Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

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Dunnkare
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Beitrag von Dunnkare »

klar ist es kacke für jeden pups 1,50 zahlen zu müssen, nur um mit anderen mitzuhalten.
aber es ist mindestens genauso ärgerlich für 60-70€ nur 5 stunden spiel vorgesetzt zu bekommen.
auf der anderen seite gibt es aber auch die titel, die für 20€ wochenlang spaß bieten und die f2p spiele, die einfach so gut sind, dass man gerne mal ab und zu ein paar euros in den itemshop steckt für einen neuen hut oder was auch immer.
kurz gesagt, genau wie bei vollpreis spielen gibt es gute und schlechte f2p umsetzungen - und wenn man als spieler und kunde dem markenhype widersteht und abzocke vermeidet, bleiben immer noch genug gute anbieter übrig, die ohne miese tricks ihr geld verdienen.
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mindfaQ
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Re: Kommentar

Beitrag von mindfaQ »

Bambi0815 hat geschrieben:Pay-to-win modell ist treffender. den niemand zahlt wirklich was für neue hütte. nehme ich doch stark an. Man will vorteile. und allein das lässt dieses model als vorreiter der apokalypse werden.
Falsch und falsch.
und wären solche Spiele nicht unterste Qualität, dann hätte ich Irgend ein Titel schon im Kopf behallten
lustig :D
Enesty
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von Enesty »

Erynhir hat geschrieben:
Enesty hat geschrieben: Nachtrag: GW1 hatte übrigens das gleiche System...Vollpreisspiel, kein Abo, Shop
Der aber sehr spät eingeführt wurde, richtig spät. Ich meine erst als Nightfall schon auf dem Markt war. Kann man nicht wirklich vergleichen. Wobei ich den Shop bei Guild Wars 2 jetzt so auf den ersten Blick nicht allzu dramatisch finde, einen kleinen Nachgeschmack hat es aber schon.
der shop kam mit der Einführung von Factions, also dem zweiten Kapitel.

Ich denke was viele Leute beim GW2-Shop nicht beachten ist, dass das Spiel, genau wie der Vorgänger, kein klassisches Endgame bietet, sondern dieses in den "Levelingprozess" eingebunden ist. Die Entwickler haben bereits bestätigt, dass das Endgame nicht die klassische Jagd nach besserer Ausrüstung beinhalten wird sonder, genau wie der Vorgänger, es sich um PvP und Prestigeausrüstung drehen wird. Stärkere/Schwerere Dungeons/Instanzen bei gleichbleibenden Ausrüstungsniveau. Der Spieler muss besser werden, nicht der Charakter. Der Weg ist also das Ziel. Und wer bei klarem Verstand will sich diesen Weg durch XP-Booster verkürzen?

Ich denke viele Leute, auch hier im Thread, haben einen allgemeinen Denkfehler in der herangehensweise an dieses Thema. Es gibt nicht darum dass ihr etwas komplett kostenlos bekommt. Das sollte man sich aber von vornherein denken können, schließlich wollen die Entwickler was verdienen. Es geht eher darum die Einstiegsschwelle zu verringern; die Spieler "anzufixen". Ein Tribes oder Blacklight hat man sich schnell mal runtergeladen, um zu sehen was es denn ist. Machts mir Spaß, gebe ich vielleicht hier und da den ein oder anderen Euro aus, um schneller vorranzukommen und um die Entwickler zu unterstützen.
Für mich sind F2P-Spiele eher eine Art "erweiterte" Demo, die ich immer mal problemlos, kostenlos spielen kann. Will ich das ganze "ernsthafter" betreiben, muss ich dafür zahlen. Nehmt den Begriff F2P also nicht zu ernst...zu verschenken hat keiner was.

