Weedcraft Inc - Test

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abcde12345
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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von abcde12345 » 21.04.2019 09:42

Doc Angelo hat geschrieben:
20.04.2019 14:33
Schade ist allerdings, dass man herzlich wenig tut, um die Initiative auf die Diskussion rund um das Thema Marihuana zu lenken, dass mit seinen medizinischen Wirkungen mittlerweile auf dem Weg ins Zentrum der Gesellschaft ist, hier aber nur als Transportmittel für platte Gags verpulvert wird.
Mit so einem Abschluss hätte ich nicht gerechnet! Sehr schön! Seh ich genau so. Echt schade das es sich hier nur um das Ausnutzen des Hypes zu handeln scheint. Nach den Bildern und ein paar Dialogen zu urteilen, leider auch noch von Leuten gemacht, die von Cannabis bestenfalls mal was im Kino gesehen haben, geschweigen denn selbst schon mal angebaut haben. Sehr schade.

Aber ja: Cannabis als Medizin wird erfreulicherweise wieder besser erforscht. Es gab zwar schon einige Studien, aber vieles muss einfach wiederholt werden, weil es methodisch teils laienhaft angegangen wurde. Als Dosis-Beschreibung "1 Joint" zu nehmen hilft nicht viel. Das ist genau so sinnvoll wie "1 Alkohol". Und selbst wenn man die Menge des Krauts angegeben hat: Die Sorte und damit die Inhaltsstoffe sind sehr wichtig. Eine Sorte mit hohem THC-Gehalt und kaum CBD wirkt ganz anders als eine ausgewogene Mischung. Da gibts noch viel zu tun.

In den letzten Monaten hab ich die Erfahrung gemacht, das Cannabis sehr gut bei meiner Depression und meiner Angststörung helfen kann. Und da ich jetzt (leider) auch noch an einem Glaukom leide, welches eine der Krankheiten ist wo Cannabis in Deutschland verschrieben werden kann, werd ich jetzt so lange Ärtze besuchen bis ich das Kraut verschrieben bekomme. Wenn ich gleich an 3 ernsthaften Krankheiten leide, bei denen Cannabis ohne große (negativen) Nebenwirkungen helfen kann... dann gibt es für mich keinen guten Grund mehr das nicht anzuwenden. (Info am Rande: Ja, ich bin in Behandlung, und manche der Therapeuten und Psychologen haben mir das sogar empfohlen, beziehungsweise sehen kein Problem darin, wenn es mir hilft.)

Echt kaum zu fassen das Hanf in Deutschland verboten ist. Vor 100 Jahren konnte man es ganz normal anbauen und in der Apotheke kaufen. Es wurde damals auch nicht selten verschrieben. Und dann plötzlich das Verbot... und irgendwie sind sehr viele Leute auf den Zug aufgesprungen und verteufeln eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit.

Das muss sich echt ändern.
Empfehle eher Schematherapie bei comorbider Angst und Depression als Medikamente. Der Konsum von Cannabis ist nicht grundlos oder aus einer Laune heraus verboten. Bevor man seinen Neurotransmitterhaushalt dauerhaft von körperexternen Stoffen abhängig macht, und sei deren Nutzen sogar zweifelsfrei bewiesen (was er nicht ist), gebietet es sogar der Menschenverstand vorher alle nicht abhängig machenden Optionen auszuschöpfen. Abhängig nicht in der Form von Sucht, sondern daß einem bei Unterbrechung der Zufuhr der körperexternen Stoffe der Haushalt kippt und die Symptome zurückkommen. Dann doch lieber die Wurzel anpacken. Nur leider ist das in Form von Schematherapie mit Anstrengung, Angst, Konfrontation und Leistung bringen müssen verbunden. Das mag kein Mensch. Stattdessen etwas zu konsumieren und Symptombekämpfung zu betreiben ist natürlich einfacher, das ist verständlich.

