G34RWH33L hat geschrieben:Virtuelle Gewalt verurteilen...
Menschen sind eine echt komische Spezies. Würde man bei Hatred nur mal die Skins tauschen. Ein menschlicher "Marine" würde auf einem "Alienplaneten" aufräumen und ihn am Ende des Games atomar vernichten. Millenum Soldier anyone? Es wären doch keine zwei Seiten Kommentare zusammengekommen. Warum?
Dass bei diesem Millenium Soldier Abklatsch ein "Genozid" zelebriert würde interessiert keine Sau. Ersetzt doch gedanklich die "Aliens" durch "schwarze" und bemerkt wie die Alarmglocken beim lesen dieses Satzes anfangen zu schrillen. Vielleicht bemerkt jemand was gemeint ist?
Nur weil eine entfernte, unbekannte oder fiktive Sache (Alien, Menschen, Nazis, Schildkröten oder Vögel) Gewalt erfährt, ist die Gewalt nicht anders geworden. Ob man mit einer MG42er Kette 40 Nazis oder 40 Juden abknallt ist der Gewalt wegen irrelevant. Die Gewalt bleibt genau die gleiche. Wer auf einen Vogel (Moorhuhn) schießen kann, kann auch auf einen Hund (Call of Duty 4) oder einen Menschen (Uff... Perfect Dark) schießen. "Die Gewalt bleibt die selbe".
Hier will man sich nun über die "Gewalt um der Gewalt willen" aufregen ist aber selbst so abgestumpft dass man die alltäglichen Formen der "Gewalt um der Gewalt willen" in Videospielen gar nicht mehr als solche erkennt. Mortal Kombat anyone? Spielinhalt: Man will sich gegenseitig auf die Fresse hauen und dabei möglichst viele Knochen brechen, Herzen rausreißen und Schädel spalten. INTERESSIERT ES IRGENDWEN???? Ich habe in den dementsprechenden Themen keinen der Herren und Damen sich dort beschweren gelesen. Warum also plötzlich hier? Auch GTA in seiner Spielmechanik ist auch auf Gewalt ausgelegt. "Zivilisten" sind in Bezug auf die Gewalt irrelevant. Warum hat dort niemand Fackeln angezündet?
Nun zu dem Argument der Story und Intension: Oh, ja Shooter XYZ hat eine Story und oder spielt in einer fiktiven Welt. In welcher Stadt/Städte spielt Hatred? Welche Einrichtungen werden namentlich denn gestürmt? Oh, ist ja fiktiv. Blöd. Story von Hatred wird meines Wissens nach während des Games ja ein wenig beleuchtet. Ich nehme an es ist ähnlich tiefsinnig wie DOOM 3. Man darf mich hierbei gerne belehren.
Setzen wir aber noch einen oben drauf: In GTA6 gibt es keine Zivilisten. Dieses GTA spielt in einer "Mega City" wo alle Verbrecher der Welt mit dem Urteil Todesstrafe abgeladen werden und die Cops sind nur die Wächter. Keine unschuldigen mehr, also kann man nun bedenkenlos vierzig mal über den Gehsteig fahren und alle mitnehmen? Es kommt eine Folterszene vor wo man einen Foltermeister foltert. Außerdem wird das Fleisch der toten gebraucht um den Rest der Welt zu ernähren, da Kriege und Umweltverschmutzung die klassischen Wege zur Lebensmittel Herstellung unmöglich gemacht haben. Es ist also der einzige Weg um Geld zu verdienen. Haben wir die Gewalt nun "genug" gerechtfertigt? Können alle wieder schlafen?
Mario und Koopas ist keines Argumentes würdig: Tja, dann kauft euch doch mal einen Eimer Schildkröten stellt euch auf den örtlichen Marktplatz und zertretet eine nach der anderen. Ich bin gespannt ob Ihr soweit kommt euch noch einige Hamster zu kaufen und an gleicher Stelle selbiges zu tun. Sicherlich wird dies niemand als Gewalt an Tieren erkennen. Die "Gewalt" ist in Mario genauso "vorhanden" wie in GTA, Metroid oder auch Hatred. Einfach mal wieder die Augen aufmachen.
Spätestens wenn man sich an die Dresche auf dem Marktplatz und die gefolgte Anzeige durch die Polizei erinnert wenn man das nächste mal auf einen Koopa springt, wird man "wieder" erkennen wie "Gewaltlos und eines Argumentes unwürdig" ein Mario Bros Game ist.
Deshalb meine ernste Forderung: Wer mit "Virtueller Gewalt" ein Problem hat, soll doch TV, Comics, Filme und Games bitte komplett entsorgen.
Scheiss! auf die Gewalt, es geht um den Kontext und gegen wen die Gewalt gerichtet ist.
Kann doch echt nicht so schwer sein, oder?
