Die Hakenkreuz-Hysterie

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4P|Hurz
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Beitrag von 4P|Hurz » 01.08.2007 22:56

shinmen hat geschrieben:ein verbot würde folgen nicht aufgrund der hks sondern aufgrund des gedankenguts welches derjenige damit verbreiten will
Das Problem ist, dass dies Zensur ist und nicht stattfinden darf. So lange das Gedankengut nicht offensichtlich rassistisch usw. sind - also strafrechtlich relevant - dürfen diese nicht verboten werden. Und gute Propaganda ist einfach so gemacht, dass sie nicht strafrechtlich verfolgt werden kann - siehe die rechten Parteien (von denen jeder weiss was sie wirklich denken - aber verboten sind sie noch immer nicht, weil es nicht geht). Abgesehen davon ist die Bewertung von Gedankengut nun mal echt so was von schwammig und schwer - das wäre ein Fass ohne Boden.
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The Oracle
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Beitrag von The Oracle » 01.08.2007 22:59

POOAARR!! Da ist man mal 4 Stunden weg und......ich glaub ich hab nen Thread noch nie so schnell volllaufen sehen. :)

Was hat das Kreuz nur an sich dran
es zieht so viele in sein´Bann!

Hypnotized
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Beitrag von Hypnotized » 01.08.2007 23:07

Meiner Meinung nach steigert die Darstellung von Hakenkreuzen oder anderen Nazi-Symbolen weder die "Spielfreude" noch erscheint mir das Spiel realistischer. Bei mir kommt auch genug Atmossphäre auf wenn statt Hakenkreuzen Reichsadler gezeigt werden, die ja erlaubt sind soweit ich weiß. Alles andere wurde schon gesagt.

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Frank West
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Beitrag von Frank West » 01.08.2007 23:10

The Oracle hat geschrieben:Was hat das Kreuz nur an sich dran
es zieht so viele in sein´Bann!
Wir wurden von Kindheit an darauf abgerichtet. In der Schule ging's beim Geschichtsunterricht los - das 3. Reich, bis zum Erbrechen. Heute vergeht kaum ein Tag, an dem nicht bei Phoenix, 3sat oder irgendeinem Privatsender eine Doku übers 3. Reich oder zumindest über den 2. Weltkrieg kommt.
Nun bitte, jetzt haben sie ihr Interesse. Wenn ein Symbol dermaßen stigmatisiert und überstrapaziert wird, darf man sich über die Folgen nicht wundern.

Ich habe die Zeichen in The Darkness noch nicht gefunden. Ich hab's allerdings auch noch nicht ganz durch und auch nicht wirklich drauf geachtet.

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4P|Hurz
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Beitrag von 4P|Hurz » 01.08.2007 23:25

@Frank West: Die Frage ist halt, was soll man tun. Kann man das Dritte Reich totschweigen und nur nebenbei ansprechen - unstreitig wird man da dem nicht gerecht was damals passiert ist. Ich denke darüber zu lernen und die Grauen zu zeigen sind gute Maßnahmen - unterdrücken und verschweigen haben eigentlich noch nie was gebracht.

Wo ich dir recht gebe ist, dass derzeit eine wirkliche Flut von Dokus über den zweiten Weltkrieg - oftmals auf einem anderen Sender die gleiche Sendung. Irgendwie wirkt das wirklich völlig überfrachtet ... allerdings kommen jetzt auch der erste Weltkrieg und Pazifik mit dazu. Allerdings auch nicht wirklich abwechslungsreicher nach einiger Zeit.
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Mancer
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Beitrag von Mancer » 01.08.2007 23:48

Durchaus sensibles Thema...

Man sollte durchaus vorsichtig sein, auch wenn die Aufregung des Autors für viele verständlich ist...

Hab hier auch mal nen kritischen Kommentar gefunden...
http://obdiblog.blogg.de/eintrag.php?id=10

Das Thema bleibt heiß...

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Game&Pride
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Beitrag von Game&Pride » 01.08.2007 23:50

ich hab mal eine ganz andere Frage und hoffe das sie mir jemand beantworten kann??

wie kann ich importspiele auf meinem GC spielen?

ich habe vor, mir baten kaitos origins zu kaufen und möchte das deshalb wissen

vielen dank im vorraus

xoif
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Beitrag von xoif » 02.08.2007 00:06

Allein die vielen Postings hier zeigen, dass das Thema Nazionalsozialismus immernoch ein sehr heikles Thema ist. Warum sollte man nun aufeinmal sagen dass Hakenkreuze in Spielen auftauchen dürfen? Würde dies nicht eine noch größere Histerie entfachen? Meiner Meinung nach kann man über sowas nachdenken, wenn diese Scham abgelegt ist, vielleicht ist dies schon mit der heranwachsenen Generation junger Erwachsener der Fall, auf jeden Fall ist es noch ein langer Weg bis man sich offen über soetwas unterhalten können wird.