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mafuba
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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von mafuba » 21.04.2019 09:50

Doc Angelo hat geschrieben:
20.04.2019 14:33
In den letzten Monaten hab ich die Erfahrung gemacht, das Cannabis sehr gut bei meiner Depression und meiner Angststörung helfen kann.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur raten damit vorsichtig zu sein und "bewusst" zu konsumieren. Wenn man Cannabis als selbstmedikation benutzt kann es schnell in eine Manie ausarten - wie du schon geschrieben hast sollte man auf die Sorte achten.

listrahtes
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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von listrahtes » 21.04.2019 10:06

Nichts gegen medizinische Cannabissorten aber jede "freie" Form von Cannabis wird hier im Forum wieder nur retardiert glorifiziert da es eben gesellschaftlich "in" ist. Die Kognitionsreduktion bei regelmäßiger Einnahme ist beängstigend massiv und schwere psychische Störungen aufgrund der halluzinogenen Wirkung alles andere als selten.

Von meiner Zeit in der Psychatrie (nicht lange dort gearbeitet) kann ich auch leider bestätigen das Cannabis eine klassische Einstiegsdroge in den harten Bereich ist. Hierbei geht es weniger um spezifische Wirkmechanismen als die Einstellungsanbahnung Stimmungen / Situationen chemisch zu erweitern / kompensieren. Es destabilisiert Charakter gerade in einem Alter (14-18) wo dies entscheidend ist.

Ich rate jedem Legalisierungsbefürworter aller Cannabissorten einen Besuch / Gespräch in der örtlichen Psychatrie an.
Wieder ein trauriges Beispiel für eine zunehmend ideologisierte Gesellschaft in der Wissen durch Glauben an "alternative Fakten" ersetzt wird. Euer Dilemma ist die Ausgangsprämisse. Ihr sucht von Beginn an ausschlieslich nach entlastenden Informationen über Cannabis.

Jedem Befürworter , der nicht chronisch krank ist, würde ich dringend ans Herz legen zu hinterfragen weshalb er überhaupt Drogen konsumieren will. Die Einstellung sich bei Problemen (siehe Angststörung!) etwas einzuwerfen sei ist das eigentliche Übel.

Doc Angelo
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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von Doc Angelo » 21.04.2019 10:09

mafuba hat geschrieben:
21.04.2019 09:50
Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur raten damit vorsichtig zu sein und "bewusst" zu konsumieren. Wenn man Cannabis als selbstmedikation benutzt kann es schnell in eine Manie ausarten - wie du schon geschrieben hast sollte man auf die Sorte achten.
Ich war leider übervorsichtig und hätte schon viel früher damit anfangen sollen. Es hilft mir wirklich sehr gut weiter und macht mich nicht körperlich abhängig wie die anderen Medikamente die ich nehme (Johanniskraut und Baldrian).

Was meinst Du mit "Manie"?
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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mafuba
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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von mafuba » 21.04.2019 10:26

Doc Angelo hat geschrieben:
21.04.2019 10:09
mafuba hat geschrieben:
21.04.2019 09:50
Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur raten damit vorsichtig zu sein und "bewusst" zu konsumieren. Wenn man Cannabis als selbstmedikation benutzt kann es schnell in eine Manie ausarten - wie du schon geschrieben hast sollte man auf die Sorte achten.
Ich war leider übervorsichtig und hätte schon viel früher damit anfangen sollen. Es hilft mir wirklich sehr gut weiter und macht mich nicht körperlich abhängig wie die anderen Medikamente die ich nehme (Johanniskraut und Baldrian).

Was meinst Du mit "Manie"?
https://de.wikipedia.org/wiki/Manie

Edit: ich will dir nichts ausreden - nur aufpassen muss man :D

Doc Angelo
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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von Doc Angelo » 21.04.2019 10:48

abcde12345 hat geschrieben:
21.04.2019 09:42
Der Konsum von Cannabis ist nicht grundlos oder aus einer Laune heraus verboten.
Wie ja schon aufgeführt wurde, scheint es keinen guten Grund zu geben, sondern eher wirtschaftliche Interessen.

