Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Alles über unsere Previews, Reviews und Specials!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Fuma
Beiträge: 193
Registriert: 22.03.2010 01:44
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von Fuma » 05.12.2019 16:29

Glaub wär mein erstes richtiges d&d rollenspiel vor vielen Jahren... Ach hab es so geliebt... 2013 nochmal gespielt aber Aufgrund des fehlenden Komforts nach dem schlechten 1.akt sein gelassen... Is echt ein spiel das nach einem richtigen remaster schreit, so mit der poe Grafik etc wär das schon was...

Benutzeravatar
Todesglubsch
Beiträge: 11817
Registriert: 02.12.2010 11:21
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von Todesglubsch » 05.12.2019 17:05

NWN 1 profitierte damals von dem Toolset, was ja noch ne Neuheit zu der Zeit war. Außerdem gab's halt den starken Bioware-Bonus.

Ich weiß nicht mehr wie die Kampagne ankam, aber unter den Spielern hatte die Kampagne des Hauptspiels schon immer nen recht miesen Ruf gehabt. Die Add-ons waren besser, wobei ich im Nachhinein sagen würde, dass auch die nicht wirklich gut waren.

Witch's Wake war toll. Aber das hat man ja eingestampft.

Benutzeravatar
ICHI-
Beiträge: 3340
Registriert: 05.03.2009 23:07
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von ICHI- » 05.12.2019 17:57

Krass was dieses Spiel hier für eine heftige Kritik und hate in den Kommentaren abbekommt.
Ich habe die PC Version auf Steam gespielt.

Spielerisch das letzte große klassische BioWare Rollenspiel und vom Gameplay her ist Neverwinter Nights
um Welten besser als Dragon Age Origins von daher auch meine Aussage "das letzte große" BioWare Rollenspiel.

Knights of the Old Republic kam zwar später raus , ist aber schon extrem vereinfacht gewesen auch wenn es
natürlich ein gutes Spiel war.


Ich hatte jedenfalls auch heute noch meinen Spaß mit NWN - Gameplay ist teilweise sogar Baldurs Gate überlegen
und die Quests/Story sind zwar nicht auf dem selben Level aber trotzdem gut.

Soundtrack von Jeremy Soule ist absolut Herausragend.
Zuletzt geändert von ICHI- am 05.12.2019 18:03, insgesamt 1-mal geändert.

Veteran of Gaming
Beiträge: 55
Registriert: 01.01.2017 04:37
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von Veteran of Gaming » 05.12.2019 18:10

Neverwinter
ICHI- hat geschrieben:
05.12.2019 17:57
Krass was dieses Spiel hier für eine heftige Kritik abbekommt. Ich habe die PC Version auf Steam gespielt.

Spielerisch das letzte große klassische BioWare Rollenspiel und vom Gameplay her ist Neverwinter Nights
um Welten besser als Dragon Age Origins
Ich hatte jedenfalls auch heute noch meinen Spaß mit NWN - Gameplay ist teilweise sogar Baldurs Gate überlegen
und die Quests/Story sind zwar nicht auf dem selben Level aber trotzdem gut.
:lol: Was für ein Unfug !

NW Nights 1 ist gar kein richtiges Rollenspiel, sondern ein Zwitter zwischen Rollenspiel und Action Rollenspiel. Du rennst durch eine völlig leblose Welt, in dieser sind ein paar Gegner reingesetzt und natürlich einige Figuren bzw. Gegenstände als Trigger. Das ist das ganze Spiel. Allerdings laufen im Hintergrund ernsthaft die D&D Regeln.

Letzteres nützt nur leider alles nichts, wenn man nur eine Figur spielen kann und Begleiter inkllusive Spielgefühl ganz bewusst auf Actionrollenspiele getrimmt worden sind. Das war nämlich der Beginn der Verflachungswelle, wo alles einfacher, simpler und konsoliger sein sollte und so mancher Redakteur auch das fällig Ende der Rundenstrategie verkündete.

