Kommentar: Das Problem der Allmacht

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Drake Junior
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Drake Junior »

Ubisoft ist eben ein Publisher und kein Entwickler und will einfach nur so viele Kopien wie möglich verkaufen. Und wie erreicht man das am Besten? Indem man die Gelegenheitsspieler, die App-User und die Frauen miteinbezieht (Selbstverständlich gibt es auch hervorragende weibliche Hardcore-Spieler :twisted: )! Ich sehe die Vorgaben direkt vor mir. Großes Budget = einfaches Gameplay, hoher Schauwert, hohes Mass-Appeal.

Der Erfolg des Mediums Spiel wird auch zu seinem Verhängnis! Wir erleben eine Hollywoodisierung des Videospiels! Überall, wo massig Geld ein- und umgesetzt wird, bleibt das Risiko auf der Strecke. Schaut doch mal in das Programm eines größeren Kinos in eurer Nähe. Größtenteils Schrott, produziert für ein konsumfreudiges Publikum zwischen 12 und 20. Jeder der schon etwas älter ist, kommt sich doch in einem modernen Kinozentrum fehl am Platze vor. Und ähnlich geht es mir mittlerweile immer öfter mit Spielen. Es leiden doch fast ALLE Genres unter einer Verflachung und Streamlining des Gameplays. Ein Beispiel: Need for Speed: Most Wanted 2. Extreme Gummiband KI - man kann absurderweise eine Minute stehen bleiben, aufs Klo gehen und anschließen die Gegner in 30 Sekunden wieder vor sich sehen. Absurd. Autos müssen nicht mehr freigespielt, sondern nur noch gefunden werden. Und wem`s dann immer noch zu anspruchsvoll ist, für den gibt`s dann die ultimativen Superschüsseln als DLC! Ein Geschäftsmodel - ein Erfolgreiches. Ist Mass Effect 3 mehr, als eine Interaktiver Kinofilm? Diablo 3 wurde offensichtlich von der Marketing-Abteilung produziert! Kann man auch scheitern? KANN man? Und der moderne Military Shooter - OMG!
Man sehe sich das hier an:
http://www.youtube.com/watch?v=JOHyD49DaeA

Es gibt aber auch Gegenbewegungen, in Form von Indie Games, die das Gameplay wieder in den Vordergrund stellen - ein kleiner Hoffnungsschimmer! :wink:
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(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von (x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt »

Ich sage es mal so. Diese Totale Allmacht ist der Punkt, weil ich kein Interesse für das Franchise habe. Das gleiche kann ich so für viele weiteren Reihen unterzeichnen. Dann denke ich mir nur folgendes: "Oje noch ein Supermacho, der so kämpft als gebe es kein Morgen mehr". Das ist aber das Problem...es gibt ein Morgen und jeder Mensch will den sehen. Nur wie baut man eine Beziehung zu jemanden, auf der in eine Menge voller mit Musketen bewafffnater Männer springt und schießt und meuchelt was das Zeug hält ohne Angst zu sterben ohne jegliche Furcht. Mal abgesehen davon Interpretiert Ubisoft das Wort assassine falsch, das bedeutet keineswegs Superkrieger der in offener Umgebung am hellichten Tag gegen dutzende Kämpft. im Prinzip kann man gleich einen Call of Duty soldaten benutzen. Schon der erste Trailer hat diese Allmacht ohne jegliche Scham geheuchelt, noch hat es in irgendweise realistisch gewirkt. Blöd nur das hier der unabhängigkeitskrieg, als Kulisse gewählt wurde. Warum nehmen sie nicht einfach fantasia, wo es keine schwerkraft gibt.

Änlich Denke ich auch über die Resident Evil teile der neuen Generation, wo die Zombie und anormalen Ausgeburten sich mehr darüber fürchten müssen, von Chris und co. infiziert zu werden als umgekehrt. Einfach weil die Übermacht Spürbar ist, die von den schlecht beschriebenen und Mit Superfähigkeiten ausgestatetten Charakteren ausgeht. Ich möchte ja schließlich das Gefühl haben mit meinem virtuellen Begleiter etwas geschafft zu haben und nicht nur eine Mission abhaken.

