Kommentar: Das Problem der Allmacht

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NotSo_Sunny
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von NotSo_Sunny »

Das Problem mit der Allmacht spüre ich aktuell bei GhostRecon:FutureSoldier. Unbegrenztes Auto-Aim, unbegrenzter Wall-Hack, unbegrenzte Unsichtbarkeit und hier und da nochmal einen Mörser-Mech mit, natürlich, unbegrenzter Munition und Auto-Aim. Was soll das für ein Spiel sein?
Easy Lee
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Beitrag von Easy Lee »

Muss zustimmen. Dieses platte und hirnlose zocken gibt mir nichts mehr. Die Hersteller aber denken man müsse der Lustlosigkeit der Spieler mit einem Godmode-mäßigen Gameplay begegnen, um sie nicht zu frustrieren. Eine sehr eindimensionale und fast dümmliche Sichtweise, hat man doch die Langeweile mit gerade dieser stumpfen Art des Spieldesigns heraufbeschworen.

Mir persönlich gehts nicht stumpf um den Schwierigkeitsgrad. Es muss für mich nicht kackschwer sein. Aber ich will eine Weile brauchen um die Mechanismen und Routinen eines Spiels durchschaut zu haben und ich will, wie bei den alten Gothic Titeln, spüren was es heisst schwach zu sein. Will wie bei Heavy Rain statt einem Game Over Screen die negativen Auswirkungen meines scheiterns erleben usw. ...

Aber was erwartet man in einer Zeit, wo Handy-Games angeblich der aktuelle heisse Scheiss sein sollen (fragt sich nur für wen eigentlich)...
TheOriginalDog
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von TheOriginalDog »

Ich zock AC eigentlich nur wegen der Story, der Atmo und der Weltenerkundung, die ist hier anscheinend wieder schön gegeben, der geringe Anspruch, naja, mit dem findet man sich ab. Ich geh ja auch nicht in einen Transformersfilm und mecker danach über fehlenden Tiefgang.

Diese Szene stört mich allerdings auch, vor allem wegen der mehrfach angesprochenen Unlogik, dass jemand der 18 Wachen niedermetzelt, lernen will wie man 18 Wachen niedermetzelt.... hä? Und das der Meister dann die letzten beiden tötet und das wird dann als Rettung gezeigt, ist auch eher peinlich. Wär ich Connor gewesen und ich hätt auch erst in dieser Nacht meine heimliche Begabung entdeckt, hätt ich gesagt "Also die beiden hätten sie mir auch überlassen können... Ich brauch sie nicht mehr Meister, danke für ihre Mühen, tschüssi" Denn mehr lernt man dann ja anscheinend auch nicht (?).

Schön wäre dann so eine Art adaptives Tutorial gewesen: Je nachdem wie gut Connor aka der Spieler sich diese Wachen schlägt, desto weniger ausführlich ist das folgende Tutorial.

Beispiel: Der Spieler ist ein totaler AC-Anfänger, weiß nicht wie die Konter funktionieren etc. und kackt total ab ---> Der Meister rettet einen und bringt einem (also Connor und dem Spieler) im folgenden Tutorial das Kampfsystem von Grund auf bei.

Der Spieler kennt schon alle AC-Spiele und meuchelt die Wachen alle ab --> Der Meister ist beeindruckt und begeistert und will Connor nur noch ein wenig "schleifen", das heißt er bringt uns als Spieler nur noch ein oder zwei Techniken bei, die es in vorherigen Teilen noch nicht gab (und die im Tut.-Kampf auch noch nicht eingesetzt werden können), wie z.B. das Halten eines Gegners als Schutz vor Feuerwaffen.



Übrigens an alle die sich beschweren, dass Ubisoft den Assassinen als solches falsch deutet: Assassinen waren auch keine coolen Typen, die sich unerkannt durch Schatten und über Dächer fortbewegt haben um dann zuzuschlagen und ohne Probleme zu fliehen. Assassinen sind zu ihrem Opfer gerannt, haben ihn erdolcht und anschließend sich selber umgebracht. Ende. Das wäre das langweiligste Spiel aller Zeiten gewesen ;)
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YBerion
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von YBerion »

TheOriginalDog hat geschrieben: Schön wäre dann so eine Art adaptives Tutorial gewesen: Je nachdem wie gut Connor aka der Spieler sich diese Wachen schlägt, desto weniger ausführlich ist das folgende Tutorial.

Beispiel: Der Spieler ist ein totaler AC-Anfänger, weiß nicht wie die Konter funktionieren etc. und kackt total ab ---> Der Meister rettet einen und bringt einem (also Connor und dem Spieler) im folgenden Tutorial das Kampfsystem von Grund auf bei.

