anderen Kontex. Oder eine europäische Wirtschaftssimulation zu aktuellen Lage. Es gäbe genug sinnvolle Themen für Computerspiele.