Kolumne: Der totale eSports-Muffel

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Uwe sue
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schöner text.

Beitrag von Uwe sue » 31.01.2019 15:10

ich habe mit fifa 14 mitm esport aufgehört (altersbedingte persistente formschwäche) - man beachte als "aktiver spieler" in einem clan ("verein" haben wir uns genannt)... aber wie zum teufel kann man anderen dabei zusehen wie sie zocken? ich bin wie herr luibl coregamer der ersten stunde (80286 mit 10 Mhz und bei freunden den c64 und NES) und damals hat einer gespielt und 3-4 haben zugeschaut und daher kommt wohl - ähnlich wie beim hernn luibl - meine abneigung gegen das zusehen. zumindest kann ich mir nicht anschaun, wie irgendwelche minderbegabten leute in einem spiel rumgimpen. wenn mans schon online stellt, sollte zumindest die leistung stimmen - speedruns bspw kann ich durchaus genießen wenn ich das spiel gut kenne, einfach weil ich die leistung die dahintersteckt, zu würdigen weiß.
aber das "phämonen" let's play ist mir absolut schleierhaft, da kann ich gleich vormittags privatsender im free-TV einschalten^^

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Scorplian190
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Scorplian190 » 31.01.2019 15:19

Balla-Balla hat geschrieben:
31.01.2019 14:56
Ich sage es mal krass. Hier wächst eine Generation von technischen Idioten und gesteuerten Konsumzombies heran, die in ihrem wirtschaftlichen Verhalten genauso steuerbar sind, wie im sozialen und politischen.
Ich hoffe, ich irre mich.
Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
31.01.2019 15:07
Mal positiv: Ich halte die jüngere Generation nicht für doof, sie wird nur an den Schulen doof gehalten.
Was kennt ihr eigentlich für Jugendliche?
Und über welche Generationen wird hier eigentlich genau geredet?
Geht es um "unter 30"? "unter20"? "unter15"?

Also ich kenne das eigentlich komplett kreuz und quer. Die einen kennen sich mit PCs aus, die anderen nicht. Die einen gehen ins Gymnasium, die anderen auf die Hauptschule. Die einen wohlen später studieren gehen, die anderen wohlen direkt arbeiten gehen.


Uwe sue hat geschrieben:
31.01.2019 15:10
aber das "phämonen" let's play ist mir absolut schleierhaft, da kann ich gleich vormittags privatsender im free-TV einschalten^^
Bei den meisten LetsPlays wird versucht Comedy einzubinden. Wenn man darauf steht, schaut man das eben gern. Sogesehen ist das auch nicht viel anders, als wenn man Stand-Up-Komiker im TV anschaut. Ob man das witzig findet, muss jeder für sich selbst wissen. Auf YT gehen einige dann ja auch gleich Weg von reinen LetsPlays und machen sogenannte "Funny Moments". Kommt auch recht gut an.
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Uwe sue
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Uwe sue » 31.01.2019 15:22

rainynight hat geschrieben:
30.01.2019 12:43
Veteran of Gaming hat geschrieben:
30.01.2019 05:02
Also bitte ! Die erste echte Gamer Generation entstand mit C64, Amiga und Co. in den 80ern. Dazu gehöre ich und bin deswegen mittlerweile 50. Man legt doch auch nicht Bücher beiseite, guckt keine Filme mehr oder hört komplett andere Musik, wenn man älter wird. Es gibt höchstens gesellschaftliche Zwänge mit inhaltlosen Phrasen, wie Comics seien nur für Kinder. Dabei gilt das weder für Maus noch für Barks. Es ist deutscher Blödsinn !
Was diese Limitierungen von wegen "bestimmte Dinge wären nur für Kinder" oder ähnliches betrifft, so ist wirklich ein Vorteil des Alters, dass sie dir mit der Zeit immer egaler sind. Man fängt an, über solchen Beschränkungen zu stehen und nicht mehr viel drauf zu geben, was andere dabei über einen denken.
ich mit meinen fast 40 lenzen freu mich immer wieder riesig wenn ich feststelle, dass ich mit den jungen hüpfern noch halbwegs mithalten kann und ich bin auch stolz darauf "jung geblieben" zu sein. und ja ich lese comics/mangas und ja ich schau animes - die würd ich aber keinem unter 20 in die hand geben. ok, ich lese auch sehr viele bücher - das hat bei mir erst mit 17 angefangen - bin also doch etwas reifer geworden in meinem medienkonsum, aber ich hab mir letztes jahr mit meinem bro aus diesen zeiten saber-rider und galaxy rangers angeschaut (ich sage nicht, dass ich damit was anfangen konnte, aber wir habens durchgezogen). alle wollen erwachsen werden - außer den erwachsenen, die wären lieber jung^^