abcde12345 hat geschrieben:
21.04.2019 09:42
Bevor man seinen Neurotransmitterhaushalt dauerhaft von körperexternen Stoffen abhängig macht, und sei deren Nutzen sogar zweifelsfrei bewiesen (was er nicht ist), gebietet es sogar der Menschenverstand vorher alle nicht abhängig machenden Optionen auszuschöpfen. Abhängig nicht in der Form von Sucht, sondern daß einem bei Unterbrechung der Zufuhr der körperexternen Stoffe der Haushalt kippt und die Symptome zurückkommen. Dann doch lieber die Wurzel anpacken. Nur leider ist das in Form von Schematherapie mit Anstrengung, Angst, Konfrontation und Leistung bringen müssen verbunden. Das mag kein Mensch. Stattdessen etwas zu konsumieren und Symptombekämpfung zu betreiben ist natürlich einfacher, das ist verständlich.
Nicht, das ich dir da grundsätzlich widersprechen möchte, aber... wir wissen noch immer nicht wirklich was Depression ist und wie man es bekämpfen kann. Solange wir nicht wissen, was genau die Wurzel ist, können wir sie nicht anpacken. Was aber definitiv stimmt ist das man mit einer Therapie lernen kann, mit den Symptomen umzugehen und die Effekte der Symptome zu lindern, in dem man sie frühzeitig erkennt und handelt.

Zudem ist es so, das man für eine Gesprächstherapie erstmal ein gewissen Level an Geisteskraft und Motivation braucht. Es macht Sinn, diesen Zustand mit Medikamenten aufrecht zu erhalten, damit man überhaupt erst eine Chance hat, sein Verhalten zu ändern. Es müssen ja nicht gleich synthetische Keulen sein, es gibt auch sehr gute natürliche Alternativen. Ich nehme zum Beispiel Johanniskraut und Baldrian.

Übrigens: Auch die natürlichen Alternativen machen abhängig. Selbst Baldrian. Da war ich echt erstaunt wie stark der Entzugseffekt ist. Bei Cannabis hingegen gibt es keine Abhängigkeit. Ist schon schräg das immer davon geredet wird, das Cannabis ja gefährlich sei weil es Abhängig machen soll, aber man kann in jeder Drogerie Sachen in rauhen Mengen kaufen, die tatsächlich körperlich abhängig machen. Fakt für mich ist: Ich kann problemlos mit Cannabis aufhören. Schon oft gemacht. Kein Problem. Aber ich bin nicht in der Lage einfach Johanniskraut oder Baldrian abzusetzen. Trotzdem wird Cannabis als "Suchtmittel" bezeichnet, Johanniskraut und Baldrian aber nicht. Das kommt vorne und hinten nicht hin.

Aber, es scheint auch Medikamente zu geben, die räumen mit einer Depression komplett auf. Ketamin wird gerade stark erforscht, und es gibt wirklich sehr gute Ergebnisse, nach denen die Patienten über Monate bis Jahre vollkommen geheilt sind, obwohl man nur 3-4 Mal im Verlauf von ein paar Wochen ein Medikament nimmt. Durch einen Zufall weiß ich, das Ketamin bei mir so wirkt. Ich hatte mal eine OP mit Vollnarkose... und ein paar Tage nach der OP war meine Depression plötzlich wie weggeblasen. Sie war zu 100% weg. Ihr könnt euch kaum vorstellen was das für ein Gefühl war. Leider hielt das nur 1,5 Wochen an. Innerhalb von 48 Stunden war ich wieder genau so beschissen dran wie zuvor. Damals wusste ich noch nicht, das es am Ketamin lag. Das musste noch 8 Jahre (!) warten, bis ich durch Zufall mal einen Artikel las und bei der damaligen Ambulanz angerufen hab um zu erfahren, ob in meiner Narkose-Mischung auf Ketamin drin war. Die Antwort: Ja, war es. Ne Therapie steht noch an. Habe gerade eine Teilnahme an einer Studie über Gesprächstherapie beendet. Jetzt kann ich diese Sache mal angehen. Ich hatte (leider) noch mal eine OP mit Vollnarkose von einem halben Jahr. Ich bat darum die gleiche Menge Ketamin in die Narkose einzubauen. Der Effekt trat wieder auf. Ich drück mir die Daumen. Sieht gut aus!

