Pyoro-2 hat geschrieben:Bei den Amis hat ich da ehrlich gesagt mehr das Gefühl, dass die in die Kirche gehen, um vor den Nachbarn gut auszusehen, als aus tiefer innerer Überzeugung. Wobei andererseits, Nachbarn kennen sich da eh nicht. Und Kirche ist eigentlich auch kein Wort für diese seltsamen Glasbauten (und vom Gottesdienst selbst braucht man ja garnicht anfangen).
Ist einfach 'ne andere Welt, da drüben
Das ist allerdings schon sehr stark abhängig vom Staat, indem man sich dort gerade aufhält. Und selbst dann ist es eigentlich trotzdem noch rassistischer Unsinn / kollektive Geiselhaft. Da du im Separatistenstaat lebst, müsstest du das wissen. ^^
Schon klar, dass das keine Allgemeingültigkeit hat Wobei bei der Sache mit den Nachbarn bin ich mir nicht sicher
Amazon empfiehlt mir gerade "Zelda: Ocarina of Time" weil ich "Die Zwölf Königreiche 01. Der Schatten des Mondes / etc..." gekauft habe...das ist mal äußerst interessant. Wollen wohl Buchleser zu gamern konvertieren...
Pyoro-2 hat geschrieben:Bei den Amis hat ich da ehrlich gesagt mehr das Gefühl, dass die in die Kirche gehen, um vor den Nachbarn gut auszusehen, als aus tiefer innerer Überzeugung. Wobei andererseits, Nachbarn kennen sich da eh nicht. Und Kirche ist eigentlich auch kein Wort für diese seltsamen Glasbauten (und vom Gottesdienst selbst braucht man ja garnicht anfangen).
Ist einfach 'ne andere Welt, da drüben
€: N8
Der Hass, die Intoleranz und Böswilligkeit, die in ihrer Menge nicht zu unterschätzende Teile der weißen Bevölkerung Amerikas auszeichnet, resultiert u.a. daraus, dass die mit Überzeugung in die Kirche gehen.
Zuletzt geändert von johndoe869725 am 26.09.2009 02:43, insgesamt 1-mal geändert.
Heh, naja, es wär schön einfach, wenn's so wär und ich hab dazu jetzt auch keine Statistik parat, deswegen sag ich mal so - von den Austauschfamilien ging genau 1 in den Gottesdienst (jeweils, also genau ausgeglichen ) und hab da auch sonst keine Kirchengänger kennen gelernt.
Es stimmt natürlich, dass inbesonderes sowas wie Alkohol oder auch Rauchen da ganz anders gehandhabt wird, wie bei uns, aber mit der Kirchensache in ICH mir nicht sooo sicher
Das Christentum ist, ähnlich wieder Islam, eine gewalttätige, kriegerische, intolerante und menschenfeindliche Ideologie und viele der speziellen üblen Eigenschaften der amerikanischen Gesellschaft, finden im Christentum einen hervorragenden Nährboden.
Ich dächte jetzt eher andersrum Naja, mag sein, ist bei uns aber auch nicht anders.
Wir bilden uns nur ein, viel säkularer zu sein und aus der ganzen Historie was gelernt zu haben, tatsächlich trifft das aber auch nur auf einen gewissen Menschenkreis zu und den gibt's in den Staaten genauso
Pyoro-2 hat geschrieben:Ich dächte jetzt eher andersrum Naja, mag sein, ist bei uns aber auch nicht anders.
Wir bilden uns nur ein, viel säkularer zu sein und aus der ganzen Historie was gelernt zu haben, tatsächlich trifft das aber auch nur auf einen gewissen Menschenkreis zu und den gibt's in den Staaten genauso
Der christliche Glaube hat bei uns sicher weniger Macht, was man allein daran erkennt, dass wir keine Todesstrafe haben und Abreibungskliniken nicht in die Luft jagen. Die Kirche hat zwar auch hier deutlich zu viel Macht, aber bei weitem nicht so viel wie in den USA, wobei dort noch erschwerend hinzu kommt, dass der Anteil der Christen, die in den noch extremeren kleinen Freikirchen organisiert sind, deutlich höher ist als hier.
Wir Deutschen haben auch unsere Schwächen, aber es sind andere als die der Amerikaner und sie sind, zumindest im Moment, bei weitem nicht so gefährlich.
4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Das Christentum ist, ähnlich wieder Islam, eine gewalttätige, kriegerische, intolerante und menschenfeindliche Ideologie ....