Hoffentlich bekommt Ubisoft mit Zombie U Das Gegenteil auf die Beine von Übermenschlichkeit. Je sterblicher und mittelsloser man in einem Spiel ist, desto besser.
Zuletzt geändert von (x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt am 30.10.2012 21:07, insgesamt 1-mal geändert.
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greenelve
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von greenelve »

MoJoe83 hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:Bei AC1 war die Erklärung "Böser Altair, das ist dir verboten und wird dir nach und nach wieder erlaubt".
das ist aber einfach unlogisch, es kann ja aus seinem gedächtnis nicht gelöscht werden weil er in dem moment böse war bzw. nich dem kodex der assassinen gefolgt ist.
welcher meister weist denn desmond in die künste der assassinen ein? lucy?

mir persönlich gefällt die amnesie-methode in spielen überhaupt nicht, ich finde sie einfach unsinnig, es wird da auch nie richtig erklärt woher die amnesie kommt, die einfach so da.
greenelve hat geschrieben:Genau das ist doch der Punkt. Der Meister dient nicht nur dazu der Figur alles beizubringen, sondern auch dem Spieler. Wobei kein Unterschied besteht, ob die Figur Kräfte hat und vom Meister beigebracht bekommt diese zu kontrollieren oder sie vom Meister erst erhält. Entscheidend ist, die Figur bekommt etwas neues, was erst von da an angewendet werden kann und der Spieler von diesem Augenblick an die Tastenkombination kennt es einzusetzen.
aber warum muss das immer damit erklärt werden das der held anfangs ne flasche is.
war batman auch nich un als spieler is man gut damit klar gekommen, die struktur den protagonisten zusammen mit dem spieler lernen zu lassen is einfach quatsch gerade in einem so späten teil einer spiele-serie.

warum kann der spieler/held nicht im laufe der handlung mehr über seine rolle erfahren, in immer mehr geheimnisse eingeweiht werden, die ihm einfach nur zugang zu mehr wissen erlauben und nicht zu mehr fähigkeiten.
gerade in einem action-adventure in dem es nich vorranig darum geht diverse fertigkeiten bis zu einem bestimmten punkt zu entwickeln um gewisse fähigkeiten freizuschalten.

und mal anders betrachtet connor wäre von den zig angreifern getötet wurden - spiel vorbei...
oder er wäre extrem vermöbelt wurden aber plötzlich in kurzer zeit wieder fit?
auch sehr glaubwürdig, vor allem da ja gerade die ac serie an historische ereignisse geknüpft is, die er in seiner realistischen erholungsphase verpasst hätte.
Woot? Batman bekommt in Arkam Asylum doch mehr und mehr Spielzeug, lernt mehr Moves usw. und wo er am Anfang noch ne Flasche ist und keine Chance gegen die letzten Gegner hätte, wird es durch die im Spielverlauf erlangten Spielzeuge und Fähigkeiten machbar, wie es auch bei AC der Fall ist. Und das dir ne Erklärung nicht gefällt, kein Problem, hängt es doch mit eigenen Geschmack und Darstellung der Welt zusammen.

Nochmal: Es ist nur eine Erzählform, dass es einen Meister gibt. In jedem der Spiele gibt es eine Art und Weise, wie der Spieler und die Figur mehr erfährt, Fähigkeiten bekommt. Der Meister ist dafür nicht notwendig, lediglich ein erzählerisches Mittel um eine Erklärung bieten zu können.
Bei einem Batman ist es Alfred, welcher sich plötzlich meldet und meint "Das Batmobil ist repariert und wieder Einsatzbereit, und nicht vergessen mit A Gas geben und mit B bremsen, Sir". Ob er Meister oder Butler genannt wird, es ist eine Nebenfigur die dem Spieler neue Möglichkeiten/Fähigkeiten/Whatever gibt, damit neue Hindernisse bewältigt werden können.

