Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

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Chibiterasu
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von Chibiterasu » 11.04.2016 15:19

Danke aber mir ist das schon teilweise klar und trotzdem stehen sie exemplarisch für das "Problem".
Waren jetzt mehr Beispiele. Gibt noch genug andere ;)

True Detective ist eh mehr oder weniger die nächste Serie die ich mir ansehen werde.
Fallout 3 und NV werde ich wohl wirklich für immer sein lassen.
Aber bei Witcher möchte ich es zumindest eine Zeit lang mit den alten Teilen probieren.

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muecke-the-lietz
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von muecke-the-lietz » 11.04.2016 15:24

Chibiterasu hat geschrieben:Danke aber mir ist das schon teilweise klar und trotzdem stehen sie exemplarisch für das "Problem".
Waren jetzt mehr Beispiele. Gibt noch genug andere ;)

True Detective ist eh mehr oder weniger die nächste Serie die ich mir ansehen werde.
Fallout 3 und NV werde ich wohl wirklich für immer sein lassen.
Aber bei Witcher möchte ich es zumindest eine Zeit lang mit den alten Teilen probieren.
Ja, ich weiß schon wie es gemeint war. Wollte dir nur bei deinem "Problemchen" helfen. Man muss heute halt krass selektieren, sonst kommt man nicht mehr hinter her.
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Chibiterasu
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von Chibiterasu » 11.04.2016 15:28

Ja, das krass selektieren fällt eben oft nicht so leicht - gerade wenn einem auf Steam, GOG und Co. die Titel hinterhergeschmissen werden.

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Hokurn
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von Hokurn » 11.04.2016 16:29

Chibiterasu hat geschrieben:Hab ich mich früher in der Alternative Musikszene noch, zumindest gefühlt, sehr gut ausgekannt (gewissen Zeitschriften sei dank) - hab ich jetzt einfach null Überblick mehr, weil es viel zu viel und die Nischen immer fragmentierter geworden sind. Ich hör halt was mir so unterkommt.
Bei Serien genauso. Bis zur Mitte/Ende der 2000er habe ich alle "großen" Serien, die mich interessiert haben geschaut.
Mittlerweile gibt es da so viel hochkarätiges, dass ich von manchen Serien immer noch nicht eine Episode gesehen habe (Walking Dead, True Detective, House of Cards, American Horror Stories etc.) und es kommen ständig neue hinzu.
Bei Filmen ganz zu schweigen. Da bin ich sowieso sowas von raus.
Das ist auch echt abartig geworden...
Ich habe einen ziemlich breit gefächerten Geschmack und höre einfach gerne Rap und Rock. In Sachen Rap sind die Medien relativ gründlich, so dass man das meiste wohl mitbekommt. Aber wer soll das alles hören. Gerade bei Musik mag ich iwie nicht so gern etwas verpassen. Man hört ja zumindest mal rein...
Ich packe mir dann Freitags teilweise auch mal 7 Alben in die Playliste um mal reinzuhören.
Bei Serien habe ich auf meiner Netflix Watchlist aktuell 7 Staffeln Serien, die mich interessieren und True Detective ist gerade im Angebot und bisher auch ungesehen. :/
Dazu kommen ja auch die Staffeln von Serien, die Netflix noch nicht hat aber sicher kommen werden. Bei Filmen versucht man ja auch die "großen" Filme und seine Genre Lieblinge mitzubekommen.
Bei Spielen wird es nicht besser. Ich habe zwar finanziell nicht wirklich viel Geld verbrannt, aber wenn man mal von den Spielen wie Fifa etc. absieht wo man eh immer nur mal ne Runde spielt habe ich mit Witcher 3, Fallout 4, Diablo 3 und Just Cause 3 einfach ne dicke Anzahl an Stunden vor mir. Das ist wie in einem XXL Restaurant bereits ein Appetitkiller bei mir.
Mittlerweile lasse ich bei Spielen auch gerne mal etwas aus. Spiele haben da im Gegensatz zu Filmen etc. den Vor/Nachteil, dass sie einfach mit der Zeit uninteressanter werden. Ich hätte jetzt keine Lust mehr das verpasste The Division nach zu holen. Die Geschichte ist einfach durch wenn das Umfeld so langsam zum Ende mit dem Spiel kommt und der nächste interessante Titel wartet. Allgemein kann man Online Spiele locker mal aussetzen, weil der nächste Hypetitel immer in den Startlöchern steht.
Auch bei den Büchern habe ich zu viel offen...
Jeden Tag grinst mich ein meterhoher Stapel von ungelesenen Werken an und es ändert sich aktuell einfach nichts daran.
Das sind ja auch nur die, die ich besitze...

Im Endeffekt ist es aber trotzdem ne gute Sache, dass ich mich dann doch lieber der sozialen Interaktion widme anstatt Film/Serie/Spiel/Buch alleine zu genießen.

Knight Seral
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von Knight Seral » 11.04.2016 16:42

Super Text, schön geschrieben.