Den Verweiß darauf, dass Hakenkreuze in Sach- und Lehrbüchern ja erlaubt sind finde ich absolut lächerlich.
In diesen Büchern geht es darum zu informieren - was verdammt wichtig für die Leute ist, die den 2. Weltkrieg nicht miterlebt haben.
Wenn ich jetzt aber ein Call of Duty Spiele geht es um Spaß. Zudem ist ein Videospiel nicht ein Machwerk andem sich Geschichtsproffessoren beteiligen.

Auch der Hinweis darauf, dass Hakenkreuz sei nur ein Symbol ist einfach nur engstirnig. Selbst wenn es vor 3000 Jahren das offizielle Zeichen der Caritas war, verändert das nicht die Tatsache, dass das Hakenkreuz DAS Zeichen der Nazis war und nach wie vor die faschistische Denkweiße damit verbunden wird.
Da die Neonazis in Deutschland ja wieder mehr werden, und die Jugendlichen mit bedenklichen Methoden ködern, ist es eben schon bedenklich wenn sich - auch wenn der betroffene schon 18 oder älter ist - einer nach der Schule an nen Egoshooter setzt indem ihm irgendwelche gegnerischen deutschen Soldaten Naziparolen entgegenwerfen.
In jedem anderen Land ist das nicht so schlimm, zumal die Leute dort über den Faschismus längst nicht so aufgeklärt sind und die deutsche Sprachausgabe von solchen Spielen eh nicht verstehen.

Natürlich ist es lächerlich ein Spiel zu verbieten weil darin für 5 Sekunden ein HAkenkreuz vorkommt, aber wenn ich das Hakenkreuz in einem Spiel erlaube warum dann nicht in jedem ? Macht das die Histerie nicht noch größer? Und warum sollte so ein Gesetz geändert werden, nur weil ein paar Nerds, die zuviel Zeit haben, darüber streiten? Wären die Hakenkreuze in dem Spiel erlaubt würden sie warscheinlich ins nächste Forum gehen und über unlogische Szenen in Filmen wettern

xoif
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Beitrag von xoif » 02.08.2007 00:16

Mancer hat geschrieben:Durchaus sensibles Thema...

Man sollte durchaus vorsichtig sein, auch wenn die Aufregung des Autors für viele verständlich ist...

Hab hier auch mal nen kritischen Kommentar gefunden...
http://obdiblog.blogg.de/eintrag.php?id=10

Das Thema bleibt heiß...
Hab deinen Link gerade gelesen und ich finde es gut, dass es mehr Leute gibt, die sich über den Inhalt gedanken machen und sich nicht von Jörgs zwar meist guten, aber oft doch sehr aufputschenden Kommentaren blenden lassen.
Das Niveau von Jörgs Kommentaren wandelt stets auf einem schmalen Grad zwischen seriöser Berichterstattung und Klatschpresse.

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Frank West
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Beitrag von Frank West » 02.08.2007 00:41

4P|Hurz hat geschrieben:@Frank West: Die Frage ist halt, was soll man tun. Kann man das Dritte Reich totschweigen und nur nebenbei ansprechen - unstreitig wird man da dem nicht gerecht was damals passiert ist.
Du sagst es: niemand der es nicht erlebt hat, wird das Grauen dieses (und anderer) Kriege nachvollziehen könnte. Was man tun kann? Man könnte auch fragen, was man nicht tun sollte, z.B. mit diesem entsetzlichen Leid Quote machen.
Man reduziert auf einen Seite die Geschichte eines Landes auf 12 Jahre und inszeniert auf der anderen Durchhalte-Events wie "Du bist Deutschland". Und bei dieser Kampagne war man dermaßen unsensibel, dass es geradezu grotesk wurde. Wir erinnern uns: "Nicht nur auf der Autobahn Gas geben" - das Ganze dann beworben mit einem Bild Albert Einsteins, der nach seiner Flucht aus Nazideutschland auf die Deutschen nicht mehr besonders gut zu sprechen war. Die Weltpresse und -Öffentlichkeit hat sich totgelacht und wir standen wieder einmal wie die Deppen da. Und das selbe Land regt sich nun über irgendwelche Symbole in Spielen und anderen Medien auf. Eine gewisse unfreiwillige Komik kann man unseren Regierungsmarionetten nicht absprechen.