Das Ganze hat nichts mit Rollenspiel gemein, es geht nur darum, dem Spieler neue Features zu bieten, neue Möglichkeiten Hindernisse zu bewältigen. Das Tempo, wie schnell man Neues bekommt, hängt davon ab, wie der Entwickler es einbaut. Ob es am Anfang einen Meister gibt der direkt alles erklärt oder erst im Laufe der Zeit stückchenweise mit seinem Wissen rausrückt, macht für die Story den Unterschied, dass es besser in die Story eingebunden werden kann und für dich als Spieler, dass du nicht überforderd wirst, jede Tastenkombination angewendet und verinnerlicht werden kann, bevor eine neue dazu kommt.

edit: Flasche in Relation Anfang-Ende eines Spieles...
Heunert
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Heunert »

Und mal wieder eine Kolumne direkt nach dem Test. Ich frag mich nur, was zuerst fertig gewesen ist :mrgreen:
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Mojo8367
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Mojo8367 »

greenelve hat geschrieben:Woot? Batman bekommt in Arkam Asylum doch mehr und mehr Spielzeug, lernt mehr Moves usw. und wo er am Anfang noch ne Flasche ist und keine Chance gegen die letzten Gegner hätte, wird es durch die im Spielverlauf erlangten Spielzeuge und Fähigkeiten machbar, wie es auch bei AC der Fall ist.
das is ja nu quatsch, er benutzt im end-fight nich einen seiner spielzeuge, die braucht er nur um gewisse passagen des spiels zu meistern, die eben diese technische komponente brauchen.
das er sie sich dann besorgt von alfred heißt ja nich das er das wissen darüber wie sie zu nutzen sin nich schon vorher hatte.
oder hat alfred ihn zielübungen machen lassen mit der batclaw oder ähnlichem?
mal abgesehen davon haut batman am anfang von arkham city den pinguin un seine schergen um, ganz ohne irgendwelches spielzeug, wie schafft er das denn???
wo der spieler doch noch nix kann bzw. der held noch nix weiß, weder wie man schlägt noch sonst was.

in einem 5. teil einer serie brauch ich dem spieler doch nich unbedingt mit der flasche aufziehn un ihm jeden mist einzeln vorkaun.
aber wie gesagt er kann sich natürlich auch verhaun lassen, knochbrüche inklusive un oh wunder 3 tage später is alles wieder gut, aber der spieler lernt halt alles neu.

greenelve hat geschrieben:Bei einem Batman ist es Alfred, welcher sich plötzlich meldet und meint "Das Batmobil ist repariert und wieder Einsatzbereit, und nicht vergessen mit A Gas geben und mit B bremsen, Sir".
find ich absolut unrealistisch, ganz klar das batman seit jahren das batmobil nutzt und plötzlich weiß er gar nix mehr über seine bedienung.
hin oder her ob der spieler die bedienung lernen soll, aber sowas zerstört in meinen augen das spiel.

da diskutiert man darüber wie feindlich es doch is das der held von anfang an alles kann, bzw. 3,4, oder 5 gegner umhaut, aber sieht in keiner weise die absolute gegenseite.
ich verstehe schon das man gameplay-technisch erklären muss wie gewisse sachen funktionieren für neueinsteiger der serie.
aber muss das immer mit dem absoluten noob anfangen der dann in unrealistisch kurzer zeit plötzlich alles einfach so lernt?
oder sich im falle der niederlage in unrealistisch kurzer zeit von allen verletzungen erholt un zudem... siehe da auf einmal ziemlich viele neue fähigkeiten hat.
AlastorD
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von AlastorD »

greenelve hat geschrieben: Zelda, kleiner Junge, Nichtskönner, Reifeprüfung, großer Held.
Es geht also.
Er hält mehr aus weil er mehr Herzen hat, alles andere ist Zeug das er findet und hat nix mit Erfahrung zu tun.
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greenelve
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von greenelve »

Es soll Leute geben die erst mit dem 5. Teil in die Reihe einsteigen....

Ob er seine Spielzeuge beim Endkampf braucht oder nicht, warum trägt er sie die ganze Zeit mit sich rum und erst als es vom Spiel erklärt wird, kann er sie einsetzen? Weil es ein Spiel ist.