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Freya Nakamichi-47
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 31.01.2019 15:58

Uwe sue hat geschrieben:
31.01.2019 15:22
ok, ich lese auch sehr viele bücher
Das schlägt sich aber leider gar nicht in Ihrer Rechtschreibung wider. Groß und klein, alles egal?

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ChrisJumper
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von ChrisJumper » 31.01.2019 18:13

Balla-Balla hat geschrieben:
31.01.2019 14:56
Jetzt meldet sich ein noch älterer Zocker zu Wort.
Ich schwanke ja immer hin und her. Denke es gibt auch unter aktuellen jugendliche welche die überdurchschnittlich viel von Computern verstehen und technisch interessiert sind. Da weiß ich nicht ob ich hier so generalisieren würde.

Aber im Grunde stimme ich deinem Post komplett zu, denn genau den Eindruck hab ich leider auch.

Ein Problem wird sein: Das Wissen ist obsolet geworden. Die Generationen davor haben wahrscheinlich an Autos geschraubt und können den zusammen und wieder auseinander nehmen. Kannten sich aber nicht mit Computern aus. Die unter 35 Jähren kennen sich halt nicht mehr mit Computern aus dafür aber wahrscheinlich mit irgendwelchen anderen Dingen.

Solange die unter 30 Jährigen aber die Informaiton im Netz finden und trotzdem in kürzester Zeit, Wertschätzungstechnisch die Information nutzen können um ihren Motor auseinander zu bauen, und wieder reparieren können. Ist das ja auch kein Problem. Das selbe wahrscheinlich auch bei Computersystemen. Solange die Out of the Box funktionieren und die Reparatur nicht lange dauert. Spielt es eben keine Rolle und sie müssen das nicht. Aber aktuell baut ein Teil der jüngeren ja überall in Software DRM ein die dann den Älteren und den Jüngeren die Möglichkeit zur Reparatur nimmt ;)

Aber das hat es schon immer gegeben und jeder muss überlegen ob er lieber den Kuchen selber backt oder die Software, oder das fertige Zeug aus dem Supermarkt nimmt. Es hat einfach was mit Qualitätsansprüchen zu tun und mittelfristig nähert sich das automatisch an, vor allem dann wenn die Bezahlung stimmt.

TSL
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von TSL » 31.01.2019 19:44

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
31.01.2019 15:58
Das schlägt sich aber leider gar nicht in Ihrer Rechtschreibung wider. Groß und klein, alles egal?
https://www.bento.de/haha/neue-studie-z ... 0000465151

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Freya Nakamichi-47
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 31.01.2019 19:48

TSL hat geschrieben:
31.01.2019 19:44
Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
31.01.2019 15:58
Das schlägt sich aber leider gar nicht in Ihrer Rechtschreibung wider. Groß und klein, alles egal?
https://www.bento.de/haha/neue-studie-z ... 0000465151
Aja, richtig. "Bento". Das Magazin für orthographieinsuffziente, laktoseintolerante Oberstufenzubeschulende. Das lese ich natürlich jeden Tag. Wenn ich mal lachen will.

Duugu
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Duugu » 31.01.2019 21:24

Ah, die "moderne" Seite aus dem Hause Spiegel, bei der sie endlich so richtig tief und frei nach Lust und Laune in die Boulevard-Trickkiste greifen können. Wirklich unterirdisch. Den Unterhaltungswert finde ich aber nicht so hoch. Das kann focus.de immer noch deutlich besser (nachdem die deutsche Huffpost als klare Nr. 1 im Metier ja leider weg ist). Da kommt der Spiegel mit Bento nicht mal ansatzweise ran. Und die werden sie auch nie schlagen. Frei nach dem Motto: Leg dich nicht mit Idioten an. Sie locken dich auf ihr Niveau runter und schlagen dich dann dort mit Erfahrung.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Duugu » 31.01.2019 21:30

