Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

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4P|BOT2
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Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von 4P|BOT2 » 01.06.2016 13:37


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Raskir
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Re: Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von Raskir » 01.06.2016 14:01

Irgendwie hat mich die Kolumne am anfang interessiert, aber je weit ich gelesen habe, desto weniger sprach sie mich an. Dabei widerspreche ich nicht mal dem Inhalt darin. Es ist nur so, dass es nicht sonderlich interessant geschrieben wurde.
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Sir Richfield
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Re: Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von Sir Richfield » 01.06.2016 14:26

Ich habe eher ein Problem damit, dass Benjamin das nicht unwichtige Thema "Spielfluss" unter den Überbegriff "Immersion" packt.

Denn so betrachtet fällt ja schon das Bioshock Infinte Beispiel in sich zusammen.

(Das würde es auch so tun, aber das wäre mehr meine Subjektive Wahrnehmnung, dass Infinite als Shooter nur weniger stark versagt als seine Vorgänger)

Kann aber auch sein, dass ich die Kolumne übersehen habe, in der mir die 4P Definition von "Immersion" erläutert wird.
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LordFjord
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Re: Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von LordFjord » 01.06.2016 14:28

@Benjamin: Als "immersive Action" - zumindest wie du es im Bezug auf FPS beschreibst - hat mich zuletzt Shadow Warrior begeistert. Der Nahkampf gepaart mit Kombos, Skills, schnellen Waffenwechseln, Wellen von Gegnern und vielen dummen Sprüchen hat fantastisch funktioniert.

Und auch wenn's nicht alle für "Action" halten, der Kampf (Flug/Fahren) in Elite Dangerous (mit gscheitem Joystick + Eyetracker) ist auch was man seeehr immersiv nennen kann. Schon allein der freie Blick aus dem Cockpit, die Bewegungen des Piloten, die exakt die Steuerung des Sticks wiederspiegeln - grossartig. Mit VR sollte es zwar noch besser sein, das war bei mir aber net drinn (da sagt der gesunde Menschenverstand noch: nein).

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4P|Benjamin
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Re: Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von 4P|Benjamin » 01.06.2016 14:37

Stimmt, Shadow Warrior würde ich auch zu immersiver Action zählen - nicht in dem Sinne wie z.B. Bioshock, aber es macht vieles richtig.
Sir Richfield hat geschrieben:Ich habe eher ein Problem damit, dass Benjamin das nicht unwichtige Thema "Spielfluss" unter den Überbegriff "Immersion" packt.
Grafik und Spielfluss sind zwei paar Schuhe, aber beide sind Elemente, durch die Immersion entstehen kann. Von daher gehört das Eine zwangsweise zum Anderen, schließt sich also nicht gegenseitig aus.
Denn so betrachtet fällt ja schon das Bioshock Infinte Beispiel in sich zusammen.
Finde ich nicht. Warum fällt es für dich denn auseinander?

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Raskir
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Re: Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von Raskir » 01.06.2016 14:48

Um doch noch etwas positives in diesem Beitrag beizusteuern, wo ich eine Starke Immersion bei Actiongames hatte war bei Bioshock Infinite, Shadow of the Colossus (falls man das zählen kann) und natürlich Vanquish. Gott war das cool, wenn man in Deckung schliddert, einen Feind erschießt, auf den nächsten zurast und ihn burtal rammt und während man durch den Aufprall einen Rückwärtssalto macht, noch in Zeitlupe den nächsten Gegner erschießt ehe man wieder in Deckung geht und sich eine Kippe anzündet. Das war fett.
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Sir Richfield
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Re: Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von Sir Richfield » 01.06.2016 14:56

4P|Benjamin hat geschrieben:Grafik und Spielfluss sind zwei paar Schuhe, aber beide sind Elemente, durch die Immersion entstehen kann. Von daher gehört das Eine zwangsweise zum Anderen, schließt sich also nicht gegenseitig aus.
Ja, es gehört zwangsweise zusammen (auch wenn ich eher Design als Grafik gesagt hätte).
Deshalb macht es für mich wenig Sinn, eines davon getrennt zu besprechen.
Denn so betrachtet fällt ja schon das Bioshock Infinte Beispiel in sich zusammen.
Finde ich nicht. Warum fällt es für dich denn auseinander?
Weil
wenn ich in Bioshock Infinite mit einem Satz von der Skyline einen Gegner attackiere, mich sofort zum nächsten Angreifer teleportiere, ihm aus unmittelbarer Nähe eine Rakete ins Gesicht drücke, um im folgenden Augenblick schon wieder per Skyline zwei Straßenzüge entfernt zu sein.
nur ein Teil dieses skriptschweren Storyshooters ist. Wenn ich pedantisch sein will nur ein kleiner, weil die Skylines nur an ausgesuchten Orten vorhanden sind.
Wenn ich in einem Spiel ca. 2/5 der Spielzeit tolle Action habe, bedeutet das für mich, dass es 3/5 der Zeit anders ist.
Bzw. dass der Fokus wechselt. Und ein solcher Wechsel ist halt geeignet, einen aus welcher Immersion auch immer zu reißen.

