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Raucher vs. Nichtraucher - Strengere Regeln gegen den Qualm?
Verfasst: 05.07.2010 01:00
von TomSupreme
Mahlzeit,
das hab ich heute zufällig im Radio gehört bzw. diesen Artikel gelesen:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 02,00.html
Für jene die lesefaul sind, Bayern hat heute per Volksentscheid die striktesten Regelungen für Raucher erlassen. Geraucht werden darf fast nirgends mehr....weder in Kneipen, Festzelten etc....kurzum, die individuelle Freieheit wurde stark beschnitten und Raucher werden zu verteufelten Minderheiten.
Wie seht ihr das? Ist das erst der Anfang und ihr meint da muss noch mehr an Verboten kommen? Denkt ihr das das dass nicht sein muss und die bestehenden Regelungen für Raucher völlig genügen?
Bitte keine sinnloses Flamen.
By the Way, ich bin Nichtraucher, dennoch finde ich dieses neue Regelwerk schon ein starkes Stück....Volksentscheid hin oder her, es kann nicht sein das eine Gastwirt per Gesetz die Entscheidung abgenommen wird ob in seiner Kneipe geraucht werden darf oder nicht....
Verfasst: 05.07.2010 01:32
von the curie-ous
Sehr schade. Ich rauche gerne meine Zigarren und Pfeifen vorallem in Kneipen oder Bars bei einem Gläschen Whiskey im Plausch mit Freunden.
Re: Raucher vs. Nichtraucher - Strengere Regeln gegen den Qualm?
Verfasst: 05.07.2010 03:27
von Pennywise
Erdbeerfeldheld hat geschrieben:
By the Way, ich bin Nichtraucher, dennoch finde ich dieses neue Regelwerk schon ein starkes Stück....Volksentscheid hin oder her, es kann nicht sein das eine Gastwirt per Gesetz die Entscheidung abgenommen wird ob in seiner Kneipe geraucht werden darf oder nicht....
Besonders wenn man bedenkt das ja etliche Wirte nen Raucher Raum eingeführt haben und das auch Kosten mit sich gebracht hat.
Verfasst: 05.07.2010 03:48
von Pyoro-2
Da ich Raucher absolut und überhaupt nicht ausstehen kann
(ich kenn keine egozentrischere Bevökerungsgruppe als die, selbes Niveau wie Hauptschüler mit ihren mp3s handys, nur gesundheitsschädlicher ...)
, freu ich mich natürlich

Verfasst: 05.07.2010 07:28
von Wulgaru
Immer dieses Argument mit der individuellen Freiheit...und was ist mit der Freiheit der Nichtraucher die durch Raucher beschnitten wird?
Seit das Rauchverbot eingeführt wurde, ist es für keinen meiner Freunde ein Problem einmal rauszugehen wenn er Lust hat, inwiefern ist das eine Einschneidung der individuellen Freiheit? Das macht niemanden etwas aus.
Vielleicht ist das polemisch, aber das ich nicht einfach irgendwo hinpinkeln darf (auf den Kneipenboden zum Beispiel), ist auch eine Beschneidung der individuellen Freiheit. Aber es ist natürlich selbstverständlich weil es für alle anderen Anwesenden widerlich wäre. So ähnlich sehe ich das Rauchen mittlerweile, ich bin froh über die Verbote.
Deutschland ist auch witzigerweise das einzige Industrieland, wo wir diese Diskussion noch ernsthaft haben.
Und ansonsten kann man sich schwerlich über das Ergebnis eines Volksentscheides pikieren. Das ist die Art von Basisdemokratie, die jeder immer fordert und sie hat hier gesprochen.
Allgemein braucht es Rauchverbote, trotz Nichtrauchermehrheit ist ja nie etwas passiert was auf freiwilliger Basis funktioniert hätte. Bis zu den ersten Verboten mussten eben Nichtraucher in den sauren Apfel beißen, jetzt müssen Raucher rausgehen (sie können also noch in nächster Nähe rauchen), dass ist für alle beteiligten netter finde ich zumindest.
Edit:
Ah, auch nicht mehr in den Nebenräumen großer Gaststätten? Das ist doch nur fair. Das bisherige Argument der Eckkneipenbesitzer ist damit zumindest in Bayern nicht mehr gegeben. Es ist kein unfairer Wettbewerbsvorteil mehr vorhanden.
