Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

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FuerstderSchatten
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von FuerstderSchatten »

bentrion hat geschrieben:-Wieder ein neuer "Held".
-Lippensynchro ist nicht gerade die beste.
-Kaum Emotionen in den Gesichtern.
-Anscheinend konnte man niemanden auf der Brücke ansprechen, sehr untypisch für ein RPG und wird sich vermultich so durchs ganze Game ziehen..
-Die 3 Jogger wurden auch schön erfasst, danke an dieser Stelle! (stehen nur noch dumm rum)
-Kampfanimationen sind gut, jedoch viel zu schnell. Erinnert mich sehr an DA2 und hier angesprochenen MMORPGS -.-
-Den ersten Spielminuten schenken die Entwickler besonders viel Aufmerksamkeit, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Mich hat es nicht vom Hocker gehauen :cry:
Warum sollte es typisch für ein RPG sein, das man alles und jeden ansprechen kann. Wie hälts du das denn in der Wirklichkeit, quatscht du alle an, oder wirst du gerne angequatscht. Ehrlich gesagt, hasse ich das, wenn Leute mir ihre Zettelchen hinhalten oder mich nach Zigaretten oder Euros anschnorren und das sind so ziemlich alle die mich anquatschen. Noch nicht mal hallo sagt man irgendwen auf der Straße und du verlangst das man mit jeden Hampelmann Gespräche führen kann, das war immer das schlimmste in den Bethesdas, dass man alle anquatschen kann, alle dasselbe quatschen und alle 1 von 3 verschiedenen Stimmen haben.
Nanimonai hat geschrieben: Der Plot selbst ging bei Bioware noch nie wirklich über das klassische Gut/Böse Herr der Ringe, Star Wars Szenario hinaus. Die Inszenierung fand ich aber immer deutlich reifer und erwachsener als von einem 10-jährigen zu erwarten wäre. Dialoge und Charakterzeichnungen können die Jungs schon ganz gut.
Na na na, das vielgeschmähte DA 2 hat aber nicht so eine einfache Gut/Böse Schiene, zugegeben, es ist auch das einzige.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 12.11.2014 13:36, insgesamt 1-mal geändert.
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DrPuNk
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von DrPuNk »

Robbycoloni hat geschrieben:Ich werde es jetzt mal drastisch sagen was mir auf der Selle liegt( sorry dafür im Vorraus)
Was hier für Leute im Forum das Maul aufmachen, sich über Spiele äussern um unter anderem den Leuten das Zocken zu vermiesen , oder ein Spiel madig zu machen ist zum Kotzen!
Die Leute wohnen entweder noch bei Mama, sind total frustriert im Leben weil sie nichts auf die Kette kriegen oder haben einfach nicht genug Kohle um sich diverse Spiele zu kaufen!
Wenn euch ein Spiel nicht gefällt könnt Ihr es gerne sachlich und auch seriös kritisieren, da habe ich absolut nichts dagegen sondern befürworte das sogar!
Aber was hier an Kritik aufkommt ist einfach lächerlich!
Meine Bitte an die arbeitslosen onanierenden und ständig geldlosen Hampelmänner hier, Klappe halten , Forumbrowser schliessen und Tschüss!
Es kotzt mich einfach nur noch an so eine geistige Diarrhö zu lesen Leute!
Ich für meinen Teil halte Dragon Age 1 für ein überragende Game!
Der 2. Teil war eher mittelprächtig , man merkte ihm die nur 1,5 Jahre Entwicklungszeit deutlich an!
Auf den 3. freue ich mich sehr, er macht einen sehr guten Eindruck finde ich!
Klar diverse Bugs sind mit Sicherheit vorhanden, es ist ja auch ein Quasi Open World Spiel , aber nichtsdetotrotz wir das auf jeden Fall ein Gutes Spiel!
In diesem Sinne...
PS: Sorry noch einmal für die Wortwahl!
Einfach nur Top, Danke! Du sprichst mir aus der Seele. Diese Wortwahl trifft es sehr gut, eigentlich zu nett geschrieben. Da mußte Dich nicht entschuldigen...