Warum ist es unrealistisch wenn das Batmobil nicht einsatzfähig ist und erst später Zugriff darauf vorhanden ist? Zu Beginn monierst du dich über den Kritikpunkt wie AC3 runtergemacht wird und man solle mehr auf die Story achten und jetzt bringst du nur noch Argumente das es innerhalb der Story unlogisch ist, wie neues eingebunden wird, bei nahezu allen Spielen und am liebsten ein Spiel hast, bei dem man direkt alle Fähigkeiten/Spielzeuge hat und nichts mehr im Verlauf freischaltet, was der Hauptfigur weiterhilft, lediglich Storywissen darf enthüllt werden.

Es ist ja auch nicht immer ein Noob, vielmehr befindet sich der Protagonist am Anfang auf einem steigerbaren Niveau und ist nicht mit allem ausgerüstet was zum Finale hat. Dabei ist es egal ob es sich um eine Schlagkombination, Doppelsprung oder Greifhaken handelt.


Was Connor und seine Übernachtung angeht: Warum es nicht so lösen das man den Kampf nicht gewinnen kann, aber ein wenig die Kampfsteuerung ausprobieren kann und kurz vorm Tod kommt der Meister, meuchelt und zeigt damit welch coolen Moves man selber im Verlauf lernen wird. Ein zusätzlicher Anreiz, neben der Story, weiterzuspielen weil man ebenfalls so cool meucheln will.


@ AlastorD: Wieso? Link und Du sammeln doch Erfahrung. Nicht im wortwörlichen Sinne wie Erfahrungspunkte und Levelup, mehr in tatsächlicher Erfahrung für dich, Gegnerstrategien zu erkennen und Gegenstände entsprechend einzusetzen, während Link innerhalb der Story reift. Exemplarisch sei Ocarina of Time genannt, kleiner Junge am Anfang und Jugendlicher am Ende. Ihr beiden, Du und Link übersteht auf dieser Reise bis zum Kampf gegen Ganon etliche Abenteuer, die eure Reflexe und Umgang mit eurer Ausrüstung schulen und besser werden lassen. Du kannst am Ende locker und leicht Standardgegner besiegen, weil du an Erfahrung im Kampf gewonnen hast. Link bekommt sein erstes Schwert und ihm wird erklärt wie er es zu handhaben hat, weil er davon keine Ahnung hat, wiederum am Ende, durch die Erfahrung, stellt keiner seine Künste in Frage.
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von AlastorD »

greenelve hat geschrieben:@ AlastorD: Wieso? Link und Du sammeln doch Erfahrung. Nicht im wortwörlichen Sinne wie Erfahrungspunkte und Levelup, mehr in tatsächlicher Erfahrung für dich, Gegnerstrategien zu erkennen und Gegenstände entsprechend einzusetzen, während Link innerhalb der Story reift. Exemplarisch sei Ocarina of Time genannt, kleiner Junge am Anfang und Jugendlicher am Ende. Ihr beiden, Du und Link übersteht auf dieser Reise bis zum Kampf gegen Ganon etliche Abenteuer, die eure Reflexe und Umgang mit eurer Ausrüstung schulen und besser werden lassen. Du kannst am Ende locker und leicht Standardgegner besiegen, weil du an Erfahrung im Kampf gewonnen hast. Link bekommt sein erstes Schwert und ihm wird erklärt wie er es zu handhaben hat, weil er davon keine Ahnung hat, wiederum am Ende, durch die Erfahrung, stellt keiner seine Künste in Frage.
Die sammel ich schon in den ersten Minuten, das grobe Gameplay ändert sich nicht, es wird nur durch Rätsel aufgehübscht die mit den neuen Gadgets gelöst werden können. Der erwachsene Link steuert sich kein bisschen anders als der junge, statt Schleuder hat er Pfeil und Bogen und statt Bumerang den Enterhaken. Und Standartgegner lassen sich auch anfangs schon leicht besiegen, die brauchen halt vielleicht nen Schlag mehr weil man noch keine besseren Waffen gefunden hat. Die neuen Rätsel löse ich auch nicht mit der erfahrung die ich zuvor im Spiel gesammelt habe da ich das benötigte Item da ja noch nicht hatte.

