Dark_Randor hat geschrieben:Ich weiß nicht, was ich davon halten soll... Also bei mir in der Campumgebung hab ich sowas nicht wahrgenommen, im Gegeneil, eigentlich sehr gute Stimmung... Außer einem Camp bei uns in der Nähe, die meinten, sie müssten ständing die Mädels ausunserem Camp anpöbeln, das waren allerdings (zumindest optisch) "Vollblutmetaler". Ich möchte dich jetzt nicht persöhnlich angreifen, aber ich hab das Gefühl, dass dieses Jahr alles auf "Die Touristen" geschoben wird (schlechte Stimmung, Agressivität, beschissenes Verhalten usw.), anstatt dass sich mal ein paar Leute selber an die Nase fassen... Und das auch keine konstruktiven Verbesserungsvorschläge kommen, sondern nur gepöbelt wird gegen alles, was nicht "true" genung ist. Wir hatten in unserem Camp auch drei Jungs, die nicht wirklich nach Metal aussehen (kurze Haare usw.). Nur mit dem Unterschied, dass die wussten, wie man sich benimmt. Die durften sich dann aber auch eines Abends von einer Gruppe ca. 18 Jähriger anhören, dass sie Touristen wären... Nur schade, dass die drei schon Metal gehört haben, als die Flachzangen noch auf dem Spielplatz Sandburgen gebaut haben... Und das fand ich schon ziemlich schockierend, zum einen fordert die Metal-Szene ständig, die anderen Menschen sollten sie doch bitte akzeptieren so wie sie sind usw. , aber auf der anderen Seite gegen alles pöbeln, was "untrue" ist und anders aussieht, das hat mich echt sauer gemacht. Meiner Meinung nach darf jeder gerne nach Wacken kommen, der ein Ticket bezahlt hat und die Grundregeln des menschlichen Zusammenlebens beherrscht. Das Gepöbel gegen alles, was nicht aussieht wie ein Manowar-Fan, geht mir schon im Wacken-Forum tierisch auf die Nerven. Ich bin der Meinung, dass Wacken immer noch eine vernünftige Veranstaltung ist. Das einzige, was ich dieses Jahr wirklich schlecht fand, waren die Wasserpreise auf dem Infield sowei der teilweise schlechte Sound bei einigen Konzerten. Aber das Problem, dass Wacken immer mehr als reine Sauffveranstaltung mit Hintergrundmusik wahrgenommen wird, liegt meiner Meinung nach auch zu einem großen Teil am Stammpublikum, weil auch dort wie gesagt oft grundsätzliche Verhaltensmaßregeln außer Kraft gesetzt werden...
Da hast du bessere Erfahrungen gemacht als ich. Ich fühle mich auch gar nicht angegriffen, bin selber alles andere als "trve", höre Metal auch nur als ein Genre unter Vielen (wenn auch als Liebstes), ich kann auch elitäres Hipstergehabe alles andere als leiden, aber konnte doch nicht umhin zu bemerken, dass viele Aspekte eher einer Kirmes als einem Musikfestival ähnelten.
Ich finde, man könnte damit anfangen, dass man völlig musikfremde Attraktionen wie das Mittelalterdorf oder Wrestling/Wet-T-Shirt-Contest/Comedy zurückfährt oder zumindest nicht mehr vergrößert. Denn solche Attraktionen, die nichts mit Musik zu tun haben, zielen doch einzig und allein darauf ab, Publikum, was nicht an Musik interessiert ist, anzuziehen. Und tut mir leid, wenn ich da ein wenig puristisch klinge, aber ich finde, ein Festival sollte in erster Linie für Musikinteressierte
ausgelegt sein. Wer dann trotzdem kommt, obwohl er sich nicht für die Musik interessiert, ist egal. Nur habe ich das Gefühl gehabt, speziell dieses Jahr, dass die Musik auch von der Aufmachung durch die Veranstalter in den Hintergrund gerückt wurde...
Dass soviele Leute ankommen, mit nichts als asozialem Besäufnis im Kopf, ist wohl eine Art Automatismus, sobald so eine Sorte Festival einen bestimmten Bekanntheitsgrad und Kultstatus erreicht hat. Aber diese "Ballermann-Mentalität" muss doch nicht durch den Veranstalter noch gefördert werden, indem noch massig Marketing mit coolen Schlagwörtern und Attraktionen betrieben wird, die sind doch auf das zusätzliche Geld nicht wirklich angewiesen.
Hinzu kommen noch Undinger, wie die Tatsache, dass Bands daran gehindert werden, Shirts von sich zu verschenken... das lässt sich nicht rechtfertigen.