Wie viele hier, habe auch ich ab und an solche "Probleme". Mittlerweile zocke ich nicht mehr am PC, da ich den ganzen Tag schon daran arbeite. Dort war es aber zuletzt durch unschlagbare Humble Bundles, Sales und dem allgemein nur digitalen Vertriebsweg besonders "schlimm" (Steam 200+ Games). Auf die Konsolen schwappt das jetzt teilweise auch rüber.

Auf dem PC ging für mich einfach jegliches Werte-Empfinden nach und nach verloren. Gerade auch durch den zwingend digitalen Vertriebsweg, der sich genauso unwertig wie ein illegaler Download anfühlt. Klar gibt es auch PC-Spiele noch als "Boxed-Version" aber dort sind dann nur Steam-Installer oder DL-Codes enthalten.

Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass es sich einfach besser anfühlt die Spiele als Disc-Version, manchmal sogar als Collectors Edition, für die Konsolen zu kaufen. Das ist zwar teurer als wenn man sich die Spiele nach drei Monaten für die hälfte gebraucht kauft, man hat aber das Gefühl estwas wertvolles in Händen zu halten. Ich zocke die Games dann auch viel lieber, nicht wie bei den Sales, wo man aus der Grabbelkiste digitale Games hinterher geschmissen bekommt die allein deshalb schon abturnen.
Mag sein das ich bei diesem Aspeckt die Ausnahme bin, und vielen das völlig egal ist, mir geht es jedenfalls so.

Dann gibt es aber noch so viele ältere Spiele auf PS2, GC oder Wii die mich interessieren. Aufgrund des Alters bzw. SD-Auflösung auf HDTV kommt aber einfach nie so recht Lust auf sie endlich mal nachzuholen - weil ja auch immer neue Spiele erscheinen die man dann lieber zockt.

Die Indie-Welle nervt mich mitlerweile einfach nur. Ich empfinde es deshalb auch nicht als Nachteil das es nicht für jedes kleine Muggelspiel einen Test gibt. Bisher hat es doch auch super Funktioniert, dass Ihr nur die wenigen Perlen vorgestellt und getestet habt. Das die vorangehende Aussiebung mittlerweile an die Substanz geht kann ich aber auch sehr gut nachvollziehen.
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Imperator Palpatine
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von Imperator Palpatine » 12.04.2016 00:59

Zu einem gewissen Grad kann ich das " Problem " nachvollziehen. Gestern und heute konnte ich mir zum ersten mal nach gut sechs Wochen wieder ein Videospiel in klassischer Ruhe zu Gemüte führen, und auch dies ist nur einem hartnäckigen Husten/Erkältung geschuldet die mich zum Wohl der Mitarbeiter von der Firma fernhalten.

Mein Spielegeschmack hat mich bis dato jedoch vor einer allzu grossen " Pile of Shame " bewahrt, Indies sind z.B überhaupt nicht mein Fall.
Als arbeitender Erwachsener priotisiert man aufgrund des Zeitfaktors nun einmal weitaus stärker, wenn entsprechende Familienbande, Hobbys etc. hinzu kommen bleibt das " Gaming " traditionell nun einmal als erstes auf der Strecke. Gerade weil es einfach so zugänglich und im Grunde genommen nicht zeitgebunden ist.

Allerdings sehe ich darin auch den Vorteil dass man sich durch explizites Auswählen auch wieder stärker in den bewussten Genuss dieser Werke bringen kann, so wie ein guter und teurer Wein auch nicht jeden Tag geöffnet wird.
The Witcher 3 z.B. werde ich mir definitiv erst im kommenden Herbst/Winter inklusive aller Erweiterungen zu Gemüte führen. Gehetzt oder unter Druck gesetzt fühle ich mich in dieser Hinsicht überhaupt nicht.

Nur der Release von Stellaris im kommenden Monat macht mich nervös und lässt den unvernüftigen Teil meiner Persönlichkeit fast schon wieder auf die nächste Erkältung hoffen....Aber dann bringt mich wahrscheinlich meine Angebete um. Das männliche " Leiden " bei Erkältungen ist wirklich kein Ruhmesblatt für uns ehemalige Mammutjäger...
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 12.04.2016 14:38, insgesamt 4-mal geändert.

godsinhisheaven
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von godsinhisheaven » 12.04.2016 07:14

Schön, einmal wieder eine Kolumne von dir zu lesen, Jörg.
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Kibato
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von Kibato » 13.04.2016 08:32

Ich spiel nur noch Spiele von From Software. Ende :mrgreen:

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Randall Flagg78
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von Randall Flagg78 » 13.04.2016 16:23

DitDit hat geschrieben:echt jetzt ? ihr heult hier echt rum das ihr zuviele spiele habt und im überfluss lebt?