EDIT:
Das mit dem Schwert ist ein gutes beispiel, Link bekommt sein erstes Schwert und kann sofort alle normalen Schläge und den rundumschlag. Am Ende des Spiels machen die Schläge mehr Schaden und man kann den Rundumschlag vorher aufladen. Geschickter ist er dann auch nicht.
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greenelve
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von greenelve »

Tja, dann sammelst du eben nur die ersten paar Minuten Erfahrung. Bedeutet es gibt keine, ok. Neue Gegenstände werden entsprechend seiner Anwendung in Rätsel eingebunden, daraus folgt das, sobald man einen neuen Gegenstand erhält, man nach Punkten ausschau hält, wo dieser eingesetzt werden könnte. Auch dies ist gelernte Erfahrung.

Hach wenn man so rangeht, welches Spiel bringt denn dann schon im Verlauf Neuerungen in die Spielmechanik?
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von AlastorD »

greenelve hat geschrieben:Tja, dann sammelst du eben nur die ersten paar Minuten Erfahrung. Bedeutet es gibt keine, ok. Neue Gegenstände werden entsprechend seiner Anwendung in Rätsel eingebunden, daraus folgt das, sobald man einen neuen Gegenstand erhält, man nach Punkten ausschau hält, wo dieser eingesetzt werden könnte. Auch dies ist gelernte Erfahrung.
Es wird auch gerne sofort erklärt wie ein Gegenstand eingesetzt werden kann.
Klar lerne ich das Spiel zu bedienen, das ist bei AC ja auch nicht anders. Aber das geht gerade total am Kolumnenthema vorbei, denn die Limitierung geht von der Unerfahrenheit des Spielers aus somit wäre man spätestens beim zweiten durchspielen wieder allmächtig. Jörg will aber scheinbar das der Spieler anfangs vom Gameplay zurückgehalten zu mächtig zu sein. Egal ob zum ersten oder hundertsten mal, die ersten Gegner sollen eine grosse herausforderung darstellen.
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Mojo8367
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Mojo8367 »

greenelve hat geschrieben:Warum ist es unrealistisch wenn das Batmobil nicht einsatzfähig ist und erst später Zugriff darauf vorhanden ist?
ich mein ja nicht das es unrealistisch is das er das batmobil nich von anfang an nutzen kann, aber es is unrealistisch das er dann angeblich nich mehr weiß das:
greenelve hat geschrieben:mit A Gas geben und mit B bremsen, Sir
wenn mein auto kaputt is un ich es nach 2 wochen wieder bekomm, brauch mir die werkstatt doch auch erklären wie ich fahren muss, oder...
greenelve hat geschrieben:Es soll Leute geben die erst mit dem 5. Teil in die Reihe einsteigen....
sicher gibt es die, keine frage, aber muss man denn dann immer wieder von null anfangen, denn es gibt auch die, die die (oh mann was ne wortwahl :wink: ) 4 vorgänger kennen.
warum kann man dann nich die steuerung während des spiels erklären, z.b. die gegner einfach etwas schlechter machen.
anfangs ham sie halt nur mistgabeln un ne stoffklamotte, bevor sie später schwerter un ordentliche rüstungen tragen.

wie gesagt ich möchte die ganze causalalisierung der neuen games nich gutheißen, auf keinen fall.
aber das da immer der absolute nullchecker da steht der keinen plan von nix hat un das 5 mal in folge is mir einfach auch zu wieder (wenn ich halt jemand bin der die 4 vorgänger kennt un diese auch durchgespielt hat, anders als der hr. luibl!)

