Das Phänomen Rollenspiel

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Mindflare
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Beitrag von Mindflare »

bruchstein hat geschrieben:Wurde hier ein Beitrag von mir gelöscht ?
Hast bestimmt im anderen Thread bei "Redaktion im Gespräch" gepostet.
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bruchstein
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Beitrag von bruchstein »

Habs gefunden, die zig ähnlichen Threads sind dezent verwirrend :D
johndoe702031
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Beitrag von johndoe702031 »

Hey schöne Kolumne. Finde mich dort gut wieder.

Ich finde aber die Offenheit der Kolumne steht etwas im Widerspruch zu der imo etwas unglücklichen Aussage im DA 2 Test:
Sie bemerken gar nicht, dass sie damit an dem vorbei entwickeln, was sich Rollenspieler alter Schule (alle anderen sollen WoW und Sacred zocken) eigentlich wünschen.
Ich verstehe sowohl Test als Kolumne als Plädoyer dafür, dass es einigen Rollespielen der letzten Zeit ganz unabhängig von der Diskussione um old-school und new-school (oder was das "richtige" Rollenspiel sei) eben an Spieltiefe, Spielseele, Kreativität und eben der Liebe zu den kleinen Dingen mangelt. Und da ist es nicht damit getan implizit zu sagen, Rollenspieler der neuen Schule wäre das egal oder würden sich nicht mehr Spieltiefe wünschen und die sollen mal schön WOW daddeln gehen! Hier ist dann plötzlich wieder eine etwas alberne Zweiteilung, die in der Kolumne ja eigentlich schön aufgehoben wird.
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bruchstein
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Beitrag von bruchstein »

Sehe ich ähnlich, die ganze Old-School Argumentation braucht es eigentlich gar nicht, weil umfangreiche, kreative und packende Games sind schon immer die Grundvoraussetzungen für gutes zocken gewesen und werden es auch weiterhin sein.....selbst die minnimal Games Fans von COD u Co werden langsam aber sicher von der Abzockerwelle mit ihren kastrierten Games genug haben ( DA2 gehört da dazu)und sich gelangweilt, unbefriedigt und übersättigt davon Abwenden.........der ehemals wegweisende COD Trend hat sein Höhepunkt eh schon überschritten, wirkt nur noch altbacken und stupide
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svenp75
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Beitrag von svenp75 »

Na toll, nach dem Lesen der Kolumne habe ich nun einen Retro-flash. *ULTIMA7herauskram* :D
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Jörg Luibl
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Beitrag von Jörg Luibl »

SardoNumspa hat geschrieben:Hier ist dann plötzlich wieder eine etwas alberne Zweiteilung, die in der Kolumne ja eigentlich schön aufgehoben wird.
Im Test war für eine weitere Differenzierung kein Platz. Aber was ich damit sagen will ist, dass gerade Rollenspieler alter Schule [die sich alle ganz und gar nicht einig sind] eine Tiefe und Hingabe in Dragon Age II vermissen werden, die sie aus den 80ern, 90ern kennen. Das heißt natürlich nicht, dass abseits dieser alten Säcke kein Qualitätsbewusstsein oder kein Wunsch nach mehr Seele in Rollenspielen existieren würde. Nur sind die Jüngeren meist nicht so böse und nachtragend.;)
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Dieser alte Sack hier macht das an folgendem Punkt fest:
In den ersten paar Minuten sterben zwei Charaktere. Diese sind für die anderen Charaktere sehr wichtig/es existiert eine emotionale Bindung.
Deren Tod ist dramatisch gemeint.

Allerdings:
Für den Spieler hat das NULL Einfluss, denn er/sie kennt diese Figuren ja gar nicht. Der Verlust einer Figur ist erst dann schmerzlich, wenn der/die Spieler(in) eine Beziehung zu der Figur aufbauen konnte.
So ist das ein ziemlich platter Versuch, Drama zu generieren.

Noch schlimmer wird das, wenn DA2 das erste Spiel für jemanden ist.
Der fragt sich dann beim zweiten Tod: "Häh? Was soll das alles, was hat der, worum geht es?".
Naja und dann zucken alle mit den Schultern und gehen weiter...
Das sind die (extrem frühen) Momente, an denen Dragon Age 2 voll aufs Gesicht fällt.