eure probleme möchte ich haben.....
Äh ja, das kann ein Problem sein. Ich kaufe mir sonst auch nur ein Spiel nach dem anderen und suche die auch noch sehr genau aus. Alles was mich nur so halb interessiert, kaufe ich maximal im Sale, aber auch nur dann, wenn gerade nichts ansteht.
Im letzten Monat hab mich irgendwie verleiten lassen und mehrere Spiele gekauft bzw. auch geschenkt bekommen.
Und die erzeugen in mir Druck. Ich hab 3 Sachen angefangen und dann kam schon wieder Dark Souls 3.
Ich habe das Gefühl der Überforderung und irgendwie fühle ich mich nicht gut dabei, irgendwas halb angefangen liegen zu lassen.
Ich hab auch kein Problem damit, die Spiele später mal in Ruhe und nacheinander abzuarbeiten und so wird es auch passieren. Aber diesen Druck hätte ich halt nie gehabt, hätte ich mich an meine sonstige Vorgehensweise gehalten.
Zukünftig bleibe ich bei meiner Politik, die ist wesentlich vernünftiger und man ist damit wesentlich zufriedener, wie ich jetzt wieder gemerkt habe.

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HaRoCoMa
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von HaRoCoMa » 14.04.2016 08:51

Ganz groß, danke...

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Kajetan
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von Kajetan » 15.04.2016 12:58

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Man muss sich da echt lockermachen, sonst entsteht ein ganz beschissenes Hamsterradgefühl (verrückterweise ausgerechnet bei seinem der Entspannung dienenden Hobby!), und der Berg erschlägt einen irgendwann. Überflussgesellschaft extrem!
Korrekt! Ich habe ca. ein dreiviertel Jahr lang meinen Backlog systematisch abgearbeitet. Keine gute Idee! Fertig bin ich noch lange nicht, aber nach etwa sechs Monaten war Spielen eine lästige Pflichtübung. Kurze Zeit später habe ich das Projekt auf Eis gelegt. Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder aufnehme.

Stattdessen lasse ich meine persönliche Mountain range of Shame einfach ungestört die oberen Schichten der Atmosphäre durchwirbeln und zocke nur das, was ich ganz spontan in diesem Moment zocken möchte. TW3? Pillars? Wasteland 2? Original Sin? Und alles andere? Fuck it! Wenn's schon gekauft ist, ist's halt schon gekauft gekauft und wenn nicht ... nichts läuft mir davon!

Sind daran die Spiele, die Entwickler, die Publisher, das digitale Einkaufen schuld? Nö. Nur ich. Mein Leben ändert sich eben und seit einigen Jahren habe ich nicht mehr die Muße Spielen ausreichend Zeit zu widmen. Zeit könnte ich haben, wenn ich denn ausdrücklich wollte, aber gerade am ausdrücklichen Wollen mangelt es. Weil ... es gibt mittlerweile wichtigeres in meinem Leben. Ob's im Rentenstand wieder entspannt wird? Ich weiß es nicht. Ist auch nicht weiter chlimm :)
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Slamraptor
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von Slamraptor » 16.04.2016 11:12

Harte Zeiten für Spieleverschlinger und Redakteure ^^
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Stalkingwolf
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von Stalkingwolf » 16.04.2016 12:03

Kajetan hat geschrieben:
Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Man muss sich da echt lockermachen, sonst entsteht ein ganz beschissenes Hamsterradgefühl (verrückterweise ausgerechnet bei seinem der Entspannung dienenden Hobby!), und der Berg erschlägt einen irgendwann. Überflussgesellschaft extrem!
Korrekt! Ich habe ca. ein dreiviertel Jahr lang meinen Backlog systematisch abgearbeitet. Keine gute Idee! Fertig bin ich noch lange nicht, aber nach etwa sechs Monaten war Spielen eine lästige Pflichtübung. Kurze Zeit später habe ich das Projekt auf Eis gelegt. Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder aufnehme.
Ich hatte mir auch eine Liste gemacht und als Sticky auf den Desktop gelegt. Jedesmal wenn ich am PC saß und die Liste sah hatte ich schlechte Laune. Gleiches unter Steam wo ich mir eine Gruppe gemacht habe und einfach alles reinverschoben habe wozu ich kein Bock hatte.
Den Sticky auf dem Desktop habe ich gelöscht. Spiele die ich aufgehört habe zu spielen hatten einen Grund und werden dann nicht mehr angepackt

Tja und was habe ich gestern gemacht "Ein Titel auf deiner Wunschliste ist im Angebot" Oh Darksiders Deathinitive Edition im Angebot. Hallo 90% Rabatt. Was kann man da für 2,99 falsch machen? :lol: :mrgreen:
he who fights with monsters might take care lest he thereby become a monster

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Kajetan
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von Kajetan » 17.04.2016 17:39

Stalkingwolf hat geschrieben:Was kann man da für 2,99 falsch machen? :lol: :mrgreen:
ALLES!!!! *mwahahahaha*

Und auch wieder nicht das geringste bisschen ... die Wirklichkeit ist widersprüchlich und komplex.
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Re: Kolumne: Kampf gegen die Spieleflut

Beitrag von Veldrin » 18.04.2016 19:08

Statt einer To-Do-Liste die gegebenenfalls demotiviert, wäre vielleicht eine Did-List sinnvoller. :)
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