insomniac© hat geschrieben:Einen Oscar für DiCaprio könnte ich hier nicht vertreten, da auch seine Rolle nicht wirklich eine symphatische Persönlichkeit ist.
Naja, das ist aber auch kein Kriterium. Zum Beispiel muss man Michael Fassbenders Charakter in 12 Years A Slave einfach hassen, aber er hat sie so überzeugend und genial gespielt, dass er sich locker einen Oscar als besten Nebendarsteller verdient hätte. Es geht um den Schauspieler und seine Leistung, und nicht um die Liebenswürdigkeit des Charakters
Ich habe den Film noch nicht gesehen, aber man hört nicht ohne Grund, dass diCaprio einen Oscar dafür verdient hätte. Genauso wie für seine Rolle und Django Unchained vorletztes Jahr. Er ist einfach einer der Besten.
Was die Rolle angeht, ist es natürlich klar, dass man da bei der Verleihung nicht auf eine mögliche Sympathie mit der Figur achten sollte. Ich würde abgesehen von vorhandener oder nicht vorhandener Sympathie für DiCaprio oder seine Figur ihm definitiv nicht den Oscar für diese Rolle geben, da ich seine Leistung nicht für ausergewöhnlich halte, eigentlich eher lediglich im soliden Bereich.
Wulgaru hat geschrieben:Zwar hat er den Oscar hier tatsächlich verdient, aber ich finde man merkt an deinem Beispiel ganz gut das es hier nicht wirklich um die Rolle geht. DiCabrio scheint einfach dran zu sein. Natürlich denken viele sowieso das er nie besser war. Fassbender entwickelt sich auch mehr und mehr zu so einem Kandidaten.
Nur dass Fassbender einfach innerhalb kürzester Zeit diesen Status erreicht hat. :wink:
Aber er wird ihn wohl nicht kriegen.
Ich habe letztens einen desillusionierenden Artikel darüber gelesen, wie die Oscars eigentlich funktionieren und die Chancen, dass DiCaprio den Oscar kriegen wird, stehen leider deutlich besser.....weil er und Scorsese einfach geradezu obszön viel Werbung für den Film gemacht haben. Und nur darum geht es: lass deinen Oscaranwärter in genügend teuren Altersheimen ind den USA spielen und mache nebenbei allgemein noch etwas mehr Werbung, dann kannst du dir höhere Chancen erhoffen. Diejenigen, die den Gewinner wählen, sind schließlich überwiegend sehr alte, weiße Männer.
Und es ist gut, wenn man einen Produzenten hat, der sich finanziell und propagandistisch einsetzt und auch mal bereits ist, einen Konkurrenzfilm z.B. als antisemitsch auszurufen, damit dieser in der Presse negative Schlagzeilen bekommt, mit denen dann die Chancen auf einen Preis sinken.