Ich hab mich auch schon über diverse Idioten aufgeregt (Stichwort Destiny). Eine andere Meinung haben, etwas nicht gut finden ist ja absolut ok! Aber ständig dieses schlecht machen, alles Negativ reden und auch Leute die was gut finden zu diffamieren ist nur noch zum kotzen...
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Sindri
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Sindri »

Jarvid hat geschrieben: Du hast den Kontext meiner Aussage übersehen oder er kam, mein Fehler, nicht rüber.
Mir geht es eben nicht darum alle Spiele schlecht zu machen, ganz im Gegenteil. Mich ärgert nur wie immer mit den alten Titeln als Vergleich gewedelt wird. Das eben diese soviel besser gewesen sein sollen. Obwohl eben diese auch genügend Macken hatten, die im Rückblick aber großzügig ausgeblendet werden. Nicht aber bei neuen Titeln nach einem lächerlichen 10 Minuten Eindruck oder Pre-review.
Natürlich hatte die Spiele ihre Macken. Für ME1 habe ich 3 Anläufe gebraucht bis ich angefangen habe das Spiel zu lieben. Man muss nur den gähnenden Anfang überstehen. Es sind keine perfekten Spiele und ich glaube auch kaum, daß es eins gibt aber die Spiele haben besondere Merkmale die sie so gut machen.
Sei es Atmosphäre, Dialoge, klasse Gefährten oder eine coole Handlung.
Das einzige was mich persönlich ärgert ist, daß Bioware das irgendwie vergisst und so überheblich wird, daß sie denken, daß alles was sie programmieren gut ist. Dann kommt sowas wie ME3 oder DA2 raus.
Ich bin bei DA-I zwiegespalten. Auf der einen Seite habe ich echt bock auf ein geiles Party-Game aber auf der anderen Seite kann ich das Spiel auch gar nicht richtig einordnen.
Nanimonai hat geschrieben:Es ist vor allem hip, den Mainstream schlecht zu reden. Eigentlich sogar so hip, dass es langsam mal hip werden müsste, Independent schlecht zu reden. Man will ja sein "Dagegen" Schild immer so hoch wie möglich halten.
Das wird echt langsam zu einem Unwort "Mainstream". Vorallem wenn es Hipp ist gegen den Mainstream zu sein, wird man dann nicht auch zum Mainstream? xD
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DrPuNk
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von DrPuNk »

Nanimonai hat geschrieben:Es ist vor allem hip, den Mainstream schlecht zu reden. Eigentlich sogar so hip, dass es langsam mal hip werden müsste, Independent schlecht zu reden. Man will ja sein "Dagegen" Schild immer so hoch wie möglich halten.
:Applaus: Schön gesagt :biggrin:
Jarvid
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Jarvid »

Sindri hat geschrieben: [...] aber die Spiele haben besondere Merkmale die sie so gut machen.
Sei es Atmosphäre, Dialoge, klasse Gefährten oder eine coole Handlung.
Das einzige was mich persönlich ärgert ist, daß Bioware das irgendwie vergisst und so überheblich wird, daß sie denken, daß alles was sie programmieren gut ist. Dann kommt sowas wie ME3 oder DA2 raus.
Ich bin bei DA-I zwiegespalten.
Da gabe ich dir recht, aber eben die von dir genannten Merkmale lassen sich durch lesen eines Pre-Reviews oder anschauen eines 10 Minuten Videos eben gar nicht beurteilen. Deswegen ärgert mich das ganze Pre-Flamen hier :)

Kritik schön und gut, dann aber begründet und objektiv und nicht nur damit man später sagen kann "Ha, ich hab doch von anfang an gesagt das Spiel ist sch..." :-D

Also wie gesagt, wir denken beide ähnlich, nur das mich der immer wiederkehrende (meiner Meinung nach verblendete) Verweis auf Vorgänger gestört hat :)

Freue mich ja selbst auf das Spiel.
maho76
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von maho76 »