Und nein, totschweigen sollte man's gewiss nicht, aber man sollte auf eine gewisse Verhältnismäßigkeit achten. Die meisten sagen zu diesem Thema nur noch "Ich kann's nicht mehr hören", und für einige ganz Kaputte wird das Symbol durch die Stigmatisierung erst zum Kult. Man erreicht genau das Gegenteil des Beabsichtigten. Aber das hat in unserem Land ja leider Tradition. Das kann man unendlich weiterspinnen. Warum sitzt z.B. eine vom Verfassungsschutz beobachtete Partei (NPD) in div. Bundesländern im Landtag? Geht's noch?

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Frank West
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Beitrag von Frank West » 02.08.2007 01:11

Mancer hat geschrieben:Hab hier auch mal nen kritischen Kommentar gefunden...
http://obdiblog.blogg.de/eintrag.php?id=10
Er schreibt da:
Ja, die Deutschen brauchen in diesem Thema noch Bevormundung und Ja!, sie werden sie auch noch eine ganze Weile brauchen.
Wie lang darf die Weile denn sein? 200 Jahre oder 500?
Ich habe auch einen Link. Über die Foltermethoden der katholischen Kirche:
http://www.theologe.de/LInquisition.htm

Deren Symbol zeigt einen Menschen, der an einem Kreuz qualvoll verreckt. Und das hängt in unzensiert selbst in Kindergärten.
Es war allerdings nicht nur die katholische Kirche ein Hort für Antisemiten und Schwerstverbrecher:
http://www.kirchenopfer.de/moerderische ... /index.php

"Dass man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke..."
Das Zitat ist von Martin Luther.

Weiter schreibt der Blogger:
Auch wenn das Thema für andere Länder nicht diese Fazination hat, ist sie für Deutschland stets eine, die nie auf die leichte Schulter genommen werden darf, nirgendwo! Es ist unsere Geschichte die dieses Zeichen geprägt hat, nicht die der Niederlande und wir haben uns damit auseinanderzusetzen und der Welt zu zeigen, dass wir solche Begebenheiten, die eben gerade unter dem Hakenkreuz passierten, ächten.
http://www.kirchenopfer.de/dieopfer/kroatien/index.php
Noch im 20. Jahrhundert erreicht die Blutspur der Kirche einen schaurigen Höhepunkt: Im »katholischen Kroatien« werden zwischen 1941 und 1943 etwa eine Dreiviertelmillion orthodoxe Serben umgebracht, zum Teil zuvor noch zum katholischen Glauben zwangsbekehrt.
Papst Pius XII. über die Soldaten Hitlers: »Sie haben geschworen. Sie müssen gehorchen.«
An den Massakern beteiligen sich an maßgeblicher Stelle katholische Geistliche, vor allem Franziskaner. Der Vatikan ist über alles unterrichtet, behandelt das blutige Regime aber mit spürbarem Wohlwollen. Die katholische Hierarchie, allen voran Militärvikar und Erzbischof Stepinac (1998 vom Papst seliggesprochen), stützt das faschistische Regime bis zuletzt moralisch ab.


Ich hoffe, der Gute war wenigstens so konsequent, aus der Kirche auszutreten, denn viele der Greueltaten wären ohne ihre Hilfe nie passiert.

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Laborratte
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Beitrag von Laborratte » 02.08.2007 01:23

Über die moralische Pflicht zur Aufarbeitung brauchen wir an dieser Stelle nicht diskutieren, ebenso wenig über die Pflicht zur Selbstbeobachtung und zur Sensibilisierung der nachkommenden Generationen. Sowas wie oben beschrieben mit "Gas geben" und Albert Einstein DARF nicht passieren.

ABER:

1. Niemals darf die Sensibilisierung, die Aufklärung und das Vermitteln der Gräueltaten wissentlich oder versehentlich dazu benützt werden, ein Schuldgefühl in nachkommenden Generationen zu erzeugen. Es gibt keine Sippenhaft, es gibt keine Generationenschuld, und es darf keine geben, da diese ebenso moralisch verwerflich ist wie "Totschweigen". Mann kann sich schuldig fühlen für das, was vielleicht der eigene Vorfahr gemacht hat und heute noch zum eigenen Vorteil gereicht (z.B. Bereicherung durch Notverkäufe in der NS-Zeit, die das heutige Familienvermögen begründet haben), dann muss man handeln und die Konsequenzen ziehen. Aber niemand hat sich auch nur diffus schuldig zu fühlen für das was in dem Land geschah, in dem er später geboren wurde. Die Verantwortung dafür zu sorgen, dass sich ähnliches nicht wiederholt, hat ohnehin jede Gesellschaft und jeder Mensch darin.

