4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen?

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Balla-Balla
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Balla-Balla »

Squid...kid? hat geschrieben:...
Zur Gewalt: die Grenzen dafür, wie viel Gewalt jemand in Videospielen haben mag und ertragen kann, darf letztlich nur jeder für sich treffen. ....
Das genau ist doch die Frage. Wäre es o.k. ein Spiel zu erlauben, das z.B. Mord und Vergewaltigung von Kindern zeigt, wo das evt. sogar gespielt werden kann?

ICH muss es ja nicht zocken?

Die Gesellschaft muss leider auch Grenzen setzen wo kein echter Mensch zu schaden kommt, wie, wo und in welcher Form diese Zensur dann stattfindet, muss eben immer wieder neu verhandelt werden und niemals wird es darüber einen Konsens geben.

Ich persönlich mag gore, war auch immer ein AT Besteller, trotzdem wollte ich das oben erwähnte nicht einmal unter dem Ladentisch sehen wollen, genauso wenig wie rassistische oder faschistische Inhalte.
Das ist eine Einschränkung der absoluten Freiheit. Und der Grat ist schmal.
In GTA z.B. habe wir einige Elemente davon, sie sind satirisch. Aber wie viele der Millionen Spieler haben das kapiert und wie viele geilen sich daran einfach nur auf und fühlen sich in ihrer Dummheit noch bestätigt?
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an_druid
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von an_druid »

Was mir Persönlich noch gefehlt hat, war eben Gewallt als Trashfactor um lustige Momente zu erzeugen, abwohl man weiß, dass mann im realen Leben nicht darüber lachen würde (z.B Pulp Fiktion Toilettenscene usw). Ansonsten wurd ich sagen des es echt schon ALER HÖCHSTE Zeit ist dieses Thema auszudiskutieren, den Medien sind nun mal die einzige Platform dieses Thema ungeschadet zu Kanalisieren.
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Imperator Palpatine
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Imperator Palpatine »

Balla-Balla hat geschrieben:
Squid...kid? hat geschrieben:...
Zur Gewalt: die Grenzen dafür, wie viel Gewalt jemand in Videospielen haben mag und ertragen kann, darf letztlich nur jeder für sich treffen. ....
Das genau ist doch die Frage. Wäre es o.k. ein Spiel zu erlauben, das z.B. Mord und Vergewaltigung von Kindern zeigt, wo das evt. sogar gespielt werden kann?

ICH muss es ja nicht zocken?

Die Gesellschaft muss leider auch Grenzen setzen wo kein echter Mensch zu schaden kommt, wie, wo und in welcher Form diese Zensur dann stattfindet, muss eben immer wieder neu verhandelt werden und niemals wird es darüber einen Konsens geben.

Ich persönlich mag gore, war auch immer ein AT Besteller, trotzdem wollte ich das oben erwähnte nicht einmal unter dem Ladentisch sehen wollen, genauso wenig wie rassistische oder faschistische Inhalte.
Das ist eine Einschränkung der absoluten Freiheit. Und der Grat ist schmal.
In GTA z.B. habe wir einige Elemente davon, sie sind satirisch. Aber wie viele der Millionen Spieler haben das kapiert und wie viele geilen sich daran einfach nur auf und fühlen sich in ihrer Dummheit noch bestätigt?
Vorrauseilende Zensur weil man der ( ziemlich überheblichen ) Meinung ist alle anderen ausser einem selbst sind nicht intelligent genug um das gesehene/ gespielte richtig einzuordnen ist wohl der falsche Ansatz.

Es ist und bleibt eine Frage des richtigen, intelligenten " Drehbuches " - auch und gerade für Spiele. Und dann muss man Spielern die Freiheit lassen das gezeigte im eigenen Koordinatensystem einzuorden.

