Die Kritik & der Fan

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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

phunkydizco hat geschrieben:Ich hatte halt in einigen Tests das Gefühl, dass der Autor selber ein Fanboy ist. Aber ich denke, dass es schwer ist, bei einem Test die eigenen Vorlieben komplett auszublenden.
Der Tester darf es sich aber auch erlauben ein wenig Euphorisch zu sein!
Immerhin ist es sein Test und er soll sein emfpinden dem Spiel gegenüber erläuter!

UND genau das ist der Punkt.
Wo der Tester seine Punkte erläutert und z.B. sagt:
die Grafische seite ist nicht so toll und das Wasser sieht völlig unpassend aus weil es im gegensatz zur Umgegbung überhaupt keine Shader etc. hat...

Dann kommt der "FANBOY" um die Ecke und behauptet:
Du hast doch keine Ahnung du ASI ey weißtu wasser interessiert doch keinen beim spielen ist doch egal wie das aussieht!!!!!!!!!!!! 90% du vollhonk
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phunkydizco
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Beitrag von phunkydizco »

KleinerMrDerb hat geschrieben:Der Tester darf es sich aber auch erlauben ein wenig Euphorisch zu sein! Immerhin ist es sein Test und er soll sein emfpinden dem Spiel gegenüber erläuter!
Ich denke die Kunst liegt darin die Grenze zwischen Euphorie und Fanboy nicht zu überschreiten.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Ich denke, das Problem, das ich mit Spielen in diesem Kunstkontext habe, resultiert einfach daraus, dass ich sehr akademisch daran gehe und mir überlege, wie man mit einem Spiel eine einfach Hausarbeit füllen könnte, ohne dabei eine Abhandlung über das Medium an sich zu schreiben. Da hat mich die Uni vielleicht verdorben.

Deshalb habe ich auch die Einschränkungen der interaktiven Möglichkeiten so drastisch dargestellt, weil sie dazu beitragen könnten, diese Hausarbeit möglich zu machen. Dass einige Spiele trotz dieser Einschränkungen bemerkenswertes leisten und viele Spiele trotzt dieser Einschränkung eine Menge Spaß machen (immer noch die wichtigste Eigenschaft jedes Mediums), will ich gar nicht bezweifeln. Wahrscheinlich wäre es am sinnvollsten, so eine Arbeit über den Inhalt des Spiels aufzuziehen, aber leider präsentieren sich Spiele im Bereich Handlung und sprachliche Qualität zu extrem großen Teilen als grottenschlecht und nur ganz wenige sind bestenfalls solide. Das ist zwar jetzt keiner tech. Notwendigkeit des Mediums geschuldet, aber dennoch bittere Realität und so lange Tester und Spieler solche Spiele wie MGS wegen ihrer Handlung über den grünen Klee loben, wird sich daran auch nichts ändern, weil es für die Publisher einfach keinen Sinn machen würde, andere Spiele zu produzieren, wenn das Publikum auch mit so wenig zufrieden zu stellen ist.

Noch einmal: Spiele sind Kunst, dazu braucht man nicht Beuys, um das zu wissen. Allerdings folgt daraus nicht, dass sie die Substanz besitzen, um z.B. im journalistischem Rahmen ähnlich wie Bücher und Filme, also praktisch wie ein Teil eines echten Feuletion behandelt zu werden. Wenn man dies versuchen würde, hätte man auch das Problem, dass eigentlich kaum ein Spielejournalist auch nur im Entferntesten die dafür notwendigen Qualifikationen mitbringt (auch wenn viele das von sich selbst sicher glauben) und es einfach das Publikum auch nicht zu geben scheint und es sicher noch ein paar Jahre brauchen wird, um ein Publikum heranwachsen zu lassen, dass groß genug wäre, um so einen Versuch rentabel werden zu lassen.
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:solche Spiele wie MGS wegen ihrer Handlung über den grünen Klee loben, wird sich daran auch nichts ändern, weil es für die Publisher einfach keinen Sinn machen würde, andere Spiele zu produzieren, wenn das Publikum auch mit so wenig zufrieden zu stellen ist.
du reitest in jedem Thread auf Metal Gear rum und irgendwie kommt es mir schon fast so vor als ob du das spiel einfach persönlich in allen Punkten hasst und deswegen immer angreifst!