Aerith Tod in FFirgendwas bewegt die Fangemeinde heute noch. Hier hatte der Spieler aber auch Zeit, sich an den Charakter zu gewöhnen, ihn evtl. sogar zu mögen.
Deshalb ist DER Tod dramatisch, die beiden aus DA2 sind es nicht mal im Ansatz.
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Mindflare
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Beitrag von Mindflare »

Sir Richfield hat geschrieben:
Aerith Tod in FFirgendwas bewegt die Fangemeinde heute noch. Hier hatte der Spieler aber auch Zeit, sich an den Charakter zu gewöhnen, ihn evtl. sogar zu mögen.
Deshalb ist DER Tod dramatisch, die beiden aus DA2 sind es nicht mal im Ansatz.
Und der nicht so emotionale Teil der Spieler regt sich auf, dass er den Chara ewig gelevelt hat *g*

Du triffst auf jeden Fall den kern der Sache. Der Spieler braucht die Motivationen, nicht der Charakter. Sonst verkommt alles zu einem interaktiven Film.

Heavy Rain hat sich für mich deswegen weniger als interaktiver Film angefühlt, als es eigentlich müsste.
Minando
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Beitrag von Minando »

Mindflare hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:
Aerith Tod in FFirgendwas bewegt die Fangemeinde heute noch. Hier hatte der Spieler aber auch Zeit, sich an den Charakter zu gewöhnen, ihn evtl. sogar zu mögen.
Deshalb ist DER Tod dramatisch, die beiden aus DA2 sind es nicht mal im Ansatz.
Und der nicht so emotionale Teil der Spieler regt sich auf, dass er den Chara ewig gelevelt hat *g*

Du triffst auf jeden Fall den kern der Sache. Der Spieler braucht die Motivationen, nicht der Charakter. Sonst verkommt alles zu einem interaktiven Film.

Heavy Rain hat sich für mich deswegen weniger als interaktiver Film angefühlt, als es eigentlich müsste.
SO übel finde ich den "Interaktiver-Film-Ansatz" gar nicht, aber das ganze muss Grenzen haben ! Den Spieler zum drück-Knöpfchen-für-nächste Szene-Sklaven zu machen bzw zum reinen Zuschauer ist natürlich ein No GO. Dass aber Schnitttechnik und Dramaturgie zunehmend an die von Filmen angelehnt werden finde ich klasse, es verdichtet die Atmosphäre erheblich.
Wahrscheinlich habe ich unter anderem deshalb keine grossen Probleme mit Biowares "neuem Rollenspiel"- Ansatz; trotzdem ist es gut dass die Kanadier via Metacritic usw an ihre Wurzeln erinnert werden- damit sie es in Zukunft nicht übertreiben.
Ob sie es DIESMAL übertrieben haben ist ein anderes Thema, aber das wird an anderer Stelle diskutiert.
Schlussendlich wird sich an den Verkaufszahlen zeigen wie gut dieser neue Rollenspieltyp angenommen wird, das laute 0-Punkte-Geschrei bei Metacritic kann man nur bedingt ernst nehmen, da sind zu viele Trittbrettfahrer dabei.
PixelMurder
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Beitrag von PixelMurder »