Was spricht z.B dagegen in einem Shooter/ Rollenspiel einen jungen deutschen Muslim zu spielen und dessen kompletten Weg von der Schulzeit, Freunde, Sport, Freundin etc. zum abrutschen in die salafistische Szene bis hin zum Anschluss an den IS und Kampf in Syrien bei dem sämtliche vorher gezeigte Propaganda von der spielerischen Realität ad absurdum geführt wird.

Ein Szenario das absolut aktuell ist.
Selbiges geht auch mit einem jungen Neonazi/ Linksradikalen oder einem Protagonisten im Deutschland der 30er Jahre. Hier muss man ! rassistische / fanatische und gewalttätige Inhalte darstellen und selbst spielen um ein realistisches Bild zu zeichne ohne ! es zu verherrlichen.

Und gerade dadurch ist es durchaus möglich den Spieler in starke emotionale Zwickmühlen zu bringen und verschiedenste Arten der Gewalt darzustellen ohne auf reine Splatter Effekte zu setzen.
Insbesondere wenn er im nachinein realisiert dass es wie in Postal unter Umständen auch ganz anders hätte funktionieren können.

Ein ähnlicher Effekt wie bei jenem " Brettspiel ", auch wenn jenes im Grunde genommen kein kommerzielles Produkt sondern Kunst ist:
http://zuspieler.de/judenvernichtung-als-brettspiel/
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Balla-Balla
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Balla-Balla »

Imperator Palpatine hat geschrieben:
Balla-Balla hat geschrieben:
Squid...kid? hat geschrieben:...
Zur Gewalt: die Grenzen dafür, wie viel Gewalt jemand in Videospielen haben mag und ertragen kann, darf letztlich nur jeder für sich treffen. ....
Das genau ist doch die Frage. Wäre es o.k. ein Spiel zu erlauben, das z.B. Mord und Vergewaltigung von Kindern zeigt, wo das evt. sogar gespielt werden kann?

ICH muss es ja nicht zocken?

Die Gesellschaft muss leider auch Grenzen setzen wo kein echter Mensch zu schaden kommt, wie, wo und in welcher Form diese Zensur dann stattfindet, muss eben immer wieder neu verhandelt werden und niemals wird es darüber einen Konsens geben.

Ich persönlich mag gore, war auch immer ein AT Besteller, trotzdem wollte ich das oben erwähnte nicht einmal unter dem Ladentisch sehen wollen, genauso wenig wie rassistische oder faschistische Inhalte.
Das ist eine Einschränkung der absoluten Freiheit. Und der Grat ist schmal.
In GTA z.B. habe wir einige Elemente davon, sie sind satirisch. Aber wie viele der Millionen Spieler haben das kapiert und wie viele geilen sich daran einfach nur auf und fühlen sich in ihrer Dummheit noch bestätigt?
Vorrauseilende Zensur weil man der ( ziemlich überheblichen ) Meinung ist alle anderen ausser einem selbst sind nicht intelligent genug um das gesehene/ gespielte richtig einzuordnen ist wohl der falsche Ansatz.

Es ist und bleibt eine Frage des richtigen, intelligenten " Drehbuches " - auch und gerade für Spiele. Und dann muss man Spielern die Freiheit lassen das gezeigte im eigenen Koordinatensystem einzuorden.

Was spricht z.B dagegen in einem Shooter/ Rollenspiel einen jungen deutschen Muslim zu spielen und dessen kompletten Weg von der Schulzeit, Freunde, Sport, Freundin etc. zum abrutschen in die salafistische Szene bis hin zum Anschluss an den IS und Kampf in Syrien bei dem sämtliche vorher gezeigte Propaganda von der spielerischen Realität ad absurdum geführt wird.

Ein Szenario das absolut aktuell ist.
Selbiges geht auch mit einem jungen Neonazi/ Linksradikalen oder einem Protagonisten im Deutschland der 30er Jahre. Hier muss man ! rassistische / fanatische und gewalttätige Inhalte darstellen und selbst spielen um ein realistisches Bild zu zeichne ohne ! es zu verherrlichen.

