Nichts für ungut, aber das ist doch mal Quark. Der Amiga war ne tolle Kiste, wurde aber (wenns um Spiele geht) allein statistisch von Mega Drive und Super Nintendo ausgeknockt. So ziemlich alle Amiga-Umsetzungen auf die entsprechenden Konsolen sahen besser aus, hatten keine Ladezeiten, aber dafür dichter gewobene Musik-.. Egal ob Chuck Rock, Desert Strike, Lemmings, Cool Spot und selbst Populous. Auf dem rechnerisch schwachen SNES lief sogar Wing Commander besser als auf dem Amiga (ohne Erweiterungen), obwohl man da einige technische Mogeleien zugestehen muss.Stalkingwolf hat geschrieben:ähm ich bin ja nun auch schon was dabei. Mein Amiga war den Konsolen überlegen und mein PC immer den Konsolen die raus kamen.
Das ist ein Gerücht was sich irgendwie immer noch hält, aber gar nicht stimmt.
Ums mal aufs technische zurückzuführen:
Amiga :
-32 Farben in 2 Schattierungen aus 4096, heißt also 64 Farben in einem doppelten Raster (Gelb + dunkleres gelb, blau + dunkleres blau usw) ,
- Mickrige 8 Sprites by Hardware - aufm Amiga musste man noch multiplexen wie aufm C64.
-4 Soundkanäle,
-1 DMA-Kanal.
Wenn man gut gelaunt ist, kann man den Hold and Modify -Modus dazunehmen, der Standbilder in 4096 Farben produzierte.
Mega Drive:
-64 distinktive Farben,
- 80 Sprites by Hardware
-10 Soundkanäle (technisch allerdings schwächer als aufm AMiga),
-1 DMA Kanal,
- sogar eine schnellere Version des Motorola 86000 als CPU unter der Haube
Super Nintendo:
Maximal 256 Farben je Tile-Verbund, egal ob sprite oder Bitmap,
-davon 2 Layer für Sprites und 4 Layer für Bitmaps mit Overlay-Eigenschaften kombinierbar, wodurch theoretisch die komplette Palette von 32768 Farben nutzbar wäre, wenn man sämtliche Sprites und Bitmaps übereinanderlegt. Das war sogar dem PC-VGA-Standard überlegen mit seinen 256 Farben.
- 128 Sprites by Hardware
-Dann 8 Sample Soundkanäle mit derselben Technik wie beim Amiga, nur in höherer Auflösung.
-Und nicht zuletzt 8 DMA Kanäle.
Dazu kommt noch die Bedienung. Da machte Amiga mit 1 bzw maximal 2 Tasten am Joystick keine gute Figur.
Dasselbe später. Als PlayStation, Saturn und N64 auf den Markt kamen, gab es noch keine erschwinglichen 3D-Beschleuniger. Die kamen ein Jahr später (wobei man den späten Deutschlandstart des N64 nicht einrechnen darf, der verzerrt das Bild - und selbst wenn, wäre man bei einem zeitlichen Gleichstand).
Amiga und PC waren damals in ihren Anwendungsbereichen flexibler, aber bei den Spielen keinesfalls überlegen. Der PC beherrschte nicht einmal von Haus aus Scrolling (!)