Das soll jetzt weder deinen Text über Spielfluss unterminieren, noch Bioshock Infinite als "schlecht" darstellen.
(Ist verglichen mit seinen Unterseebrüdern der bessere Shooter, verglichen mit seinen Onkeln in Space aber das deutlich schlechtere Action-Adventure.)
Nur halt darlegen, dass Immersion in meinen Augen halt die Summe aller Teile ist und es nicht hilft, wenn ein Teil von einem Teil sehr gut ist.
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Raskir
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Re: Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von Raskir » 01.06.2016 15:05

Sir Richfield hat geschrieben:
4P|Benjamin hat geschrieben:Grafik und Spielfluss sind zwei paar Schuhe, aber beide sind Elemente, durch die Immersion entstehen kann. Von daher gehört das Eine zwangsweise zum Anderen, schließt sich also nicht gegenseitig aus.
Ja, es gehört zwangsweise zusammen (auch wenn ich eher Design als Grafik gesagt hätte).
Deshalb macht es für mich wenig Sinn, eines davon getrennt zu besprechen.
Denn so betrachtet fällt ja schon das Bioshock Infinte Beispiel in sich zusammen.
Finde ich nicht. Warum fällt es für dich denn auseinander?
Weil
wenn ich in Bioshock Infinite mit einem Satz von der Skyline einen Gegner attackiere, mich sofort zum nächsten Angreifer teleportiere, ihm aus unmittelbarer Nähe eine Rakete ins Gesicht drücke, um im folgenden Augenblick schon wieder per Skyline zwei Straßenzüge entfernt zu sein.
nur ein Teil dieses skriptschweren Storyshooters ist. Wenn ich pedantisch sein will nur ein kleiner, weil die Skylines nur an ausgesuchten Orten vorhanden sind.
Wenn ich in einem Spiel ca. 2/5 der Spielzeit tolle Action habe, bedeutet das für mich, dass es 3/5 der Zeit anders ist.
Bzw. dass der Fokus wechselt. Und ein solcher Wechsel ist halt geeignet, einen aus welcher Immersion auch immer zu reißen.

Das soll jetzt weder deinen Text über Spielfluss unterminieren, noch Bioshock Infinite als "schlecht" darstellen.
(Ist verglichen mit seinen Unterseebrüdern der bessere Shooter, verglichen mit seinen Onkeln in Space aber das deutlich schlechtere Action-Adventure.)
Nur halt darlegen, dass Immersion in meinen Augen halt die Summe aller Teile ist und es nicht hilft, wenn ein Teil von einem Teil sehr gut ist.
Dem widerspreche ich wehement. Findet sich auch im Artikel wieder, dass er sich auf ausgsuchte Actionszenen beschränkt hat mit seinen Beispielen. Und selbst wenn es nur 1/5 ist, so what, das macht 20 Prozent starke Action aus. Und selbst ohne ist die Immersion nicht weg. Das sind nur die absoluten Höhepunkte. Aber Infinte im 99er Modus zu zocken ist super, da Taktik und Geschwindigkeit eine ähnlich große Bedeutung bekommen. Ich habe es 2x durchgespielt und keine Ballerei war ein Selbstläufer oder gar eintönig. Je weiter es ging, desto spektakulärer wurde es nur. Ein Spiel kann nicht nur aus Höhepunkten bestehen. Außer vllt das von mir erwähnte Vanquish, das war wirklich ein Actionfeuerwerk wo in jeder Auseinandersetzung episches möglich war.
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Re: Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von muecke-the-lietz » 01.06.2016 15:12

Ich finde es einfach lustig, wie Benjamin bereits im zweiten Kommentar innerhalb weniger Wochen eine Lanze für das neue Doom bricht.

Es wurde hier eher stiefmütterlich im Test behandelt und geht auch in der Rubrik zum Spiel des Monats unter, aber Benjamin wird nicht müde zu erwähnen, wie fetzig das Ding ist. Und natürlich sorgt in einem Shooter vor allem eines für Immersion - die Bewegung. Das ist der Dreh und Angelpunkt eines guten Shooters, sogar fast noch wichtiger, als das eigentliche Waffenfeeling, obwohl das natürlich auch ein wesentliches Standbein ist - keine Frage.

