Re: Into the Breach - Test
Verfasst: 02.03.2018 22:27
Spiel des Jahres 92% Wertung
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Danke, endlich kapiert das mal jemand. Z. B. hat Amnesia: TDD u. A deswegen so viel Horror bei mir erzeugt, weil die üblen Geschichten später im Spiel nur durch Text und einen simplen Raum erzählt wurden, das eigentliche Grauen sich aber in der Phantasie bzw. dem Kopf des Spielers abspielte.MrLetiso hat geschrieben: ↑02.03.2018 13:59Das mag bei mir wohl eher ein Thema der Immersion sein. Je minimalistischer das Artdesign ist, umso mehr ist die eigene Vorstellungskraft gefordert. Bei mir führt das meist dazu, dass ich mich automatisch mehr mit der Spielwelt auseinandersetze, was (meiner Ansicht nach bei jedem Spiel) zu einer höheren Immersion führt.4P|T@xtchef hat geschrieben: ↑02.03.2018 13:06 Glaub ich dir! Interessant wäre nur die Definition von "Bann".![]()
Beispiel FTL: Die Crewmitglieder haben keine Gesichter. Der Weltraum wird nur 3 Meter um das eigene Schiff herum dargestellt. Das führt (zumindest bei mir) automatisch dazu, dass man sich die ganze Umgebung und die fehlenden Details vorstellt, ähnlich dem Lesen eines Buchses. Wird das noch mit einem guten Gameplay kombiniert, führt das automatisch zu der von Sir Richfield beschriebenen Situation bis zu dem Punkt hin, dass einen das Spiel über die Spielzeit hinaus begleitet.
Je realistischer die Grafik ist, umso mehr Probleme hat ein Spiel bei mir Immersion zu erzeugen (was natürlich nicht unmöglich ist, wenn der Rest stimmt). Aber ich denke, dass nur wenige Grafiker die Bilder übertreffen können, die der eigene Verstand in der Lage ist zu produzieren.
Ich könnte jetzt noch weiter ausholen, aber meine Mittagspause ist rum![]()
Ich lese lieber sein altkluges Gelaber als deine persönlichen Beleidigungen.DextersKomplize hat geschrieben: ↑02.03.2018 10:50Oder du hältst einfach mal die Backen wenn du nichts zu sagen hast? Volle Zustimmung für Gabriel, kein Mensch braucht dein altkluges Gelaber in sämtlichen Themen. Besorg dir mal n anderes Hobby als deine Weisheiten im Internet breitzutreten.Kajetan hat geschrieben: ↑02.03.2018 10:24Hihi!EvilGabriel hat geschrieben: ↑02.03.2018 10:04 Das einzige, was "ganz arg schrecklich" ist, sind deine völlig fehlplatzierten Kommentare und deine arrogante Art, sowie die ständigen pseudoironischen Hinweise darauf, dass du ein "alter Sack" bist. Solche Post ziehen sich durch das gesamte Forum. Du nervst einfach tierisch.![]()
Dann mach Dir das Leben einfach und blende meine Kommentare aus, wenn ich Dich nerve. Muss man kein Drama draus machen ...
*zustimm* Minimalistisches Spielprinzip und kaum Story ... wie man da 92% raushypen kann, frag ich mich schon..
Die bekanntesten und beliebtesten Spiele haben keine Story.
Ich denke dass es egal ist ob Story, gameplay, ein Mix aus beidem oder was ganz anderes. Ein fantastisches Spiel muss inhaltlich überzeugen. Das kann durch so vieles passieren. Story, Regie, gameplay, Atmosphäre, Erkundungsreize. Ein Spiel das Inhaltlich begeistern kann, ist immer was feines und keines der Elemente ist wichtiger als das andere. Es kommt nur darauf an ob es eine sogwirkung entfaltet.Sir Richfield hat geschrieben: ↑03.03.2018 10:27Die bekanntesten und beliebtesten Spiele haben keine Story.
Quasi alle Brettspiele (Wobei, zugegeben, das ist eher MP, also eine andere Motivation), das bereits genannte Tetris, DooM (Streitbar, aber ich glaube, es war einer von id, der sagte, dass man von einer Story in einem Spiel erwartet, dass sie da ist, aber dem SPIEL nicht im Weg steht.)
Was übrigens jetzt nicht den Umkehrschluss ermöglicht zu sagen, Spiele MIT Story könnten kein Platin-Material sein. Torment ist jetzt nicht des Gameplay wegens ein Kult-Klassiker.
Ein Unterhaltungsmedium kann auf einem der Gebiete ein wenig schwächeln, wenn es auf den anderen brilliert.