Mit dem Nachfolger, NWN 2 sieht das ganz anders aus. Hier ist man wieder zu den Wurzeln zurück gegangen und hat ein echtes Party Rollenspiel entwickelt. Für den zweiten Teil kann ich so manches von oben akzeptieren, aber bei Teil 1 ist es höchstens komisch.

Trotzdem habe ich Teil 1 bei Gog gekauft und kann über Wertung und so manche Aussage da ganz oben mal wieder nur den Kopf schütteln. Dem Spiel fehlt ebend verschwurbelter Deutungsunfug mit 238 Metaebenen und am besten noch zusammengenähte Tierhälften, die ins Wasser gestossen werden. Ausserdem natürlich die obligatorischen Kotgranaten. Damit bekommt auch ein Gepäcksimulator Traumwertungen. :Vaterschlumpf:
Zuletzt geändert von Veteran of Gaming am 05.12.2019 18:12, insgesamt 1-mal geändert.

Praxston
Beiträge: 235
Registriert: 22.11.2014 10:54
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von Praxston » 05.12.2019 18:17

Ok das klingt blöd. Ich glaube aber wenn es mal im Sale ist für vielleicht 15€ werde ich es mir holen. Ich wahr ursprünglich abgeschreckt vom Store weil es im PSN heißt, nur englische Texte. Das wäre mir dann doch etwas zu viel bei einem Textlastigem RPG gewesen. Aber so, da werde ich es mir schon mal holen :)

Benutzeravatar
Jondoan
Beiträge: 2620
Registriert: 21.08.2013 15:42
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von Jondoan » 05.12.2019 18:27

Todesglubsch hat geschrieben:
05.12.2019 13:37
Stirnreife und Kapuzen? Neee, nur Helme.
Es gab eine Kapuze, die man als den Kopf seines Charakters auswählen konnte :lol: wenn dir das Gesicht nicht gefallen hat und du lieber nen Bart zur Kapuze haben wolltest - Pech gehabt!

Was hab ich NWN damals geliebt. Boah, war echt ein geiles Spiel. Und die erste RP-Erfahrung in meinem Leben auf einem Online-Server, in der ich die kompletten Sommerferien abgetaucht bin. Hab es erst letztes Jahr nochmals durchgezockt auf PC und wollte eigentlich mit Hordes of the Underdark weitermachen, hab ich aber irgendwie noch nicht gepackt. Weil das hatte ich wirklich als richtig, richtig genial in Erinnerung.
Haha, now wasn't that a toot'n a holla, haha!

Klusi
Beiträge: 301
Registriert: 13.05.2007 00:59
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von Klusi » 05.12.2019 19:56

Das einzige, woran ich mich bei NWN erinner, ist die Patch-Hölle, bis es halbwegs spielbar war.
"<XY> klingt doof! Egal! Hab's trotzdem vorbestellt!"

Benutzeravatar
ISuckUSuckMore
Beiträge: 1014
Registriert: 15.02.2007 00:55
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von ISuckUSuckMore » 05.12.2019 22:40

Super! Greif ich mir für nen Zwanni auf dem Gebrauchtmarkt ab. NWN hat einen besonden Platz in meinem Herzen true love
Zuletzt geändert von ISuckUSuckMore am 05.12.2019 22:41, insgesamt 1-mal geändert.

PfeiltastenZocker
Beiträge: 212
Registriert: 12.04.2013 16:03
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von PfeiltastenZocker » 06.12.2019 00:35

Will der Tester mir ernsthaft erzählen dass er dem Spiel, welches er vor 17 Jahren eine 87% gegeben hat, mittlerweile nicht mal mehr wenigstens ein "ausreichend" verpassen würde?
In dem Fall kann das Spiel nie wirklich so gut gewesen sein, aber das sehe ich bewusst anders als jemand der das Spiel über die letzten Jahre immer mal wieder gespielt hat, für mich ist Neverwinter Nights nicht nur wegen seines Toolsets ein Evergreen.