ich glaube du möchtest doch auch keine causual-games nur in zukunft.
greenelve hat geschrieben:bei nahezu allen Spielen und am liebsten ein Spiel hast, bei dem man direkt alle Fähigkeiten/Spielzeuge hat und nichts mehr im Verlauf freischaltet, was der Hauptfigur weiterhilft, lediglich Storywissen darf enthüllt werden.
hat denn ein dark souls dem spieler erklärt wie er gewisse dinge angehn muss?
auch spielern die den potentiellen vorgänger nich kennen?
warum muss denn immer alles vorgekaut werden, wer mit teil 5 der ac reihe anfängt wird rein von der gesamtstory eh nich klarkommen, behaupte ich jetzt einfach mal so.
greenelve hat geschrieben:Zu Beginn monierst du dich über den Kritikpunkt wie AC3 runtergemacht wird und man solle mehr auf die Story achten und jetzt bringst du nur noch Argumente das es innerhalb der Story unlogisch ist
vielleicht hab ich mich unverständlich ausgedrückt, ich meine nur das man sich nich daran aufhängen sollte das, in diesem fall connor, am anfang schon gewisse fähigkeiten besitzt.
diese scheinen aber nicht gewünscht zu sein (zumindest vom hr. luibl nich) ich finde allerdings das die storytechnisch sinnvoll/vertretbar sind.
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Hans Hansemann
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von Hans Hansemann »

Ich finde in Spielen (aber auch Filmen) muss nicht immer alles 100% logisch sein. Am ende kommt es nur darauf an das es in seinem eigenen Universum realistisch bleibt.

Wenn mir ein Spiel sagt, das ich (bzw. der charakter den ich grade Spiele) ein jungspunt bin der beim Meister lernen soll sich gegen viele zu verteidigen aber dann draussen in der Scheune vorm training alleine 10-20 Leute aus knockt dann ist doch jedes Spiel gefühl verloren...

Dabei geht es gar nicht um irgenteinen Schwierigkeitsgrad (Ich glaube auch das Jörg nicht von einem Schwierigkeitsgrad redet) oder darum das ein Junge ganz alleine 20 Mann weg boxt. Das Spiel stellt ne "Regel" auf nur um sie 1 minute später zu brechen, darum gehts. Es gäbe ja auch schönere wege bei seinen eigenen Regeln zu bleiben. Der junge wird angegriffen in der Nacht, schafft vll. 1-2 Mann, dann kommt der Meister rettet einen in ner schönen script sequenz vor den anderen 18.

Damit wäre der Meister ein glaubhafter Meister und man hätte das gefühl was der kann will ich auch können! Was einem in den nächsten 5 minuten spielen in nem fixen Tutorial dann auch beigebracht wird.

Naja so ist das. Manchmal fragt man sich ob die leute ihr eigenes Spiel überhaupt mal gespielt oder ihren eigenen Film geguckt haben. Aber vielleicht bin ich auch nur klein karriert oder zu alt oder beides. :D
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greenelve
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von greenelve »

Ähm...Jörgs Beispiel war ein junger Mann, der lernen wollte, wie man mehrere Gegner gleichzeitig besiegt und noch bevor er es beigebracht bekommt, dieses bereits bewerkstelltigt. Nicht also das Gamepadkönnen des Spielers, die unlogische Stelle der Erzählung war sein Aufhänger. Ja bei dieser Stelle sollen die Gegner übermächtig sein. Um das Beispiel Karate Kid nochmal zu zitieren, hier wird Daniel am Anfang vom Bösewicht zusammengeschlagen und erst nachdem er von Mr. Myagi Karate gelernt hat, ist er auch in der Lage sich zu wehren. Eine Reihenfolge die AC3 in dem Moment durcheinanderbringt.

Und bei AC ist man durchweg mächtig. Klettern und Kämpfen ist nicht viel falsch zu machen. Es geht um Schwierigkeitsgrad. Dieser ist bei AC bisweilen langweilig, eben weil Klettern teils automatisch abläuft und Kämpfe mit Kontern kaum Probleme darstellen.

@ MoJoe83:
1.+2. Wollt ich schon früher mit anbringen. Schau dir mal Filme und Serien an. Ganz egal wer wie wo was. Immer wieder gibt es Dialoge "Du weist das du das und das machen musst/dem so ist?" "Ja weis ich, warum erzählst du mir das?" -> Weil es der Zuschauer nicht weiss und die Drehbuchautoren nicht kreativer sind, diese Information einzubauen. Und bei Spielen: Es ist nunmal ein Spiel. Wie will man es sonst machen? Klar weis Batman das, aber du als Spieler nicht, ergo muss es unlogisch erklärt werden. -.-

3. Das in jedem Teil der Käse neu erklärt wird, hat nichts mit Casual zu tun, das war in jedem Metroid Teil seit den 80ern so. Aber ja, mich stört es auch, AC ist zu leicht mit Autoklettern und easykontern.