Mir geht es eben nicht darum alle Spiele schlecht zu machen, ganz im Gegenteil. Mich ärgert nur wie immer mit den alten Titeln als Vergleich gewedelt wird. Das eben diese soviel besser gewesen sein sollen. Obwohl eben diese auch genügend Macken hatten, die im Rückblick aber großzügig ausgeblendet werden. Nicht aber bei neuen Titeln nach einem lächerlichen 10 Minuten Eindruck oder Pre-review.
ist doch ganz normal, dein hirn macht das zum Selbstschutz ganz automatisch sich nur die positiven dinge zu behalten. gleichfalls kann man das einflachen der heutigen Produktionen zum erreichen eines möglichst großen Publikums doch nicht verneinen, dazu ist es zu offensichtlich. ob das jetzt gut oder schlecht ist ist von jedem selbst abhängig, und deswegen gibt's hier immer Diskussionsstoff. es ist übrigens auch nur menschlich etwas bis ins unlogische zu verteidigen das einem selbst in welcher form auch immer wichtig ist. ;)
btw. gibt's bereits weit mehr Videos als diese 10 min. zu DA3, man kann davon ausgehen dass die meisten hier wohl mehr als dieses eine Video gesehen haben und sich nicht nur darauf berufen. und auch im hochgelobten kotaku-blog werden genug dinge angesprochen die man kritisieren kann.
Es ist vor allem hip, den Mainstream schlecht zu reden. Eigentlich sogar so hip, dass es langsam mal hip werden müsste, Independent schlecht zu reden. Man will ja sein "Dagegen" Schild immer so hoch wie möglich halten.
dann schau doch mal bitte in JEDEN indie-fred hier bei 4p, und du wirst genug indie-miesmacher finden (uraltgrafik, keinen Cent wert, viel zu kurz etc.etc.), geht ohne zweifel in beide Richtungen. POP /Mainstream steht immer in der Kritik, und zwar oftmals zurecht, da es massentauglich produziert wird und eben nicht viel wert auf eigenen Charakter legt sondern sich der breiten masse anbiedern muss um erfolgreich zu sein, sei es nun musik, filme, games u.u.u.
wo wären wir denn wenn wir brittney spears, justin bieber und EA nicht dissen dürften? ;)

ob DA3 generisch ist (Fantasy-Gulasch), die grafik nicht den eigenen vorlieben entspricht, die Vertonung nicht ins individuelle ohr will ... was soll daran denn bitte miesmachen und geflame sein, das sind einfach Meinungen, individuell wie alles im leben. wenn man damit nicht klar kommt einfach fernbleiben aus DISKUSSIONSforen, besser aber überdenken wie leicht man sich insgesamt beeinflussen lässt, denn damit wird man nicht nur in gamingforen sondern querbeet über die gesamte Lebensspanne konfrontiert dass andere eben anderer Meinung sind als man selbst. lasst ihr euch Dortmund von schalkefans oder den Bayern vermiesen? eben.

gz
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FuerstderSchatten
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von FuerstderSchatten »

maho76 hat geschrieben:
ist doch ganz normal, dein hirn macht das zum Selbstschutz ganz automatisch sich nur die positiven dinge zu behalten.
Wie erklärst du dir dann die ganzen Heerscharen von Psychiatern? Es ist eher umgekehrt so, die schlechten Momente des Lebens behalten wir viel besser. Deswegen trinke ich auch keinen Alkohol mehr, weil ich den Tag danach nicht ertragen kann. Wenn ich mir nur merken würde wie gut ich mich im Rausch selbst gefühlt habe, hätte ich das nicht.
maho76 hat geschrieben: gleichfalls kann man das einflachen der heutigen Produktionen zum erreichen eines möglichst großen Publikums doch nicht verneinen, dazu ist es zu offensichtlich. ob das jetzt gut oder schlecht ist ist von jedem selbst abhängig, und deswegen gibt's hier immer Diskussionsstoff. es ist übrigens auch nur menschlich etwas bis ins unlogische zu verteidigen das einem selbst in welcher form auch immer wichtig ist. ;)
Ich finde als Schurkenspieler DA 1+2 anspruchsvoller als mein Kriegerdasein in BG, natürlich ist das wiederum anders wenn ich die Magier in der Gruppe selbst steuere, was ich nicht mache, weil ich Magier und ihr Mikromanagment in BG verabscheue. Da nehme ich lieber einfach keinen mit.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 12.11.2014 14:16, insgesamt 2-mal geändert.
Nanimonai
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Nanimonai »