Der Spieler kennt schon alle AC-Spiele und meuchelt die Wachen alle ab --> Der Meister ist beeindruckt und begeistert und will Connor nur noch ein wenig "schleifen", das heißt er bringt uns als Spieler nur noch ein oder zwei Techniken bei, die es in vorherigen Teilen noch nicht gab (und die im Tut.-Kampf auch noch nicht eingesetzt werden können), wie z.B. das Halten eines Gegners als Schutz vor Feuerwaffen.
Hmm die Idee gefällt mir sehr gut! Würd ich auch gerne in anderen Spielen sehen. :)
TheOriginalDog hat geschrieben: Übrigens an alle die sich beschweren, dass Ubisoft den Assassinen als solches falsch deutet: Assassinen waren auch keine coolen Typen, die sich unerkannt durch Schatten und über Dächer fortbewegt haben um dann zuzuschlagen und ohne Probleme zu fliehen. Assassinen sind zu ihrem Opfer gerannt, haben ihn erdolcht und anschließend sich selber umgebracht. Ende. Das wäre das langweiligste Spiel aller Zeiten gewesen ;)
Das mag sein aber von Teil 1 bis Teil 3 hat sich Ubi's eigene Interpretation mächtig gewandelt. Man vergleiche einfach:
http://www.youtube.com/watch?v=UH8sLd6M88E
mit
http://www.youtube.com/watch?v=ayCZh3cVofY
Ich finds traurig... ich hätte gern mehr vom ersterem gehabt.
finsza
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Beitrag von finsza »

"Das Problem der Allmacht" ist ja im Kern noch viel schlimmer bei AC3: Wenn man wenigstens der Sensei wäre aufgrund eines variablen und exponierten Kampfsystems und die Gegner deshalb wenig entgegen zu setzen hätten, wäre es ja noch halbwegs erträglich. Fakt aber ist, dass man als Assasine nichts kann, das "Kampfsystem" hat den Namen nicht verdient, jeder 5 jährige kann alle Gegner ohne Anstrengung wegrushen. Und warum? Weil die Gegner überhaupt nichts drauf haben! Es stellt sich also weniger ein Gefühl der Allmacht aufgrund der eigenen spielerischen Überlegenheit ein, sondern ein Gefühl von Flasche gegen Pfeifen. Und egal wieviele Pfeifen, das macht keinen Unterschied. Aber eines beherrscht Ubisoft bei dieser IP meisterlich: Das Blenden.
AlastorD
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von AlastorD »

greenelve hat geschrieben: Nur weil mehrere was Falsch machen, wird es nicht Richtig. Und Nr 3. wäre so in etwa meine Wahl, wobei ich es entwas anders bereits früher in der Diskussion hier verfasst hatte. (Gegner schlagbar aber zuviele und zu stark, kurz bevor man stirbt kommt Meister, meuchelt alle nieder und nimmt einen auf. Dadurch hat der Spieler die Motivation das Training schnell abzuschließen, damit er auch diese coolen Moves anwenden kann.) :D
Dann hat man aber einen Anfänger der bereits alle moves perfekt draufhat, der Gegner aber einfach keinen Schaden nimmt während man später mit den selben Techniken Gegner abschlachtet oder einen Profispieler der die Gegner trotz überzahl fertigmacht und somit wieder genausoweit währe wie am Anfang.
Die Fähigkeiten ändern sich nunmal nicht, bzw. kaum da macht es keinen Sinn Anfangs ein limitiertes GP aufzuzwingen. Was anderes wäre es in einem RPG, der Spieler kann aufgrund seiner Werte anfangs noch nichts ausrichten wird aber im Laufe der Zeit immer mächtiger.
Das mit Skyrim hab ich eigentlich nur aufgeführt weil Jörg sowas da scheinbar nicht störte. Ausserdem kenne ich die AC Story nicht, vielleicht sind es einfach auserwählte die das Assassinendasein im Blut haben.
Verruckt Birdman
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Verruckt Birdman »

Ohne AC3 bisher gespielt zu haben.. war das beim zweiten Teil nicht auch schon so, in einer der ersten Sequenzen verdrischt man ganz gemütlich den gleichaltrigen Sohn der verfeindeten Familie und seine Schläge relativ gemütlich und erklettert daraufhin die Dächer Florenz ganz ohne Probleme. Ich sehe darin eigentlich keinen großen dramaturgischen Fehler, sondern nur ein (zugegeben faule) Art dem Spieler die Mechaniken beizubringen. Das ganze wird dann immer leichter glaubwürdig rüberzubringen, sobald der Charakter schon fortgeschrittener ist, da dort plötzliche Fertigkeitssprünge nicht mehr so auffallen, da das Level schon sehr hoch. Der Start von 0 auf 100 erscheint natürlich eigenartig, allerdings für mich verständlich, da das Spiel prinzipiell nicht primär eine Charakterstudie sein soll, sondern ein Spielplatz für den Konsumenten.
Fiddlejam
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Fiddlejam »