Ich meine das auch nicht auf dich bezogen sondern eher im Allgemeinen. Der Pixelstil wird teilweise so inflationär eingesetzt das ich manchmal den Eindruck habe ich bin zurück in den Achtzigern. Das macht die Spiele ja vom Gameplay her nicht schlechter aber visuell schränkt es sie halt ungemein ein. Ich verstehe es nicht was Entwickler dazu treibt sich selbst visuell mit diesem Stil so einzuschränken. Es muss irgendwas mit dem fehlenden Mut zum Risiko zu tun haben. Oder mangelnde Ideen. Die Pixelgrafik ist einfach limitiert und das was früher aus technischer Sicht einfach ein Muss war ist aber heute aber nicht mehr notwendig. Ich brauche kein 4k-HDR-60fps-Ultradesign nur wünsche ich mir manchmal einen anderen Stil.4P|T@xtchef hat geschrieben: ↑02.03.2018 09:30 @AlterSack/Skabus: Nostalgie isses auch nicht - die liegt bei mir ja auch in den 80ern.![]()
Und was ist daran konkret schlimm? Ich würde es verstehen, wenn plötzlich alle AAA-Spiele nur noch im Pixelstil rausgebracht werden würden, weil das gerade "in" ist. Gleiches passiert ja momentan mit OpenWorld. Seit OpenWorld sich durchgesetzt hat, muss mittlerweile JEDE Großproduktion OpenWorld sein, obs passt oder nicht.Alter Sack hat geschrieben: ↑03.03.2018 12:16 Ich meine das auch nicht auf dich bezogen sondern eher im Allgemeinen. Der Pixelstil wird teilweise so inflationär eingesetzt das ich manchmal den Eindruck habe ich bin zurück in den Achtzigern. Das macht die Spiele ja vom Gameplay her nicht schlechter aber visuell schränkt es sie halt ungemein ein.
Ich kann dir das aus erster Hand sagen, da ich selbst Indie-Entwickler bin und an einem Spiel arbeite, das ebenfalls im Pixelstil gehalten ist. (Außerdem habe ich mit anderen Indies(die deutlich weniger amateurhaft sind als ich) schon viel über dieses Thema gesprochen.) Einerseits liegt das daran, dass mir die Manpower und die Expertise im Grafik-Bereich fehlt. Pixel-Grafiken zu erstellen ist einfacher. Man erhält professionelle Ergebnisse, auch ohne der allerbeste Grafiker zu sein.Alter Sack hat geschrieben: ↑03.03.2018 12:16 Ich verstehe es nicht was Entwickler dazu treibt sich selbst visuell mit diesem Stil so einzuschränken.
Ersteres verstehe ich nicht, letzteres hingegen schon. Aber für einen eigenen "Stil" braucht es keine technisch versierten Programmierer sondern vor allem Künstler, die die Expertise und Erfahrung mitbringen. Und auch hier kann ich dir aus erster Hand sagen: Es ist sehr schwierig Künstler für sich zu gewinnen. Während es unter Informatiker quasi Standard ist "für lau" zu arbeiten, bzw. in der Freizeit Projekte zu entwickeln, hab ich die Erfahrung gemacht, dass künstlerisch begabte Menschen schwer dafür zu gewinnen sind. Viele fühlen sich beleidigt, dass sie erstmal ohne Bezahlung arbeiten sollen. Sie verstehen oft nicht, dass ihre Arbeit nur ein Teil des Gesamtkonzepts ist. Viele wollten immer sofort im vorraus einen festen Projektvertrag mit Vergütung haben. Klar, ich möchte für meine Arbeit auch gerne bezahlt werden. Aber ich weiß noch gar nicht, ob am Ende ein Produkt rauskommt, für das die Leute bereit sind, Geld zu investieren. Ich kann keinem Grafiker ein üpiges Monatsgehalt zahlen, auf die Vermutung hin, dass das Projekt am Ende zig Tausend wieder einnimmt. Das ist eben die Krux daran "unabhängig" zu sein. Entweder man nimmt Geld in die Hand oder man versuchts halt per Bootstrap-Verfahren.Alter Sack hat geschrieben: ↑03.03.2018 12:16 Es muss irgendwas mit dem fehlenden Mut zum Risiko zu tun haben. Oder mangelnde Ideen. Die Pixelgrafik ist einfach limitiert und das was früher aus technischer Sicht einfach ein Muss war ist aber heute aber nicht mehr notwendig. Ich brauche kein 4k-HDR-60fps-Ultradesign nur wünsche ich mir manchmal einen anderen Stil.
