Bethesda: Demontage im Zeitraffer

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Danilot
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von Danilot » 07.01.2019 22:33

Der Abgrund Bethesda ist tief und dunkel, der Aufschlag herabfallenden Gerölls ist aktuell nicht mal zu hören. Wäre ich Mitarbeiter bei ID Tech würde ich mich mit Tränen in den Augen fremdschämen, dafür mit diesem Publisher zu tun zu haben, und dem Universum zugleich jeden Morgen dafür danken, nicht für Fallout 76 mit verantwortlich gewesen zu sein.

Selbst wenn Bethesda eine zeitgemäße Engine für ihr nächstes Fallout (?) oder TES entwickelt und mehr fähige Programmierer einstellt oder den Kreativen in den Studios mehr Freiraum lässt, das Management ist verantwortlich für die Produktveröffentlichung, die Qualitätskontrolle und die Kundenkommunikation. Die Leitung von Bethesda hat derart versagt, dass allein schon auf dieser Ebene ein harter Kurswechsel zwingend notwendig wäre.

Das war Suizid-Management von der Führungsspitze oben bis runter zum Techsupport beim Taschenumtausch.

Dieses Spiel hätte in dem Zustand nie veröffentlicht werden dürfen (wie hier schon gesagt wurde). Eine Verschiebung um mehrere Monate oder eine Projekteinstellung wären offensichtliche Alternativen gewesen. Wie kann man das so laufen lassen?

Sie können von mir aus auch geldgeil sein, aber bitte, dann macht es mit einer Qualitätskontrolle! Ubisoft macht es nur so: The Division läuft mistig an? Ok es wird solange poliert, bis die Fans damit klar kommen. Rainbow Six Siege hat Startprobleme? Ok wird ebenfalls soweit vorangebracht, dass uns die Fans mit Geld für Waffenskins zuwerfen, weil das Game aber auch vielen Leuten Spaß macht. AC 1 hat Macken? Ok die Fehler werden in AC 2 glattgebügelt.

Das ist zielorientierte Spieleentwicklung, welche das Geld will und den Spielspaß der eigenen Fans ernst nimmt, keine große Kunst, aber professionelles Handwerk mit einem erkennbaren Fehlermanagement.

Bethesda ist momentan ein alter Riese dem der Kopf fehlt. Keine Ahnung was da schief ging, damit die Verantwortliche so versagen konnten.

Eine Firmenkultur, welche die eigenen Produktfehler zur Markenidentität verklärt? Zuviel Chef-Urlaub und die Flugtickets für den Rückflug verloren? Unbegreiflich
Zuletzt geändert von Danilot am 07.01.2019 22:57, insgesamt 4-mal geändert.

stahlpest
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von stahlpest » 07.01.2019 22:39

100% subjektiv steht oben - aber ich vermute du triffst da so gut die Worte, dass es schon fast verallgemeinbar ist und objektiv wird D:

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JunkieXXL
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von JunkieXXL » 07.01.2019 22:42

hydro skunk 420 hat geschrieben:
03.01.2019 18:01
Jo, ich kann leider alles unterschreiben, was Eike da schreibt. Es ist unglaublich enttäuschend und erschreckend, was da seit einiger Zeit in dem Laden läuft. Was ist da intern bloß passiert, fragt man sich.
Dassselbe wie in der Politik. Betriebsblinde Parallelwirklichkeit.

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dx1
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von dx1 » 07.01.2019 22:59

ChrisJumper hat geschrieben:
07.01.2019 20:12
Bisher haben wir noch kein Videospiel das den Spieler mit Vornamen anspricht (auch wenn Detroid das schon mal versuchte, mit dem tollen Empfangsroboter), aber etwas das diese Revolution auslösen wird werden wir wohl dieses Jahr erfahren.
Was meinst Du hiermit?
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LePie
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von LePie » 08.01.2019 00:50

Gelbe Warnweste in der Collector's Edition?
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4P|Eike
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von 4P|Eike » 08.01.2019 09:20

LePie hat geschrieben:
08.01.2019 00:50
Gelbe Warnweste in der Collector's Edition?
Da habe ich doch glatt etwas schmunzeln müssen :lol: :sweat_smile:

Klusi
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von Klusi » 08.01.2019 10:04

Ich glaub der Text ist 2mal bei mir da :? scheint so als wurd der ans ende nochmal reinkopiert
"<XY> klingt doof! Egal! Hab's trotzdem vorbestellt!"

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$tranger
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von $tranger » 08.01.2019 10:13

Bei Bethesda stinkt's für mich schon etwas länger.
Dass dort so eisern an der Uralten Engine Festgehalten wird ist eine Sache.
Aber der Mod-Shop, der erst abgewiegelt wurde und dann hinterher einfach dreist trotzdem reingepackt wurde trotz "Wir hören euer Feedback!" ist was anderes. Und auch wenn ich in ner sehr kleinen Nische bin: Der Support für Doom VFR ist absolut unterirdisch! Oder besser gesagt, nicht vorhanden.
Es gibt seitenweise Rückmeldungen uber simpelste Dinge wie den Wunsch, seine Knöpfe belegen zu dürfen, die seit das Spiel rausgekommen ist (über ein Jahr jetzt glaube ich?) von Bethesda komplett ignoriert werden.
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Ihr seid Anime-Fans? Dann seid ihr im Anime-Diskussionsthread genau richtig!