Dabei ist doch grad Metal Gear ein gutes Beispiel dafür wie man ein gute Story in ein Spiel bauen kann!
Was man selbst von der Story hält ist erstmal egal aber eine so vielschichtige Story mit unmengen an markanten Charakteren (auch wenn nur Stereotypen) gibt es sehr selten im Videospielebereich und ausgerechnet dieses Spiel greifst du immer und immer wieder an!

Was erwartest du denn von einem Massenprodukt?

Bzw. mich würd mal interessieren welche Filme du auf deinen Kunstthron erhebst um mal zu verstehen in welche Richtung da dein Anspruch führt?
Zuletzt geändert von KleinerMrDerb am 29.10.2009 13:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Meleemaru
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Beitrag von Meleemaru »

@Trichter
Ui, was studierst du denn? Lese grad n bisschen deinen Blog, viele altbekannte Themen...aber auch einige neue Sachen, vor allem schön erläutert. Das mit dem "Früher war die Spielzeit länger" ist super, kann da nur vollends zustimmen - aber die damaligen Games hatten dadurch auch ihr Vorteile. :3 Whatever, hast nen neuen mitleser :D

Sorry für das Offtopic ~
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ Derb

Weil sich MGS hier als Beispiel perfekt anbietet. Das hat nichts mit darauf herumreiten zu tun, es passt einfach perfekt. Lass uns mal ein Gedankenexperiment machen, okay? Wir stellen uns die Handlung von MGS 1 bis 4 vor, erzählt auf dem Niveau der Zwischensequenzen von Teil 4, aber jetzt nicht als Spiel, sondern als Animeserie oder mehrteiliger Film. Die Spielsequenzen werden dabei auf demselben Niveau in die Handlung eingearbeitet. Okay, kannst du mir folgen? Wir reden jetzt mal gar nicht über die Interaktivität, sondern wir reduzieren das Spiel nur auf seine Handlung und seine Erzählweise. Und jetzt stellen wir uns die Kritiken von Filmkritikern vor. Wie würden die aussehen, welche Worte die benutzen? Ich kann es dir sagen: Dumm, verworren, unlogisch, schlecht geschrieben, oberflächlich, klischeehaft, überladen und langweilig. Warum würden sie das schreiben? Weil in Medium Film und der dazu gehörigen Presse wesentlich höhere Ansprüche an die Qualität von Handlungen gestellt werden und lasse mir nicht vorwerfen, dass ich mich bei Spielen nicht von jedem Mist abspeissen lasse. Wenn du MGS toll findest, ist das Ding und okay, aber glaube mir, das Experiment würde, wenn in die Realität umgesetzt, genauso ausgehen.

Edit: Filme. Ja, ich mag viele Filme aus verschiedenen Gründen. Aber nehmen wir hier mal Lost in Translation. Wunderbares Gegengewicht zu MGS. Zwei Charaktere, ganz simple Handlung, unendlich mehr Tiefgang.
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Meleemaru
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Beitrag von Meleemaru »

@Trichter
Hast du Saints Row 2 gespielt? Ich denke die zwischensequenzen da kommen in wirklich allen belangen an gute B-Movies rann. Trashig, lustig, dramatisch, athmosphärisch! Ernsthaft, ich fand die wirklich "Filmreif", hab selten so gerne Cutscenes mehrmals angeschaut.
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben: Dumm, verworren, unlogisch, schlecht geschrieben, oberflächlich, klischeehaft, überladen und langweilig.
Das sagen die aber auch über 9 von 10 Filmen die ständig in den Top Ten stehen :wink:

Es ist eben DAS was die Masse will, denn es ist leider genau das was die Masse IST!

