Es gibt genug Besonderheiten die es für mich vom gewöhnlichen Multiplayer-Shooter abheben.
Zu aller erst, es handelt in einer Zombie-Apokalypse mit rennenden, infizierten Fleischfressern. Ein Horror-Survival Multiplayer mit lebenden Untoten also. Und davon gibt es bekanntlich nicht viele, bzw. keine nennenswerten.
Ich muss aber EikeCR recht geben, es könnte ruhig noch etwas blutiger sein. Allerdings glaube ich kaum, dass sie sich trauen werden so weit wie z.B. Dead Rising zu gehen. Valve wird das mit sicherheit auch ungern zulassen.
Für einen stinknormalen Team-Deathmatch Shooter sind mir die Teams zu unterschiedlich und unbalanziert: 4 Menschen mit Schusswaffen gegen 100te rennende Leichen die statt Waffen Hände und Zähne einsetzen + die 5 "Boss-Infizierten" mit besonderen Tötungs-Eigenschaften. Wie z.B. der "Smoker" der, ähnlich wie der Licker in Resident Evil, mit seiner langen Zunge Überlebende von der Gruppe wegziehen kann, oder der "Tank", der kräftig genug ist um mit Autos oder Betonpfeilern um sich zu werfen, und dem man nur im Team in die Knie zwingen kann. So ändert sich der Spielablauf und man muss seine Taktik anpassen, je nach dem was einem auf dem Weg zum Ziel über den Weg läuft.
Wo man zum Teamplay kommt. Und das ist etwas, dass ich selten in gewöhnlichen Online-Shootern sehe, egal ob Team-Deathmatch oder einfach nur Deathmatch. Der Spielablauf ändert sich kaum, bis auf dass je nach Mode die Anzahl der Spieler die nicht auf dich schießen wächst oder sinkt (in Left4Dead schießt niemand auf dich). Teamplay ist praktisch nicht möglich, wenn man zu denen gehört die nicht genug Zeit haben, oder investieren wollen, um Online-Bekanntschaften und somit auch Teamplay zu entwickeln. Left 4 Dead zwingt einen allerdings dazu, da man alleine absolut keine Chance haben wird. Und wenn man alleine ist, dann bekommt man A.I.-Kumpanen. Was für mich zählt ist, dass es dem Survival-Zombie-Genre gerecht wird, wo Gruppenarbeit hoch steht (Friendly Fire wird man nicht abschalten können). Und bis jetzt hat das noch keiner, in verbindung mit Zombies, so durchgezogen. Allerdings hoffe ich, dass sie noch mehr Interaktion mit Teamkollegen möglich machen werden. Ihnen einfach nur wieder aufzuhelfen wenn sie verletzt am Boden liegen ist mir nicht genug.
Der "Director" ist auch etwas das mich wirklich interessiert. Ein A.I. System das im Hintergrund arbeitet, und je nach dem wie das Spiel verläuft, es den Spielablauf beeinflusst. Wenn es der Ansicht ist, dass der Spieler nach einigen großen Außeinandersetzungen genug Stress ausgsestzt wurde, dann schraubt es die Gegneranzahl zurück und baut durch ruhigere Momente mehr Spannung auf. Nur um dann, an beliebigen Orten erneut einen Ansturm zu plazieren. Und dabei wird es keine fixen Spawn-Punkte geben. Man kann sich also nicht darauf verlassen sich bestimmte Orte an denen man letztes mal überrannt wurde zu merken.
Ich will das Spiel nicht loben ohne mehr vom Gameplay gesehen zu haben. Die Videos haben dafür nicht genug gezeigt. Und Multiplayer Spiele kann man sowieso erst so richtig einschätzen wenn man sie selber spielt. Die Ideen dahinter klingen jedenfalls toll, und ich bin gespannt wie es mit der Zeit wächst.
Für mich ist es jedenfalls "besonderer" als die aktuell gewöhnliche Multiplayer-Shooter-Orgie.
Ließt euch einfach mal den Wikipedia-Eintrag durch wenn ihr mehr wissen wollt.
http://en.wikipedia.org/wiki/Left4Dead#Gameplay