Verfasst: 05.07.2010 08:41
von Zappes
Mich betrifft die Sache nicht, obwohl ich Münchner bin: Außer auf Parties rauche ich nicht, und ein großer Weggeher bin ich sowieso nie gewesen. In der Sache bin ich also emotionslos, aber dass, was gestern passiert ist, finde ich trotzdem grauenhaft.
Letztendlich haben sich hier mal wieder die verbotsgeilen Egozentriker durchgesetzt, die staatliche Einmischung in das Leben des Einzelnen über alles lieben. Die geistige Haltung hinter dieser Art von Verboten ist die selbe wie die der Killerspielverbieter oder der Spinner, die am liebsten jede zweite moderne Musikrichtung aus den Regalen verbannen würden - wobei "modern" für alles steht, was nach 1950 auf den Markt kam. Diese Kultur von Verboten, Zensur und Bevormundung finde ich abstoßend, aber scheinbar ist das deutsche Volk mal wieder reif für einen Staat, der dem Individuum das Denken und jegliche Form von Eigenverantwortlichkeit abnimmt. Die Wahlbeteiligung von nur 36% bei der affigen Abstimmung spricht Bände, wie ich finde.
Verfasst: 05.07.2010 09:18
von JesusOfCool
Wulgaru hat geschrieben:Deutschland ist auch witzigerweise das einzige Industrieland, wo wir diese Diskussion noch ernsthaft haben.
WTF?
schau erstmal nach österreich bevor du sowas loslässt. bei uns wird seit 2 oder 3 jahren hin und her diskutiert was das thema anbelangt. in der zwischenzeit wurden irgendwelche dumme und sinnlose gesetze beschlossen die kein mensch kontrolliert. die politiker bei uns haben einfach zu viel angst sie könnten wählerstimmen verlieren (das ist zZ echt das einzige um das sich österreichische politiker sorgen). es ist echt zum kotzen hier.
@zappes: nochmal: WTF? du tust ja grade so als wär das rauchen komplett verboten worden, was ja nun wirklich überhaupt nicht so ist.
@pyoros spoilerkasten: du hast aggressiv vergessen. wenn man in wien in der ubahn, wo schon immer striktes rauchverbot war, jemanden darauf aufmerksam macht, dass da rauchverbot ist, muss man im bestenfall damit rechnen, dass man angestänkert wird. wenns blöd kommt kriegt man gleich eine in die fresse (gabs da nicht auch mal was in deutschland wo ein alter man zusammengeschlagen wurde genau wegen sowas?)
letztenendes muss ich allerdings sagen, dass es mir lieber wäre, wenn man das rauchen auf der strasse verbieten würde und nicht in so lokalen. denn ob man in ein lokal geht, oder nicht, kann man sich ja immerhin aussuchen, auf die strasse muss man immer irgendwann mal.
Verfasst: 05.07.2010 09:52
von Boesor
ZappesBPD hat geschrieben:
Letztendlich haben sich hier mal wieder die verbotsgeilen Egozentriker durchgesetzt, die staatliche Einmischung in das Leben des Einzelnen über alles lieben. Die geistige Haltung hinter dieser Art von Verboten ist die selbe wie die der Killerspielverbieter oder der Spinner, die am liebsten jede zweite moderne Musikrichtung aus den Regalen verbannen würden - wobei "modern" für alles steht, was nach 1950 auf den Markt kam. Diese Kultur von Verboten, Zensur und Bevormundung finde ich abstoßend, aber scheinbar ist das deutsche Volk mal wieder reif für einen Staat, der dem Individuum das Denken und jegliche Form von Eigenverantwortlichkeit abnimmt.
ich stimme dir absolut zu, wenn in bayern soeben das rauchen komplett unter Strafe gestellt wurde.
da das aber nicht der fall ist und jeder in seinen
Privaträumen weiterhin das gift inhalieren kann wie er will übertriebst du maßlos, machst schlechte vergleiche und bist daher unsachlich.
mal ehrlich, wie kommt man auf die Idee ein Musikverbot (wtf?) mit dem Rauchverbot im öffentlichen raum gleichzusetzen?
ich würde sagen, entspann dich mal und rauch erstmal eine :wink:
Verfasst: 05.07.2010 10:17
von Zappes
Es geht überhaupt nicht darum, was hier im Detail verboten werden soll. Es geht um die ganz generelle Betrachtung des Verbots- und Regulierungswahns, der im Moment so populär ist, und den ich für grundlegend falsch halte. Ich bin einfach jemand, der es nicht für nötig hält, dass der Staat in solche Dinge eingreift, in diesem konkreten Fall insbesondere, was das Selbstbestimmungsrecht der Wirte angeht.