Und gerade dadurch ist es durchaus möglich den Spieler in starke emotionale Zwickmühlen zu bringen und verschiedenste Arten der Gewalt darzustellen ohne auf reine Splatter Effekte zu setzen.
Insbesondere wenn er im nachinein realisiert dass es wie in Postal unter Umständen auch ganz anders hätte funktionieren können.

Ein ähnlicher Effekt wie bei jenem " Brettspiel ", auch wenn jenes im Grunde genommen kein kommerzielles Produkt sondern Kunst ist:
http://zuspieler.de/judenvernichtung-als-brettspiel/
Da spricht überhaupt nichts dagegen. Aber sorry, Du bist auf meine, zugegeben, sehr plakative und zugespitzt, Frage überhaupt nicht eingegangen. So what now? Diesen üblen bullshit ohne jegliche backstory verbieten oder im Namen der Freiheit erlauben?
jack1112
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von jack1112 »

mir persönlich kanns nicht genug gewalt in spielen geben (also gore effekte) aber warum den spieler nicht selbst entscheiden lassen mit 1 häckchen
Isterio
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Isterio »

Ich würde es ja schätzen, würde man ein Spiel machen, das einen Verbrecher gemäss GTA zeigt, der dann auch geschnappt wird. Im mehrtägigen Prozess muss er dann all seine schrecklichen Taten nochmals erleben und wird mit den Opfern und den Folgen konfrontiert. Dass er für sein Verhalten dann auch meist auf negatives Feedback stösst (sogar im Knast), wäre ebenfalls interessant. Man würde ihn dann im Knast spielen und einerseits würde man mit der Einöde/Isolation/Gewalt dort konfrontiert und andererseits könnte man dann entscheiden, ob der Charakter Reue zeigt oder im anderen Extrem einen Personenkult um sich herum aufbaut. Bei seinem Anwalt oder Psychologen könnte er sich dann rechtfertigen/erklären. Vielleicht kriegt er dann auch mit, wie die Medien seine Taten ausschlachten und ihn zum Monster, Gestörten oder kriminellen Mastermind machen.

Sowas würde wohl einiges an Stoff zum Nachdenken bieten. Die Gewalt und die Gründe dafür könnten natürlich schockieren. Aber wollen das Spieler überhaupt erleben?
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Uvirith
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Uvirith »

___gollum___ hat geschrieben:
Randall Flagg78 hat geschrieben: Da dachte ich noch: So etwas in einem Spiel und all würden ausflippen. Das wäre nicht machbar. In einem Buch dagegen, kräht kein Hahn danach und niemand würde auf die Idee kommen, mich davor schützen zu wollen..
Für mich ist der große Unterschied, dass du hier von einer einzelnen Szene im Buch redest, während bei den Spielen, bei denen mich "krasse" Gewaltdarstellung persönlich stört, das einfach die ganze Zeit im Spielablauf haben. Gegner verbrennen in Bioshock Infinite, Gliedmaße abtrennen in L4D2, etc. - jetzt mal abgesehen davon, ob man das toll findet oder nicht, ist das doch grundlegend unterschiedlich in der Art, wie Gewalt gezeigt/genutzt wird.
Hier liegt einer der Hunde begraben. Du bist offensichtlich kein Gamer. Bei einem Gamer stellen sich diese Reize komplett anders dar. Die Gewaltdarstellung innerhalb des Spielflusses wird als visuelle Reflektion des Voranschreitens innerhalb des Spieles wahrgenommen. Im echten Leben, auch im Fernsehen, reagiert man, würde man einen Mann sehen der seinen Arm verliert, schockiert. In einem Spiel ist es die logische Schlussfolgerung eines schweren Schwerthiebes, oder einer Explosion. Der einzige der sich daran stößt wäre ein unbeteiligter Zuschauer oder jemand der mit der Thematik wenig bis gar nichts zu tun hat (siehe diese ganzen strohdummen "Elders/My Girlfriend/My parents/my pet parrot react to xxx" auf YouTube).