Mein Punkt: Wir wissen noch zu wenig über Depression um sagen zu können, welche Behandlung richtig und welche falsch ist.
Zuletzt geändert von Doc Angelo am 21.04.2019 11:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von Doc Angelo » 21.04.2019 10:54

mafuba hat geschrieben:
21.04.2019 10:26
https://de.wikipedia.org/wiki/Manie

Edit: ich will dir nichts ausreden - nur aufpassen muss man :D
Du scheinst einen ganz bestimmten Bezug zwischen Cannabis und einer Manie zu sehen. Ich war nur interessiert wie Du zu dieser Verbindung kommst. Persönliche Erfahrung? Ich meine mich erinnern zu können, das Du negative Erfahrungen mit Cannabis gemacht hast. Ich meine mich auch erinnern zu können, das ich damals erwähnt habe, das vernünftiges Gras ohne Monster-THC-Gehalt ganz anders wirkt.

Reines THC (oder auch die modernen Monsterzüchtungen) können Psychosen begünstigen. Allerdings wirkt CBD, das andere hauptsächliche Cannabinoid, antipsychotisch. Dieser Effekt ist allerdings relativ neu und noch nicht so lange bekannt. Die Fokussierung auf THC bei der Züchtung könnte sich als echt blöde Idee heraus stellen.

Das ist halt die Sache: Alkohol ist Alkohol. Es ist wortwörtlich ein Molekül. Cannabis ist eine Pflanze mit über 100 Cannabinoiden und tausenden anderen Inhaltsstoffen. Man kann nicht einfach ein Molekül heraus picken (THC) und dann auf die gesamte Pflanze schließen. Leider ist ein Naturprodukt eine recht komplexe Angelegenheit. Das macht es schwierig die Sache zu studieren, aber trotzdem ist es überaus sinnvoll - find ich.

Ein anderes Beispiel wäre Baldrian: Wir wissen das ein Extrakt aus der Wurzel eine bestimmte Wirkung auf den Menschen hat. Wir wissen aber nicht welche der enthaltenen Moleküle diese Wirkung hervor rufen. Man hat versucht einzelne Moleküle zu isolieren und zu gucken welches es ist. Bisher gibt es keinen Erfolg. Wir wissen nicht genau warum diese Mischung hilft, aber wir wissen, das es nichts bringt die Zutaten einzeln zu nehmen.
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Doc Angelo
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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von Doc Angelo » 21.04.2019 11:07

Doppelpost
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

Doc Angelo
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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von Doc Angelo » 21.04.2019 11:08

Doppelmoppelpost... :Blauesauge:
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von Black Stone » 21.04.2019 11:48

listrahtes hat geschrieben:
21.04.2019 10:06

Von meiner Zeit in der Psychatrie (nicht lange dort gearbeitet) kann ich auch leider bestätigen das Cannabis eine klassische Einstiegsdroge in den harten Bereich ist. Hierbei geht es weniger um spezifische Wirkmechanismen als die Einstellungsanbahnung Stimmungen / Situationen chemisch zu erweitern / kompensieren. Es destabilisiert Charakter gerade in einem Alter (14-18) wo dies entscheidend ist.
Ein großes Problem in Sachen Einstiegsdroge sind aber auch die identischen Beschaffungswege. Eine Entkopplung der Vertriebswege durch Legalisierung könnte dieses Problem m.E. deutlich reduzieren.

Doc Angelo
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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von Doc Angelo » 21.04.2019 11:52

Black Stone hat geschrieben:
21.04.2019 11:48
Ein großes Problem in Sachen Einstiegsdroge sind aber auch die identischen Beschaffungswege. Eine Entkopplung der Vertriebswege durch Legalisierung könnte dieses Problem m.E. deutlich reduzieren.
Es kommt auch einfach auf die Interpretation der Daten an. Ich kann mich an eine Studie erinnern, die gezeigt hat das Tabak ein stärkerer Indikator für späteren Drogenkonsum ist als Cannabis. Da Tabak aber nicht verboten ist, scheint das weniger aussagekräftig zu sein, was daraus einen Zirkelschluss macht.