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
30.01.2019 20:45
Da gab's das Buch von Piggyback, die einen Deal mit R* hatten. Piggyback wurde vor Release mit mit Infos versorgt. Man kann als Buchverlag tatsächlich Lösungswege von den Softwareherstellern kaufen, das sind heutzutage gängige Deals. So ein Piggyback-Buch ist schon gut gemacht. Ich kenne mich ja auch ein bißchen mit Layout und Typo aus, diese Bücher sind wirklich auf exzellentem Niveau und äußerst aufwendig gemacht, sowas schafft man nicht in vier Wochen. Da gibt es Deals mit den Software-Entwicklern, keine Frage.
Aufwendige Lösungsbücher. Was es nicht alles gibt. :) Aber du hast Recht, das ist auf keinen Fall in vier Wochen und ohne Hilfe entstanden. Die sehen wirklich richtig gut aus. Hätte nicht gedacht, dass man mit sowas Geld verdienen kann.

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Balla-Balla
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Balla-Balla » 01.02.2019 07:49

Scorplian190 hat geschrieben:
31.01.2019 15:19
Balla-Balla hat geschrieben:
31.01.2019 14:56
Ich sage es mal krass. Hier wächst eine Generation von technischen Idioten und gesteuerten Konsumzombies heran, die in ihrem wirtschaftlichen Verhalten genauso steuerbar sind, wie im sozialen und politischen.
Ich hoffe, ich irre mich.
Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
31.01.2019 15:07
Mal positiv: Ich halte die jüngere Generation nicht für doof, sie wird nur an den Schulen doof gehalten.
Was kennt ihr eigentlich für Jugendliche?
Und über welche Generationen wird hier eigentlich genau geredet?
Geht es um "unter 30"? "unter20"? "unter15"?

Also ich kenne das eigentlich komplett kreuz und quer. Die einen kennen sich mit PCs aus, die anderen nicht. Die einen gehen ins Gymnasium, die anderen auf die Hauptschule. Die einen wohlen später studieren gehen, die anderen wohlen direkt arbeiten gehen.



...
Nun, ich behaupte mal, ich kann die Lage relativ gut beurteilen, habe privat wie beruflich mit vielen Jugendlichen zu tun und habe ein Hobby, das in meiner Altersklasse eher selten ist, das Zocken. Sobald man sich diesbezüglich noch im Netz informiert und in Foren geht, hat man zwangsläufig mit jüngeren Leuten zu tun.

Natürlich kann man nicht generalisieren, es ist müßig, das unter jeden Beitrag zu schreiben. Ich rede hier von einem allgemeinen Eindruck. Der auch nicht früher-war-alles-besser aussagt oder das Gegenteil: jede gen hat halt ihr Ding, ist doch fein. Nix ist fein.
Durch meine Jahre, die ich auf dem Buckel habe, kann ich glaubich trennen zwischen dem Geschwätz der Alten von Dingen, die sie nicht verstehen und denen die die Lebenserfahrung mit sich bringt.

Das Aufwachsen in einer digitalisierten Welt ist ganz klar ein anderes, als das in meiner gen. Auffassungsgabe ist anders, die Sicht auf die Welt, Hobbys, Musik usw. Alles ok. So ist es nun mal. Jetzt kommt das ABER. In my honourable opinion bringt diese Zeit eine völlig andere und stärkere Verantwortung mit sich. Wer sein Leben lang im Netz war ohne etwas davon zu verstehen, hat seine Privatsphäre völlig aufgegeben, so ziemlich alles, was er tat, was er dachte, wo er war, was er kaufte usw. ist für immer zumindest bei google und weiß der Teufel wo sonst noch gespeichert. In der falschen Meinung alles umsonst zu bekommen, hat er mit seinen Lebensdaten bezahlt. Bisher wird er im Westen dabei im Gegenzug nur durch Werbung manipuliert. Es ist eine Frage der Zeit, wann diese Daten politisch genutzt werde. Diktatorische Regime von Russland über die Türkei nach China tun das heute schon, z.T. mit verheerenden Auswirkungen für den Einzelnen.

Diese Verantwortungslosigkeit ist es, wo ich für die Zukunft große Probleme sehe zumal ich glaube, dass in Europa die Zeiten härter werden. Ich reise viel, bin gerade in Indien und habe die letzten Jahre die Entwicklung in Asien live betrachten können. Da wächst eine Supermacht heran. Nicht militärisch sondern wirtschaftlich und technisch. Wer meint, dass die Überflussgesellschaft, in die er geboren wurde, ewig so bleiben wird, liegt falsch. Wer meint, dass die Freiheit, in die er geboren wurde, liegt falsch, wer die Technik nicht versteht, die er benutzt, wird irgendwann von dieser Technik benutzt.