Der Test hier könnte jedoch kaum oberflächlicher sein, hier wird auf äußerliche Merkmale rumgehackt und völlig außer Acht gelassen wie alt das Spiel mittlerweile ist und ja vermutlich kann das jetzt der ein oder andere schwer nachvollziehen, aber ich finde die Aurora Engine immer noch hübsch und einzigartig. Es hatte ein sehr eigenwilliges Lighting und gerade die Soundkulisse war damals ihrer Zeit voraus, wenn man Nachts durch die Wildnis streunert, fühlt sich das wirklich authentisch an. Der Tag Nacht-Wechsel in dem Spiel kann sich sehen lassen.

Das UI gehört mit zu den intuitivsten was man von den Vergessene Reiche Spielen kennt, es ist schlank, es ist sehr kontextbasiert und erlaubt einen viele Freiheiten. Das Ringmenü und das düstere Design heben es stark von seinen sonstigen Vertretern hervor. Genau so wie das Inventar System bei dem die Gegentstände nicht nur Gewicht besitzen, sondern auch physisch Platz verbrauchen.
NW Nights 1 ist gar kein richtiges Rollenspiel, sondern ein Zwitter zwischen Rollenspiel und Action Rollenspiel. Du rennst durch eine völlig leblose Welt, in dieser sind ein paar Gegner reingesetzt und natürlich einige Figuren bzw. Gegenstände als Trigger. Das ist das ganze Spiel. Allerdings laufen im Hintergrund ernsthaft die D&D Regeln.
Und dafür liebe ich das Spiel. Bioware ist damals bewusst diesen Weg gegangen um das Spiel auch tauglicher für Online-Spiel Runden zu machen, außerdem erlaubt diese Designentscheidung neue Möglichkeiten. Man hatte nie vor ein Baldur's Gate mit neuer Engine zu erstellen, das Spielgefühl sollte bewusst dynamischer gehalten werden. Teil 2 von Monolith geht sehr viel stärker in Richtung Baldur's Gate zurück und stürzt die Reihe damit für mich in eine Identitätskrise. Die Handlung selbst hatte auch nichts mehr vom stets düsteren Touch welcher der Vorgänger hatte ganz zu schweigen von dem 08/15 UI was aus jedem x-belieben Rollenspiel hätte geklaut sein können. Insgesamt waren die Möglichkeiten in dem Spiel wie man eine Aufgabe lösen möchte und was man entdecken kann viel stärker eingeschränkt. Im Endeffekt ist für mich nicht mehr dabei rausgekommen als ein Baldur's Gate 2 für Arme.

Man merkt einfach dass der Tester hier, gerade mal 1 -2 Viertel (wenn überhaupt) von dem ersten Kapitel gespielt hat und es dann wieder bei Seite gelegt hat, damit ist er für mich seinem Berufsprofil nicht wirklich nachgekommen, dieser Test ist ein liebloser Schnellschuss der als Informationsquelle kaum Gehalt hat.

Die Wertung die man dem Spiel gegeben hat,könnte man genau so gut dem Test geben und das sage ich nicht nur weil ich grundsätzlich anderer Meinung bin. Das Spiel hat natürlich seine Schwächen und gerade die erste Kampagne hinkt den Erweiterungen hinterher die später rausgekommen sind. Trotz allem steigert es sich im fortschreitenden Spielverlauf mehr und mehr und wagt teils ziemlich kreative Ideen die mit der Infinity Engine damals nicht möglich waren. Kapitel 2 & 3 bieten wahnsinnig viele einzigartige Geschichten und einen halbwegs frei gestaltbaren Spielablauf bei denen es viel zu entdecken und zu verpassen gibt.