Und noch ein kleines Wort zum Ursprungskommentar: Ist natürlich klasse, populistisch gegen ein verhasstes Thema zu wettern, um damit den mitgröhlenden Forenmob hinter sich zu vereinen. Von 4Players hätte ich mir gewünscht, dass man sich mal ein bisschen differenzierter/kritischer mit dem Thema beschäftigt hätte, wirklich alle Aspekte der Thematik beleuchtet hätte. Gute Beispiele wie LoL oder Team Fortress 2 finden im Kommentar gar keine Erwähnung. Aber ja, warum auch...man will ja wettern.
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an_druid
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von an_druid »

Enesty hat geschrieben:

... .
zu teil 1:
Das mit" nur mit der Optischen Aufbesserung und Regulierung der MP-Balance" ist leider nicht bei allen Games der Fall (wohl eher bei vielen sogar nicht) GW2 geht mit gutem Beispiel voran(ist aber kein F2p).

Teil 2:
- Jeder will und hat hier nun mal das Recht seine Meinung zu Vertreten. Wenn du dich dadurch so emotional unter Druck gesetzt fühlst und deswegen die Forenmitglieder angreifst anstatt mit einer konstruktiven Kritik aufzufallen liegt der Denkfehler vieleicht bei dir.
- Die Entwickler wollen nicht nur "etwas" verdienen sondern bieten unter anderem auch eine kontinurliche und wirkungsvolle Diät für die Geldbörse an , extra für Leute die sich mit dem Thema nicht beschäftigen wollen und nur weil sich jemand mit der Materie nicht die ganze zeit auseinander setzt, hat dieser Mensch es nicht verdient so ausgenommen zu werden.
- Es giebt viele Titel die noch lange nicht die Qualität und den Umpfang haben wie ein Vollpreistitel und trotzdem viel mehr (ca150%+ mit allem drum und drann) kosten. Da sollte aber auch mehr auf den Verbraucherschutz eingegangen werden am besten wäre eine Durchsetzung ven Gesetzen nötig die eine Transparenz hinter vorgehalltener Hand ermöglichen.

Teil 3:
- nur weil es eine Hand voll guter Beispiele giebt, ist es keine übertriebene Reaktion dieses Thema kritisch anzugehen.
- Auch ein wettern ist eine Reaktion. und wenn du diese unberechtigt findest, können gute Argumente einen Einfluss darauf nehmen
Enesty
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von Enesty »

an05 hat geschrieben:
Enesty hat geschrieben:

... .
- Jeder will und hat hier nun mal das Recht seine Meinung zu Vertreten. Wenn du dich dadurch so emotional unter Druck gesetzt fühlst und deswegen die Forenmitglieder angreifst anstatt mit einer konstruktiven Kritik aufzufallen liegt der Denkfehler vieleicht bei dir.
natürlich hat jeder ein recht auf seine meinung, sag ich ja auch gar nix dagegen. Nur sollte man, finde ich, versuchen alles zu beleuchten, bevor man auf den meckerzug aufspringt. Gibt es schlechte Beispiele für F2P? Aber sicher. Gibt es Gute? Auch. Diese Differenzierung fehlt mir im Kommentar (vor allem da) und in vielen Beiträgen hier. Ich will hier keinen für seine Meinung verteufeln; mehr einen Denkansatz liefern. Und mal ganz ehrlich: jeder ist ja wohl ein mündiger, selbstdenkender Spieler. Wir sind doch alle in der Lage dazu, das gute vom schlechten zu unterscheiden. Ist ja nicht so, dass wir beim runterladen eines F2P-Spiels plötzlich unser Hirn verlieren und sinnlos Geld von unseren Konten fließt. Straft die ab, die fadenscheinige Modelle betreiben, und die Spiele verschwinden. Die Guten bleiben. Jeder hat es selbst in der Hand. Nur weil es schwarze Schafe gibt (viele davon) heißt es noch lange nicht, dass das ganze Modell die Inkarnation des Bösen ist. Gut gemachtes F2P ist eine tolle Sache!
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an_druid
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von an_druid »

richtig! sein Hirn verlieren tut hier keiner, nur vieleicht keine Lust alles zu hinterfragen (was manchmal verständlich ist) weil über lang oder kurz natürlich der Spaß im fordergrund steht und da setzen die schwarzen Schafe an.
Dieses Forum setzt sich mit der Dunklen seite der Thematik auseinander und 4P ist da auch kein Unschuldslamm erst bewerten sie diese Titel und dann schön aufheizen Partei gegen Partei deswegen kommen manchmal auch eintönige (auf den Verteidiger oder Hater Zug springende) Diskusionen zustande.Deises Szenario kan jedoch (wie Schon gesagt) durch konstruktive Kritick aufgelöst werden.
marschmeyer
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Re: Kommentar

