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Verfasst: 13.10.2011 08:01
von Mr.Freaky
Ja dann halt Ersteindrücke, aber dann kannst du auch noch nicht das Spiel beurteilen...egal. ;)
Ich würd sogar wagen, zu behaupten, dass Grafik so mit einer der unwichtigsten Aspekte ist.

Verfasst: 13.10.2011 19:57
von Wigggenz
PixelMurder hat geschrieben:nur meine Ersteindrücke.
Und durch Ersteindrücke hast du das Recht, stundenlang und umständlich vorbereitete Tests auf so einem Level wie du es getan hast zu kritisieren?

Verfasst: 31.10.2011 19:44
von Horsti015
Irgendwie ist es ja spannend zu behaupten das es keine Objektivität bei Spieletests geben kann. Müssten die Kriterien für Objektivität nicht feststehen damit man ausschliessen kann das sie nicht vorliegen? Und wenn man Objektivität und ihre Maßstäbe schon kennt und sich entscheidet subjektiv zu schreiben, ist es dann keine bewusste Entscheidung die objektivität links liegen zu lassen und zu schreiben wie einem der Schnabel wächst?

Ich meine wenn man sich entscheidet subjektiv zu schreiben merkt man doch im Kopf das das geschriebene nicht objektiv ist sonst wäre es doch gar nicht erst aufgefallen und die Trennung in subjektiv und objektiv hätte nicht stattgefunden. Klar wird der Mensch mit "Umwelteinflüssen" und eigenen Vorlieben auch beim Spieletesten bombardiert, dass bedeutet aber nicht zwingend das dies positiv oder negativ in den Test miteinfliessen muss. Die entscheidung hat man doch selber.

Verfasst: 01.11.2011 10:26
von Duschkopf.
Dr.Rush hat geschrieben:[...]
Die Subjektivität eines Tests bezieht sich immer auf seine wertenden Aspekte, also auf das was einen Test ausmacht. Da ist prinzipiell keine Objektivität möglich. Objektivität kann es nur bei der Beschreibung von Sachverhalten geben (z.b. Gegner leveln mit) nicht aber bei deren Bewertung (ob man das gut oder schlecht findet), da Bewertungen immer abhängig vom Beobachter sind und damit per definition nicht objektiv.

Im Gegensatz zur objektiven Beschreibung werden bei einer Bewertung nicht die Eigenschaften eines Sachverhalts _festgestellt_ (z.b. Größe, Gewicht), sondern es werden dem Sachverhalt Eigenschaften vom Beobachter _zugeschrieben_ (gut/schlecht, langweilig/spannend, attraktiv/unattraktiv usw.), die er ohne Beobachter, also "von Natur aus" gar nicht hätte.

Verfasst: 01.11.2011 12:47
von Solon25
Ich finde ja so ein Review wie dieses zu Fallout: NV sehr gut aufgebaut (geistiger Verwandter von Jörg? ;) ).

Aber setz sowas mal heutzutage dem "Mainstream" vor die Nase, da gehen 90% auf die Barrikaden. Von wegen, wo ist die Wertung/Zahl? Ich konnte mir ein sehr gutes Bild vom Spiel machen, auch ohne die % Zahl auf die ja überwiegend nur noch geschaut wird.

Verfasst: 01.11.2011 23:49
von Horsti015
Duschkopf. hat geschrieben:
Dr.Rush hat geschrieben:[...]
Die Subjektivität eines Tests bezieht sich immer auf seine wertenden Aspekte, also auf das was einen Test ausmacht. Da ist prinzipiell keine Objektivität möglich. Objektivität kann es nur bei der Beschreibung von Sachverhalten geben (z.b. Gegner leveln mit) nicht aber bei deren Bewertung (ob man das gut oder schlecht findet), da Bewertungen immer abhängig vom Beobachter sind und damit per definition nicht objektiv.