Benutzeravatar
Todesglubsch
Beiträge: 11817
Registriert: 02.12.2010 11:21
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von Todesglubsch » 06.12.2019 01:00

Kann es sein, dass du hier gerade etwas durch eine dicke Nostalgiebrille schaust?

Grafisch war das Spiel schon damals dank der Baukastenstruktur schlecht. Die Hauptstory war schnarchig und bestand in jedem Kapitel im Grunde aus dem gleichen: Geh in die vier Himmelsrichtungen, hol den MacGuffin des Kapitels und fertig.
Das Soundkulisse war basic, das Lightning war ... naja, okay, das war in Ordnung. Aber Tag- / Nachtwechsel war nichts zum Staunen, da es den Himmel ja erst mit dem zweiten Add-on gab.

Und ich weiß auch nicht ob *du* den Erstling überhaupt gespielt hast. Denn der Einsatz der Fähigkeiten war in der Hauptkampagne auch stark begrenzt, bzw. es beschränkte sich meist auf Kloppen oder Reden. NWN 2 war nicht perfekt, aber in der Kampagne gab es Entscheidungen und mehrere denkwürdige Szenen und Charaktere. NWN 1 hat maximal den Koboldbarden - und der kam erst im Add-on.
Desweiteren weiß ich nicht, wieso Jörg das gesamte Spiel nochmal spielen sollte? Es geht hier ja primär um die Qualität des Ports. Wir haben hier halt eine Version, die grafisch schlecht gealtert ist, die kein Toolset bietet, keine Modulunterstützung, aber dennoch nen Vollpreis verlangt. Schon die EE für NWN war so ziemlich überflüssig (Beamdog halt).
Wenn überhaupt, dann waren die 87% damals zu hoch angesiedelt.
Aber bei NWN 1 vs NWN 2 gibt's eh ein Interessenkonflikt. Diejenigen, die ne schöne Kampagne wollten, fanden NWN 2 besser. Die, die sich für die Technik und das Toolset interessierten, bevorzugten den Erstling.

Oh und Monolith haben Fear gemacht. Wenn du schon über die inhaltliche Qualität eines Reviews meckerst, solltest du zumindest dafür sorgen, dass deine inhaltliche Qualität vorhanden ist. Du meintest Obsidian.

Benutzeravatar
NewRaven
Beiträge: 1592
Registriert: 08.12.2006 04:15
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von NewRaven » 06.12.2019 01:08

ICHI- hat geschrieben:
05.12.2019 17:57
Spielerisch das letzte große klassische BioWare Rollenspiel und vom Gameplay her ist Neverwinter Nights
um Welten besser als Dragon Age Origins von daher auch meine Aussage "das letzte große" BioWare Rollenspiel.
Nein, einfach nein. Also... über Geschmack kann man ja nicht streiten, aber... trotzdem nein.
ICHI- hat geschrieben:
05.12.2019 17:57
Gameplay ist teilweise sogar Baldurs Gate überlegen
Aber sowas von dermaßen nein...
ICHI- hat geschrieben:
05.12.2019 17:57
und die Quests/Story sind zwar nicht auf dem selben Level aber trotzdem gut.
Wenn wir hier die AddOns miteinbeziehen... ja, ein paar wenige davon. Aber nur das Hauptspiel? Nein...
ICHI- hat geschrieben:
05.12.2019 17:57
Soundtrack von Jeremy Soule ist absolut Herausragend.
Da sind ein paar gute Stücke dabei, ja... allerdings hat er etwa zur selben Zeit auch den Morrowind-Soundtrack komponiert und... nun ja... damit hat sich das mit dem "absolut Herausragend" dann auch schon wieder erledigt. :D Nein, ist schon okay, wie eingangs schon gesagt, über Meinungen diskutieren ist ziemlich mühsig und wenig zielführend. Du hast NWN jetzt nur wirklich so weit auf den Sockel gehoben, dass mein Erstaunen irgendwie raus musste ;)