Sindri hat geschrieben:Das einzige was mich persönlich ärgert ist, daß Bioware das irgendwie vergisst und so überheblich wird, daß sie denken, daß alles was sie programmieren gut ist.
Überheblich würde ich das nicht nennen, eher gesund.
Wer geht schon mit dem Grundgedanken an seine Arbeit, dass sie schlecht wird? ;-)
Nanimonai
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Nanimonai »

Jarvid hat geschrieben: Kritik schön und gut, dann aber begründet und objektiv und nicht nur damit man später sagen kann "Ha, ich hab doch von anfang an gesagt das Spiel ist sch..." :-D
Ob Kritik objektiv oder subjektiv ist, spielt erst mal keine Rolle. Sie darf beides sein. Manchmal sollte sie das sogar. Entscheidend ist nur, dass sie fair ist.
Nanimonai
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Nanimonai »

maho76 hat geschrieben:POP /Mainstream steht immer in der Kritik, und zwar oftmals zurecht, da es massentauglich produziert wird und eben nicht viel wert auf eigenen Charakter legt.
Dahinter steckt so ein bisschen der Grundtenor, dass Massentauglichkeit per se etwas schlechtes, negatives, charakterloses ist und Einzigartigkeit per se etwas gutes, innovatives, charismatisches hat.
Man könnte aber auch sagen:
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Sindri
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Sindri »

Nanimonai hat geschrieben:Überheblich würde ich das nicht nennen, eher gesund.
Wer geht schon mit dem Grundgedanken an seine Arbeit, dass sie schlecht wird? ;-)
Oh doch, die Überheblichkeit konnte man bei den Reaktionen der Verantwortlichen bezüglich des ME3 Endes erkennen. Die haben sich hinter ihrer "Artistic Integrity" Flosskel versteckt und auf Durchzug gestellt.
Dann kam das "andere Ende update" mit dem versteckten Mittelfinger Richtung Community. Das hab ich den Ottos bis heute net verziehen:(
Ach ich schweife ab....natürlich sollte man mit dem Grundgeanken an die Arbeit gehen, daß man was gutes schafft aber dann auch bitte selbstkritisch sein und nicht wie Bioware reagieren.
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FuerstderSchatten
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von FuerstderSchatten »

Sindri hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:Überheblich würde ich das nicht nennen, eher gesund.
Wer geht schon mit dem Grundgedanken an seine Arbeit, dass sie schlecht wird? ;-)
Oh doch, die Überheblichkeit konnte man bei den Reaktionen der Verantwortlichen bezüglich des ME3 Endes erkennen. Die haben sich hinter ihrer "Artistic Integrity" Flosskel versteckt und auf Durchzug gestellt.
Dann kam das "andere Ende update" mit dem versteckten Mittelfinger Richtung Community. Das hab ich den Ottos bis heute net verziehen:(
Ach ich schweife ab....natürlich sollte man mit dem Grundgeanken an die Arbeit gehen, daß man was gutes schafft aber dann auch bitte selbstkritisch sein und nicht wie Bioware reagieren.
Ich habe ME 3 noch nicht gespielt, aber ich finde diese Kritk an Enden immer wieder sehr strange. Z.B. bei Deus Ex Human Revolution, ein sehr nachdenkliches und künsterlisch hochstehendes Ende, aber die Leute wollen lieber wissen, ob Sarif weiterhin furzt. Solche Enden wird es ja dann in Zukunft nicht mehr geben, sondern immer nur Transformers kompatible.