Ich hab gestern auch vor Into the Breach gesessen und hab mich gefragt, wie das wohl in höherer Auflösung oder in 3D aussehen würde. Da könnte man richtig nette Animationen machen und man könnte an die Kämpfe heranzoomen, wie es in anderen Mech-Games auch schon gemacht wurde.Alter Sack hat geschrieben: ↑03.03.2018 12:16Der Pixelstil wird teilweise so inflationär eingesetzt das ich manchmal den Eindruck habe ich bin zurück in den Achtzigern. Das macht die Spiele ja vom Gameplay her nicht schlechter aber visuell schränkt es sie halt ungemein ein. Ich verstehe es nicht was Entwickler dazu treibt sich selbst visuell mit diesem Stil so einzuschränken. Es muss irgendwas mit dem fehlenden Mut zum Risiko zu tun haben. Oder mangelnde Ideen. Die Pixelgrafik ist einfach limitiert und das was früher aus technischer Sicht einfach ein Muss war ist aber heute aber nicht mehr notwendig. Ich brauche kein 4k-HDR-60fps-Ultradesign nur wünsche ich mir manchmal einen anderen Stil.

Jup, das war John Carmack. Irgendwie: "Story in a game is like story in a Porn-Movie; it´s expected to be there, but it´s not very important.". Erst letztens wieder in einem Video von Retro Ahoy über DooM gehört.Sir Richfield hat geschrieben: ↑03.03.2018 10:27
Quasi alle Brettspiele (Wobei, zugegeben, das ist eher MP, also eine andere Motivation), das bereits genannte Tetris, DooM (Streitbar, aber ich glaube, es war einer von id, der sagte, dass man von einer Story in einem Spiel erwartet, dass sie da ist, aber dem SPIEL nicht im Weg steht.)
Skabus hat geschrieben: ↑03.03.2018 12:47Und was ist daran konkret schlimm? Ich würde es verstehen, wenn plötzlich alle AAA-Spiele nur noch im Pixelstil rausgebracht werden würden, weil das gerade "in" ist. Gleiches passiert ja momentan mit OpenWorld. Seit OpenWorld sich durchgesetzt hat, muss mittlerweile JEDE Großproduktion OpenWorld sein, obs passt oder nicht.Alter Sack hat geschrieben: ↑03.03.2018 12:16 Ich meine das auch nicht auf dich bezogen sondern eher im Allgemeinen. Der Pixelstil wird teilweise so inflationär eingesetzt das ich manchmal den Eindruck habe ich bin zurück in den Achtzigern. Das macht die Spiele ja vom Gameplay her nicht schlechter aber visuell schränkt es sie halt ungemein ein.
Aber wir reden hier über einen Indie-Titel. Für Leute wie mich, die diesen Stil extrem mögen und Spiele in diesem Stil gerne spielen, ist das super. Für Leute, die es nicht mögen, die haben genug Alternativen.
Wir sind aktuell in der idealen Lage, dass eigentlich JEDER etwas findet, was seinen Ansprüchen und Erwartungen entspricht. Also wozu meckern? Lass uns doch einfach mal über diesen Umstand freuen
Ich kann dir das aus erster Hand sagen, da ich selbst Indie-Entwickler bin und an einem Spiel arbeite, das ebenfalls im Pixelstil gehalten ist. (Außerdem habe ich mit anderen Indies(die deutlich weniger amateurhaft sind als ich) schon viel über dieses Thema gesprochen.) Einerseits liegt das daran, dass mir die Manpower und die Expertise im Grafik-Bereich fehlt. Pixel-Grafiken zu erstellen ist einfacher. Man erhält professionelle Ergebnisse, auch ohne der allerbeste Grafiker zu sein.Alter Sack hat geschrieben: ↑03.03.2018 12:16 Ich verstehe es nicht was Entwickler dazu treibt sich selbst visuell mit diesem Stil so einzuschränken.
Der andere Punkt ist: Ich mag diesen Stil sehr gerne. Ich hab den Stil für mich entdeckt, lange nachdem SNES-Titel zu "Nostalgie"-Klassikern wurden. Damals mit dem Spiel "Vampires Dawn", das ja viele Grafiken aus SNES-Klassikern geklaut hat. Aber das war ein Stil der mir sehr gut gefiel. Darum möchte ich soetwas reproduzieren, weil mir das schlicht verdammt gut gefällt. Mir ist dabei völlig Wumpe, ob vor mir 10, 20 100 oder 1000 Indie-Titel im Pixelstil rauskamen. Ich werde mein Design darum nicht über den Haufen werfen. Wozu auch. Welchen Nutzen hätte das?