Wer will schon intelligente Unterhaltung?
Dann gehe die leute ausm Kino und fragen sich worum es in dem Film überhaupt ging!
Zuletzt geändert von KleinerMrDerb am 29.10.2009 13:53, insgesamt 1-mal geändert.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Meleemaru hat geschrieben:@Trichter
Hast du Saints Row 2 gespielt? Ich denke die zwischensequenzen da kommen in wirklich allen belangen an gute B-Movies rann. Trashig, lustig, dramatisch, athmosphärisch! Ernsthaft, ich fand die wirklich "Filmreif", hab selten so gerne Cutscenes mehrmals angeschaut.
Kenne ich nicht, aber diesem Bereich ist auch GTA San Andreas herausragend (storytechnisch ungefähr hundermal besser als MGS). Einfach, weil es eine grandiose Beobachtungsgabe, viel Ironie und trotz allem einen gewissen Respekt für seine Charaktere mitbringt. Aber genug davon, es geht hier nicht um Handlungen in Spielen. Das ist ein Thema über das ich mich immer wieder aufregen kann. Ist eben der Nachteil, wenn man sich nicht mit jedem Mist abspeisen lässt.

Edit: @ Derb

Film wurde oben editiert und was die Massenfilme angeht, zwei Dinge: 1. Behaupten nur ganz wenige, dass Transformers eine tolle Handlung hat (wird bei MGS gemacht). 2. Ist selbst Transformers besser geschrieben als MGS.
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Jörg Luibl
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Beitrag von Jörg Luibl »

Wir haben dieses Format "Feuilleton für Gamer" lange Zeit angeboten - mit interessanten Themen abseits des schnöden Tests. Und da forderte ein Feuilleton-Forscher hinsichtlich der Spielwelt übrigens "Mut zum Feuilleton". Hier findet man sie alle:

http://www.4players.de/4players.php/spi ... rchiv.html

Dass Spiele im qualitativen Vergleich "grottenschlecht" sind, sich deshalb nicht mit anderen Medien messen könnten und daher ungeeignet für den Kulturteil einer Zeitung wären, ist leider typisch deutscher Kulturpessimismus - die Japaner, Amerikaner und Skandinavier sind da viel weiter.

Es gibt so viele wertvolle Themen abseits der schnöden Spielmechanik, die man aufgreifen könnte. Ob sich dafür viele Leute interessieren würden, ist eine andere Frage. Hier bei 4Players war der Zuspruch damals sehr gering, daher haben wir das Format vorerst eingestellt. Der Rechercheaufwand war einfach zu groß. Vielleicht wärmen wir das bald wieder auf.

Im Feuilleton der Tageszeitungen wird aber oft und gerne über wenig Substanz palavert, wenn es um Bücher oder Filme geht. Da wird eine intellektuell aufgepanschte Kritik über irgendeinen Alien vs. Predator-Nachfolger veröffentlicht, der erzählerisch vielleicht so viel Substanz hat wie das Intro von MGS4. :wink: Inhaltlichen Dünnpfiff gibt es also auch im Theater, im Kino oder der Spiegel-Bestseller-Liste.

Und dass vor allem in Deutschland noch wenig Spielerelevantes im Feuilleton erscheint, liegt auch am Willen der Redaktionen und der eher spieleskeptischen Stimmung in diesem Land. Das ist ein Defizit, denn Spiele sind mittlerweile ein prägendes Phänomen für zwei Generationen. Deutschland tut sich schwer mit ihnen, Deutschland ist medienkonservativ und bedient lieber die intellektuellen Rentner mit der 356. Ringaufführung - Wotan in Gummistiefeln, Siegfried im Sandkasten, Walküren mit Lutscher. Die Ausschlachtung gesellschaftlich abgesegneter Stoffe hat auch auf den Bühnen zur geistigen Add-On-Stagnation geführt. Dagegen wirkt ein Shadow of the Colossus wie eine kreative Explosion.

Dass Spiele-Journalisten durchaus in der Lage sind, über den beschränkten Prozentrand zu blicken und interessante Berichte abseits der Tests abzuliefern, haben sie schon zu Genüge bewiesen - es gibt sehr viele gute Artikel, die locker im Stern oder im Spiegel erscheinen könnten.

Man sollte Spiele nur weniger hochtrabend als "Kunst", sondern eher als "Kulturgut" betrachten - und das sind sie zweifellos, zumal sie unsere Gegenwart beeinflussen. Kunst entsteht meist erst durch großen Abstand in der kulturellen Retrospektive, ihr bester Richter ist die Zeit: Van Gogh und Ibsen wurden zu Lebzeiten ausgebuht und von der Kritik im eigenen Lande niedergemacht, Museen verweigerten die Ausstellung, Theater ihre Aufführung. Erst viel später waren Holländer und Norweger plötzlich stolz auf sie - und dann waren sie "Künstler".