Es gab da mal eine sehr gute Studie in denen Gamer und Nicht-Gamer mit den selben Reizen konfrontiert wurden. Leider finde ich das gerade nicht.

Meine Meinung zum Talk: Es sollte keine Einschränkungen geben, weder in der Gewaltdarstellung noch in der Darstellung "erwachsener" Inhalte. Um zu entscheiden wem was zugemutet werden kann gibt es Institutionen (PEGI, Verfassungsgerichtshof etc..) die sich ausschließlich mit dieser Thematik befassen.
btw. warum sieht man Geralts Schwengel in Witcher 3 eigentlich nie? Genau, weil der Penis die größte Gefahr für die Menschheit ist die es gibt, viel schlimmer als tausend Atombomben..........
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Alter Sack
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Alter Sack »

Der Vergleich mit Büchern oder Filmen hinkt doch etwas. Das eigentliche Problem ist doch das in fast allen Spielen Gewalt (in mehr oder weniger großen Ausmaßen) vorkommt. Man kommt als Außenstehender doch gar nicht an dem Eindruck vorbei das es in Videospielen ausschließlich um Gewalt geht. Ich würde die Frage viel weiter vorne ansetzen. Nicht wie weit Gewalt gehen darf sondern warum es meistens überhaupt verwendet wird. Das "Stilmittel" Gewalt ist doch so tief verwurzelt in Videospielen das die meisten Gamer es schon gar nicht mehr richtig registrieren was ich allerdings für bedenklich halte.
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Arkatrex
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Arkatrex »

Alter Sack hat geschrieben:Der Vergleich mit Büchern oder Filmen hinkt doch etwas. Das eigentliche Problem ist doch das in fast allen Spielen Gewalt (in mehr oder weniger großen Ausmaßen) vorkommt. Man kommt als Außenstehender doch gar nicht an dem Eindruck vorbei das es in Videospielen ausschließlich um Gewalt geht. Ich würde die Frage viel weiter vorne ansetzen. Nicht wie weit Gewalt gehen darf sondern warum es meistens überhaupt verwendet wird. Das "Stilmittel" Gewalt ist doch so tief verwurzelt in Videospielen das die meisten Gamer es schon gar nicht mehr richtig registrieren was ich allerdings für bedenklich halte.
Nein, der Vergleich mit Büchern und Filmen hinkt nicht. Es gibt auch dort sehr extreme Beispiele von Gewalt die grauenvoller nicht sein könnte.

Der Unterschied ist nur: Dort wird es akzeptiert. In Spielen nicht. Außerdem gefällt mir die Fixierung nicht, mit der Spiele immer zum Sündenbock für Gewaltläufe herhalten müssen.

Der Grund für Amokläufe und expliziter Gewalt liegt IMMER in der Erziehung, dem Umfeld und den persönlichen Erfahrungen und zum anderen im Wesen eines Menschen / Lebewesen selbst.

Bis das auch der letzte gerafft hat vergehen nochmal 20 Jahre.

Das Stilmittel Gewalt ist eben auch nur ein Stilmittel. Nur weil Du vielleicht die Augen vor der Wahrheit verschließt, ändert es nichts an der Tatsache.

Um dieses Beispiel mal aufzugreifen: Es mag sein das Du keine Tiere quälst und auf bestialische Art und Weise tötest.

Im jüngsten Beispiel der "Pferderipperin" sieht man allerdings das selbst junge Menschen die einfach eine psychische Erkrankung haben, die niemand jemals behandeln konnte weil uns das Wissen dazu fehlt (und vielleicht die Einsicht des Mädchens) zu solch brutalen Taten fähig sind.