Hui, das ist ja mal eine gewagte These
Im Ernst, das Christentum ist genau das Gegenteil von dem, was du aufgezählt hast. Du verwechselst da ganz eindeutig den Glauben mit den diesen Glauben "ausführenden" Menschen verschiedener Epochen. Und das ist widerum das richtig Gefährliche an solchen Pauschalisierungen.
4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Das Christentum ist, ähnlich wieder Islam, eine gewalttätige, kriegerische, intolerante und menschenfeindliche Ideologie ....
Hui, das ist ja mal eine gewagte These
Im Ernst, das Christentum ist genau das Gegenteil von dem, was du aufgezählt hast. Du verwechselst da ganz eindeutig den Glauben mit den diesen Glauben "ausführenden" Menschen verschiedener Epochen. Und das ist widerum das richtig Gefährliche an solchen Pauschalisierungen.
Nein, tue ich nicht, weil das ein und dasselbe ist. Die Bibel ist nur ein abstraktes Buch, dessen Relevanz allein durch seine Wirkung bestimmt wird und die habe ich oben geschrieben. Selbst die so genannten christlichen Werte haben erst dann Eingang in die europäische Kultur gefunden, als die Kirche langsam ihre Macht verlor und stammen ursprünglich aus der Antike. Das Mittelalter, also die Zeit, in der die Kirchen am meisten Macht und das Christentum am stärksten in Europa war, wird wohl kaum einer als eine Zeit der Nächstenliebe bezeichnen, das kam erst später mit der Aufklärung.
Wie alle monotheistischen Religionen strebt das Christentum nach einer möglichst weiten Verbreitung und kann andere Religionen nur als Gegner betrachten und das schlägt sich in ihren Anhängern nieder.
Naja, klar, kann man da diskutieren; aber ob die Todesstrafe jetzt wirklich tieferen Zusammenhang mit dem Christentum hat, glaub ich bspw. nicht Abtreibung oder auch mein amerikanisches Lieblingsthema "intelligent design" sind natürlich ein "christliches" Thema, logisch.
Trotzdem, wenn wir schon mit Vorurteilen um uns werfen, dann würde ich sagen, dass diese Oberflächlichkeit das schlimmste an den Amis ist; man kann schließlich auch gläubig und normal im Kopf im sein (ums überspitzt auszudrücken). Nur sollte Glaube nicht mit anderen Charaktereigenschaften kombiniert werden und diese HURRAH! Yes-we-can-Mentalität gehört da absolut dazu...
Pyoro-2 hat geschrieben:Naja, klar, kann man da diskutieren; aber ob die Todesstrafe jetzt wirklich tieferen Zusammenhang mit dem Christentum hat, glaub ich bspw. nicht Abtreibung oder auch mein amerikanisches Lieblingsthema "intelligent design" sind natürlich ein "christliches" Thema, logisch.
Trotzdem, wenn wir schon mit Vorurteilen um uns werfen, dann würde ich sagen, dass diese Oberflächlichkeit das schlimmste an den Amis ist; man kann schließlich auch gläubig und normal im Kopf im sein (ums überspitzt auszudrücken). Nur sollte Glaube nicht mit anderen Charaktereigenschaften kombiniert werden und diese HURRAH! Yes-we-can-Mentalität gehört da absolut dazu...
Zweifelsohne, aber der Glaube lenkt diese Oberflächlichkeit in eine Richtung, in der zu Gewalt und Hass führt. Oberflächliche Menschen sind ja nicht per Definition gefährlich oder intolerant, sie denken eben nur nicht genügend über den Input nach, mit dem sie gefüttert werden, bzw. wählen diesen nicht sorgfältig aus und genau das nutzen Glaubensorganisationen sehr gerne aus.
4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Das Mittelalter, also die Zeit, in der die Kirchen am meisten Macht und das Christentum am stärksten in Europa war, wird wohl kaum einer als eine Zeit der Nächstenliebe bezeichnen, das kam erst später mit der Aufklärung.
Wie gesagt: Der Gedake des Christetums gerät immer mehr in den Hintergrund, je mehr man die Institution drum herum in den Vordergrund rückt. Nicht umsonst bezeichnen einige Theologen inzwischen "vernünftig handelnde Atheisten" als die besseren Christen. Das Mittelalter ist ein denkbar schlechtes Beispiel dafür, wenn man das Christentum als schlecht bezeichnen will, da es das Musterbeispiel einer Instrumentalisierung ist.