Die Kritik wäre angebracht, wenn es hier um die typische Geschichte um den verwöhnten Königssohn ginge, der seinen Stand verliert und dann zum Kämpfer wird, aber in den AC-Spielen war es in meinen Augen immer schlüssig.
Altair war bereits Assassine, Ezio wurde ohne es zu wissen zum Assassinen ausgebildet und Connor, naja, es erscheint mir nicht so unrealistisch, dass ein Indianer, der schon in jungen Jahren Jagen gelernt hat, gegen ein paar läppische Soldaten besteht.

Aber das ist wieder ein typisches "Die Realität ist unrealistisch". Wenn man sich überlegt, wie schlecht die Musketen damals konzipiert waren und dass ein Großteil der Soldaten ohnehin zwangsverpflichtet und unausgebildet waren, verstehe ich nicht, warum sich alle immer über die Übermacht der Assassinen aufregen.
Ubisoft hat ja sogar extra gesagt, dass sie die Nachladegeschwindigkeit der Gegner herauf setzen mussten, damit das Spiel nicht zu langweilig wird. :D
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Sabrehawk
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Sabrehawk »

obwohl ich den einen oder anderen AC Titel durchaus genossen habe...die Serie hat schon immer daran gekrankt
dass der Kampf zu leicht und die Gegner zu dämlich waren...im ersten Teil gabs mal eine Phase ...da war ein Templer
noch recht schwer zu knacken...an schwierigeres kann ich mich in der gesamten Reihe nicht erinnern...

Die Spiele sind fast alle trotzdem gut...aber es fehlt grad beim Kampf eben an Anspruch, insbesondere wenn man
seine Fähigkeiten und Arsenal recht fortgeschritten ausgebaut hatte...


P.S wieso sollte ein Mohawk der noch grün hinter den Ohren ist und nur wehrlose Tiere gejagt hat irgendwas
vom Kampf gegen bewaffnete Berufssoldaten verstehen...und grad gegen die englische Marineinfanterie oder
generell Rotröcke. Das waren zu ihrer Zeit die bestausgebildeten Soldaten auf dem Planeten.
Fiddlejam hat geschrieben: Altair war bereits Assassine, Ezio wurde ohne es zu wissen zum Assassinen ausgebildet und Connor, naja, es erscheint mir nicht so unrealistisch, dass ein Indianer, der schon in jungen Jahren Jagen gelernt hat, gegen ein paar läppische Soldaten besteht.

Aber das ist wieder ein typisches "Die Realität ist unrealistisch". Wenn man sich überlegt, wie schlecht die Musketen damals konzipiert waren und dass ein Großteil der Soldaten ohnehin zwangsverpflichtet und unausgebildet waren, verstehe ich nicht, warum sich alle immer über die Übermacht der Assassinen aufregen.
Tut mir leid aber da mangelt es dir einfach an Sachkenntniss. Die völlig überwiegende Anzahl britischer Truppen im Amer.Unabh.Krieg waren Regulars, bestausgebildete Linien Infanterie,
und die Continentals + Irregulars der Amerikaner hatten dem lange Zeit wenig entgegenzusetzen...erlitten eine schwere Niederlage nach der anderen.
Diese Truppen waren grad in Sachen Feuergeschwindigkeit und Präzision den Briten völlig unterlegen. Zu den britiischen Truppen dort gehörten Regimenter, die zu den Besten und
am Längsten in Dienst stehenden Einheiten überhaupt gehörten, das waren kampferfahrene bestens gedrillte Einheiten. Das gilt auch für den Nahkampf mit dem Bayonett (der Einsatz
von Bayonetten war auf der amerikanischen Seite Anfangs kaum gegeben oder völlig ineffiizient mangels guter Ausbildung) , oder dem Säbel als Kavalerist...grade ein Dragoner hätte einem untrainierten Gegner normalerweise im Nu den Garaus gemacht im Mann gegen Mann Kampf.
johndoe1197293
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von johndoe1197293 »

Also ich bin noch nicht zu der besagten Szene gekommen.
An dieser Stelle wüßte ich gerne mal wie Jörg "Spoiler" definiert. Für mich war das schon ein Spoiler, aber was soll`s: zu spät!. Deswegen lese ich auch keine Reviews und besonders keine Rezensionen von Jörg. :wink:

Er schreibt, dass man im Verlauf kaum oder nichts neues als Figur lernt und die ganzen Sachen bereits drauf hat. Und dazu kann ich nur sagen: super Ubisoft!
Ich habe Teil 1 und 2 gespielt und besonders dieses viel zu lange, nennen wir es mal "Tutorium" von AC2 empfand ich als unnötig hingezogen. Und warum konnte man bestimmte Aktionen erst später erlernen, die so simpel und elementar waren? Warum lerne ich erst im späteren Verlauf wie man beim Entlangfallen eines Gebäudes eine Kante greift? So etwas simples, dass man schon von Beginn an auch können müßte...so viel zum Thema Regie....
Spoiler
Show
Darüber hinaus: welchen Sinn würde es machen mit Conor noch ein Tutorium zu machen oder im späteren Verlauf neue Fähigkeiten zu erlernen, wenn man das Spiel bereits als erwachsener, ausgebildeter, tougher Assassine startet?!
Für mich sind solche Fähigkeiten eher problemhaft in Bezug auf die Immersion.
Es handelt sich nunmal um ein Spiel auf dessen Welt man sich einlassem muss. Wir hatten darüber im Bericht-Thread des Spiels bereits geschrieben, dass sich Leute darüber aufregen, das NPCs zu blöd sind, dass das Bewegungsgameplay zu simpel ist etc.
In Teil 2 konnte man als verzogener, arroganter Jüngling, Spross einer dekandenten Elte Family einfach so Häuser erklimmen. Wo ist da die Immersion?

Worauf ich hinaus will: Wir haben es hier mit einer Reihe zu tun, in der es um Templer, Weltuntergänge, das Nacherleben von Erinnerungen in einer Maschine und allerlei Mist geht.
Pure Fantasy! Und Jörg regt sich über solche Kleinigkeiten auf... :lol:
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Hademe
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Beitrag von Hademe »

Assassins Creed ist ein drecksspiel! Billig, langweilig....einfach zu Profitorientiert. Sowas interessiert mich nicht im geringsten.
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muecke-the-lietz
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von muecke-the-lietz »

CryTharsis hat geschrieben:Also ich bin noch nicht zu der besagten Szene gekommen.
An dieser Stelle wüßte ich gerne mal wie Jörg "Spoiler" definiert. Für mich war das schon ein Spoiler, aber was soll`s: zu spät!. Deswegen lese ich auch keine Reviews und besonders keine Rezensionen von Jörg. :wink:

Er schreibt, dass man im Verlauf kaum oder nichts neues als Figur lernt und die ganzen Sachen bereits drauf hat. Und dazu kann ich nur sagen: super Ubisoft!
Ich habe Teil 1 und 2 gespielt und besonders dieses viel zu lange, nennen wir es mal "Tutorium" von AC2 empfand ich als unnötig hingezogen. Und warum konnte man bestimmte Aktionen erst später erlernen, die so simpel und elementar waren? Warum lerne ich erst im späteren Verlauf wie man beim Entlangfallen eines Gebäudes eine Kante greift? So etwas simples, dass man schon von Beginn an auch können müßte...so viel zum Thema Regie....
Spoiler
Show
Darüber hinaus: welchen Sinn würde es machen mit Conor noch ein Tutorium zu machen oder im späteren Verlauf neue Fähigkeiten zu erlernen, wenn man das Spiel bereits als erwachsener, ausgebildeter, tougher Assassine startet?!
Für mich sind solche Fähigkeiten eher problemhaft in Bezug auf die Immersion.
Es handelt sich nunmal um ein Spiel auf dessen Welt man sich einlassem muss. Wir hatten darüber im Bericht-Thread des Spiels bereits geschrieben, dass sich Leute darüber aufregen, das NPCs zu blöd sind, dass das Bewegungsgameplay zu simpel ist etc.
In Teil 2 konnte man als verzogener, arroganter Jüngling, Spross einer dekandenten Elte Family einfach so Häuser erklimmen. Wo ist da die Immersion?

