Snyders bester seit Watchmen. Wurde prächtig unterhalten, emotional mitgerissen und verspürte nie Leerlauf oder Langeweile. Snyders Slomo-Manierismen waren mir zeitweise ein bisschen zu sehr aufs Auge - sonst gibt's von mir nix zu meckern. Die Man of Steel - Scharte ist ausgewetzt. Weitermachen.
Ich bin da wirklich simpel gestrickt - ich freu mich auch Ostern jedes mal wieder, so lange das Brimborium glaubhaft rüberkommt
Für mich hat Snyder die essenziellen Kerne von Millers Vorlage gut eingefangen. Affleck war saugut und Gene Hackmann darf sich gern wieder hinlegen gehen. Für mich der erste Supermann-Film ohne Fremdschäm-Effekt überhaupt (hatte Man of Steel noch nicht ganz geschafft, trotz guter Ansätze). Und ich habe mich 150 Minuten lang nicht ein einziges Mal gelangweilt, trotz des über weite Strecken langsamen Tempos.
Gegen die gelangweilte Routine, die der zweite Avengers-Film (auf immer noch hohem Niveau natürlich) ausgestrahlt hat, war das für mich wirklich überzeugend. Ich freue mich jetzt jedenfalls sehr auf Afflecks Batman. Das passt.
mr archer hat geschrieben:[...]orthodoxer Spannkraft.
Gut, Entwarnung. Es handelt sich doch um das Unikat.
@BvS
Da ich Man of Steel (mit Einschränkungen), Sucker Punch und sogar das abgeänderte Ende von Watchmen für gut befand, werde ich mir den vielleicht doch im Kino geben.
Der Mehrheitsgeschmack bezüglich Snyders Werken, scheint sich mit meinem einfach nicht zu decken.
Von daher kann mir BvS nur gefallen.
mr archer hat geschrieben:Gegen die gelangweilte Routine, die der zweite Avengers-Film (auf immer noch hohem Niveau natürlich) ausgestrahlt hat, war das für mich wirklich überzeugend. Ich freue mich jetzt jedenfalls sehr auf Afflecks Batman. Das passt.
ich glaube ja dass whedon jeden tag auf das set geprügelt wurde. :wink: snyder hingegen hat gefühlt richtig bock drauf und macht ne griechische tragödie draus. muss man zwar nicht unbedingt mögen, aber die durchgehend schlechten kritiken hat der film definitiv nicht verdient. oh und affleck merkt man auch an dass er absolut heiss auf die rolle war!
ich bin eigentlich kein grosser snyder fan aber ich mag seinen ernsten "larger than life" ansatz. zumindest traut sich der film in der unendlichen welle von superhelden filmen anders zu sein... sowas hat eier!
Rooster hat es eine Seite vorher für mich sehr gut getroffen. Für mich ist DC vs. Marvel wirklich kein Glaubenskrieg. Ant-Man und auch Deadpool fand ich zuletzt sehr knuffig (Ant-Man noch etwas mehr). Aber Stan Lee im Quartals-Rhythmus ist irgendwann ermüdend - Marvel tut sich da glaube ich keinen Gefallen. Ich habe bis heute nicht die Kraft aufgebracht, Iron Man 3 zu sehen.
Man sollte in den neuen Snyder mit offenem Geist und Herzen gehen - dann kann das klappen. Es ist halt eine 150minütige Übung in Bildbrachalität und schlechter Laune. Der Panzer-Anzug, den Bats für den Kampf mit Supermann trägt - das ist dieser Film. Ich bin düster. DÜSTER, verdammt! Und schlecht gelaunt! Arrgh! Wie Oper war das - toll.
So schön hat die Batman-Quintessenz seit den beiden Burtons meiner Meinung nach keiner mehr konsequent durchgezogen. Für mich auch Nolan nicht - auch wenn das sicherlich insgesamt die besseren Filme sind. Affleck schlägt Bale jedenfalls um Längen.
Ich finde Batman v Superman sehr gelungen. Gut, meiner Meinung nach hätte die Action am Ende nochmal so 50 Minuten länger sein können, aber man kann halt nicht alles haben.
DIe Batman-Quintessenz wäre gewesen, das er kein Vollidiot gewesen wäre, der die einfachsten bösen Pläne nicht durchschaut. Gerade weil wir hier einen Batman haben, der schon 20 Jahre im Business ist. Der Film hat definitiv seine epischen Momente, aber auf der anderen Seite so unglaublich viele Baustellen, das es (wie warscheinlich vorgesehen) zwar Lust auf die komplette Justice League macht, aber diesen Film einfach nur wie einen Trailer dafür behandelt.
Es wurde soviel Comic Material reingedrückt, dass man das Wesentliche aus den Augen verloren hat, nämlich den Konflikt zwischen den beiden plausibel darzustellen.
ach na ja, ich glaube der film ist eher an seinem men v god thema interessiert als an irgendwelchen plot entwicklungen. den mythos mit viel symbolik in pompöse widescreen bilder gepackt übertrumpft eben alles... so in der art auf reine plot ebene reduziert macht sich der film natürlich ziemlich leicht angreifbar.
Ich find das mit den Plot-Diskussionen in diesem Genre eher schwierig. Klar, ich hab da heute auch einiges gesehen, wo man nicht eingehend drüber nachdenken darf. Andererseits - in Avengers 2 zieht sich ein in den Untergrund gegangener Nick Fury nen kompletten Helicarrier inclusive Besatzung aus dem schwarzen Arsch - for the sake of Deus Ex Machina-Finale. Wo will man da bitte anfangen ...