Ich seh es so... man konnte die NWN 1 Quests spielen, es hat niemandem weh getan, aber das Spiel war damals schon nicht technisch beeindruckend und inhaltlich ziemlich sehr unterwältigend. Es hatte den Bioware-Bonus, es hatte das Aurora Toolset, es hatte Aribeth als Werbeträger und es hat sich damit halt gut genug verkauft, aber das war es dann auch. Mit den beiden AddOns hat man Neverwinter Nights inhaltlich dann zumindest auf ein irgendwie gutes Niveau gebracht, aber selbst hier haben auch ein paar andere, spätere Bioware-Titel und eben auch der eigene Nachfolger (der wieder ganz eigene Probleme hatte) mit NWN 1 schlicht den Boden aufgewischt. Und was diese Neuauflage angeht... nun, es ist halt Beamdog... meiner Meinung nach lassen all deren Neuauflagen von Klassikern qualitativ stark zu wünschen übrig, der Support ist bescheiden und langsam und preislich sind die Titel jenseits von gut und böse.
Zuletzt geändert von NewRaven am 06.12.2019 01:08, insgesamt 2-mal geändert.
Bild
Bild

Benutzeravatar
LaNoir
Beiträge: 164
Registriert: 19.05.2011 15:10
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von LaNoir » 06.12.2019 02:21

Und ich dachte Deponia zum drölften Mal in 10+ Jahren für Vollpreis anzubieten wäre frech, aber das schlägt dem polygonen Fass den Boden aus xD

PfeiltastenZocker
Beiträge: 212
Registriert: 12.04.2013 16:03
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von PfeiltastenZocker » 06.12.2019 07:51

Todesglubsch hat geschrieben:
06.12.2019 01:00
Kann es sein, dass du hier gerade etwas durch eine dicke Nostalgiebrille schaust?

Grafisch war das Spiel schon damals dank der Baukastenstruktur schlecht. Die Hauptstory war schnarchig und bestand in jedem Kapitel im Grunde aus dem gleichen: Geh in die vier Himmelsrichtungen, hol den MacGuffin des Kapitels und fertig.
Das Soundkulisse war basic, das Lightning war ... naja, okay, das war in Ordnung. Aber Tag- / Nachtwechsel war nichts zum Staunen, da es den Himmel ja erst mit dem zweiten Add-on gab.

Und ich weiß auch nicht ob *du* den Erstling überhaupt gespielt hast. Denn der Einsatz der Fähigkeiten war in der Hauptkampagne auch stark begrenzt, bzw. es beschränkte sich meist auf Kloppen oder Reden. NWN 2 war nicht perfekt, aber in der Kampagne gab es Entscheidungen und mehrere denkwürdige Szenen und Charaktere. NWN 1 hat maximal den Koboldbarden - und der kam erst im Add-on.
Desweiteren weiß ich nicht, wieso Jörg das gesamte Spiel nochmal spielen sollte? Es geht hier ja primär um die Qualität des Ports. Wir haben hier halt eine Version, die grafisch schlecht gealtert ist, die kein Toolset bietet, keine Modulunterstützung, aber dennoch nen Vollpreis verlangt. Schon die EE für NWN war so ziemlich überflüssig (Beamdog halt).
Wenn überhaupt, dann waren die 87% damals zu hoch angesiedelt.
Aber bei NWN 1 vs NWN 2 gibt's eh ein Interessenkonflikt. Diejenigen, die ne schöne Kampagne wollten, fanden NWN 2 besser. Die, die sich für die Technik und das Toolset interessierten, bevorzugten den Erstling.

Oh und Monolith haben Fear gemacht. Wenn du schon über die inhaltliche Qualität eines Reviews meckerst, solltest du zumindest dafür sorgen, dass deine inhaltliche Qualität vorhanden ist. Du meintest Obsidian.
Die Baukastenstruktur war eben das was sie war, Baukasten dadurch war die Umgebung weniger Detailverliebt und bestand aus Presets, dennoch war die grafische Qualität für damalige Verhätlnisse immer noch formidabel.

