Seite 1 von 13
WikiLeaks - Sinnvoll oder Gefahr für die Allgemeinheit?
Verfasst: 25.10.2010 11:36
von TomSupreme
Jeder hat es sicherlich mitbekommen das WikiLeaks (mal wieder) massig Dokumente ins Netz gestellt hat die belegen das die US-Armee weit mehr Opfer produziert hat als sie selbst zugeben wollten und jetzt von einer Gefährdung für die Soldaten in Übersee sehen und die Terrorgefahr dadurch potenziert wird. WikiLeaks selbst und deren Befürworter sehen darin Pressefreiheit und den Kampf für die Wahrheit.
Wie seht ihr das? Ist das Treiben von WL wirklich eine gute Sache die uneingeschränkt unterstützt werden sollte oder schüren sie die Gefahr für Leib und Leben der Streitkräfte und für Zivilisten in aller Welt?
Von sinnfreiem USA-Bashing bitte ich abzusehen.
Edit: Ich kann die dritte Option irgendwie nicht einfügen, darum...
( ) Solange eine Gefährdung nicht in meiner Nähe zu finden ist, ist es mir egal.
Verfasst: 25.10.2010 11:40
von Pyoro-2
Ijmd muss ja tun, was die gleichgeschalteten Medien selbst nicht mehr tun wollen - [x]sinnvoll.
Wobei was speziell die US Dokumente angeht ich etwas geteilter Meinung bin (nicht wegen diesem hohlen Gewäsch von Sicherheitsbedenken für die USA und ihre Mitverbre...Verbündeten...); da hat man schon arg viel Wert auf Publikumswirksamkeit gesetzt ^^
Is' ja aber lange nicht das einzige; denke da auch an die Toll-Collect Verträge. Hätte man doch ansonsten im Leben nie erfahren, wie's da zugeht; also bin froh drum

Verfasst: 25.10.2010 12:00
von JesusOfCool
also ich finds ne super sache. regierungen wirds ja sonst viel zu einfach gemacht was verschleierungen und so anbelangt.
Verfasst: 25.10.2010 12:36
von P4inkill3r
Ich hab die dritte Option hinzugefügt.
@topic
Ich halte das für eine gute Sache. Wenn Sicherheit auf einer Lüge, oder zumindest der verschleierten Wahrheit fußt, kann das mMn auch nicht das Wahre sein.
Verfasst: 25.10.2010 14:21
von Wulgaru
Ich bin zwar der Meinung das der "Gründer" ein ganz schön nervige Egosau ist, dessen Auftritte schwer am Rande des erträglichen surfen...in der Sache ist Wikileaks aber einfach sinnvoll. Wobei ich es wie angesprochen eben ziemlich oberflächlich finde, sich mit den wirklich spektakulären Enthüllungen auf Amiland zu konzentrieren. Warum nicht einmal China? (mag sein das das schon stattfindet, aber durch die Medien geht es nicht).
Verfasst: 25.10.2010 15:04
von JesusOfCool
in china traut sich sowas doch keiner, wird ja gleich hingerichtet. den rest weiß man ja eh, da kommen wenn dann nur wiederholungen.
die amis haben aber wohl eh am meisten dreck am stecken, insofern find ich das vorläufig mal gar nicht so schlecht... zumindest momentan.
Verfasst: 25.10.2010 15:41
von Wulgaru
Ich glaube nicht das Amis mehr Dreck am stecken haben als China...
Verfasst: 25.10.2010 15:45
von JesusOfCool
wissen kann man das ja nicht, aber unterschätz die amis nicht. die mischen sich in ausländische belange weit mehr ein als jeder andere staat.