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Kant ist tot!
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von Kant ist tot! » 08.01.2019 12:18

casanoffi hat geschrieben:
07.01.2019 13:11
MaxDetroit hat geschrieben:
07.01.2019 11:20
Bethesda sind ja nicht die einzigen die dieses Jahr Selbst-Demontage betreiben haben. Blizzard ist ja gerade auch dabei genau das selbe zu tun.
Wie Du auch schon geschrieben hast, dieser "Demontage" sollte man nicht zu viel Wert beimessen.
Activision Blizzard (nur von Blizzard zu sprechen, ist falsch) geht schon lange einen Weg, der vielen Gamern nicht schmeckt - aber ganz offensichtlich noch viel mehr Gamern sehr wohl bekommt.

Der Laden wird mit neuen Projekten wohl mehr Kohle machen, als wir uns das wünschen.
Erst zuletzt hatte ich ein Gespräch mit einem Bekannten, der auch Gamer ist - aber die Plattform seiner Wahl ist eben das Smartphone/Tablet und der kennt Diablo tatsächlich nur aus der Werbung und dass da was kommen soll.

Der gibt für Spiele (die meisten davon free-to-play) im Monat knapp 100-150 Euro aus.
Möglichst wenig Aufwand und maximaler Profit.

Solche Konsumenten sind die neue Zielgruppe von Unternehmen wie Activision Blizzard und vielen anderen Großen.
Und Bethesda wird dem Ruf des goldenen Kalbes vermutlich auch noch folgen.

Man muss ich vorher aber von der alten Fanbase, von eingefleischten Hardcore-Zockern, erstmal abnabeln.
Denn außer nörgeln und viel zu viele Inhalte für viel zu wenig Geld erwarten, können wir nix.

Ist doch logisch, wenn man bedenkt, wie viel Zeit und Geld in AAA-Produktionen fließen und am Ende stehen da im besten Fall 60-70 Euro auf der Preislabel, welches sich seit Jahrzehnten nicht verändert hat (!) - aber mit MTAs lässt sich unterm Strich viel mehr rausholen.

Da wird auch mal ein roter Punkt für nen Euro verkauft (Call of Duty - Black Ops 4)...


Auch wenn ich nichts von Untergangs-Szenarien halte - ich glaube, der AAA-Markt wird bald einen Crash erleben.
Ist mir aber scheißegal, weil ich diesen mittlerweile so gut wie gar nicht mehr unterstütze.
Also ich erinnere mich da anders an die Preise zurück... Bis vor ein paar Jahren waren 50€ die Obergrenze, für das, was ich für ein Spiel bezahlt habe. Jetzt sind wir oft bei 20€ mehr.

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casanoffi
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von casanoffi » 08.01.2019 13:52

Kant ist tot! hat geschrieben:
08.01.2019 12:18
Also ich erinnere mich da anders an die Preise zurück... Bis vor ein paar Jahren waren 50€ die Obergrenze, für das, was ich für ein Spiel bezahlt habe. Jetzt sind wir oft bei 20€ mehr.
Gut, ich rede da von Zeiten der Deutschen Mark, Ende der 80er :D

Neo Geo Spiele kosteten damals locker mal 120-150 DM.
Ich weiß, kann man rein vom Wert her nicht 1:1 umrechnen, aber es waren ca. 60-70 Euro - vor knapp 30 Jahren...
No cost too great. No mind to think. No will to break. No voice to cry suffering.

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Kant ist tot!
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von Kant ist tot! » 08.01.2019 14:06

casanoffi hat geschrieben:
08.01.2019 13:52
Kant ist tot! hat geschrieben:
08.01.2019 12:18
Also ich erinnere mich da anders an die Preise zurück... Bis vor ein paar Jahren waren 50€ die Obergrenze, für das, was ich für ein Spiel bezahlt habe. Jetzt sind wir oft bei 20€ mehr.
Gut, ich rede da von Zeiten der Deutschen Mark, Ende der 80er :D

Neo Geo Spiele kosteten damals locker mal 120-150 DM.
Ich weiß, kann man rein vom Wert her nicht 1:1 umrechnen, aber es waren ca. 60-70 Euro - vor knapp 30 Jahren...
Na gut, ob das jetzt so zielführend ist, ich weiß ja nicht. :lol:

Außerdem, war das Neo Geo Dingens nicht sowieso extrem hochpreisig veranschlagt? Meine auch, dass das sich nicht so wahnsinnig gut verkauft hat, auf die Breite gesehen. Aber die Nintendo Cartridges waren auch mitunter richtig teuer, um dir da ein wenig entgegenzukommen.

Den Zusammenbruch des AAA Bereichs sehe ich jetzt auch nicht direkt vor der Tür stehen. Die Modelle werden halt teilweise angepasst werden müssen aber die bekommen ihre Titel schon ordentlich monetarisiert, da würde ich mir keine Sorgen machen.