4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:
Wie alle monotheistischen Religionen strebt das Christentum nach einer möglichst weiten Verbreitung und kann andere Religionen nur als Gegner betrachten und das schlägt sich in ihren Anhängern nieder.
Na dann ließ dir doch mal die letzten Ansprachen des Papstes durch... Ich bin selbst ein großer Fan von Ratze, aber das stimmt so einfach nicht.
Die mit dem "Kondome sind ein Werkzeug des Teufels" Abschnitt?
Ernsthaft. Man kann viel drüber diskutieren, WIE schlecht Religion ist, aber eigentlich geht's immer nur ums Schadensausmaß, was Positives hab ich noch nie gehört...
4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Das Mittelalter, also die Zeit, in der die Kirchen am meisten Macht und das Christentum am stärksten in Europa war, wird wohl kaum einer als eine Zeit der Nächstenliebe bezeichnen, das kam erst später mit der Aufklärung.
Wie gesagt: Der Gedake des Christetums gerät immer mehr in den Hintergrund, je mehr man die Institution drum herum in den Vordergrund rückt. Nicht umsonst bezeichnen einige Theologen inzwischen "vernünftig handelnde Atheisten" als die besseren Christen. Das Mittelalter ist ein denkbar schlechtes Beispiel dafür, wenn man das Christentum als schlecht bezeichnen will, da es das Musterbeispiel einer Instrumentalisierung ist.
4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:
Wie alle monotheistischen Religionen strebt das Christentum nach einer möglichst weiten Verbreitung und kann andere Religionen nur als Gegner betrachten und das schlägt sich in ihren Anhängern nieder.
Na dann ließ dir doch mal die letzten Ansprachen des Papstes durch... Ich bin selbst ein großer Fan von Ratze, aber das stimmt so einfach nicht.
Auch wenn das hart klingt, aber wenn ein Papst davon spricht, sich mit anderen Religionen zu versöhnen, hat das ungefähr denselben Stellenwert wie die Reden Hitlers, in denen er Frieden versprochen hat. Die Kirche kann nur nicht so wie sie will, denn sonst würde es hier nicht viel anders als in den islamischen Gottestaaten aussehen und wir könnten uns über dieses Thema in der Öffentlichkeit nicht unterhalten.
Und noch einmal: Es ist völlig egal, was in der Bibel und was einige Theologen denken. Das angewandte Christentum ist die Wirklichkeit und die hat nur sehr wenig mit Nächstenliebe zutun. Mit Toleranz schon mal gar nicht, weil ein gläubiger Christ per Definition nicht tolerant sein kann, das schließt sich gegenseitig aus. Außerdem kann man Glaube und Institution nicht trennen, weil es ohne die Institution den Glauben gar nicht gäbe. In der kath. Lehre sind beide sogar vollkommen untrennbar.
4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:
Und noch einmal: Es ist völlig egal, was in der Bibel und was einige Theologen denken. Das angewandte Christentum ist die Wirklichkeit und die hat nur sehr wenig mit Nächstenliebe zutun. Mit Toleranz schon mal gar nicht, weil ein gläubiger Christ per Definition nicht tolerant sein kann, das schließt sich gegenseitig aus. Außerdem kann man Glaube und Institution nicht trennen, weil es ohne die Institution den Glauben gar nicht gäbe. In der kath. Lehre sind beide sogar vollkommen untrennbar.
Ich verstehe deinen Standpunkt ja im Grunde. Nur sehe ich es alles etwas positiver. Das angewandte Christentum hat sehr wohl etwas mit Nächstenliebe zu tun... Das kommt nur eben nicht vom Pfarrstammtisch Hinterdupfing, sondern von Leuten, denen es wirklich am Herzen liegt einfach mal was Gutes zu tun. Das kann man natürlich auch ohne das Christentum, aber ich finde es ermutigt einen doch stark
Desweiteren kann man Glaube und Institution schon trennen, nur wird es dann verdammt kompliziert. Das hat den Grund, dass man die beiden "Säulen" nur dann von einander trennen kann, wenn man sich dessen bewusst ist, dass beide einander brauchen. Ich müsste da wirklich richtig ausholen... Dazu ists fast schon zu spät. Aber ein Freund meines Vaters ist Weihbischof und ich kenne ihn persönlich. Du würdest dich wirklich wundern, was der (nach ner Flasche Wein ^^) erklären kann und für Ansichten vertritt. Damit meine ich jetzt weder ultrakonservativ, noch irgendwie aufgesetzt modern.