Wie unsere aktuelle Drogenbeauftragte mal gesagt hat: "Warum Cannabis gefährlich ist? Weil es eine verbotene Droge ist!" (Echt jetzt. Wortwörtlich.)
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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von Black Stone » 21.04.2019 13:04

Aber Mal zurück zum Spiel. Ich finde, die Bewertung passt. Der WiSim-Bereich ist sehr gut konzeptioniert und umgesetzt und hinten raus gar nicht so einfach. Gerade die Konkurrenten handeln ordentlich (wenn auch wohl gescripted, was auch der Grund für das fehlen eines freien Spielmodus seien dürfte).
Alles was sie an die WiSim drangeflanscht haben (Beziehungsverwaltung, Charakterentwicklung,...), hat seine Schwächen und zieht die Gesamtwertung zurecht etwas nach unten, da hier Chancen verpasst werden. Aber Spaß macht es insgesamt dennoch, vor allem wenn man sich auf die Kernbereiche konzentriert und den Rest pflichtgemäß abarbeitet.

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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von casanoffi » 21.04.2019 13:26

Doc Angelo hat geschrieben:
20.04.2019 14:33
Schade ist allerdings, dass man herzlich wenig tut, um die Initiative auf die Diskussion rund um das Thema Marihuana zu lenken, dass mit seinen medizinischen Wirkungen mittlerweile auf dem Weg ins Zentrum der Gesellschaft ist, hier aber nur als Transportmittel für platte Gags verpulvert wird.
Echt kaum zu fassen das Hanf in Deutschland verboten ist. Vor 100 Jahren konnte man es ganz normal anbauen und in der Apotheke kaufen. Es wurde damals auch nicht selten verschrieben. Und dann plötzlich das Verbot... und irgendwie sind sehr viele Leute auf den Zug aufgesprungen und verteufeln eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit.
Es ist ja nicht so, als gäbe es vernünftige Diskussionen nicht schon seit Jahrzehnten, ohne nennenswerte Erfolge für alle, die Marihuana rein als Genussmittel frei konsumieren wollen.

Wie kommt man darauf, dass ausgerechnet ein Medium, welches selbst immer noch kontrovers diskutiert wird, einen Erfolg dafür einleiten könnte?

Marihuana ist nun mal ein Rauschmittel, welches in unserer Gesellschaft zu großen Teilen nicht akzeptiert ist, obwohl es weit weniger gesundheitsschädlich ist, im Vergleich z. B. zu Alkohol, dessen Genuss ja in manchen Regionen Deutschlands bereits ohne mit der Wimper zu zucken bei Kindern und Jugendlichen toleriert wird...

Das ist halt ein Paradebeispiel für Doppelmoral.
Man muss doch nur mal hier nach Bayern schauen, da könnte man das kalte kotzen kriegen.

Selbst populäre Politiker und Fürsprecher konnten daran bisher nichts ändern.

Wäre vielleicht ein Thema für Herrn Spahn, der ja derzeit alles mögliche für die Steigerung seiner Popularität beim Volk ausnutzt. Wäre als Gesundheitsminister sogar noch genau sein Ding :mrgreen:
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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von Doc Angelo » 21.04.2019 13:39

casanoffi hat geschrieben:
21.04.2019 13:26
Wie kommt man darauf, dass ausgerechnet ein Medium, welches selbst immer noch kontrovers diskutiert wird, einen Erfolg dafür einleiten könnte?
Es ist nicht so, das jemand davon ausgeht, das ein einziges Computerspiel die ganze Welt umkrempelt. Trotzdem kann man den Umgang des Spiels mit dem Thema nicht gut finden.
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Re: Weedcraft Inc - Test

Beitrag von casanoffi » 21.04.2019 13:50

Doc Angelo hat geschrieben:
21.04.2019 13:39
Es ist nicht so, das jemand davon ausgeht, das ein einziges Computerspiel die ganze Welt umkrempelt. Trotzdem kann man den Umgang des Spiels mit dem Thema nicht gut finden.
Klar, das hast Du natürlich Recht - schön wäre es schon, wenn man etwas "verantwortungsvoller" damit umgehen würde :biggrin:
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