2. All das erklärt in keinster Weise, begründet überhaupt nicht und kann noch weniger entschuldigen, dass um 18 Uhr auf Pro 7 ohne Probleme bei den Simpsons "Mcbain" gegen Hakenkreuz-aufgemotzte Kommunisten-Nazis antreten darf, ein Hakenkreuz in einem Computerspiel hingegen eine Straftat ist.

Rince66
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Beitrag von Rince66 » 02.08.2007 01:27

Sehr spannend ... Hauptsache, ein bereits 100000x durchgekautes Thema, an dem sich sowieso hierzulande nie was ändern wird, zum 100001ten Male durchkauen ... ungemein kreativ ... und so vielschichtig geschrieben ... warum nicht mal eine Kolumne, dass man im Supermarkt Milch kaufen kann, ist mindestens genauso interessant und neuartig :roll:

Finde es jedenfalls mindestens genauso fragwürdig, sich mit derartigem Aufkochen von Themen zum Pseudo-Sprachrohr der (4P-)Masse zu machen, Monsieur Luibl.

Mal ernsthaft ... das Thema ist so alt wie der Zweite Weltkrieg, hat sich nie geändert und wird sich wohl auch nie ändern (schon gar nicht aufgrund dieser Kolumne), und ist jedem bewusst, dessen IQ ausreicht, um eine Banane zu pellen ... und dass Deutschland ein Staat der staatlichen Bevormundung ist bei gewissen Themen ist auch nix neues ... so what? Dafür dürfen wir uns wenigstens noch an nackten Tatsachen erfreuen im Gegensatz zu den USA, is doch auch was wert ...
Zuletzt geändert von Rince66 am 02.08.2007 01:31, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag von langhaariger bombenleger » 02.08.2007 01:30

Nicht wenige würde sagen das mit dem Hakenkreuz das wohl dunkelste Kapitel der Menschheitsgeschichte verbunden ist. Und es ist beileibe nicht lang her, eigentlich war es erst gestern. Denn Länder haben viel längere Leben als die Menschen die darin leben und auch wenn wir die Nazizeit und den Krieg nicht miterlebt haben, so leidet das Land als Kollektivgeist der Bürger die darin Leben noch immer unter seinen schweren Wunden.

Vor ein paar Jahrzenten hat es hier Massenmord im unvorstellbaren Maße gegeben, der dieses Land als das moralisch absolut Böseste manifestierte. Sowas vergisst die Welt nicht so schnell.

Was die Führer des Landes taten und noch immer tun um das Ansehen des Landes wieder aufzubauen ist Zeichen setzen. Zeichen setzen, indem man Aufklärung betreibt, sich immer wieder distanziert, mahnt und ebend auch verbietet. Das Ende dieser Katharsis wird wohl keiner mehr von uns miterleben, die Zeit läuft im Großem langsamer.

Wir brauchen diese Verbote noch, denn im Moment ist es noch eine unglaubliche Perversion, die Symbole dieser Zeit in ein Spiel einzubauen, bei dem man Spaß haben soll. Zu frisches Blut hängt noch daran, zu aktuell das Geschehen.

Und das Hakenkreuz ist ein mächtiges Symbol, denn wie eine Länderflagge steht es für das Kollektiv, das Gesamte. Es ist das Symbol, was den Geist der Nationalsozialisten verkörpert.

Opa-unke
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Beitrag von Opa-unke » 02.08.2007 02:11

Das Problem ist doch einfach, das manche Gesetze Selbstläufer werden, weil deren Anfechtung einfach in keinen Diskurs passt. Man stelle sich mal den Politiker vor, der am besten im Sommerloch die Forderung stellt, Hakenkreuze doch endlich in Computerspielen zu erlauben, der wäre schneller politisch tot als Möllemann.
Selbst wenn alle wissen, dass das Verbot albern ist, kann man es nicht thematisieren, ohne gegen die Regeln zu verstoßen, die besagen: auch wenn es niemand wirklich empörenswert findet, empört sich jeder in der Erwartung, dass sich andere empören. Das nennt man Erwartungserwartung bzw. doppelte Kontingenz und ist laut dem Soziologen Luhmann der Grundbaustein jeder Gesellschaft. Da kann man nichts machen, außer warten, bis es sich von selbst überlebt.
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