Soll man die Augen vor solchen Taten verschließen? Soll man nicht sehen was passiert wenn man eine Bohrmaschine in ein Auge rammt? Ich sehe genau das eher als abschreckende Wirkung so etwas zu tun wenn man das in jedem Detail sieht, bis zur Vollendung. Und diejenigen die es tatsächlich tun haben ein verdammt nochmal anderes schwerwiegendes Problem und könnten selbst Bücher und Filme als Inspiration heranziehen.

Denn es gab auch beim Fall der 19 Jährigen wohl kaum eine Dokumentation: Wie zerlege ich ein Pony - Für Dummies oder ein Spiel: Der Ponyzerlegesimulator.

Denk mal darüber nach und komme aus der Schwarz/Weiss Ecke heraus.
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Alter Sack
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Alter Sack »

Arkatrex hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:Der Vergleich mit Büchern oder Filmen hinkt doch etwas. Das eigentliche Problem ist doch das in fast allen Spielen Gewalt (in mehr oder weniger großen Ausmaßen) vorkommt. Man kommt als Außenstehender doch gar nicht an dem Eindruck vorbei das es in Videospielen ausschließlich um Gewalt geht. Ich würde die Frage viel weiter vorne ansetzen. Nicht wie weit Gewalt gehen darf sondern warum es meistens überhaupt verwendet wird. Das "Stilmittel" Gewalt ist doch so tief verwurzelt in Videospielen das die meisten Gamer es schon gar nicht mehr richtig registrieren was ich allerdings für bedenklich halte.
Nein, der Vergleich mit Büchern und Filmen hinkt nicht. Es gibt auch dort sehr extreme Beispiele von Gewalt die grauenvoller nicht sein könnte.

Der Unterschied ist nur: Dort wird es akzeptiert. In Spielen nicht. Außerdem gefällt mir die Fixierung nicht, mit der Spiele immer zum Sündenbock für Gewaltläufe herhalten müssen.

Der Grund für Amokläufe und expliziter Gewalt liegt IMMER in der Erziehung, dem Umfeld und den persönlichen Erfahrungen und zum anderen im Wesen eines Menschen / Lebewesen selbst.

Bis das auch der letzte gerafft hat vergehen nochmal 20 Jahre.

Das Stilmittel Gewalt ist eben auch nur ein Stilmittel. Nur weil Du vielleicht die Augen vor der Wahrheit verschließt, ändert es nichts an der Tatsache.

Um dieses Beispiel mal aufzugreifen: Es mag sein das Du keine Tiere quälst und auf bestialische Art und Weise tötest.

Im jüngsten Beispiel der "Pferderipperin" sieht man allerdings das selbst junge Menschen die einfach eine psychische Erkrankung haben, die niemand jemals behandeln konnte weil uns das Wissen dazu fehlt (und vielleicht die Einsicht des Mädchens) zu solch brutalen Taten fähig sind.

Soll man die Augen vor solchen Taten verschließen? Soll man nicht sehen was passiert wenn man eine Bohrmaschine in ein Auge rammt? Ich sehe genau das eher als abschreckende Wirkung so etwas zu tun wenn man das in jedem Detail sieht, bis zur Vollendung. Und diejenigen die es tatsächlich tun haben ein verdammt nochmal anderes schwerwiegendes Problem und könnten selbst Bücher und Filme als Inspiration heranziehen.

Denn es gab auch beim Fall der 19 Jährigen wohl kaum eine Dokumentation: Wie zerlege ich ein Pony - Für Dummies oder ein Spiel: Der Ponyzerlegesimulator.

Denk mal darüber nach und komme aus der Schwarz/Weiss Ecke heraus.
Was hast du denn für ein Problem?