Im Gegensatz zur objektiven Beschreibung werden bei einer Bewertung nicht die Eigenschaften eines Sachverhalts _festgestellt_ (z.b. Größe, Gewicht), sondern es werden dem Sachverhalt Eigenschaften vom Beobachter _zugeschrieben_ (gut/schlecht, langweilig/spannend, attraktiv/unattraktiv usw.), die er ohne Beobachter, also "von Natur aus" gar nicht hätte.
Also streckenweise stimme ich da ja zu aber man kann durchaus objektive Urteile feststellen beim bewerten eines Spiels. Als Beispiel nehme ich da mal die Kamera von Dark Souls. Welche Funktion soll sie erfüllen? Sie soll hinter dem Spieler bleiben und übersicht spenden. Was passiert leider häufiger mal im Spiel (leider Gottes gerne gerade bei Bossfights): Sie bleibt im Gegner stecken und man sieht nichts mehr. Das stört sicherlich 100% der Spieler und bitte jetzt nicht den einen zitieren der meint das wäre eine Klasse Zusatzherausforderung. In einem solchen Fall ist die Kamera dysfunktional, sie erfüllt ihren Zweck nicht und das objektiv: Den Spieler sieht seinen Charakter nicht mehr, muss irgendwie blind reagieren und wird im schlimmstenfall totgeschlagen ohne das er irgendwie was dagegen tun kann. Objektiv ist die Kamera in einem solchen Fall nicht nutzbar.
Und natürlich gibt es subjektivität in Form eines Geschmacks, das jeder eigene Vorlieben hat und verschiedene Genres mag usw. aber man kann doch schon Testen ob eine Spiel mit seinen Mechaniken funktioniert und darin liegt doch auch objektivität begründet.

Verfasst: 02.11.2011 11:51
von Duschkopf.
@ Dr. Rush

Was Du hier ansprichst, nennt man Intersubjektivität. Also wenn alle Beobachter bei der Wahrnehmung, Beschreibung oder Bewertung eines Sachverhalts zum selben Schluss kommen. Das ist aber etwas anderes als Objektivität, denn selbst Schlüsse, die 100% aller Menschen teilen, können objektiv betrachtet falsch sein. Klassisches Beispiel wären optische Täuschungen.

Bezogen auf Dein Kamerabeispiel könnte man zwar die blose Feststellung, dass die Kamera für einen bestimmten Zweck nicht taugt als objektive Beschreibung betrachten. Wie jemand diesen Sachverhalt jedoch bewertet, also ob er das nun gut oder schlecht findet, das ist wiederum ein rein subjektives Werturteil. Wenn nun alle Spieler zum selben subjektiven Werturteil kommen, dann spricht man von Intersubjektivität. Nur ist diese Intersubjektivität dann keine Eigenschaft des Tests, sondern eine Eigenschaft einer größeren Gruppe von Menschen, in dem Fall der Spieler einschließlich des Testers.

Intersubjektivität bei der Bewertung ist im Gegensatz zur Objektivität bei der Beschreibung folglich nichts was der einzelne Beobachter bzw. ein Test anstreben kann. Man kann im Gegensatz zur Objektivität immer nur im Nachhinein feststellen, ob Intersubjektivität vorliegt oder nicht bzw. in welchem Ausmaß sie vorliegt.

Bei Deinem Beispiel ist die Intersubjektivität zwar relativ hoch aber nicht vollständig gegeben, denn es gibt immer noch Unterschiede zwischen den Spielern wie stark sie sich in ihrem Spielerlebnis gestört fühlen und wie sie die Störung bei ihrem Gesamturteil gewichten.

Verfasst: 02.11.2011 12:09
von sinsur
Die Kamera in Dark Souls habe ich noch nie als störend empfunden nicht ein einziges Mal.

Eine Bewertung ist immer subjektiv.

Verfasst: 02.11.2011 14:52
von Damn good coffee
sinsur hat geschrieben:Die Kamera in Dark Souls habe ich noch nie als störend empfunden nicht ein einziges Mal.

Eine Bewertung ist immer subjektiv.
Egal wie man es auch ausdrücken mag: Sobald man mit Subjektivität einfach nur Beliebigkeit rechtfertigt, agiert man zumindest unprofessionell. Und da ist 4P ganz groß drin.

Verfasst: 02.11.2011 21:51
von Wigggenz
Damn good coffee hat geschrieben:
sinsur hat geschrieben:Die Kamera in Dark Souls habe ich noch nie als störend empfunden nicht ein einziges Mal.

