Klingt ziemlich chaotisch.
In einem anderen Test steht aber wie hier auch einiges über die Eingriffsmöglichkeiten am Spieltag. Und die klingen hier ziemlich innovativ. Ob sie realistisch sind, sei mal dahingestellt - das klingt schon sehr nach direktem Micromanagement, das ein echter Teammanager/Trainer so natürlich nie hat. So könne man die Spiele pausieren und Spieler in Echtzeit anweisen, punktgenau in Lücken zu laufen, die man gesehen habe. Trotzdem zeigt es, wie wichtig ein paar Alternativtitel wären. Auch in der auf Eis liegenden Championship-Manager-Reihe gab es zuletzt einige interessante Ansätze, etwa einen Standardeditor, etc.
Das Spiel wird wohl leider schon bei diesem ersten Versuch kaum eine riesige Chance haben, trotz des anderen Ansatzes. Der Managermarkt, die vielen Browserspielchen ausgerechnet, ist seit der Pause von Beautiful Game Studios ein klassisches Monopol (Deutschland) bzw. Anbieterduopol (Rest der Welt). Dazu gibt es heftige Markteintrittsbarrieren. Hier die Exklusivlizenzen von Electronic Arts. Dort die Datenbank, das Scoutingnetzwerk (kombiniert fast selbst eine Art Exklusivlizenz) und die Spielberechnung/Matchengine von Sports Interactive, die international sowieso mittlerweile als Synonym für ein ganzes Genre gelten. Was für mich kein Wunder ist, denn das ist kein reiner Datenfriedhof, Spieler verhalten sich auch später "aufm Platz" trotz mäßiger Animationen tatsächlich in etwa so, wie man sie kennt, (siehe hier Robben
http://www.youtube.com/watch?v=CWNclg6UcAc&hd=1 oder Lewandowski als sich öfters mal fallen lassender Abschirmer und Ballverteiler
http://www.youtube.com/watch?v=HxF3YOnhIbE&hd=1). Taktische Optionen werden klar umgesetzt, man hat also wirklich das Gefühl, etwas selbst zu beeinflussen, sei es durch gezielte Spielerkäufe (wer sich Robben angelt, muss sich dessen bewusst sein, dass er auch im Spiel oft über Wochen ausfällt und seinen Trick auch dann noch macht, wenn man es ihm verbietet), Oder sei es durch Taktikanweisungen oder langfristig durch Training, das Spieler in eine gewisse Richtung (Dribbler, Zielspieler, Knipser, Kopfballungeheur...) entwickelt.
So oder so, eine Situation wie in den 90ern, als es noch viele verschiedene Spiele und Ansätze gab, wird es wohl nie wieder geben. Manchmal vermisse ich das, auch wenn natürlich auch viel Mist dabei war.

Lords Of Football verfolgt ja einen ziemlich trashig-witzigen Ansatz, antesten würde ich es schon gerne mal.