Worauf ich hinaus will: Wir haben es hier mit einer Reihe zu tun, in der es um Templer, Weltuntergänge, das Nacherleben von Erinnerungen in einer Maschine und allerlei Mist geht.
Pure Fantasy! Und Jörg regt sich über solche Kleinigkeiten auf... :lol:
mein gott, ist es denn so schwer die kritik von jörg zu verstehen? in teil 2 konnte man zwar als verzogener bengel die nachbarsjungen verdreschen und häuser erklimmen, aber in der schlimmen szene, in der seine halbe familie hingerichtet wird und in dieser schwer gepanzert soldat angreift, erleidet er eine niederlage. er flieht zu onkel mario aufs land und lernt da tolle fähigkeiten und kriegt ne gute ausbildung. dass er schon ein wenig erfahrung im schwertkampf hatte, lag schlicht und weg an seinem stand und seinem grundgenerellen kampfinteresse. dennoch hatte er schwierigkeiten gegen einen schwer gepanzerten fiesen soldaten mit riesenschwert.

in ac 3 ist diese szene schlicht und ergreifend ein logikfehler - sowas gibt es zuhauf in filmen und spielen, aber das ändert ja nichts an der tatsache. in diesem falle ist der logikfehler aber ein sehr schwerwiegender, weil er an einer wichtigen stelle kommt, die essenziell für den weiteren verlauf des spiels ist. an jeder anderen stelle wäre es vermutlich nur als kleiner, aber kaum verhinderbarer logikfehler aufgefallen, in dieser szene aber strapaziert ubisoft die sache einfach über.

zumal es ja nicht die erste szene dieser art ist. ganz im gegenteil. die spielewelt ist voll mit solchen szenen, in jedem jprg gerät man in den ersten zwei stunden an einen übermächtigen gegner, der immer erstmal die obligatorischen 999 schadenspunkte macht - bei allen teammitgliedern, und man verliert halt gnadenlos. und dann plättet man zig stunden gegner und sammelt zeug ein, kehrt zurück und macht ihn platt.

und ich frage mich halt, warum ubisoft dieses einfache und altbekannte mittel nicht ebenfalls genutzt hat, denn wie es in ac 3 gemacht wird, ist es einfach unnötig (und unnötig ist halt das stichwort) unlogisch, zumal es ja keinen aufwand dargestellt hätte, einfach ein künstliche barriere aufzubauen.

und dieser logikfehler ist halt irgendwie auch stellvertretend für den gesamten schwierigkeitsgrad. der ist zwar so schon fast markenzeichen, aber in solchen augenblicken ist er einfach ein logikfehler und gamebreaker - fertig aus.

da ist doch der gesamte andere plot völlig egal. wenn es richtig erklärt wird, kann man meiner meinung nach alles machen, ich finde ja nicht mal den sicker effekt sinnlos, sondern nachvollziehbar erklärt, auch wenn er natürlich purer science fiction/fantasy blödsinn ist. :Blauesauge:
ich finde die templerstory und die alte zivilisation und die edenäpfel cool, auch die einbindung in echte historische ereignisse, obwohl das natürlich grober unfug ist.

aber wenn ein sehr junger mann mehrere soldaten schläger plättet und dabei noch nichtmal mit seiner beschissenen ausbildung angefangen hat, hört es bei mir einfach auf, weil ubisoft einfach nur zu faul war, diese szene und andere einfach mal anständig zu ende zu denken und auch so zu präsentieren... :Hüpf:
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muecke-the-lietz
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Re: Kommentar

Beitrag von muecke-the-lietz »

Hademe hat geschrieben:Assassins Creed ist ein drecksspiel! Billig, langweilig....einfach zu Profitorientiert. Sowas interessiert mich nicht im geringsten.
na dann ist deine anwesenheit in diesem forum ja super sinnvoll. herzlich willkommen und viel spaß bei weiteren, sehr unnötigen kommentaren... :roll:
marschmeyer
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Re: Kommentar

Beitrag von marschmeyer »

muecke-the-lietz hat geschrieben:
Hademe hat geschrieben:Assassins Creed ist ein drecksspiel! Billig, langweilig....einfach zu Profitorientiert. Sowas interessiert mich nicht im geringsten.
na dann ist deine anwesenheit in diesem forum ja super sinnvoll. herzlich willkommen und viel spaß bei weiteren, sehr unnötigen kommentaren... :roll:
Wieso, darf man das Spiel hier nur mögen?
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Levi 
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Re: Kommentar

Beitrag von Levi  »

marschmeyer hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben:
Hademe hat geschrieben:Assassins Creed ist ein drecksspiel! Billig, langweilig....einfach zu Profitorientiert. Sowas interessiert mich nicht im geringsten.
na dann ist deine anwesenheit in diesem forum ja super sinnvoll. herzlich willkommen und viel spaß bei weiteren, sehr unnötigen kommentaren... :roll:
Wieso, darf man das Spiel hier nur mögen?
Ich mag AC auch nicht ... bin trotzdem der Meinung, dass das Kommentar von Hedeme, genauso wie einige seiner anderen einfach nur unangebracht und im Ton vergriffen sind.