Hab ich irgendwo geschrieben das Videospiele verantwortlich sind für reale Gewalt? Nein!
Ich hab geschrieben das es traurig ist das so gut wie kein Videospiel ohne Gewalt auskommt entweder beim Gameplay oder als Stilmittel (von einigen Sportspielen mal abgesehen). Deshalb sind sie auch nur sehr schlecht mit Büchern und Filmen zu vergleichen. Der Anteil der Gewalt in bezogen auf die Anzahl der Spiele ist um etliches höher als bei anderen Medien. Unrealistisch hoch.
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Imperator Palpatine
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Imperator Palpatine »

Alter Sack hat geschrieben:Der Vergleich mit Büchern oder Filmen hinkt doch etwas. Das eigentliche Problem ist doch das in fast allen Spielen Gewalt (in mehr oder weniger großen Ausmaßen) vorkommt. Man kommt als Außenstehender doch gar nicht an dem Eindruck vorbei das es in Videospielen ausschließlich um Gewalt geht. Ich würde die Frage viel weiter vorne ansetzen. Nicht wie weit Gewalt gehen darf sondern warum es meistens überhaupt verwendet wird. Das "Stilmittel" Gewalt ist doch so tief verwurzelt in Videospielen das die meisten Gamer es schon gar nicht mehr richtig registrieren was ich allerdings für bedenklich halte.
Darauf wird in der Diskussionsrunde doch direkt zu Beginn eingegangen. Es ist kompetitive " Gewalt " die für Videospiele völlig normal ist. Ganz gleich ob es in Mario darum geht auf Schildkröten zu springen, Space Invaders vom Himmel zu schiessen oder in Turrican alles " wegzuballern " was dir entgegenkommt.
Im Grund genommen nur die digitale Version von Räuber und Gendarm Spielen auch entstanden aus den technischen Limitierungen.

Das ist keine Gewalt im Sinne von Brutalität oder Obszönität.
Zudem sind Spiele anders als Bücher und Filme ein interaktives Medium bei dem der Spieler bewusst agieren und reagieren muss. Dazu muss auf dem Bildschirm nun einmal etwas geschehen. Ganz gleich ob in Pong der Punkt nicht an dir vorbei darf oder in Call of Duty die Gegnerwellen auf dich feuern.

Natürlich kann man Mario trotzdem als Psychopathen sehen der wehrlose Schildkröten zerstampft
so wie hier :wink: :
https://www.youtube.com/watch?v=G-Wn48geCJ8
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 10.06.2015 11:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Arkatrex
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Arkatrex »

Alter Sack hat geschrieben:
Arkatrex hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:Der Vergleich mit Büchern oder Filmen hinkt doch etwas. Das eigentliche Problem ist doch das in fast allen Spielen Gewalt (in mehr oder weniger großen Ausmaßen) vorkommt. Man kommt als Außenstehender doch gar nicht an dem Eindruck vorbei das es in Videospielen ausschließlich um Gewalt geht. Ich würde die Frage viel weiter vorne ansetzen. Nicht wie weit Gewalt gehen darf sondern warum es meistens überhaupt verwendet wird. Das "Stilmittel" Gewalt ist doch so tief verwurzelt in Videospielen das die meisten Gamer es schon gar nicht mehr richtig registrieren was ich allerdings für bedenklich halte.
Nein, der Vergleich mit Büchern und Filmen hinkt nicht. Es gibt auch dort sehr extreme Beispiele von Gewalt die grauenvoller nicht sein könnte.

Der Unterschied ist nur: Dort wird es akzeptiert. In Spielen nicht. Außerdem gefällt mir die Fixierung nicht, mit der Spiele immer zum Sündenbock für Gewaltläufe herhalten müssen.

Der Grund für Amokläufe und expliziter Gewalt liegt IMMER in der Erziehung, dem Umfeld und den persönlichen Erfahrungen und zum anderen im Wesen eines Menschen / Lebewesen selbst.

Bis das auch der letzte gerafft hat vergehen nochmal 20 Jahre.

Das Stilmittel Gewalt ist eben auch nur ein Stilmittel. Nur weil Du vielleicht die Augen vor der Wahrheit verschließt, ändert es nichts an der Tatsache.