Ein Shadow Warriors hat vor einiger Zeit bewiesen, wie wichtig Bewegung für einen Shooter ist, und das neue Doom hebt das noch auf ein ganz anderes Level, weil hier die Gegner viel verbissener und agiler sind und einen nie wirklich zur Ruhe lassen kommen. Schon alleine die schiere Anzahl an unterschiedlichen Gegnertypen und ihrer ganz unterschiedlichen Schwachstellen bringen schon kräftig Tempo rein. Die einen Gegner lassen sich nur von hinten verletzten und stürmen als wilde Bestien auf einen zu, die anderen haben gefährliche Energieschilder, mit denen sie dich verletzten können, die nächsten können sich wegbeamen, wenn man sie attakiert, wieder die nächsten sind einfach unglaublich agil und verursachen extrem starken Nahkampfschaden - das könnte man jetzt noch ewig so weiter führen.

Und gerade weil man immer wieder aus der Komfortzone rausgetrieben wird und sich nicht irgendwo verschanzen kann, ist es wichtig, selber in Bewegung zu bleiben. Aber nicht kopflos und hektisch, sondern überlegt und taktisch, mit einem guten Map Verständnis. Und manchmal entsteht dann sogar fast sowas wie ein Mirrors Edge Flow - nur halt mit Kettensäge, Blut, Eingweiden und treibender Musik.
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Re: Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von Sir Richfield » 01.06.2016 15:24

Raskir hat geschrieben:Dem widerspreche ich wehement. Findet sich auch im Artikel wieder, dass er sich auf ausgsuchte Actionszenen beschränkt hat mit seinen Beispielen. Und selbst wenn es nur 1/5 ist, so what, das macht 20 Prozent starke Action aus.
Ja. Für MICH sind 20% starke Action aber weit, WEIT weg von 100% starker Immersion.

GERADE bei der Bioshock Reihe finde ich das dann witzig, dass die Action und der Fluss hervorgehoben wird und wie super man die Kontrolle über diese Action hat - wenn es in der Reihe eben darum geht, wie wenig selbstbestimmt die Figuren eigentlich sind. ;)
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Re: Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von Sir Richfield » 01.06.2016 15:28

muecke-the-lietz hat geschrieben:Und natürlich sorgt in einem Shooter vor allem eines für Immersion - die Bewegung.
Ich denke, das kann man runterbrechen auf:
Je direkter die Eingabe des Spielers auf die Figur übertragen wird, desto "immersiver" ist das SpielGEFÜHL.

Wenn sich das "natürlich" anfühlt, kann man auch Deckungsmechaniken einbauen.


Das bedeutet aber halt noch lange nicht, dass das Spiel dann eine blöde Schießbudensimulation sein darf, wie "modern military shooter"
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Re: Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von Todesglubsch » 01.06.2016 16:08

War ich der einzige der Bulletstorm in seiner ungeschnittenen Fassung recht mitreißend fand? Ja? Schade. :(

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NomDeGuerre
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Re: Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von NomDeGuerre » 01.06.2016 16:15

Ich kann dem Text einiges abgewinnen, was ja nicht durchgehend der Fall zu sein scheint. Kann es sein, dass hier für einige Flowerlebnisse, zumindest verstehe ich viele der Umschreibungen so, zu weit in den Vordergrund gerückt wurden? Das sind für mich die immersivsten Momente, aber ich stelle das Gameplay auch über alles andere. Nichts geht über einen rhythmischen Todestanz ;)
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Re: Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von muecke-the-lietz » 01.06.2016 16:18

Todesglubsch hat geschrieben:War ich der einzige der Bulletstorm in seiner ungeschnittenen Fassung recht mitreißend fand? Ja? Schade. :(
Bulletstorm war cool und ist bis heute leider komplett unterschätzt. Das ist vor allem schade, weil das Spiel ein ziemlich offenes Ende hat und da spielerisch noch sehr viel möglich wäre. Keine Ahnung , warum das damals so unterging.
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Sir Richfield
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Re: Immersion: Wie entsteht mitreißende Action?

Beitrag von Sir Richfield » 01.06.2016 16:19

Todesglubsch hat geschrieben:War ich der einzige der Bulletstorm in seiner ungeschnittenen Fassung recht mitreißend fand? Ja? Schade. :(
Du bist NIE der Einzige mit einer Meinung im Internet!

Bulletstorm war gut.. genug, dass ich es durchgespielt habe, auch wenn die Finisher gegen Ende in Richtung "bemüht" gingen.
Hatte halt nur das Punktesystem von Tony Hawk. ;)
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