Eine Bewertung ist immer subjektiv.
Egal wie man es auch ausdrücken mag: Sobald man mit Subjektivität einfach nur Beliebigkeit rechtfertigt, agiert man zumindest unprofessionell. Und da ist 4P ganz groß drin.
Um mal einen Aktualitätsbezug herzustellen:

85% für BF3 bzw. die 92 (es waren doch 92 oder?) für Dark Souls sind beliebig? -Das sicher nicht. Und das kannst du ohne interne Kenntnisse auch nur vermuten.

Verfasst: 03.11.2011 09:40
von Damn good coffee
@ Wiggenz

Die Wertungen an sich sind gar nicht mal so wichtig. Die Tests, die zu den Wertungen gehören sind da viel spannender. Wobei ich über DS nicht viel sagen kann und der BF3 Test einfach nur lieblos hingeschludert ist. Ich bin ja eigentlich kein Freund von endlosen Tests, wie sie Jörg immer zu fabrizieren pflegt, aber einem Spiel wie BF3 (wahrscheinlich das wichtigste PC Spiel des Jahres, auch wenn es mich als Titel nicht so sehr interessiert) sollte man schon mehr Platz einräumen.

Schönere Beispiele sind AC2, Tomb Raider Underworld, Dead Island, ME1 und ME2 oder Heavy Rain.

Re:

Verfasst: 22.12.2011 16:53
von Brakiri
Damn good coffee hat geschrieben:@ Wiggenz

Die Wertungen an sich sind gar nicht mal so wichtig. Die Tests, die zu den Wertungen gehören sind da viel spannender. Wobei ich über DS nicht viel sagen kann und der BF3 Test einfach nur lieblos hingeschludert ist. Ich bin ja eigentlich kein Freund von endlosen Tests, wie sie Jörg immer zu fabrizieren pflegt, aber einem Spiel wie BF3 (wahrscheinlich das wichtigste PC Spiel des Jahres, auch wenn es mich als Titel nicht so sehr interessiert) sollte man schon mehr Platz einräumen.

Schönere Beispiele sind AC2, Tomb Raider Underworld, Dead Island, ME1 und ME2 oder Heavy Rain.
Hier stellt sich die Frage, ob nur einfach die Testergebnis nicht nach deinem Geschmack waren, oder du andere Fragen beantwortet haben wolltest. Der ME2-Test erörtert alle für mich wichtigen Fragen, und gibt mir genau die Sachen zu bedenken die mich interessiert haben.
Am Ende vom Tag hatte ich viele Überschneidungen mit Jörgs Wahrnehmungen bei ME2.
Das einzige Mal, wo ich testmässig enttäuscht war, war Dragon Age:Origins. Hier hatte ich das Gefühl, dass viele faktisch enthaltene Dinge nicht gesagt oder nicht genügend berücksichtigt worden sind.
Beispielsweise der hohe Kampfanteile, das flache Regelwerk, die 0815-Uralt-Story usw.

Aber nobody is perfect.
Bei Einzeltest kann man sicher Kritik üben, wenn nicht die notwendige oder erwartete Genauigkeit an den Tag gelegt wurde, aber das zu generalisieren, dem würde ich mich nicht anschliessen.

Re: Objektivität? Gibt`s nicht!

Verfasst: 09.07.2019 18:36
von bohlensky
Hallo zusammen.. :) Für mich soll ein Test mit Herz und Seele sein..Der Tester oder die Testerin soll Ihre Emotionen mit rein packen... Am Ende des Tages entscheidet eh jeder selber ob ein Spiel einem liegt oder nicht... :)

In diesem Sinne...

Re: Objektivität? Gibt`s nicht!

Verfasst: 09.07.2019 19:27
von C64Delta
Aus diesem Grund gibt es Metacritic und Userreviews...
Gibt es heutzutage überhaupt noch jemanden, der sich nur auf den Test eines einzelnen Magazins verlassen würde?

Re: Objektivität? Gibt`s nicht!

Verfasst: 09.07.2019 19:32
von bohlensky
C64Delta hat geschrieben:
09.07.2019 19:27
Aus diesem Grund gibt es Metacritic und Userreviews...
Gibt es heutzutage überhaupt noch jemanden, der sich nur auf den Test eines einzelnen Magazins verlassen würde?
Ja, ich vertraue dem 4PLAYERS Magazin...und vor allem Jörg mit seinen sehr guten Tests...und Micha auch im Rennspiel Sektor...