Was mich dabei immer wundert, die Leute die über das massenuntaugliche Ende wettern sind die selben die sich über die Mainstreamlastigkeit solcher Spiele beschweren. Ihr solltet euch mal langsam entscheiden was ihr eingentlich wollt.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 12.11.2014 15:05, insgesamt 1-mal geändert.
Nanimonai
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Nanimonai »

Sindri hat geschrieben:Oh doch, die Überheblichkeit konnte man bei den Reaktionen der Verantwortlichen bezüglich des ME3 Endes erkennen. Die haben sich hinter ihrer "Artistic Integrity" Flosskel versteckt und auf Durchzug gestellt.
Womit sie vollständig Recht hatten!
Ihr Spiel, ihre Vision, ihr Ende.
Ich war sehr enttäuscht davon, dass sie ihr ursprüngliches Ende aufgrund unzufriedener Spieler geändert haben. Damit entfernt man sich ganz weit vom eigenen Anspruch, ganz weit vom Begriff Kunst. Welcher Künstler, der auch nur einen Hauch Wert auf diese Bezeichnung legt, lässt sich bei so etwas Elementarem wie dem Ende einer Geschichte in sein Werk reinreden? Die Regisseure in Hollywood, die ihre Drehbücher nach Screenings und auf Anraten der Produktionsfirma umgeschrieben haben, sind keine Künstler. Es sind Handwerker.
Künstler ziehen ihr Ding durch, verabschieden sich von solchen Projekten oder heißen Alan Smithee.

Abgesehen davon: Das Ende einer Geschichte muss nicht befriedigen, um gut zu sein. Die intensivsten und nachhaltigsten Filmenden ließen mich unbefriedigt zurück, völlig im Regen stehen, auf der Suche nach Antworten, die mir der Film verweigert hat.
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Makake
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Makake »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Wie erklärst du dir dann die ganzen Heerscharen von Psychiatern? Es ist eher umgekehrt so, die schlechten Momente des Lebens behalten wir viel besser. Deswegen trinke ich auch keinen Alkohol mehr, weil ich den Tag danach nicht ertragen kann. Wenn ich mir nur merken würde wie gut ich mich im Rausch selbst gefühlt habe, hätte ich das nicht.
Das ist nicht ganz richtig, es sind in erster Linie vor allem prägende Ereignisse, die im Gedächtnis bleiben. Würden wir zehn Jahre lang in einer blühenden Idylle leben, ohne dass irgendetwas passiert, würden wir hinterher - auch wenn das vielleicht die schönsten zehn Jahre unseres Lebens waren - nur wenig Erinnerungen im Gedächtnis behalten. Wir erinnern uns weniger an Zeiträume als an Momente.

Gleichzeitig gibt es allerdings tatsächlich soetwas wie eine selbstdienliche Verzerrung. Wir tendieren dazu, die Dinge zu unseren Gunsten auszulegen. Stellt man Menschen mit Depression und Menschen ohne diese Krankheit an einen Automaten, an dem die Siegchancen 50:50 sind und man keinerlei Kontrolle über das Ergebnis hat, könnte man annehmen, dass alle Versuchspersonen bei der Bewertung ihrer Ergebnisse hinterher sagen würden: "Ich hatte ja eh keine Kontrolle darüber". Interessanterweise haben bei der Durchführung eines solchen Experiments die Personen ohne Depression im Falle von mehr Siegen als Niederlagen oft angegeben, irgendein System durchschaut zu haben, etc., also einen Teil zu dem positiven Ergebnis beigetragen zu haben. Dieser psychologische Selbstschutz ist extrem wichtig für unsere geistige Gesundheit und bei Menschen mit Depression funktioniert unter anderem dieser Mechanismus nicht mehr.
Genauso haben Menschen die Tendenz, Dinge in der Rückschau zu verklären, man tendiert zu einer positiven Sichtweise auf die Vergangenheit, allein um dem eigenen Dasein damit einen netteren Anstrich zu geben. Das heißt natürlich nicht, dass wir traumatisierende Ereignisse, Gewalttaten etc. einfach vergessen, es geht einfach um eine Tendenz im Denken - die natürlich bei jeder Person auch wieder anders ausgesprägt ist. Absolutheiten zu behaupten wäre dann auch extrem unwissenschaftlich.. :)
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FuerstderSchatten
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Re: Dragon Age: Inquisition: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von FuerstderSchatten »