Früher sagte man, das Fernsehen verblödet. Das stimmt. Für diejenigen, die eben nur vor der Glotze saßen. Genauso verdummt das Netz wenn man eben ständig online ist.

Um den Bogen zu e-sports nochmal zu bekommen: Für sich genommen, für die user, die sich interessieren, sehe ich damit kein Problem. Für die einen eine spannende Sache, für die anderen der große Reibach. So läuft nun mal der Kapitalismus, der ja auch die Spielebranche mittlerweile völlig vereinnahmt hat. Hat viele Vorteile, ich bekomme games, von denen ich vor ein paar Jahren nicht mal zu träumen wagte, für 60 Euro direkt ins Haus, den PC oder die Konsole. Geile Sach.
Andererseits sind ES nur ein weiterer Kanal, die Leute vor dem Bildschirm zu halten, ihre Daten zu missbrauchen und sie vom Denken abzuhalten.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 01.02.2019 08:03

@Balla-Balla "bin gerade in Indien"

Wenn Du schonmal da bist, dann grüß mal Indien von mir. Das war immer mein Lieblingsurlaubsland. Eine völlig andere Kultur, und ich sehe den Hinduismus auch ziemlich kritisch, aber jenseits der Haube der Religion kann man da wirklich nette Menschen treffen.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Scorplian190 » 01.02.2019 10:00

@Balla-Balla
Aber das beantwortet nicht wirklich meine Frage ^^'
Balla-Balla hat geschrieben:
01.02.2019 07:49
Nun, ich behaupte mal, ich kann die Lage relativ gut beurteilen, habe privat wie beruflich mit vielen Jugendlichen zu tun und habe ein Hobby, das in meiner Altersklasse eher selten ist, das Zocken. Sobald man sich diesbezüglich noch im Netz informiert und in Foren geht, hat man zwangsläufig mit jüngeren Leuten zu tun.

Natürlich kann man nicht generalisieren, es ist müßig, das unter jeden Beitrag zu schreiben. Ich rede hier von einem allgemeinen Eindruck. Der auch nicht früher-war-alles-besser aussagt oder das Gegenteil: jede gen hat halt ihr Ding, ist doch fein. Nix ist fein.
Durch meine Jahre, die ich auf dem Buckel habe, kann ich glaubich trennen zwischen dem Geschwätz der Alten von Dingen, die sie nicht verstehen und denen die die Lebenserfahrung mit sich bringt.
Von welchen Alterklassen redest du hier?

Ich weiß z.B. jetzt auch deine genaue Alterklasse nicht (sry, falls du es schon vorher irgendwo erwähnt hast).
Ich kenne z.B. recht wenige Leute um die 30 die nicht zocken. Das "Nicht-Zocken" fängt da erst so Ü40 an.

Zählt ein 25 Jähriger für dich jetzt unter die besagten Jugendlichen oder ist das dann schon zu alt?

(falls die Frage ok ist) mit welcher Gruppe von Jugendlichen hast du so zu tun? Da gibt es ja schon verdammt große Unterschiede.


Jetzt kommt das ABER. In my honourable opinion bringt diese Zeit eine völlig andere und stärkere Verantwortung mit sich. Wer sein Leben lang im Netz war ohne etwas davon zu verstehen, ...
Das finde ich z.B. viel zu pauschalisisiert. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Intelligenz und Gleichgültigkeit. Man kann auch vollkommen Ahnung von dem Datengau haben und es kann einem völlig gleichgültig sein.

Außerdem klingt gibt es ja auch extrem viele Leute (von jung bis alt) die auf facebook und co keine realen Daten verwenden (soweit es möglich ist). Tatsächlich war bei mir auf facebook immer so, dass es bei den Jugendlichen bunt gestreut war, ALLE Erwachsenen hingegen den vollen Echtnamen verwendet haben.


Früher sagte man, das Fernsehen verblödet. Das stimmt. Für diejenigen, die eben nur vor der Glotze saßen. Genauso verdummt das Netz wenn man eben ständig online ist.
Diese Aussage empfinde ich grundsätzlich als falsch! Denn es kommt nicht auf das Ausgabe-Medium an, sondern auf den jeweiligen Inhalt.

