Interessant sind bei "no russian" und ein paar anderen Szenen in verschiedenen COD-Spielen die Reaktion der Spieler. Im Schnitt sind Spieler schließlich eher moralisch ambivalent und möchten oft zwar Gewalt ausüben, aber nicht alle Konsequenzen dieser Gewalt erfahren und auch eine gewisse Kontrolle bewahren wie weit die Gewalt geht.Xyt4n hat geschrieben: ↑04.06.2019 01:33 [..]Btw ich fand die "No Russian" Mission klasse. Diese Mission ist mir im Kopf geblieben und es war ein intensives Erlebnis. Durchaus künstlerisch interessant, aber sicherlich kein Unterhaltungsprodukt. Für ein Anti-Kriegsspiel ein wichtiger Moment und ich empfand es auch nicht als sooo platt.[..]
Man könnte sagen es gibt einen gewissen Bereich der Wohlfühlgewalt, wie es auch in Mainstream-Actionfilmen der Fall ist. COD durchbricht halt immer wieder mal die Grenze der Wohlfühlgewalt und die Reaktionen sind wie gesagt durchaus interessant zu beobachten. (Im Falle von "no russian" gibt es zur Wahrung der Wohlfühlgewalt auch noch die Möglichkeit die Mission zu überspringen)
Prinzipiell kann es auch einen künstlerischen Aspekt haben gewisse Dinge zu provozieren. Den verschiedenen Spielszenen von COD einen künstlerischen Aspekt zuzuschreiben wäre aber schon sehr großzügig, da ein COD-Spiel als ganzes betrachtet durchaus ziemlich stumpf ist und keinerlei Zwischentöne besitzt. Und für jeden "richtigen Moment", der interessante Reaktionen erzeugt, gibt es schließlich auch immer 30 "falsche Momente".