4. Jetzt versteh ich warum sich DS Fans aufregen wenn das Spiel ständig herhalten muss. Dark Souls ist ein Negativbeispiel für Erkläungen, denn das Spiel erklärt viel zu wenig. Nicht umsonst heist es, man braucht mitunder das Wiki um zu Wissen, wieso weshalb warum. Ich würde schon gerne wissen das Goldharz nur vorübergehend wirkt und nicht indem ich es ausprobiere und dann ohne dastehe. Und warum gibt es Gegner die einen vergiften können, lange bevor Gegengift eingeführt wird? Ich häng als Spieler da und denk mir "Super, Gift, zurück zum Leuchtfeuer weil der Versuch ist verloren, vergiftet sein ist Sinnlos".

5. Es geht nicht direkt um freigeschaltete Fähigkeiten, sondern um die Storyverhältnisse. Nochmal nur für dich :)
Karate Kid:
Daniel wird zusammengeschlagen -> lernt sich zu wehren -> wehrt sich
AC3:
Conno will lernen mehrere Gegner zu besiegen -> besiegt mehrere Gegner -> lernt mehrere Gegner zu besiegen.

Das ist einfach Unlogisch. Und das ist was Jörg meint mit "Zu früh Übermächtig" bzw. "Fähigkeiten die er noch gar nicht hat und erst noch lernen will".

ps: Hans Hansemann, danke, Regel, das ist das gesuchte Wort. Wunderbar. :winkhi:
marschmeyer
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von marschmeyer »

YBerion hat geschrieben: Gut, selbst das ist kein Totalausfall. Skyrim ist auch weitestgehend anspruchslos, oder Uncharted. Was mich persönlich an der AC-Reihe immer am meisten gestört hat ist die Art, wie die Assasinen dargestellt werden. Im Intro zu Teil 1 lag noch stark die Betonung auf Heimlichkeit. Altair versteckte sich in der Menge, schlug aus dieser heraus zu und flüchtete. Das war das ursprüngliche Bild eines Assasinen nach Interpretation von Ubi. Von Teil zu Teil wurde das Assasinenbild schon in den Trailern immer offensiver. Beim CGI- Trailer zu Teil 3 hab ich mich schon richtig geärgert... geht es nun um Assasinen oder Super-Meuchlern mit der diskretheit eines Iron-Man?! Das Problem der Allmacht sehe ich also NICHT (nur) im Gameplaydesign, sondern in der Art, wie Ubi uns ihre Assasinen verkaufen möchte.
Hat doch was von Sam Fisher. Wie das nur kommt?
AlastorD
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Re: Kommentar: Das Problem der Allmacht

Beitrag von AlastorD »

greenelve hat geschrieben:Ähm...Jörgs Beispiel war ein junger Mann, der lernen wollte, wie man mehrere Gegner gleichzeitig besiegt und noch bevor er es beigebracht bekommt, dieses bereits bewerkstelltigt. Nicht also das Gamepadkönnen des Spielers, die unlogische Stelle der Erzählung war sein Aufhänger. Ja bei dieser Stelle sollen die Gegner übermächtig sein. Um das Beispiel Karate Kid nochmal zu zitieren, hier wird Daniel am Anfang vom Bösewicht zusammengeschlagen und erst nachdem er von Mr. Myagi Karate gelernt hat, ist er auch in der Lage sich zu wehren. Eine Reihenfolge die AC3 in dem Moment durcheinanderbringt.
Und in Skyrim kann ich auch schon früh den ersten Drachen töten, vielleicht ist er einfach ein Auserwählter, Naturtalent ect.
Ausserdem gäbe nur drei möglichkeiten:
1. Ne Videosequenz
2. Man spielt die Szene, macht alle fertig, es kommt ne Scriptsequenz in der man dann doch fertiggemacht wird und der Meister hilft einem
3. Man macht die Gegner unbesiegbar und lässt einen solange kämpfen bis man irgendwann doch draufgeht