Der Vergleich mit der Medienzensur war übrigens ganz bewusst gewählt. Schließlich argumentieren die Jugendschützer ja auch immer damit, dass man als Erwachsener selbstverständlich fast alles an Filmen und Spielen konsumieren darf, so lange man es bei sich daheim tut. Dass man als Spieler weder viel Lust auf die stressige Beschaffung hat noch sich ständig rechtfertigen will, wenn man von Bekannten etwas schräg angesehen wird, wird dann als übertriebene Empfindlichkeit abgetan und der Protest ins Lächerliche gezogen - exakt der selbe Mechanismus, den man hier im Thread beobachten kann. Diese Vorgehensweise ist eine erprobte Methode, um Änderungen schleichend einzuführen, und ich möchte an den Frosch erinnern, den man langsam erhitzt, statt ihn direkt in kochendes Wasser zu werfen. Konkretere Beispiele aus der Geschichte gibt es auch, aber die mag ich nicht anführen... Es wird dann doch viel zu oft nicht verstanden, dass der Vergleich von Vorgehensweisen keineswegs eine inhaltliche Gleichsetzung bedingt, weshalb die eigentlich guten Beispiele dann selten verstanden werden. Schade drum, aber der Frosch tut's auch.
Verfasst: 05.07.2010 10:22
von Landungsbrücken
[X]Bin Nichtraucher, stört mich zwar schon wenn in geschlossenen Räumen geraucht wird, aber es ist auszuhalten, muss ja schließlich keine Wochen in dem Raum verbringen^^
Ich hätte aber ein großes Problem damit, wenn ein Freund oder ne Freundin oder wer auch imemr bei mir in der Bude qualmt. Den Gestank in MEINEM Zimemr brauche ich nun echt nicht^^
Verfasst: 05.07.2010 10:27
von Henriette
rauchen ist scheiße und gehört verboten. ich hasse raucher und ihre dummheit, ihre fehlende selbstdisziplin und ihr selbstzerstörrungstrieb und dessen nichtbewußtsein. leider kann man sich dem nicht wirklich entziehen, weil es gibt ja bekanntlich das passive rauchen.
ich habe eine zeitlang mit krebspatienten gearbeitet, das sollte sich mal jeder raucher anschauen, wie die leiden, dann würden sie keine zigarette mehr anfassen. und dann immer dieses argument: "hach, ich bin ja süchtig, es liegt nicht in meiner macht".
schlimm finde ich auch, dass die noch eine neue lunge bekommen, wo andere eine brauchen, durch chron. allergisches asthma zum beispiel. (und wir wissen ja, dass das mit den organen eine schwierige sache ist, weil mangelware) das zahlt dann alles die kasse - die müssen dann also das ausbaden, was der raucher verursacht hat. die rennen dann die ganze zeit mit einem beatmungsgerät durch die prärie und was das kostet.....
(ps: es wird NICHT die freiheit der raucher eingeschränkt, sondern die freiheit der nichtraucher. man trifft eine entscheidung: rauchen oder nicht. die entscheidung vom nichtraucher ist nicht wirklich freiwillig, weil er ja doch irgendwann irgendwo mal passiv raucht. und das ist auch scheiße!)
Verfasst: 05.07.2010 10:33
von Zappes
Denmark2010 hat geschrieben:rauchen ist scheiße und gehört verboten. ich hasse raucher und ihre dummheit, ihre fehlende selbstdisziplin und ihr selbstzerstörrungstrieb und dessen nichtbewußtsein. leider kann man sich dem nicht wirklich entziehen, weil es gibt ja bekanntlich das passive rauchen.
Das selbe kannst Du über das Autofahren, ungeschützten Sex, Alkoholkonsum, Hundehaltung und tausend andere Sachen sagen.
Verfasst: 05.07.2010 10:35
von GoreFutzy
Wo ist der Punkt hier?
[x]Ich bin Raucher, aber mich stören diese Nichtraucher und Verbotsregeln nicht
...von daher, vollkommen egal.

Verfasst: 05.07.2010 11:02
von Nerf
Ich bin Nichtraucher, aber mich der stört der Qualm nicht.
An sich ist es mir egal, obwohl die Nichtraucher-Argumente wesentlich einleuchtender sind.
Verfasst: 05.07.2010 11:05
von Levi
Nerf hat geschrieben:Ich bin Nichtraucher, aber mich der stört der Qualm nicht.
An sich ist es mir egal, obwohl die Nichtraucher-Argumente wesentlich einleuchtender sind.