Und bezüglich der Freiheiten rede ich nicht nur davon wie man eine Quest anzugehen hat, davon gab ews sowieso einige kreative. In Kapitel 3 musste man einen Mord aufklären und hatte verschiedenste Möglichkeiten Beweise zu finden und Zeugen auf seine Seite zu ziehen. Der Prozess selbst ist dann das Ergebnis der Untersuchungen und kann auch ohne einen einzigen Weg gewonnen zu werden. Mich würde es nicht wundern wenn du die Quest im Spiel selbst nie gesehen hast. Mit Freiheit meine ich übrigens auch die Freiheit wie man mit der Spielwelt interagieren kann, so kann man jeden Gegner und jeden Gegenstand untersuchen und bekommt eine Beschreibung und einen Herausforderungsgrad angezeigt, so kann man türen einschlagen oder wieder verschliessen oder mit Fallen versehen, es gibt ausreichend Zauber die nicht nur im Kampf dienen sondern auch für das Rollenspiel geschaffen wurden. So kannman Familare beschwören und mit ihnen interagieren. Das alles gab es k Baldurs Gate wenn überhaupt nur in abgeschwächter Manier, das Ringmenü macht es möglich jeden NPC und jedes Objekt mit einet bestimmten Aktion zu verknüpfen. Das ist im 2. Teil wieder rausgeflogen, neben zig anderen Merkmalen die das Spiel einfach nur wie ein "just another Vergessene Reiche Adventure" wirken lassen.

Dann kommen noch so Ideen wie Zeitreisen vor, unbesiegbare Golems zu besiegen in dem man in der Vergangenheit die Sklaven einer von Echsen regierten Welt dazu anleitet heimlich Schwachstellen für einen bestimmten Waffen oder Zaubertyp einzubauen.
Das mit den Himmelsrichtungen mag in gewisser Weise stimmen, trotzdem ist die Struktur an sich nicht problematisch wenn man bedenkt dass Bioware es ständig so durchzieht, was wichtig ist, ist wie die Inhalte verbaut wurden schließlich greift Bioware seit jeher auf diese Struktur zurück. Außerdem waren es in Kapitel 2 keine MAcguffins sondern Beweise wer für die Seuche in Niewinter verantwortlich war und auch diese kann man auf verschiedene Art finden. Am Ende muss man lediglich einen der 3 Hauptschauplätze von Kapitel 2 abschließen, da man die BEwiese durch Kopfgeldhjäger fidnet die einen durch vielfältige Weise im Spiel auflauern. Das Spiel wird immer besser, leider haben es die meisten Spieler schon nach Kapitel 1 abgeschrieben und dann als ödes Hack'n'Slay im Kopf.

Das die Add-ons das Spiel besser gemacht haben steht außer Frage, besonders Horden des Unterreichs ist ein absoluter Mindfuck und von den Ideen und der Kreativität fast schon mit Planescape Torment gleichzusetzen. Unter vielen Spielern gilt Horden des Unterreichs mit als eines der größten Geheimtipps was Vergessene Reiche Kampagenen von Bioware betrifft. Dass Jörg das einfach mal so alles übergangen hat und dann mal eben so einfach "Mangelhaft" Stempel drauf geklatscht hat ist einfach vollkommen unfair dem Werk gegenüber. Und dabei hat 4players in der Vergangenheit ausgesagt dass sie Spielewertungen hassen. Wie wäre es dann wenn man eine Wertung in dem Fall einfach weglässt, weil es einfach unfair ist das SPiel gerade im Vergleich zu heutigen technischen Maßstäben zu setzen?

Das Jörg nicht das Spiel nochmal durchspielen soll weil er es schon getan hat ist ein schwaches Argument wie ich finde, wenn man bedenkt dass er nach 17 Jahren ganz bestimmt gar nichts mehr davon im Kopf hat, das würde sonst nicht das unsanfte Erwachen erklären bei dem er das Spiel solch eine vernichtende Note gegeben hat.