Warten wir mal ab, was man in 50 Jahren über Metal Gear, Zelda & Co sagt. Kommt Zeit, kommt Kunst.
Zuletzt geändert von Jörg Luibl am 29.10.2009 14:42, insgesamt 1-mal geändert.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Ich nehme nur einen Punkt raus:
Im Feuilleton der Tageszeitungen wird aber oft und gerne über wenig Substanz palavert, wenn es um Bücher oder Filme geht. Da wird eine intellektuell aufgepanschte Kritik über irgendeinen Alien vs. Predator-Nachfolger veröffentlicht, der erzählerisch vielleicht so viel Substanz hat wie das Intro von MGS4. Wink Inhaltlichen Dünnpfiff gibt es also auch im Theater, im Kino oder der Spiegel-Bestseller-Liste.
Das stimmt, aber AvP wird da garantiert schlecht bewertet. Habt ihr MGS schlecht bewertet?

Edit: Und auch ansonsten kann ich Jörg da in keinem Punkt wirklich zustimmen.
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ThePlake0815
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Beitrag von ThePlake0815 »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:2. Ist selbst Transformers besser geschrieben als MGS.
Damit dürfte klar sein, dass du MGS einfach nicht magst... schon alleine dein Blog über Dead Space zeigt auf, dass AUCH DU einer der bist, die ein Spiel von Anfang an mögen, oder eben nicht, dass dann aber als "Wissen und Erfahrung in dem Bereich der guten Kritik" verkaufen wollen... Deine Meinung würde ja sogar echt interessieren... WENN sie denn nicht so subjektiv verpackt wären...

Du behauptest dass die Kritiker von Filmen MGS's Story als "Dumm, verworren, unlogisch, schlecht geschrieben, oberflächlich, klischeehaft, überladen und langweilig." GENAU DASS haben aber die meisten Kritiker bei Transformers kritisiert.. und DANN sagst du noch Transformers war besser geschrieben, als die Story eines jeden einzelnen Metal Gear Solid??? >.<

PERFEKT ist ja deine Aussage zu GTA, dass Story-technisch hundertmal besser aufgebaut ist, als MGS... Du vergleichst sozusagen einen Spionage Thriller mit einem Action-Drama... Mit solchen Vergleichen sind schon so manche Kritiker in der versenkung verschwunden... Lass' es... ^^
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Meleemaru
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Beitrag von Meleemaru »

4P|T@xtchef hat geschrieben: Man sollte Spiele nur weniger hochtrabend als "Kunst", sondern eher als "Kulturgut" betrachten - und das sind sie zweifellos, zumal sie unsere Gegenwart beeinflussen. Kunst entsteht meist erst durch großen Abstand in der kulturellen Retrospektive, ihr bester Richter ist die Zeit: Van Gogh und Ibsen wurden zu Lebzeiten ausgebuht und von der Kritik im eigenen Lande niedergemacht, Museen verweigerten die Ausstellung, Theater ihre Aufführung. Erst viel später waren Holländer und Norweger plötzlich stolz auf sie - und dann waren sie "Künstler".
Sire, your argument is invalid!
Was man "sollte" ist einem beim Thema Kunst eigentlich selbst überlassen. Es mag ja sein das sie Kulturgut sind, aber dennoch sind Spiele nicht weniger Kunst. Kunst ist garkein Begriff, an dem man sparen sollte - scheint mir einfach so, als würde Kunst überall total hoch gewertet. Und am Ende ist sich dann doch niemand einig, was denn genau Kunst ist.

Und zum "Feuilleton":
Bis gerade wusste ich nicht was das heisst, ich kannte es nichtmal. Erklär mich für ungebildet, aber das Wort hat mMn einfach mal 0 Anziehung und ist irgendwie nicht sonderlich passend. An sowas kann euer "Feuilleton für Gamer" auch gescheitert sein. Ich hätte es mir niemals angeschaut, weil ein "Feuilleton" bei mir sicher kein Interesse geweckt hätte. Kann man nun engstirnig nennen, ich hätte ja nen Blick wagen können...

Und weiter:
Dass Spiele-Journalisten durchaus in der Lage sind, über den beschränkten Prozentrand zu blicken und interessante Berichte abseits der Tests abzuliefern, haben sie schon zu Genüge bewiesen - es gibt sehr viele gute Artikel, die locker im Stern oder im Spiegel erscheinen könnten.
Was interessiert mich der Stern oder Spiegel? Ich will was lesen was mich als Gamer anspricht, und mir vielleicht neue Perspektiven aufzeigt. Dazu soll es gut leserlich sein oder einfach nur symphatisch geschrieben. Es gibt auch gute Artikel, die trotzdem niemals im Stern stehen würden. :3
EDIT: Und natürlich soll es kritisierend sein. :D
Dass Spiele im qualitativen Vergleich "grottenschlecht" sind, sich deshalb nicht mit anderen Medien messen könnten und daher ungeeignet für den Kulturteil einer Zeitung wären, ist leider typisch deutscher Kulturpessimismus - die Japaner, Amerikaner und Skandinavier sind da viel weiter.
Uhm, in wie Fern? Da brauch ich jetzt mal ne nähere Erklärung. Ausser, das dort Spiele vollkommen akzeptiert sind und die Industrie groß ist.
Zuletzt geändert von Meleemaru am 29.10.2009 14:45, insgesamt 1-mal geändert.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

ThePlake0815 hat geschrieben:
4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:2. Ist selbst Transformers besser geschrieben als MGS.
Damit dürfte klar sein, dass du MGS einfach nicht magst... schon alleine dein Blog über Dead Space zeigt auf, dass AUCH DU einer der bist, die ein Spiel von Anfang an mögen, oder eben nicht, dass dann aber als "Wissen und Erfahrung in dem Bereich der guten Kritik" verkaufen wollen... Deine Meinung würde ja sogar echt interessieren... WENN sie denn nicht so subjektiv verpackt wären...

Du behauptest dass die Kritiker von Filmen MGS's Story als "Dumm, verworren, unlogisch, schlecht geschrieben, oberflächlich, klischeehaft, überladen und langweilig." GENAU DASS haben aber die meisten Kritiker bei Transformers kritisiert.. und DANN sagst du noch Transformers war besser geschrieben, als die Story eines jeden einzelnen Metal Gear Solid??? >.<

PERFEKT ist ja deine Aussage zu GTA, dass Story-technisch hundertmal besser aufgebaut ist, als MGS... Du vergleichst sozusagen einen Spionage Thriller mit einem Action-Drama... Mit solchen Vergleichen sind schon so manche Kritiker in der versenkung verschwunden... Lass' es... ^^
Mit geschrieben meine ich die sprachliche Qualität und da ist MGS richtig schlecht und erfüllt nicht einmal den Punkt solide, den die meisten Hollywoodblockbuster irgendwie erfüllen. Hinzu kommt, dass sich MGS total ernst nimmt, was für so eine Handlung tödlich ist. Dead Space lobe ich übrigens vor allem für das tolle Spieldesign und da ist es einfach gut. Der Vergleich GTA - MGS ist legitim, weil es um den generellen Aufbau und die Umsetzung einer Geschichte geht, wobei MGS versagt.

Edit: Außerdem haben Transformers oder Alien vs Predator den Riesenvorteil, dass sie niemals so tun, als wären sie anspruchsvolle Epen und sie werden auch nie so wahrgenommen. MGS tut s, obwohl es das hinten und vorne nicht ist. Wenn MGS sich selbst nicht so ernst nehmen würde, wäre es ein deutlich besseres Spiel.
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben: MGS tut s, obwohl es das hinten und vorne nicht ist. Wenn MGS sich selbst nicht so ernst nehmen würde, wäre es ein deutlich besseres Spiel.
Trotzdem wird es von Spielern als auch von kritikern als DAS EPOS aufgenommen welches es auch sein will.

Und was hat die Handlung damit zutun, dass sich MGS ernst nimmt oder nicht?