Ein wirklich unterhaltsam geschriebener Test. Ich kann allerdings in vielen Punkten nicht konform gehen. Ich fange einfach mal mit den Falschinformationen an, die man ändern sollte:
Nachdem sie also gefühlt in jedem Rollenspiel der letzten 100 Jahre vorkamen, hat es auch Silent Dreams gemerkt: Man kann richtiges Geld mit den fauligen Unholden verdienen.
Es so hinzustellen, dass Zombies ein Novum in den bisherigen Spielen rund um Holy Avatar wären ist nicht richtig. Die gab's auch in Grotesque Tactics 2 schon als "Hippie-Zombies" und Untote an sich à la Skelette sowieso schon immer...
Der Kampf beginnt automatisch, wenn in den Hexfeldmodus geschaltet wird,
Hexfelder kommen in dem Spiel nicht vor. Ich will es Herrn Naser aber mal zugute halten, dass er darauf hinauswollte, dass es kein simples "quadratisches" Gitter im eigentlichen Sinn ist, da ja auch diagonale Aktionen möglich sind. Vier Quadratseiten plus vier Diagonalrichtungen ergibt aber nunmal acht und so ist es letztendlich ein Octagongitter (als Quadrate repräsentiert, da man jenseits des Hexagons nix mehr dicht gepackt bekommt d.h. ohne dass man kleine "Leerräume" zwischen den Feldern hätte)...
Wenn man es so genaunehmen möchte dann bitte auch korrekt... :wink:
Von diesen magischen Attacken gibt’s aber nur je eine, was etwas wenig ist.
Das ist falsch - es gibt derer drei. Candy hat zum Beispiel den Zielschuss, einen Narkoseschuss und einen Pfeilhagel-Flächenangriff. Wahrscheinlich kommt hier ein Kritikpunkt zu tragen den Herr Naser im Gegensatz zu mir generell nicht sieht, nämlich das zu spärliche Tutorial. Ich gehe davon aus Herr Naser hat im Skilltree alle Punkte auf der untersten Ebene vergeben. Um die zusätzlichen zwei Fähigkeiten zu erhalten muss man sich aber auf die höheren Ebenen vorarbeiten. Sobald man einen Punkt auf einer der zwei höheren Ebenen vergibt bekommt man auch die neue Attacke. Dementsprechend verbessern die jeweiligen Skills auch meist diese Attacke...
Da hat man schon Quest-Gegenstände dabei, obwohl man die Quests dazu noch gar bekommen hat. So findet man irgendwann ein ominöses Buschmesser, das man erst viel später braucht und auch nicht als Waffe nehmen kann.
Zunächst was Allgemeines am Rande: Ich verstehe nicht ganz wo das Manko zu sehen ist, wenn der fleißige Spieler schon frühzeitig gewisse Regionen abgrast und einen Gegenstand halt sofort im Gepäck hat. Ist in Adventures doch auch kein Beinbruch wenn sowas passiert bzw. Gang und Gäbe. Ich wüsste zumindest nicht was hier stören soll oder was "unlogisch" ist. Doch abseits davon: Das Buschmesser wird eigentlich direkt nach dem Fund benutzt. Es sei denn man nimmt den umständlichen (und ungewöhnlichen) Umweg den ganzen Weg zurück zur Weggabelung...
Die genannten Punkte sollte man aus meiner Sicht richtigstellen. Vielleicht auch noch ein paar inhaltliche Kommentare:
So kann ein Toast-Hawaii einem hier glatt das Leben retten, was nur wieder zeigt, wie kindisch das Ganze ist.
Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Was soll daran kindisch sein in dem Inseltraum-Szenario ein Toast Hawai als Heilitem zu haben? Wenn ich bedenke was ich in Gothic alles in mich reingestopft habe ohne Verstopfung zu kriegen, dann ist ein Toast Hawai echt nix...
Es steht echt „ZOMBIES“ als große Neuerung auf der Verpackung, was eigentlich alles sagt über die Geistesverfassung der Macher.
Die Aussage finde ich ziemlich frech. Ich meine wenn wir hier bedenken, dass es ein Spiel ist, das parodiert und dann mal überlegen: Was gab's in den Spielen der jüngeren Zeit sehr oft?