Beitrag von marschmeyer »

Bambi0815 hat geschrieben:nehme ich doch stark an.
Ich sehe, da wird eine Recherchestelle bei 4P frei.
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Feanarth
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Beitrag von Feanarth »

Der Artikel hat durchaus seine Berechtigung. Nur: So hart ich auch suche, ich finde die Worte "Blacklight" "Team Fortress" und "League" im Artikel einfach nicht, Teufel noch eins! Dabei wären das doch DIE Argumente für hochqualitative F2P-Ware, welche keine Investitionen benötigt, um erfolgreich zu sein.

Ich hab kein Problem damit, wenn Leute so dumm sind und 15€ für eine virtuelle Ware ausgeben. Es gab schließlich auch schon früher Darwin-Award-Gewinner, denen ein Diablo-Schwert mehrere tausend Dollar Wert war. :)
johndoe1464771
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von johndoe1464771 »

Guter Kommentar!

Jeder Entwickler, der sich zukünftig zum Free-to-Play-Modell bewegen will, tut das sicher nicht, weil er fortan weniger Umsatz generieren möchte. Letztlich spricht grundsätzlich auch nichts gegen Free-to-Play, wenn eben solche Modelle den Kunden nicht förmlich dazu zwingen, Euro für Euro nachzubuttern. 15 Euro für ein Auto? Jesus, man stelle sich vor, GT5 würde das allein für seine 300 Premium Autos verlangen. Es muss sich im sinnvollen und nachvollziehbarem Rahmen befinden.

Letztlich hängt der Erfolg dieser Zukunft ohnehin davon ab, ob und wie WIR sie annehmen. Da können mir Crytek & Co. noch so viel Butter ums Portmonaie schmieren.
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gracjanski
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von gracjanski »

"Ich kenne in meinem Bekanntenkreis einige Beispiele - vornehmlich Frauen -, die über kostenlose Facebook-Spiele angefixt wurden"

Ich will aber keine Weiber, die können bei ihren Sim City quatsch oder Ponyhof bleiben
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brent
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von brent »

gracjanski hat geschrieben:"Ich kenne in meinem Bekanntenkreis einige Beispiele - vornehmlich Frauen -, die über kostenlose Facebook-Spiele angefixt wurden"

Ich will aber keine Weiber, die können bei ihren Sim City quatsch oder Ponyhof bleiben
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LPWTHYOU
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Beitrag von LPWTHYOU »

Irgendwie alles sehr wahr. Dieser Kommentar spricht im Endeffekt eine neue Entwicklung an, die sich längst auch zum Fluch entwickelt hat.
Ich weigere mich von je her auf DLCs und andere Dinge einzugehen. Und ich habe immer mehr das Gefühl, dass ich dafür bluten muss...

Dabei habe ich eigentlich den Willen einen normalen Vollpreis für ein gutes Spiel zu zahlen, oder gar sogar LEs teurer zu kaufen, wenn mir der Inhalt den Preisauschlag wert ist. Und gerne geb ich sogar mein Geld für Add-Ons aus, wenn diese gut sind.
Aber inzwischen kann man es ja drehen und wenden wie man will... ohne DLCs und Ähnliches guckt man selbst bei den Vollpreisspielen bald doof aus der Wäsche, weil man wenige Monate nach der Veröffentlichung feststellt, dass man von Servern fliegt, weil man Karten nicht hat und auch nur die Hälfte der Waffen hat, mit denen anderen um einen herum ausgerüstet sind.

Und ich stelle bereits fest, dass es da einige Online-Titel gibt, bei denen ich anfange sie weniger zu spielen, weil es mich frustriert, dass man nur "alles" im Game zur Verfügung hat, wenn man nochmal und nochmal einige Euro mehr in DLCs gesteckt hat.
Wenn es wenigstens dann richtige Add-Ons geben würde, aber stattdessen bekommt man nur über den Online-Weg diese kleinen DLC-Häppchen.