Um dieses Beispiel mal aufzugreifen: Es mag sein das Du keine Tiere quälst und auf bestialische Art und Weise tötest.

Im jüngsten Beispiel der "Pferderipperin" sieht man allerdings das selbst junge Menschen die einfach eine psychische Erkrankung haben, die niemand jemals behandeln konnte weil uns das Wissen dazu fehlt (und vielleicht die Einsicht des Mädchens) zu solch brutalen Taten fähig sind.

Soll man die Augen vor solchen Taten verschließen? Soll man nicht sehen was passiert wenn man eine Bohrmaschine in ein Auge rammt? Ich sehe genau das eher als abschreckende Wirkung so etwas zu tun wenn man das in jedem Detail sieht, bis zur Vollendung. Und diejenigen die es tatsächlich tun haben ein verdammt nochmal anderes schwerwiegendes Problem und könnten selbst Bücher und Filme als Inspiration heranziehen.

Denn es gab auch beim Fall der 19 Jährigen wohl kaum eine Dokumentation: Wie zerlege ich ein Pony - Für Dummies oder ein Spiel: Der Ponyzerlegesimulator.

Denk mal darüber nach und komme aus der Schwarz/Weiss Ecke heraus.
Was hast du denn für ein Problem?

Hab ich irgendwo geschrieben das Videospiele verantwortlich sind für reale Gewalt? Nein!
Ich hab geschrieben das es traurig ist das so gut wie kein Videospiel ohne Gewalt auskommt entweder beim Gameplay oder als Stilmittel (von einigen Sportspielen mal abgesehen). Deshalb sind sie auch nur sehr schlecht mit Büchern und Filmen zu vergleichen. Der Anteil der Gewalt in bezogen auf die Anzahl der Spiele ist um etliches höher als bei anderen Medien. Unrealistisch hoch.
Das ist nur eine bloße Behauptung der Anteil wäre höher. Ist er aber nicht. Wie im 4P Talk bereits erwähnt gibt es im Bereich Filme und Bücher viel viel VIEL mehr Auswahl.

Und selbst Sportspiele kommen ohne Gewalt nicht aus. Siehe Fouls im Fussball. Oder Boxen. Und selbst im Basketball wird gefoult.

Und natürlich kommt kein Spiel ohne irgendeine Form von Gewalt aus. Selbst in jedem Tatort wird dies als Mittel benutzt. Weil es genau das ist was die Menschheit interessiert.

Und selbst bei Super Mario hat man Gewalt.
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Alter Sack
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Alter Sack »

Imperator Palpatine hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:Der Vergleich mit Büchern oder Filmen hinkt doch etwas. Das eigentliche Problem ist doch das in fast allen Spielen Gewalt (in mehr oder weniger großen Ausmaßen) vorkommt. Man kommt als Außenstehender doch gar nicht an dem Eindruck vorbei das es in Videospielen ausschließlich um Gewalt geht. Ich würde die Frage viel weiter vorne ansetzen. Nicht wie weit Gewalt gehen darf sondern warum es meistens überhaupt verwendet wird. Das "Stilmittel" Gewalt ist doch so tief verwurzelt in Videospielen das die meisten Gamer es schon gar nicht mehr richtig registrieren was ich allerdings für bedenklich halte.
Darauf wird in der Diskussionsrunde doch direkt zu Beginn eingegangen. Es ist kompetitive " Gewalt " die für Videospiele völlig normal ist. Ganz gleich ob es in Mario darum geht auf Schildkröten zu springen, Space Invaders vom Himmel zu schiessen oder in Turrican alles " wegzuballern " was dir entgegenkommt.
Im Grund egenommen nur die digitale Version von Räuber und Gendarm Spielen auch entstanden aus den technischen Limitierungen.

Das ist keine Gewalt im Sinne von Brutalität oder Obszönität.