Was gab's da?
Was wurde wiedergekäut wie zu Zeiten der WW2-Shooter?
Hmmm ... ich glaube da war was... :wink:
Richtig - es sind die Zombies. Ob nun Resident Evil, Day Z, Left4Dead, Lollipop Chainsaw, CoD im Zombiemodus, War Z, Plants vs. Zombies oder was auch immer - Zombies ist derzeit ja irgendwie DAS Thema in Spielen das ständig wiederaufgegriffen wird. Ich kann da nun nicht wirklich nachvollziehen, wieso man das nicht parodieren darf bzw. wieso das so ein großer Kritikpunkt sein soll. Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass ein Kommentar in Richtung des Geisteszustandes der Entwickler unter einem Day Z oder Resident Evil Test geschrieben wird. Vielleicht wirklich nur als Stichelei gemeint, aber für mich kommt der Kommentar ziemlich beleidigend rüber...
Tja - was bleibt...
Für mich gehen die genannten Kritiken am Spiel oftmals in die falsche Richtung. Warum etwa der Taktikteil gelobt wird kann ich nicht nachvollziehen. Mit weniger Begleitern als in Grotesque Tactics schrumpft ja schon die Auswahl an Spezialfähigkeiten & Co auf ein Minimum zusammen was alles deutlich simpler macht. Auch begegnet man gerade im letzten Teil des Spiels meist nur Nahkampf-Zombies die teilweise andere Namen und Werte haben, aber an sich nur derselbe Typ Nahkämpfer sind nur mit unterschiedlichen HP und vielleicht einer Vergiften-Fähigkeit. Im Vergleich zum Anfang, wo man mit den Fernkampf-Affen, den unterschiedlichen Schnuckis und den Brownies mit lächerlich wenig HP aber der gefährlichen Ausknock-Attacke diverse Gegnertypen hat, ist das halt ziemlich langweilig bzw. abwechslungslos...
Auch die Stelle wo Holy eingesponnen wird und gerettet werden muss lobend herauszustellen finde ich falsch. Die Stelle ist für mich eine der schlechtesten im ganzen Spiel. Der Grund: Wenn man die Stelle auf schwer spielt ist das kaum zu schaffen. Wenn alle vier Gegner rund um Holy diesen angreifen würden ist der tot. Man muss also nur mit den zwei Jungfrauen Candy und Brandy gegen drei Schnuckis und eine Spinne vorgehen. Es bleibt letztendlich nur übrig die Schnuckis anzugehen, da die Spinne soviel HP hat wie die drei Schnuckis zusammen und dabei etwa genausoviel Schaden macht wie ein Schnucki. Nun ist der Punkt aber der, dass man auf schwierigem Schwierigkeitsgrad einen Schnucki nicht zwingend mit einem Schuss von hinten getötet bekommt. Man muss also solange spielen bzw. neuladen bis man zwei der Schnuckis abserviert hat bevor sie angreifen können (das ist zwar leidlich wahrscheinlich, aber dennoch nicht sicher). Dann bleibt allerdings immer noch das Problem, dass der Rest nicht wirksam von Holy ablässt. Auch hier ist es irgendwo eine Sache der Wahrscheinlichkeitsrechung, ob die Spinne nun eine der Jungfrauen angreift die neben ihr steht und sie empfindlich mit einem Pfeil gepiekst hat, oder ob weiter Holy bearbeitet wird. Auch der dritte Schnucki ist ein Problem, da er mit dem Rücken zur Wand steht und ein One-Hit-Kill hier nicht mehr möglich ist. Die ganze Szene ist halt eine einzige Glückssache (auf schwierigem Schwierigkeitsgrad - auf normal ist's ok)...
Von daher: Neben den Falschinformationen finde ich, dass viele der Punkte die beleuchtet werden ein wenig fehl am Platze bzw. "falsch" gewertet sind und an einigen Stellen rutscht man zu sehr in einen beleidigenden Ton ab - auch wenn es wahrscheinlich nicht ganz so ernst gemeint war. Die Wertung ist zwar in Ordnung (wenn einem der Humor nicht gefällt kann da halt nicht viel mehr bei rauskommen), nur der eigentliche Text zum Test hat dann doch so seine Problemchen...