Hier zeigt sich mal wieder einfach wie unprofessionell Spielejournalismus einfach geworden ist, wovon 4Players im deutschen Bereich die Speerspitze darstellt.
Zuletzt geändert von PfeiltastenZocker am 06.12.2019 08:07, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Hans_Wurst80
Beiträge: 980
Registriert: 10.01.2008 13:36
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von Hans_Wurst80 » 06.12.2019 09:12

Paerun hat geschrieben:
05.12.2019 16:24
Neverwinter Nights 1 wurde in den Spielezeitschriften damals vollkommen überbewertet.
Da kann ich nicht zustimmen. Bei aller berechtigten Kritik war NWN ein Spiel, was mir selbst als altgedientem RPG-Fan damals viel Freude bereitet hat. Es hat nicht mehr ganz den alten D&D-Geist geatmet, wie etwa Baldurs Gate, Pool of Radiance oder Icewind Dale. Aber es hatte seine Daseinsberechtigung und bekommt auch einen kleinen Platz in meinem RPG-Herzen.

Selbst manche Quest war wirklich gut designt. Besonders gern erinnere ich mich an eine Questreihe, wo man stark verkleinert in eine Glaskugel teleportiert wurde und dort Abenteuer bestehen musste. Nach erfolgreichem Abschluss hatte sich die ganze Gegend verändert, statt purer Düsternis erblühte der Wald und die Sonne schien durchs Blätterdach. War auch grafisch wirklich nett gemacht.

Schade allerdings, dass hier so geschlampt wurde. Bleibt nur zu hoffen, dass Teil 2 endlich mal gelungen aufpoliert wird, die vielen Bugs haben mich schon immer gestört.

Benutzeravatar
4P|T@xtchef
Beiträge: 9287
Registriert: 08.08.2002 15:17
Persönliche Nachricht:

Re: Neverwinter Nights: Enhanced Edition - Test

Beitrag von 4P|T@xtchef » 06.12.2019 10:10

PfeiltastenZocker hat geschrieben:
06.12.2019 07:51
Das Jörg nicht das Spiel nochmal durchspielen soll weil er es schon getan hat ist ein schwaches Argument wie ich finde (...)
1) Du kannst ja finden was du willst, aber ich finde nicht nochmal irgendwo 100 Stunden für ein Spiel, das ich damals im Kontext seiner Zeit ausführlich besprochen habe. Das wäre übrigens unprofessionell, weil es nicht nötig ist.

2) Und du verwechselt etwas Wichtiges: Das ist nicht der Verriss eines Klassikers, sondern einer miserablen, 50 Euro teuren Umsetzung für Konsolen, die mich nicht nur ernüchtert, sondern als Rollenspielfan nur zu einer Wertung veranlasst: "Ich mag dich nicht!" - Genau das bedeutet bei uns "mangelhaft". Da ist es es vollkommen wumpe, ob nach zehn Stunden mal ne gute Quest hallo sagt, wenn einen Kulisse, Steuerung, Sprecher & Co auf dem Weg in die Steinzeit zurückbomben. Selbst das Artdesign hat Beamdog verschlimmbessert: Die Figuren sehen einfach nur bescheuert aus! Da spiel ich lieber nochmal Ultima Underworld im Original.

3) Weil ich deinen Schmerz immerhin nachvollziehen kann: Schau mal im Archiv, auch bei den Klassikern, wie hier gerade Rollenspiele der Pionierzeit gewürdigt werden. Wir gehen nicht einfach so über Werte hinweg, die in einem Genre geschaffen wurden - ganz im Gegenteil. Und weil das so ist, bereiten wir schon einige Formate vor, die genau das nochmal in den Vordergrund rücken.
Jörg Luibl
4P|Chefredakteur

Antworten