Ersteres verstehe ich nicht, letzteres hingegen schon. Aber für einen eigenen "Stil" braucht es keine technisch versierten Programmierer sondern vor allem Künstler, die die Expertise und Erfahrung mitbringen. Und auch hier kann ich dir aus erster Hand sagen: Es ist sehr schwierig Künstler für sich zu gewinnen. Während es unter Informatiker quasi Standard ist "für lau" zu arbeiten, bzw. in der Freizeit Projekte zu entwickeln, hab ich die Erfahrung gemacht, dass künstlerisch begabte Menschen schwer dafür zu gewinnen sind. Viele fühlen sich beleidigt, dass sie erstmal ohne Bezahlung arbeiten sollen. Sie verstehen oft nicht, dass ihre Arbeit nur ein Teil des Gesamtkonzepts ist. Viele wollten immer sofort im vorraus einen festen Projektvertrag mit Vergütung haben. Klar, ich möchte für meine Arbeit auch gerne bezahlt werden. Aber ich weiß noch gar nicht, ob am Ende ein Produkt rauskommt, für das die Leute bereit sind, Geld zu investieren. Ich kann keinem Grafiker ein üpiges Monatsgehalt zahlen, auf die Vermutung hin, dass das Projekt am Ende zig Tausend wieder einnimmt. Das ist eben die Krux daran "unabhängig" zu sein. Entweder man nimmt Geld in die Hand oder man versuchts halt per Bootstrap-Verfahren.Alter Sack hat geschrieben: ↑03.03.2018 12:16 Es muss irgendwas mit dem fehlenden Mut zum Risiko zu tun haben. Oder mangelnde Ideen. Die Pixelgrafik ist einfach limitiert und das was früher aus technischer Sicht einfach ein Muss war ist aber heute aber nicht mehr notwendig. Ich brauche kein 4k-HDR-60fps-Ultradesign nur wünsche ich mir manchmal einen anderen Stil.
Letzendlich bleibt mir also nur, den grafischen Anteil selbst in die Hand zu nehmen, sofern ich nicht das Glück habe, einen motivierten Grafiker zu finden, der ebenso wie ich, gerne in seiner Freizeit etwas entwickelt. Denn die einzige Alternative wäre meine Idee gar nicht zu realisieren. Und da bin ich immernoch der Meinung: Ein Spiel lebt vom Gameplay. Grafik ist zwar wichtig, aber letzendlich kommt es nicht darauf an, ob ein Spiel bombastisch künstlerisch gestaltet ist, sondern ob die Spielmechanik Spaß macht.
Die, die das anders sehen, sind ohnehin nicht meine Zielgruppe.
Und schau dir mal Spiele an, die von Indie-Entwicklern gemacht sind, aber versuchen einen gewissen grafischen Standard zu erreichen. Etwa "Age of Decadence". Das Spiel sieht grausam aus. Das ist diletantische, isometrische 3D-Grafik. Findest du, dass das Spiel inhaltlich daran gewonnen hat, mit solchen Mitteln entwickelt worden zu sein? Ich sehe das nicht so. Evtl. hätte ein reduzierterer Grafik-Stil so einem Spiel sogar gut getan und sähe nicht so nach steriler 3D-Grafik aus den 90igern aus.
MfG Ska
Ein solch reduziertes bzw. komprimiertes Game-Design lebt meines Erachtens hervorragend mit dem Pixel-Look, weil das Visuelle hier nicht durch unnötige Details "ablenkt", sondern alles darauf ausgerichtet ist, mir alle wichtigen Informationen zu vermitteln. Ich persönlich finde, daß "bessere" Grafik hier zu Gameplay-Defiziten geführt hätte - dergestalt, daß die Fokussierung auf das Geschehen verwässert würde.Alter Sack hat geschrieben: ↑03.03.2018 12:16Der Pixelstil wird teilweise so inflationär eingesetzt das ich manchmal den Eindruck habe ich bin zurück in den Achtzigern. Das macht die Spiele ja vom Gameplay her nicht schlechter aber visuell schränkt es sie halt ungemein ein. Ich verstehe es nicht was Entwickler dazu treibt sich selbst visuell mit diesem Stil so einzuschränken. Es muss irgendwas mit dem fehlenden Mut zum Risiko zu tun haben. Oder mangelnde Ideen. Die Pixelgrafik ist einfach limitiert und das was früher aus technischer Sicht einfach ein Muss war ist aber heute aber nicht mehr notwendig. Ich brauche kein 4k-HDR-60fps-Ultradesign nur wünsche ich mir manchmal einen anderen Stil.