Natürlich kann man Mario trotzdem als Psychopathen sehen der wehrlose Schildkröten zerstampft
so wie hier :wink: :
https://www.youtube.com/watch?v=G-Wn48geCJ8
Ja das ist schon richtig aber am Ende natürlich trotzdem traurig weil es Spiele dadurch natürlich immer wieder in die Ecke drängt.
Ein riesiger Bereich bei Büchern und Filmen sind z.B. Komödien. Riesig beliebt. Die gibts bei Spielen eigentlich überhaupt nicht. Gewalt muss ja nicht brutal oder obszön sein aber bei Videospielen ist sie "immer" latent vorhanden. Deshalb stelle ich für mich die Frage anders ... ok ich schweife vielleicht vom Thema ab. Sorry.

@ Arkatrex: Siehe mein Beispiel Komödien. Das kann man erweitern auf Dramen, Liebesschnulzen, ... Die Anteile bei Film und Literatur sind dort riesig und in Spielen quasi nicht vorhanden.
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Imperator Palpatine
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Imperator Palpatine »

Alter Sack hat geschrieben:Ja das ist schon richtig aber am Ende natürlich trotzdem traurig weil es Spiele dadurch natürlich immer wieder in die Ecke drängt.
Ein riesiger Bereich bei Büchern und Filmen sind z.B. Komödien. Riesig beliebt. Die gibts bei Spielen eigentlich überhaupt nicht. Gewalt muss ja nicht brutal oder obszön sein aber bei Videospielen ist sie "immer" latent vorhanden. Deshalb stelle ich für mich die Frage anders ... ok ich schweife vielleicht vom Thema ab. Sorry.

@ Arkatrex: Siehe mein Beispiel Komödien. Das kann man erweitern auf Dramen, Liebesschnulzen, ... Die Anteile bei Film und Literatur sind dort riesig und in Spielen quasi nicht vorhanden.
Videospiele sind nun einmal ein interaktives Medium im absolut klassischen Sinn der Bedeutung. Dementsprechend muss der Spieler auf Aktionen reagieren wie ein Reflextest. Ein " Beziehungsspiel " oder eine Komödie würde im Grund genommen auf den selben Parametern basieren. Aber sehr schwierig umzusetzen sein.
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Alter Sack
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Re: 4Players-Talk: Wie weit darf die Gewalt in Spielen gehen

Beitrag von Alter Sack »

Imperator Palpatine hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:Ja das ist schon richtig aber am Ende natürlich trotzdem traurig weil es Spiele dadurch natürlich immer wieder in die Ecke drängt.
Ein riesiger Bereich bei Büchern und Filmen sind z.B. Komödien. Riesig beliebt. Die gibts bei Spielen eigentlich überhaupt nicht. Gewalt muss ja nicht brutal oder obszön sein aber bei Videospielen ist sie "immer" latent vorhanden. Deshalb stelle ich für mich die Frage anders ... ok ich schweife vielleicht vom Thema ab. Sorry.

@ Arkatrex: Siehe mein Beispiel Komödien. Das kann man erweitern auf Dramen, Liebesschnulzen, ... Die Anteile bei Film und Literatur sind dort riesig und in Spielen quasi nicht vorhanden.
Videospiele sind nun einmal ein interaktives Medium im absolut klassischen Sinn der Bedeutung. Dementsprechend muss der Spieler auf Aktionen reagieren wie ein Reflextest. Ein " Beziehungsspiel " oder eine Komödie würde im Grund genommen auf den selben Parametern basieren. Aber sehr schwierig umzusetzen sein.
Tja das stimmt wohl. Gewalt ist halt einfach. Point-and-Click ginge halt noch aber selbst da gehts eigentlich nur noch um Gewalt im weitesten Sinne. Ich fänd es mal interessant wenn das einer versuchen würde auf irgendeine Art und Weise.

Edit: Ha, mir ist ein sehr erfolgreiches gewaltfreies Spiel eingefallen. Die Sims ... puh jetzt musste ich aber lange überlegen. :mrgreen: