Kommentar: Das Problem der Allmacht

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marschmeyer
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von marschmeyer »

CryTharsis hat geschrieben: Also nach diesem skurillen Beispiel betachtest du also "lesen" bereits als Herausforderung?! :lol:
Im Vergleich zu hören oder sehen, natürlich.
Da dir das aber scheinbar entging, will ich meinen, zum schreiben reichts dir wohl, das denken will nicht so recht.
johndoe1197293
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von johndoe1197293 »

marschmeyer hat geschrieben:
CryTharsis hat geschrieben: Also nach diesem skurillen Beispiel betachtest du also "lesen" bereits als Herausforderung?! :lol:
Im Vergleich zu hören oder sehen, natürlich.
Da dir das aber scheinbar entging, will ich meinen, zum schreiben reichts dir wohl, das denken will nicht so recht.
Du bemerkst Sarkasmus wohl selbst dann nicht, wenn er vor dir steht.
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saxxon.de
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von saxxon.de »

Interessante Kolumne. Genau so wie Jörg mit Connor ging es mir mit Ezio in AC II. Noch bevor man eine Ahnung hat, dass der Vater ein Assassine ist und in zwielichtige Machenschaften verstrickt, klettert man im Rahmen eines Tutorials schon auf einen Glockenturm - wie ein professioneller Freeclimber. Auch das Kampftutorial kam viel zu spät. Zu dem Zeitpunkt hat man schon eine Reihe von Kämpfen hinter sich, jeder einzelne gegen eine Übermacht.

In AC II wird diese Übermächtigkeit im Verlauf des Spiels ja sogar noch schlimmer. Mit der Kontertaste kann man ohnehin jedes Gefecht gegen jede Überzahl gewinnen, ohne Schaden zu nehmen, aber wenn man noch das Finanzsystem dazu nimmt, bricht die gesamte Spielbalance ein: Wenn man seine ersten verdienten Kröten in 2, 3 Häuser in das eigene Dorf rund um die Villa investiert, finanzieren sich die Villa & das Drumherum von selbst. Reinvestiert man das Geld aus der Truhe wieder in die Villa, steigt diese Eigenfinanzierung exponentiell.

Das Resultat: Man ist ganz schnell stinkreich und kann sich aus dem Stehgreif jede beliebige Waffe und Rüstung kaufen. Jetzt kauft man sich die beste Rüstung, hat damit Unmengen an Lebensenergie und es gibt einfach nichts mehr, was einen noch töten könnte, wenn Ezio nicht gerade mal wieder in die falsche Richtung vom Dach springt und man in einem der venedischen Kanäle absäuft.

Das ist wahrscheinlich der Hauptgrund, warum auch ich die Serie eigentlich mag, aber nie ein Assassin's Creed zuende spiele - es gibt spielerisch einfach überhaupt keinen Anspruch und irgendwann kann ich mich dann nicht mehr motivieren, weiter zu spielen.

So schön ich auch die künstlerische Gestaltung finde, so interessant ich Charaktere & Story finde und so sehr ich den generellen Stil der AC-Reihe mag, AC2 würde bei mir irgendwo um die 70% bekommen, weil die Spielmechaniken sich gegenseitig untergraben und das einfach mal ein gewaltiger Designfehler ist, der in einer Produktion dieser Größe und Professionalität nicht passieren dürfte.
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ItsPayne
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von ItsPayne »

Mal eine gute und wichtige kolumne zu einer schieflage, die fast die komplette branche heimsucht.

Dabei verstehe ich es noch nicht einmal wirklich, warum das so ist. Es ist ja nicht so als dass man auf action verzichten müsste, wenn man die szenen dramaturgisch glaubwürdig auflößt. Genau so gut hätte sich der protagonist zusammenschlagen lassen und dabei etwas talent beweisen können, wo ihm dann der meister zur hilfe kommt und meinetwegen mit super mega special assassin hyperblingbling moves die angreifende gruppe aufmischt, den verletzten schüler aber trotzdem aufgrund seines mutes und durchblitzenden talentes aufnimmt.

Die filmindustrie hat diese schieflage scheinbar erkannt. Nahezu in allen reboots (James Bond, Spider Man, Batman etc.) wurde der held menschlicher und verletzlicher. Da wird der Allmacht den rücken gekehrt.

Dass eine gut erzählte nicht bombast sequenz 1000x mehr wirkung haben kann als schnödes *dauerblingbling* *krachbum* beweist beispielsweise der Witcher 2 mit seiner prolog-endsequenz, welche für mich die gelungendste der spielegeschichte darstellt.
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Ernesto Heidenreich
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Ernesto Heidenreich »

Es ist gut,dass dieses Thema immer mal wieder in zeitlichen Abständen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird.Wie ich schonmal an anderer Stelle schrieb,muss es nicht immer die ultraharte Herausforderung sein und nebenbei erwähnt,mich stört auch das fluffige,einfache Klettern bei AC nicht wirklich .Ich unterscheide da sehr zwischen dem Klettern und dem Kampfsystem.

Wenn ich mich aber als Spieler in einer dramatischen Kampfsituation befinde,gerade auf dem Weg zu jemandem der mir etwas beibringen soll und ich schon vor dem ersten Kontakt mit dem Lehrer alle Angreifer locker-flockig die Kauleiste neu gestalte,dann ist das in der Tat ein fataler Fehler in der Regie.
Wozu da noch der Lehrer?Also diese Kritik wird wohl jedem einleuchten.

Das ist dann wirklich noch das I-Tüpfelchen der gesamten Schieflage des unlogischen Kampfsystems Einen nach dem anderen in aller Ruhe abmeucheln.Es warten schön brav alle bis ich mit dem einen fertig bin,um mich dann dem nächsten Dep(p)uty zu witmen Man kennt es und man hat es hier schon des öfteren gelesen,ich weiß.Irgendwann muss das doch auch dem Typ Spieler langweilig werden,der auch beim Kämpfen keine große Herausforderung sucht.

Ich kann es mir einfach nicht mehr vorstellen,das das 20 Std.lang Spaß machen soll,sondern denke ,dass das von den Meisten einfach so angenommen/hingenommen wird,weil es eben so ist wie es ist und ja auch nur einen Teil des Spieles ausmacht und man sich irgendwann an diese Bequemlichkeit gewöhnt hat(Ist mir natürlich auch schon passiert).Es wird von den Meisten nicht hinterfragt werden.Damit meine ich in erster Linie die Millionen Spieler,die sich einfach mal so ein Spiel kaufen,ohne viel darüber nachzudenken und nicht wie wir hier öfter in Foren ,oder auf Spieleseiten nachsehen was es so neues gibt und immer informiert sein wollen,..

...wie viel mehr Entertainment aufkommen würde,wenn sich der Charakter nach und nach entwickeln würde,wieviel größer die Motivation wäre in diesem Spiel voranzukommen und wieviel spannender und befriedigender und vor allem nachhaltiger das Spiel wäre,wenn nicht so sträflich auf dieses eine Spielelement verzichtet werden würde,auf das in den letzten Jahren immer mehr verzichtet worden ist,und das schon seit jeher zu Recht eines der Kernelemente des Spielens ausgemacht hat- eine angemessene Herausforderung.
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Kajetan
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Kajetan »

saxxon.de hat geschrieben:So schön ich auch die künstlerische Gestaltung finde, so interessant ich Charaktere & Story finde und so sehr ich den generellen Stil der AC-Reihe mag, AC2 würde bei mir irgendwo um die 70% bekommen, weil die Spielmechaniken sich gegenseitig untergraben und das einfach mal ein gewaltiger Designfehler ist, der in einer Produktion dieser Größe und Professionalität nicht passieren dürfte.
Das ist kein Designfehler. Das ist eine bewusste Gamedesign-Entscheidung. Assassins Creed ist darauf ausgelegt möglichst viele potentielle Käufer anzusprechen. Anspruch ist bei diesem angestrebten Massenappeal nicht förderlich. Man möchte, dass selbst der unfähigste Grobmotoriker schnell und anstregungslos zu Erfolgserlebnissen kommt. Der Spieler soll nicht selbst etwas erreichen müssen, er soll einfach nur bespasst werden, er soll maximal die Illusion bekommen, er hätte etwas erreicht. Die AC-Serie ist an Leute gerichtet, die kein TV mehr anschauen, aber auch keine Lust haben sich beim Zocken anstrengen zu müssen. Harmlose Freizeitunterhaltung für den Feierabend, zwischen Schule und Fußballtraining.

Dass jeder Thief- oder Tomb Raider- oder SplinterCell-Veteran sich angesichts dieses Gameplays natürlich angeödet abwendet, keine Frage. Aber für diese Leute sind diese Spiele auch nicht gemacht. AC ist nichts weiter als Popcorn-Unterhaltung. Eine Hand am Controller, die andere Hand in der Chipstüte.
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saxxon.de
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von saxxon.de »

Im Umkehrschluss ziehst du dabei ja deinen Rückschluss zum gemeinen AC-Spieler. Ich glaube, dass das ein Fehler ist. Abgesehn davon, dass ich das absolute Anti-Klischee kenne - eine Frau, die sich durch Resi 5 auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad durchbeisst (mieses Spiel, sag ich ihr auch immer -.-), der AC2 aber gegen Ende zu schwierig war - glaube ich nicht, dass man so verallgemeinern kann. Ich weiß, alles andere als repräsentativ, aber ich gehe mal von mir selber aus: Ich liebe Dark Souls und Super Meat Boy, beides Spiele die die meisten als Arbeit empfinden würden, ich mag aber auch Journey, das beinahe komplett ohne spielerischen Anspruch auskommt. Ich hab AC1 und 2 gespielt, stehe aber auch auf Dota 2 (was einfach extrem komplex ist). Gegen eine halbe Stunde Plants vs. Zombies ab und zu ist aber auch nichts einzuwenden.

Ich glaube, dass es nicht wenige Spieler unter den AC-Käufern gibt, die wie ich einen Querschnitt durch die gesamte Spielelandschaft bevorzugen. Ich denke eher, dass der Haken woanders liegt. Wo genau kann man aber leider nur Mutmaßen. Hohe Wertungen in der Presse, Mund-zu-Mund-Propaganda, ein hohes Werbebudget seitens Ubisoft (und der unvermeidliche Hype) und unbestreitbare Qualitäten der Reihe spielen sich da bestimmt gegenseitig in die Hände - oben drauf dann noch die sicher auch nicht kleine Masse des Spielertypen von dem du ausgehst und die Fokussierung auf mein persönliches Hass-Wort der Videospielbranche: "Zugänglichkeit".

Das Zusammenspiel mehrerer Faktoren macht da vermutlich die hohen Verkaufszahlen aus, durch die sich Ubi bestätigt fühlt.
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YBerion
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von YBerion »

@Kajetan:
Du hast das schon öfter geschrieben, aber ich denke, dass es nicht so stimmt. Betrachtet man die Batman- Reihe, hat man genau den Anspruch und Schwierigkeitsgrad, den viele "AC ist zu leicht"- Sager wollen, und die Batman- Spiele sind ganz klar Mainstream. Niemand will, dass AC den Anspruch eines Dark Souls oder Splinter Cell's (nur die Teile bis 3!) bekommt. Braucht es auch nicht.
Ich mag fordernde Spiele, aber AC hat Qualitäten in der Ausarbeitung des Szenarios. Es macht für mich geschichtliche Epochen interessant, die ich nie groß beachtet habe. Würde man das Konzept weiterverfolgen, hätte man interaktiven Geschichtunterricht, der sogar Spaß(!) macht.
Ich denke, die wenigsten Spieler hätten in AC die "Illosion", dass sie Gameplaymäßig etwas erreichen. Die meißten dürften wissen, dass es in AC nichts zu schaffen gibt (außer vlt alle Federn sammeln, etc.), sie spielen AC aus anderen Gründen.
Jedenfalls lässt sich AC genauso intensiv wie jedes andere anspruchsvollere Spiel spielen. Was Feierabendunterhaltung ist, definiert jeder für sich selbst.

Edit: zum Schwierigkeitsgrad selbst: Ich denke weniger, dass es Absicht ist, sondern das Unvermögen der Entwickler. Ich glaube kaum, dass sie das Kampfsystem von Teil 1 zu Teil 2 so stark erweitert hätten, wenn sie den Kampf simpel halten wollten. Sie haben einfach ab Teil 2 die Balance verkackt und haben sich nie bemüht an der Stelle zu arbeiten, da die Kritischen Stimmen nie laut genug waren. Alle waren eben von den wirklich guten Kampfanimationen begeistert.
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Piekäj
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Piekäj »

Ich habe das Gefühl, viele Leute wollen alles, was an AC3 oder ähnlichen Vertretern kritisiert wird, nicht nachvollziehen können. Es geht unter anderem darum, das das Gameplay sich vom Anfang bis zum Ende kaum entwickelt/verändert und damit einfach eintönig wird. Keine neue Ausrüstung, keine neuen Moves, keine unterschiedlichen Gegner, die eine jeweils eigene Herangehensweise erfordern und auch mal zum Umdenken auffordern, kein ansteigender Schwierigkeitsgrad mit fortschreitendem Spielverlauhf. Nichts..totaler Stillstand. Und wenn es hier und doch mal ne Entwicklungmöglichkeit besteht, dann ist sie belanglos und unnötig, da sich jedes Problem mit Hilfe der anspruchslosen Konterfunktion lösen lässt, zumal sich die Gegner auch brav in einer Reihe aufstellen, anstatt den Spieler gleichzeitig zu attackieren. Na ja, bei den Briten ist das ja sogar noch irgendwie realistisch :D.

Kurzum...hier wurden alle Regeln, die ein Spiel zu einer spielenswerten statt nur sehenswerten Erfahrung machen, gekonnt ignoriert. Aber das scheint eine Spezialität bei Ubisoft Montreal zu sein. Alles, was in den letzten Jahren an Spielen aus dieser Ecke kam, war jedes Mal hübsch anzusehen, konnte aber nie mit motivierenden Gameplayelementen aufwarten. Prince of Persia konnte man durchspielen indem man den Prinzen mit der Nase gelenkt und die Aktionstasten mit dem Ellenbogen bedient hat. Ich find's schade um die großen Ideen oder die interessanten Storylines, deren Chancen fast gänzlich ungenutzt bleiben. Wen es interessiert, was mich im Detail an der Assassins Creed Reihe so enttäuscht, kann ja meinen letzten Beitrag aufrufen. Ist halt schade zu wissen, dass das Spiel auch spannend und aufregend sein könnte, und das mit nur ein paar kleinen Gameplayänderungen
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Mojo8367
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Mojo8367 »

der hauptcharakter dieser spieleserie kämpft immer allein gegen ne absolute übermacht, gerade auf die scene die jörg hier anspricht bezogen fänd ich es doch sehr unglaubwürdig wenn der connor am anfang bei 2 gegnern in die knie geht un nach einer paar wöchigen lehre beim meister es plötzlich mit der 10 fachen anzahl aufnehmen kann. (wenn auch nich gleichzeitig)

der meister wird wahrscheinlich jahre, wenn nich jahrzehnte trainiert haben un bringt connor das alles in 2 wochen bei???
so verhält es sich ja in allen bisherigen teilen, ezio befreit so ziemlich im alleingang ganze städte von templern hat aber am anfang nix drauf?
viel mehr hat mich da gestört das altair damals nen auftrag verkackt hat un plötzlich hält er viel weniger aus un hat vergessen wie man 6 anstatt drei messern tragen kann?

ein batman haut hunderte von sträflingen einfach um, aber das stört niemanden, klar er is ja batman.
aber eben nur batman, ein superheld zwar aber eigentlich auch nur ein mensch, superkräfte hat der ja auch keine.

ac stand ja nie für den besonders großen anspruch was kämpfe oder kletterpartien angeht, ich glaube wer mit so ner hoffnung an das spiel rangeht hat irgendwie was nich verstanden.
heutzutage sind games einfach kein nischenprodukt mehr wie in den 80ern, als die mehrheit der spiele bockschwer war, heute kommt es auf verkaufszahlen an un da verkauft sich sowas halt besser.
marschmeyer
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von marschmeyer »

MoJoe83 hat geschrieben:heute kommt es auf verkaufszahlen an un da verkauft sich sowas halt besser.
Deswegen muss man es weder gut finden noch hoch bewerten, geschweige denn sich Kritik dazu verkneifen.
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Mojo8367
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Mojo8367 »

marschmeyer hat geschrieben:
MoJoe83 hat geschrieben:heute kommt es auf verkaufszahlen an un da verkauft sich sowas halt besser.
Deswegen muss man es weder gut finden noch hoch bewerten, geschweige denn sich Kritik dazu verkneifen.
sicher muss oder sollte man das nich machen, andererseits ist es leider einfach so, guck dir doch die filmbranche an, die höchsten einspielergebnisse erzielen belanglose produktionen die du dir angucken kannst ohne dein hirn einzuschalten, da kracht es an jeder ecke, da wirste mit spezial-effects zugemüllt un sowas gucken sich die leute einfach lieber an als anspruchsvolle sachen.
ein spiel wie ac3 kostet eben auch fast soviel wie ein hollywoodfilm, da wird ne firma wie ubisoft nie im leben das risiko eingehn damit verlust zu machen und wenn 100.000 darüber meckern, kaufen es 1.000.000 andere.
seit teil 1 gibt es dafür kritik, aber geändert hat die leider nix, das heißt ja nich das man die jetzt aufgeben sollte und sich in sein schicksal fügt, aber es wird sich nix ändern solange es einfach so bleibt wie es is.
die käuferschicht is vorhanden un die bringt das geld.
ob das gut un schön is bleibt da zweitrangig. leider!
johndoe1197293
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von johndoe1197293 »

YBerion hat geschrieben:Betrachtet man die Batman- Reihe, hat man genau den Anspruch und Schwierigkeitsgrad, den viele "AC ist zu leicht"- Sager wollen, und die Batman- Spiele sind ganz klar Mainstream.
Sehe ich anders. Arkham Asylum war ja wohl extrem anspruchslos. Das war ein einziger Automatismus.
Der Metroid Ansatz war ja toll, aber unbefriedigend umgesetzt. Bei Arkham City kann ich das noch nicht bewerten, da ich das Spiel bislang nicht ausführlich gespielt habe. Aber der der Sprung vom Vorgänger scheint mir vergleichbar zur Entwicklung von AC 1 zu AC 2.

Ich finde diese ganze Diskussion hinsichtlich eines als nicht tiefgründig und anspruchslos wahrgenommenen Gameplays in Produktionen der Marke AC sinnlos. Es ist so als ob sich Leute über die inhaltliche Leere eines Hollywood Blockbusters beschweren würden. Diese Leute sind dann halt einfach im falschen Film und sie sollten es akzeptieren.
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Mojo8367
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Mojo8367 »

CryTharsis hat geschrieben:Ich finde diese ganze Diskussion hinsichtlich eines als nicht tiefgründig und anspruchslos wahrgenommenen Gameplays in Produktionen der Marke AC sinnlos. Es ist so als ob sich Leute über die inhaltliche Leere eines Hollywood Blockbusters beschweren würden. Diese Leute sind dann halt einfach im falschen Film und sie sollten es akzeptieren.
das kann man sehn wie man will, es stimmt schon das sich gerade bei ac die leute an ner sache aufhängen die vorhanden is, ganz klar.
allerdings is das in einer vielzahl von spielen der fall, nur da stört es keinen oder es is besser verpackt.

wenn ich z.b. an fallout 3 denke, da lebt der "held" sein leben lang in einer abgeschotteten fault, kommt raus un kann plötzlich mit allerlei verschiedenen waffengattungen umgehn un schießen als hätte er nie was anderes gemacht.
als "training" hat er mal ne kackerlake mit nem luftgewehr erschossen un trifft nu mit nem scharfschützengewehr auf 300m nen guhl in den kopf???
auch kann er plötzlich atombomben entschärfen un allerlei anders lustiges zeug.

hab aber noch nie jemanden darüber diskutieren hören wo da der bezug zur realität bleibt, wenn connor nen dutzend wachen umhaut is das aber gleich der gefühlte untergang des gameplays.

ich will ja nich sagen das mich die vercausalisierung nich auch nervt, aber hier wird eine szene aus dem zusammenhang gegriffen un sich daran aufgehangen.
würde der sich jetzt am anfang beim blumenpflücken nen fingernagel abbrechen oder es nich schaffen ne 1m hohe mauer zu erklimmen un nen monat später meuchelt er gut bewachte commandanten ab un klettert auf die höchsten türme, würden die leute aufschreien wie das gehen kann.
ich glaube rein storytechnisch ließe sich das nich vereinbaren.

das gehört mMn eben alles zusammen story un gameplay un bei ac passt das so schon ganz gut, das man die leute totkontern kann is sicher nich unbedingt schön un auch null anspruchsvoll, passt aber einfach zum spiel.
Krautsalat
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Krautsalat »

Hier bekommt man viel zu früh ein fatales Gefühl der Allmacht - und das darf Spielen nicht passieren, wenn sie einen Helden aufbauen wollen. Das ist ein atmosphärischer Gamebreaker, der die Immersion unverzüglich stoppt.
Das glaube ich nicht.
Ich denke die Immersion wird vermindert, da ich einen unrealen - nicht nachzuvollziehbarn Bruch erlebe der mich kurzzeitig gewahr werden lässt, dass ich medial Vermitteltes wahrnehme. Etwa als würde man bei einem Film kurz stocken, weil die Kontinuität nicht beachtet wurde. Aber augenblicklich stoppen - nein.