Alter Sack hat geschrieben:Der Vergleich mit Büchern oder Filmen hinkt doch etwas. Das eigentliche Problem ist doch das in fast allen Spielen Gewalt (in mehr oder weniger großen Ausmaßen) vorkommt. Man kommt als Außenstehender doch gar nicht an dem Eindruck vorbei das es in Videospielen ausschließlich um Gewalt geht. Ich würde die Frage viel weiter vorne ansetzen. Nicht wie weit Gewalt gehen darf sondern warum es meistens überhaupt verwendet wird. Das "Stilmittel" Gewalt ist doch so tief verwurzelt in Videospielen das die meisten Gamer es schon gar nicht mehr richtig registrieren was ich allerdings für bedenklich halte.
Nein, der Vergleich mit Büchern und Filmen hinkt nicht. Es gibt auch dort sehr extreme Beispiele von Gewalt die grauenvoller nicht sein könnte.
Der Unterschied ist nur: Dort wird es akzeptiert. In Spielen nicht. Außerdem gefällt mir die Fixierung nicht, mit der Spiele immer zum Sündenbock für Gewaltläufe herhalten müssen.
Der Grund für Amokläufe und expliziter Gewalt liegt IMMER in der Erziehung, dem Umfeld und den persönlichen Erfahrungen und zum anderen im Wesen eines Menschen / Lebewesen selbst.
Bis das auch der letzte gerafft hat vergehen nochmal 20 Jahre.
Das Stilmittel Gewalt ist eben auch nur ein Stilmittel. Nur weil Du vielleicht die Augen vor der Wahrheit verschließt, ändert es nichts an der Tatsache.
Um dieses Beispiel mal aufzugreifen: Es mag sein das Du keine Tiere quälst und auf bestialische Art und Weise tötest.
Im jüngsten Beispiel der "Pferderipperin" sieht man allerdings das selbst junge Menschen die einfach eine psychische Erkrankung haben, die niemand jemals behandeln konnte weil uns das Wissen dazu fehlt (und vielleicht die Einsicht des Mädchens) zu solch brutalen Taten fähig sind.
Soll man die Augen vor solchen Taten verschließen? Soll man nicht sehen was passiert wenn man eine Bohrmaschine in ein Auge rammt? Ich sehe genau das eher als abschreckende Wirkung so etwas zu tun wenn man das in jedem Detail sieht, bis zur Vollendung. Und diejenigen die es tatsächlich tun haben ein verdammt nochmal anderes schwerwiegendes Problem und könnten selbst Bücher und Filme als Inspiration heranziehen.
Denn es gab auch beim Fall der 19 Jährigen wohl kaum eine Dokumentation: Wie zerlege ich ein Pony - Für Dummies oder ein Spiel: Der Ponyzerlegesimulator.
Denk mal darüber nach und komme aus der Schwarz/Weiss Ecke heraus.