Makake hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:
maho76 hat geschrieben: Wie erklärst du dir dann die ganzen Heerscharen von Psychiatern? Es ist eher umgekehrt so, die schlechten Momente des Lebens behalten wir viel besser. Deswegen trinke ich auch keinen Alkohol mehr, weil ich den Tag danach nicht ertragen kann. Wenn ich mir nur merken würde wie gut ich mich im Rausch selbst gefühlt habe, hätte ich das nicht.
Das ist nicht ganz richtig, es sind in erster Linie vor allem prägende Ereignisse, die im Gedächtnis bleiben. Würden wir zehn Jahre lang in einer blühenden Idylle leben, ohne dass irgendetwas passiert, würden wir hinterher - auch wenn das vielleicht die schönsten zehn Jahre unseres Lebens waren - nur wenig Erinnerungen im Gedächtnis behalten. Wir erinnern uns weniger an Zeiträume als an Momente.

Gleichzeitig gibt es allerdings tatsächlich soetwas wie eine selbstdienliche Verzerrung. Wir tendieren dazu, die Dinge zu unseren Gunsten auszulegen. Stellt man Menschen mit Depression und Menschen ohne diese Krankheit an einen Automaten, an dem die Siegchancen 50:50 sind und man keinerlei Kontrolle über das Ergebnis hat, könnte man annehmen, dass alle Versuchspersonen bei der Bewertung ihrer Ergebnisse hinterher sagen würden: "Ich hatte ja eh keine Kontrolle darüber". Interessanterweise haben bei der Durchführung eines solchen Experiments die Personen ohne Depression im Falle von mehr Siegen als Niederlagen oft angegeben, irgendein System durchschaut zu haben, etc., also einen Teil zu dem positiven Ergebnis beigetragen zu haben. Dieser psychologische Selbstschutz ist extrem wichtig für unsere geistige Gesundheit und bei Menschen mit Depression funktioniert unter anderem dieser Mechanismus nicht mehr.
Genauso haben Menschen die Tendenz, Dinge in der Rückschau zu verklären, man tendiert zu einer positiven Sichtweise auf die Vergangenheit, allein um dem eigenen Dasein damit einen netteren Anstrich zu geben. Das heißt natürlich nicht, dass wir traumatisierende Ereignisse, Gewalttaten etc. einfach vergessen, es geht einfach um eine Tendenz im Denken - die natürlich bei jeder Person auch wieder anders ausgesprägt ist. Absolutheiten zu behaupten wäre dann auch extrem unwissenschaftlich.. :)
Musste das jetzt sein? ^^. Ich denke mit deinen Post hast du recht, dass besonders prägende oder vielmehr einprägende Momente guter sowie schlechter Natur haften bleiben. Und auch das der Mensch sich an einzelne Momente erinnert und nicht an Zeiträume deckt sich mit dem wie ich mich erinnere. Aber nur ein Dummkopf und Aufschneider überschätzt sich selbst oder überhöht sich, um seinen Dasein eine besondere Berechtigung zu geben, egal ob das der Verstand einen vorgaukelt. Mir ist so ein Gebaren höchst suspekt und ich halte mein Dasein auch nicht für einen besonders positiv, vielleicht sogar eher negativ, wenn man meine Ökobilanz sieht oder das ich auch nicht der beste Mensch gegenüber Freunden, der Familie oder sonstwen war. Ich finde das gehört zur gesunden Selbstkritik dazu, vielleicht bin ich ja depressiv aber ich fühle mich trotz dieser Selbstsicht eigentlich erstaunlich gut, zumidenst solange ich nicht zu sehr über die Vergangenheit nachdenke und das zieht mich auch nicht wirklich runter, weil die Vergangenheit vorbei ist und nicht änderbar.

Aber vielleicht liegt das Denken das man selbst oder der einzelne Mensch so wichtig ist im Historismus begraben: Große Männer und Frauen prägen die Geschichte heißt es ja dort immer. Naja ich schweife ab.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 12.11.2014 15:51, insgesamt 1-mal geändert.