Ich habe schon von Nichtkaufabenteuern geredet, Kaufabenteuern wie der Unterberg oder Shadow over Bögenhaven waren nicht weniger aber auch nicht mehr linear. Obwohl es kommt auch auf den Spielleiter an, ich z.B. habe mir nie viel Gedanken drum gemacht, sondern immer improvisiert, meistens ging es so aus, dass die Leute ach ner halben Stunde aufgegeben haben, weil meine Sachen unlogisch und auch langweilig waren oder wenn ich Shadowrun machte, grundsätzlich riesen Transformers in meiner Geschichte drin vorkamen. Dann gab einen, der hat gerne die Kaufabenteuer wie den Unterberg gemacht, auch schonmal improvisiert, auch das war nie besonders, aber dafür wenigstens lustig wenn wir im Unterberg die Kuotoas gestapelt haben. Und dann hatten wir den, der alles bis ins kleinste Detail aufgeschrieben hat, Karten für seine Abenteuer erstellt und Rätsel und alle liebten seine Abenteurer. Ich habe ca. 8 Jahre RPGs gespielt und es war immer der der beste und beliebteste Spielleiter der alles durchgeplant hat. P&P ist nicht gut geeignet für Improvisation, zumindest wenn man irgendwas anständiges machen will, als nur "ihr läuft im Wald herum, da ist ein Turm." Sowas ist doch einfach sauschlecht.Brakiri hat geschrieben:In SR und vorallem SR:Dragonfall kann man eine Menge Kämpfe umgehen.FuerstderSchatten hat geschrieben: Wenn ein Spiel gut macht, das man Kämpfe umgehen kann, dann müsste ja Deus Ex Human Revolution Gott sein, du kannst nämlich alle Kämpfe außer den Bosskämpfen umgehen. Das ist bei Shadowrun aber nicht möglich, ständig gibt es dort zu fighten. Und ich finde die Kämpfe, die ja nichts anderes als ein schlechteres XCom Gameplay sind, alles andere als schön.
Nicht alle, aber einige.
Das Kampfsystem könnte besser sein, aber es ist mMn nicht schlecht. Zumindest macht es Spass, was die Kämpfe in DA nicht machen, zumindest mir nicht, denn es ist einfach nur untaktisches RT-Chaos.
Zu TES: Ich finde nicht das man in P&P alles machen kann. Denn immer wenn man den Vorgaben vom Dungeon Master abweicht, kommt Murks dabei raus. Manchmal zwingt der DM einen sogar dazu, ein Rätsel exakt so zu lösen wie er es möchte, weil er sich damit ja auch im Vorfeld Mühe gegeben hat. So ist z.B. auf einmal ein Schloss mit herkömmlichen Mitteln nicht zu knacken und man muss das Rätsel mit der Truhe lösen, wo der Schlüssel drin ist. Kennt doch jeder. Auch so ist Abweichen von dem was der DM will zumeist eine Garantie dafür, dass dabei entweder Scheiße bei rum kommt, oder aber der DM ist so schlau und führt einen mit einer Finte trotzdem an sein gewünschtes Ziel. Z.B. man redet zwar nicht mit dem Auftraggeber in der Kneipe, dafür wird man aber draußen bewusstlos geschlagen, dann verschleppt und in irgendeinen Unterschlupf zwingt einen der Auftraggeber doch den Auftrag auf. Kennt auch jeder denke ich mal.
P&P sind noch linearer als die linearsten CRPGs, es gibt ja meistens noch nicht mal Nebenaufgaben.
Ich war auch schon selber DM und zwar ein schlechter, weil ich tatsächlich nie besonders vorbereitet war, sondern einfach nur versucht habe zu improvisieren. Aus unserer Gruppe war ich damit der schlechteste DM. Der beste war der DM, der sich akribisch mit hunderten von Zetteln, genau seine Geschichte überlegt hat.
Sorry, aber entweder hast du nicht wirklich Ahnung von P&P oder du spielst mit den falschen Leuten.
Sogar in Kaufabenteuern machen die Leute regelmässig andere Dinge und da kommt extrem selten "Murks" bei raus. Ich leite auch selber und finde es toll, wenn die Leute vom Pfad abweichen, denn da kommen die grössten Abenteuer bei raus, die auch oft mich selber überraschen.
Ich spiele nun regelmässig seit 20 Jahren mit den verschiedensten Gruppen und bisher waren die "freieren" Nicht-Kaufkampagnen der viel grössere Spass als irgendwelche Kaufabenteuer, wo es in der Tat oft recht railroady zugehen KANN. Auch eine Frage des SLs. In den freien Kampagnen kann man sich toll entfalten, die Welt formen und die meisten SLs konnten toll improvisieren und haben die Welt realistisch reagieren lassen. Nicht immer so wie wir das wollten, aber in 99% der Fälle nachvollziehbar.
Das du die Nebenaufgaben in Oblivion so schlecht findest, kann ich leider persönlich nicht nachvollziehen. Die Stories der Gilden, des Vampire-Grafen, der Deadric Princes die von brutal bis Schabernack gingen, waren im Vergleich zu Skyrim und auch teilweise Morrowind spannend und gemessen am "TES-Level" ordentlich erzählt.
Aber mit TES kannst du ja eh nichts anfangen.
Ich finde nur zum Erzählen gehört einfach ein Konzept und wer sich davon wegschwatzen lässt, a la "ich will jetzt aber nicht den Auftrag annehmen, ich will aus der Stadt gehen und in den Wald laufen", der war als DM spätestens nach ner halben Stunde bei uns unten durch, weil nie und ich meine wirklich nie was gutes dabei rum kam, außer "ihr läuft in den Wald und da ist ein Turm". Aber andererseits waren wir ja auch was jünger, vielleicht bekommt man ja mit dem Alter bessere Ideen oder aber die Spieler sind geduldiger.
Ich habe auch schon Morrorwind gespielt, sogar mehr als jedes andere Bethesda RPG und auch da kenne ich keine guten Quests.^^
Was Shadowrun angeht, ich habe nur von Shadowrun Returns gesprochen und es gab schon einige Möglichkeiten Sachen auf verschiedene Art und Weise zu lösen. Aber wie ich schon schrieb, wen es nur danach geht, ist Deus Ex Human Revolution wohl das beste Spiel überhaupt, es gibt dort Möglichkeiten jedem Kampf aus dem Weg zu gehen.
Kampfsystem fand ich selbst das träge aus DAO besser.