Und bei F2P muss ich zugeben, dass ich bisher nur ein paar solche Titel gespielt habe. Aber bereits da habe ich dann gemerkt, wie schnell man an Grenzen stößt, wo man eben doch Geld blechen müsste... um zu allem zugang zu haben... alle Ausrüstung haben zu können usw.
Insofern ist FREE 2 PLAY wirklich eine irreführende Bezeichung... ich wäre für PIYW2PWL: Pay If You Want 2 Play Without Limits... oder so!

Unterm Strich stelle ich fest: Es gibt inzwischen regelmäßig Momente, wo ich die alten Zeiten vermisse. Da gab es zwar seltener mal was neues zu einem Spiel, dafür aber dann als richtiges Add-On und so konnt man dann auch sicher sein "alles" im Spiel zu haben.

Eines Tages werden sie bei Shootern analysieren welche Waffen man am liebsten mag und ausgerechnet diese werden in der eigenen Version dann gesperrt sein, damit man sie extra kaufen muss... Oh sh*t hoffentlich hab ich jetzt keinen Publisher auf dumme Ideen gebracht... >.<
THD04
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von THD04 »

Solange ein Itemshop vertretbare und nachvollziehbare Preise hat ist das ja an sich auch in Ordnung und ich selber spiele auch das ein oder andere F2P und habe schon viel zu viele Euros da rein gesteckt. :)

Wenn es aber anfängt das in einem Spiel kaum mehr wirklich neuer Inhalt generiert wird sondern nur für den Itemshop aufgewärmt wird um noch ein paar Euro rauszupressen fängt es an sehr unlustig zu werden.

Die meiste Erfahrung mit F2P habe ich persönlich wohl aus APB:R (All Points Bulletin). Hands down einer - wenn nicht der - beste Cops'n'Robbers-Shooter den es gibt. Leider ist es so das der derzeitige Publisher G1 nur alte Sachen aufwärmt und regelmässig den Itemshop mit gnadenlos überteuerten Waffen neu befüllt ohne wirklich neuen Content zu bringen - also z.B. mal eine komplett neue Map. Derzeit werden nur so Alibimässig neue Kontakte auf den alten Karten eingefügt - aber wie gesagt... was wirklich neues kommt nicht.
Das ist dann der Augenblick an dem ein F2P-Spiel dahingehend abgleitet das es zu einer Cashcow verkommt... und dann ist F2P uninteressant. Sieht man auch schön bei APB... super Spiel... aber die Leute wandern ab weil es nichts neues gibt...
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Laner
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von Laner »

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Simulacrum
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von Simulacrum »

Auch wenn sich Free2Play Bashing in der Branche querfeldein großer Beliebtheit erfreut, bleibt der Fakt, dass immer mehr Spieler dieses Modell annehmen und bevorzugen. Die Vorteile liegen auch auf der Hand: jeder kann frei entscheiden ob er für ein Spiel Geld hinlegen möchte oder ob er es lieber sein lässt. In der Regel kann man F2P Games ausgiebig testen und dann eine vernünftige Entscheidung fällen. Kosten mir die Items/Premium Features zu viel Geld oder empfinde ich die Bezahlvorteile als zu hoch, kann ich jederzeit das Spiel wechseln (bevor ich Geld investiere).

Leider gelingt nicht sehr vielen Herstellern ein gutes Balancing, so dass der größte Nachteil dieses Game-Modells ist, dass man die Spieler zu einer riesigen "Wechselmasse" erzieht.

Wie man das F2P Modell mit dem (polemisch:) "fast-schon-Betrug" der bewussten Zerstückelung von Game-Inhalten, um DLC anbieten zu können, gleichsetzen kann, erschließt sich mir nicht. Das Modell zudem auch noch mit "Abzocke" gleichzusetzen, ist zwar ein netter Kommentar, ernst nehmen kann man diesen ab dieser Stelle aber wirklich nicht mehr.

Die Antwort auf die Frage, warum Free2Play einen höheren Preis haben soll, um Qualität zu erzeugen, als das Standard Retail-Game, bleibt uns der Kommentator leider schuldig. Schade!