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xKepler-186f
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von xKepler-186f » 08.01.2019 14:30

Kant ist tot! hat geschrieben:
08.01.2019 14:06
casanoffi hat geschrieben:
08.01.2019 13:52
Kant ist tot! hat geschrieben:
08.01.2019 12:18
Also ich erinnere mich da anders an die Preise zurück... Bis vor ein paar Jahren waren 50€ die Obergrenze, für das, was ich für ein Spiel bezahlt habe. Jetzt sind wir oft bei 20€ mehr.
Gut, ich rede da von Zeiten der Deutschen Mark, Ende der 80er :D

Neo Geo Spiele kosteten damals locker mal 120-150 DM.
Ich weiß, kann man rein vom Wert her nicht 1:1 umrechnen, aber es waren ca. 60-70 Euro - vor knapp 30 Jahren...
Na gut, ob das jetzt so zielführend ist, ich weiß ja nicht. :lol:

Außerdem, war das Neo Geo Dingens nicht sowieso extrem hochpreisig veranschlagt? Meine auch, dass das sich nicht so wahnsinnig gut verkauft hat, auf die Breite gesehen. Aber die Nintendo Cartridges waren auch mitunter richtig teuer, um dir da ein wenig entgegenzukommen.

Den Zusammenbruch des AAA Bereichs sehe ich jetzt auch nicht direkt vor der Tür stehen. Die Modelle werden halt teilweise angepasst werden müssen aber die bekommen ihre Titel schon ordentlich monetarisiert, da würde ich mir keine Sorgen machen.

Man kann es schon vergleichen. Da sehe ich kein Problem. Und ich kann mich auch entsinnen (war noch relativ Jung zu DM Zeiten), dass N64 Spiele gut und gerne 120 DM gekostet haben. Von daher ist die Umrechnung richtig. Aber man darf nicht vergessen, dass mit der Euro-Umstellung die Lebenshaltungkosten gestiegen sind. Im Umkehrschluss sind deshalb 60€ eben doch mehr als damalige 120 DM. Ist ein leidliches Thema.

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Brian Jones
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von Brian Jones » 08.01.2019 15:16

$tranger hat geschrieben:
08.01.2019 10:13
Bei Bethesda stinkt's für mich schon etwas länger.
Dass dort so eisern an der Uralten Engine Festgehalten wird ist eine Sache.
/quote]

Das mit der Engine stimmt doch so überhaupt nicht. Du solltest dich informieren und nicht nur Unwahrheiten nachlabern. :cry:
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$tranger
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von $tranger » 08.01.2019 16:07

Brian Jones hat geschrieben:
08.01.2019 15:16
$tranger hat geschrieben:
08.01.2019 10:13
Bei Bethesda stinkt's für mich schon etwas länger.
Dass dort so eisern an der Uralten Engine Festgehalten wird ist eine Sache.
Das mit der Engine stimmt doch so überhaupt nicht. Du solltest dich informieren und nicht nur Unwahrheiten nachlabern. :cry:
Auch wenn die Engine zigmal modifiziert wurde is es immernoch die gleiche Grundlage. So wie CoD immernoch (oder zumindest mit Sicheheit bis MW2) auf der Quake 3-Engine beruht, die von Infinity Ward irgendwann mal für eigene Zwecke erweitert wurde.
Das Grundgerüst ist dasselbe, viele der Fehler sind genau die selben wie in vorherigen Titeln. Auch wenn auf dem Papier vielleicht ein anderer Name steht, funktional ist es dasselbe Grundgerüst. Beth hat selbst gesagt, dass sie die Engine behalten, weil die Programmierer damit arbeiten können, wegen der Erfahrung. Was sonst heißt das, außer dass es die gleichen Sachen sind, die sie bis jetzt benutzt haben (mit Modifikationen)?

Das Spiel unterstützt keine Bildraten > 60fps
Kein Ultrawide
Der Netzcode ist Müll
Die Ladezeiten sind an die Bildrate gekoppelt
Alle Tweaks für F76 gibt es in genau der gleichen Form oder ähnlich für F4 oder F3/NV (ich habe 3 und 4 selbst wochenlang gemoddet und das meiste ich einfach gleich geblieben)

Die Engine ist veraltet.
Zuletzt geändert von $tranger am 08.01.2019 16:09, insgesamt 1-mal geändert.
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casanoffi
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von casanoffi » 08.01.2019 16:09

Kant ist tot! hat geschrieben:
08.01.2019 14:06
Den Zusammenbruch des AAA Bereichs sehe ich jetzt auch nicht direkt vor der Tür stehen. Die Modelle werden halt teilweise angepasst werden müssen aber die bekommen ihre Titel schon ordentlich monetarisiert, da würde ich mir keine Sorgen machen.
Ich glaube schon, dass sich dieser Bereich so stark verändern wird, dass man nicht mehr von AAA sprechen kann.
Ist aber natürlich Wortklauberei, keine Frage...

Was auf jeden Fall bleiben wird - die kommen zu ihrer Kohle ^^
No cost too great. No mind to think. No will to break. No voice to cry suffering.

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