Da kam so einiges zusammen in den letzten paar Wochen bei mir. War leider zu faul, dazu was zu schreiben, deswegen gibt es jetzt alles auf einmal:
The Final Countdown:

Spannende Geschichte, gut erzählt und gespielt. In weiten Teilen zwar ein Werbefilm für die US Navy, aber auch ein verdammt gelungener. Ich mag Zeitreisegeschichten einfach, auch wenn ich am Ende gerne etwas mehr Action und Veränderung der Geschichte gesehen hätte.
8/10
Der Roman Weapons of Choice scheint thematisch sehr in diese Richtung zu gehen. Ich werde mir davon mal eine Leseprobe besorgen. Ich würde mich auch über Tipps zu thematisch ähnlichen Filmen, Romanen und Spielen freuen, falls jemand welche kennt.
Apollo 13:

Beeindruckend besetztes, toll gespieltes, exzellent gefilmtes, realistisches und historisch äußerst akkurates Heldenepos über den "erfolgreichsten Fehlschlag" der NASA. Alleine dass weite Teile der Szenen in der Kapsel in tatsächlicher Schwerelosigkeit gefilmt wurden, verpflichtet jeden nur halbwegs am Thema Interessierten, den Film zu gucken. Eine Sache aber nervt: Ich kann und will nie wieder irgendwo, in einem Film oder Spiel, ein pathetisches Trompetensolo hören!
9/10 (mit besserem Soundtrack wären es 10/10 geworden)
Machete:

Ich hab nicht viel von dem Streifen erwartet. Erwartungsgemäß gibt es viel launig überzeichnete Gewalt und einen wortkargen Protagonisten. Der Kommentar zur Einwanderungsdebatte ist überraschenderweise ziemlich gelungen. Kein Überhit, aber ich hatte meinen Spaß und es kam mir am Ende nicht wie verschwendete Zeit vor.
8/10
Ice Age 1-3:

Harmlose, sehr gut animierte Trickfilme, gleichermaßen für Kinder und Erwachsene geeignet. Ohne das durchgeknallte Säbelzahneichhörnchen wäre die Trilogie freilich nicht halb so gut. Pixar wird damit keine Konkurrenz gemacht und es gibt Längen, aber insgesamt überzeugen die Filme.
7/10
Coraline:

Spätestens seit Mary and Max (Danke, danke, danke Wulgaru, für den Tipp!) bin ich für Stop Motion Animation zu haben und Coraline führt diese Technik in eine neue Liga. Die Sets sind um Welten detaillierter und lebendiger als in jedem computeranimierten Film, während die nie ganz flüssig, aber ausdrucksstark und glaubwürdig animierten Figuren ihren ganz eigenen Charme haben. Ich mag die Story, die Kameraführung, die schrulligen Charaktere und die umwerfende Atmosphäre. Perfekt passende Musik rundet das Bild ab. Definitiv einer der besten Animationsfilme der letzten Jahre, wenn nicht der beste.
10/10
Apocalypto:

Mel Gibson hat sich mit diesem Film selbst übertroffen. Man kann von ihm als Person halten was man will, aber als Regisseur glänzt er. Apocalypto ist nicht realistisch, hat Dialoge ausschließlich in beinahe ausgestorebenen indigenen Sprachen und schreckt sicher einige mit seiner absolut hemmungslos ungezügelten Gewalt ab. Klar, mir kräuseln sich die Fußnägel bei dem historischen Mischmasch, der in dem Film präsentiert wird, aber eines wird mit Bravour erreich: Man wird in eine fremde, authentisch wirkende Welt entführt, die für sich durchaus glaubwürdig wirkt und man fühlt mit dem Schicksal des Protagonisten und seinem leidenschaftlichen Kampf um seine Familie. Ich habe ab einem gewissen Punkt einfach nur die wunderbar gefilmten Bilder und die feine Dramaturgie genossen.
9/10
München:

Erstaunlicherweise ist dieser Film recht ähnlich zu Apocalypto. Er ist herausragend gefilmt, toll gespielt und die Figuren sprechen viele verschiedene fremde Sprachen. Auch gibt er sich äußerlich historisch äußerst authentisch, erlaubt sich aber bei näherer Beobachtung viele Freiheiten mit der historischen Wahrheit. Das Gesamtpaket ist süffig und lohnt sich alleine aufgrund der tollen Ausstattung.
8/10