Hinzu kommt, dass manche Dinge auch Wissen/intelligenz verbessern können, auch wenn es nicht den Anschein hat. Z.B. können manche Spiele das räumliche Denken verbessern.
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von HardBeat » 01.02.2019 10:46

Diese Kolumne spricht mir aus der Seele, bin zwar nicht ganz so alt wie Jörg (Jahrgang 77) aber ich kann dem eSports auch absolut nichts abgewinnen! Anderen beim Spielen zuzusehen, ich frag mich ernsthaft wer sich so was anschaut bei den ganzen Alternativen die man am TV/PC/Tablet hat (Netflix, Prime, Sky usw)?

Das mag für die Facebook-Generation komisch klingen aber wenn ich ein Videospiel sehen will leg ich selber Hand an und spiele es selbst! Wenn es mal irgendwann in 40 Jahren nicht mehr gehen sollte weil die Hände nicht mehr mitmachen ist das vielleicht was für mich, aber bis dahin schwing ich mich selbst ans Pad/Tastatur/Maus,Lenkrad whatever...
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Scorplian190 » 01.02.2019 11:20

HardBeat hat geschrieben:
01.02.2019 10:46
Diese Kolumne spricht mir aus der Seele, bin zwar nicht ganz so alt wie Jörg (Jahrgang 77) aber ich kann dem eSports auch absolut nichts abgewinnen! Anderen beim Spielen zuzusehen, ich frag mich ernsthaft wer sich so was anschaut bei den ganzen Alternativen die man am TV/PC/Tablet hat (Netflix, Prime, Sky usw)?

Das mag für die Facebook-Generation komisch klingen aber wenn ich ein Videospiel sehen will leg ich selber Hand an und spiele es selbst! Wenn es mal irgendwann in 40 Jahren nicht mehr gehen sollte weil die Hände nicht mehr mitmachen ist das vielleicht was für mich, aber bis dahin schwing ich mich selbst ans Pad/Tastatur/Maus,Lenkrad whatever...
Warum ist es eigentlich für alle so schwer zu verstehen, dass LetsPlays (von regelmäßigen Zuschauern) normalerweise NICHT aufgrund des Spiels geschaut werden?
(Bzgl. 2. Abschnitt)

Der Vergleich mit "Netflix, Prime, Sky usw." ist da schon ein sinnvollerer Vergleich und da kann ich auch weiterhin nur sagen: Jedem sein.
Ich persönlich hab zum einen keinen Bock extra Geld für ein Netflix Abo auszugeben und zum anderen macht es für mich wenig Unterschied, ob ich nun meine Lieblings-Youtubern oder eine Comedy-Serie im TV.
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Bachstail
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Bachstail » 01.02.2019 11:39

Ich mag eSports, habe ihn sogar selbst betrieben und schaue mir auf Youtube gerne verneinzelt Kämpfe/Partien oder gar ganze Turniere rückwirkend an.

Ich habe früher tonnenweise Let's Plays geschaut, habe die Szene in Deutschland aufwachsen und fallen sehen (der Bereich der Let's Plays zumindest in Deutschland ist ziemlicht tot) und hatte sogar den ein oder anderen Kontakt zu namhaften Let's Playern, heute würde ich aber keine mehr schauen, ich bin dem Konzept der Let's Plays entwachsen, dennoch schaue ich auf Youtube - was quasi mein Fernsehersatz ist - extrem viel Gaming Content, meist in Form von Informationsvideos, News oder Reviews.

Streams hingegen habe ich nie wirklich geschaut, ich war und bin bis heute kein großer Fan von Streams, ich mag den Live-Charakter nicht und speziell der Chat geht mir gerade bei größeren Streams fürchtetlich auf den Hodenbeutel, allerdings gibt es genau eine Ausnahme, denn ich habe in der Tat einen Lieblingsstreamer, welchen ich trotz der Tatsache, dass mir Streams an sich nicht gefallen, über Stunden schauen kann, ohne dass es lanmgweilig wird.

Übrigens :

Let's Plays werden zum Großteil wegen des Let's Players geschaut und nicht wegen des Spiels und so verhält es sich eigentlich auch mit Streamern auf Twitch, die meisten schauen es wegen des Streamers und nicht wegen des Spiels, es sein denn es ist eine Übertragung eines eSPort-Events oder dergleichen, DA geht es dann um das Spiel.

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