bruchstein hat geschrieben:selbst die minnimal Games Fans von COD u Co werden langsam aber sicher von der Abzockerwelle mit ihren kastrierten Games genug haben ( DA2 gehört da dazu)und sich gelangweilt, unbefriedigt und übersättigt davon Abwenden.........der ehemals wegweisende COD Trend hat sein Höhepunkt eh schon überschritten, wirkt nur noch altbacken und stupide
Ich habe seit je her Shooter gezockt und seit ich nur schon Low-Level-RPGs wie ME kenne, kann ich nicht zurück in die Schläuche, wo man schon fast froh ist, dass das ganze nicht mehr als sechs Stunden dauert. Selbst GoW kann mich da nicht mehr mit seiner netten Grafik beindrucken, da mir das inzwischen zuwenig ist. Da gibt es keinen Wiederspielwert durch andere Skills oder ansatzweise eine Möglichkeit, die Story auf verschiedene Weise zu beinflussen. Allerdings finde ich auch, dass sowas wie ME nicht dem entspricht, wie ich echtes Rollenspiel definieren würde, zum einen, weil es zuwenig weit geht(etwa soweit wie Fallout 3), zum anderen weil mir da Verhaltensweisen aufgedrückt werden, die ich weder verstehen kann(siehe der ach so abtrünnige Weg, nicht nachvollziehbare Abtrünnigen-Punkte), noch haben möchte. Und schlussendlich hat das auf die Geschichte kaum mehr Auswirkungen, als es das Töten von Dwayne oder Playboy X in GTA hat und die sogenannten einschneidenden Konsequenzen reduzieren sich auf vollmundige Werbesprüche, die man im Spiel in in Spam-Mail übersetzte.
Hätte an sich überhaupt nichts gegen das Fantasy-Genre, aber wann gabs da das letzte wirklich hochgelobte Spiel? Oblivion? Muss ich nicht mehr haben. Ich hätte gerne ein geschmeidigers, fehlerfreieres und moderneres Fantasy-Rollenspiel, aber mir reicht das Lesen von Reviews, dass ich DAII nicht ausstehen kann.
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blackeagle2k3
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Beitrag von blackeagle2k3 »

Nicht Böse gemeint, aber das ist alles komplett Subjektiv.

Ich Persönlich finde die Story und Char entwicklung (Emotionen,Eigenschaften Story und son scheiß xD) sehr wichtig, oder eine Interaktive Welt wie es im Neuen TES angekündigt wurde, einfach das man sich da drinnen verliert.

Ich hab DA2 gehasst am Anfang aber die Story Fesselt mich einfach zu sehr um auf zu hören, die Welt ist echt beschissen gestalten aber naja.

Weiters mag ich einfach keine Runden basierte kämpfe wie in FF, dort hasse ich das Kämpfen aber die Story ist wiederum geil, und alles ist liebevoll gestaltet

Bei TES: Oblivion gefällt mir vor allem das Kampfsystem aber die Hauptstory interessiert mich einfach Garnicht.

Naja und dann gibts Zelda: das ist einfach Perfekt xD

Wenn wir schon beim Länder bashen sind was haben die Deutschen erreicht in letzter Zeit...
Scheiß Jowood
Minando
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Beitrag von Minando »

Hier noch was zum Thema RPG-Komplexität einst und jetzt, gefunden im Testartikel zu DA2 in `Gamer Limit`:
http://i.imgur.com/Ap7HR.jpg
...
Das sagt wirklich alles. Wie schon erwähnt, ich mag DA2, aber ich bestreite nicht dass es zu stark vereinfacht wurde.
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$tranger
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Beitrag von $tranger »

Minando hat geschrieben:Hier noch was zum Thema RPG-Komplexität einst und jetzt, gefunden im Testartikel zu DA2 in `Gamer Limit`:
http://i.imgur.com/Ap7HR.jpg
...
Das sagt wirklich alles. Wie schon erwähnt, ich mag DA2, aber ich bestreite nicht dass es zu stark vereinfacht wurde.
omg -.-
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Solon25
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Beitrag von Solon25 »

Minando hat geschrieben:Hier noch was zum Thema RPG-Komplexität einst und jetzt, gefunden im Testartikel zu DA2 in `Gamer Limit`:
http://i.imgur.com/Ap7HR.jpg
Und hier ein Statement dazu... Gefunden wo im anderen Forum. Quelle, biaoware/socialnet Forum.

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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Solon25 hat geschrieben:Und hier ein Statement dazu... Gefunden wo im anderen Forum. Quelle, biaoware/socialnet Forum.
Cool, wenn ich das in Google Translate eingebe, kommt dabei raus:
"We're EAs bitches now!"
Hmm, wenn ich das erst mal durch den BS Filter jage:
"We're too big for own own good, nobody likes to sell creative games anymore and by the way, we're EAs bitches now."

Unterm Strich bestätigt Gaider also die Befürchtungen aller alten RPG Säcke: Die industrie glaubt, der Markt gäbe keine anspruchsvollen Spiele mehr her.
Und je mehr sich so ein dahingehetztes DA2 verkauft, desto mehr glauben die auch noch daran...