Verfasst: 25.10.2010 15:51
von Pyoro-2
Wenn ich den gesamten post-WW2 Zeitraum betrachte, fällt's mir ziemlich schwer, von ijmden mehr Dreck als den Amis zu erwarten ^^
Naja, nicht, dass ich großer China Fan wär. Aber ich glaube den Leuten ist ziemlich bewusst, dass bei denen einiges schief läuft

Im Westen muss man bezüglich des Westens doch noch einiges an Einschärfung betreiben...da bin ich auch froh, dass Germanien öfters mal was auf'n Deckel bekommt ^^
Verfasst: 25.10.2010 15:58
von Wulgaru
Jap..dieses T-Shirt habe ich auch mal besessen. Aber nun ja...genau wie es klar ist, dass China Dreck am stecken hat, ist das doch bei den Amis auch klar. Ich war jedenfalls nicht überrascht, nicht einmal bei dem Hubschraubervideo. Ist halt schon irgendwo die Bedienung des Amihasserklischees. Ist auch in Ordnung, aber die Relation gefällt mir eben nicht.
Was China genau in Afrika veranstaltet würde zum Beispiel mal eine Beleuchtung verdienen finde ich (meinetwegen dazu auch das handeln westlicher Konzern zum Beispiel was den Uranabbau angeht, Stichwort saubere Atomenergie). Afghanistan/Irak-Bashen ist ja nun wirklich nichts neues mehr.
Verfasst: 25.10.2010 16:52
von JesusOfCool
Pyoro-2 hat geschrieben:
das sind aber alles militärische einsätze gewesen, oder?
die CIA hat da glaub ich noch einiges mehr gemacht, und von so einigen sachen ist da nichtmal irgendwas bekannt.
na immerhin sind die amis im regierungen stürzen um andere an die macht zu bringen, die den amis noch mehr probleme machen, ja ganz gut.
Verfasst: 25.10.2010 20:45
von Sarrus MacMannus
Jemand hat mal gesagt( B. Franklin, wenn ich mich recht entsinne): Wenn wir die Sicherheit der Freiheit überordnen, so werden wir beides verlieren.
Verfasst: 30.10.2010 09:40
von Scorcher24_
@Maiuss
Ein gutes Zitat.
@Topic
Die Wahrheit ist doch oft gefährlicher als die eigentlich Gefahr.
Wikileaks ist nötig. Ich bin mal gespannt wie lange es dauert bis der Gründer und Financier auf mysteriöse Weise entweder pleite geht oder verschwindet...
rya.
Verfasst: 30.10.2010 11:22
von Boesor
Scorcher24 hat geschrieben: Ich bin mal gespannt wie lange es dauert bis der Gründer und Financier auf mysteriöse Weise entweder pleite geht oder verschwindet...
Bekanntlich schützt ein hoher Bekanntheitsgrad am effektivsten.
Bei der allgemeinen Hysterie und Einstellung, überall Verschwörungen zu sehen, erst recht.
Und der Assange spielt das Spiel ja jetzt bereits mit
"In den Augen von Assange bestehe eine kleine, aber nicht irrelevante Gefahr, dass er getötet wird."
http://winfuture.de/news,59131.html
Ich will gar nicht wissen was u.a. hier los ist, wenn der wirklich bei einem Unfall sterben würde.
Und zur Abstimmung: Ich finde es richtig, solange wie bisher so verfahren wird, dass keine Rückschlüsse auf Identitäten möglich sind.
Verfasst: 29.11.2010 12:22
von Boesor
Die aktuellen "Enthüllungen" von wikileaks nehme ich mal zum Anlass diesen Thread wieder hervorzuholen.
ledier muss ich meine positive Einschätzung von wikileaks hier ein wenig widerrufen.
Das aufdecken von Kriegsverbrechen und anderen vertuschten Fällen in Kriegs- oder Krisengebieten ist aller Ehren wert und sicherlich notwendig.
Nicht ganz erschließt sich mir aber das öffentliche Interesse bzw. die Legitimität eines öffentlichen Interesses an internen (und keineswegs offiziellen) Einschätzungen zu verschiedenen Politikern.
Hier hat wikileaks (vielleicht zum ersten mal?) meiner Ansicht nach wesentlich mehr Schaden angerichtet als es genutzt hat.