Assassin's Creed III - Vorschau

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Readler
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Re: Assassin's Creed III - Vorschau

Beitrag von Readler »

Fiddlejam hat geschrieben: Du nennst den Punkt eigentlich schon, goddamn Batman.
Klar, es ist eine Comicfigur, klar, alles ist überzogen, aber ernsthaft, einen derart vermasselten Hauptcharakter habe ich ewig nicht erlebt.
Ich meine, ganz ehrlich, ...
Moment, Spoilers incoming.
Spoiler
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...absolut alles im Spiel, jeder knappe Sieg, jeder deus ex machina, wird mit "Er ist Batman!" begründet. Batmans einziger Charakterzug scheint "to handsome to die" zu sein.
Ich springe kurz zu Arkham Island, das mit dieser lächerlichen Story schon anfing:
- Die Scarecrow-Missionen. In der ersten, als er im Leichenhaus seine Eltern sieht und den toten Gordon. In der Passage wird eigentlich impliziert, dass Batmans größte Furcht die Vorwürfe seiner Eltern und der Verlust seiner wenigen Helfer ist. Wird das thematisiert? Nein. Als die Halluzination beendet ist, hat er wieder Kontakt zu Oracle. Gibt er einen kurzen Kommentar nach dem Motto "hey, es ist gut, dass es dich gibt" ab? Nein. Selbst wenn wir annehmen, dass das zu pathetisch wäre, was ist danach? Sieht man Batman auch nur einmal zweifeln? Ich meine, ich verlange keinen Weinkrampf, aber diese regelrechte Apathie macht den Charakter so enorm unglaubwürdig und unsympathisch.
- Das Ende der Scarecrow-Missionen. Batman erwacht aus der Halluzination, packt Scarecrow und dieser fragt in ungefähr "Wie ist es möglich, dass du immer noch widerstehst, die Dosis sollte einen Elefanten umhauen" Ja, wieso eigentlich? Damit kommen wir zu Arkham City, die Nebenmission mit dem Mad Hatter. Wieso widersteht er erneut? Wiese kann Batman jedes Problem durch blanke Willenskraft lösen?
Ich meine, selbst so etwas abgedroschenes wie "die Hoffnung gab mir Kraft" ist doch besser als "powered by awesome".
Gut, ich bin in meinem Post eher auf den Plot eingegangen als auf die Charaktere und habe diese dementsprechend nicht berücksichtigt. Zu dem Plot komme ich aber später noch ;)
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Recht hast du. Batman war in den Arkham-Spielen ein wenig zu mächtig, da hat mir der Nolansche Batman weitaus besser gefallen mit all seinen Selbstzweifeln. Auch die von dir beschriebene Scarecrow-Szene hat mich in dem Sinne überrascht dass Batman danach wieder Batman war. Gut, die Sache dass er es überstanden hat mag vielleicht komisch klingen, aber hätte er es nicht überlebt wäre das Spiel doch schon frühzeitig fertig ^^ Wobei auch dort ein paar "Aaaah"s und "Ufff"s hätten sein können. Klar, hinter der Maske sollte er Gefühle und ähnliches blablubb nicht zeigen, aber gerade sowas macht einen Charakter greifbar. Deshalb wird Donald Duck auch Mickey Maus vorgezogen, weil er einfach das ist was wir alle sind während Mickey die "Ideal"-Person ist.
Plotmäßig war, wie ich schon kurz schrieb, Strange einfach schwach. Er kennt Batmans verdammte Identität - dann soll er auch mit ihm spielen! Im Trailer wurde das doch alles schon angedeutet ("Have you ever considered that this is all your fault? Your presence creates this animals!" (oder sö ähnlich)) Oder seine Eltern - er hatte sogar einen Blumenstrauß auf deren Abbild gelegt. Warum wurde darauf nicht stärker eingegangen?
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Nächster Punkt. Die Charaktere sind viel zu sehr darauf getrimmt, so böse/blöd, whatever, wie nur möglich zu erscheinen.
Offensichtliches Beispiel: Harley Quinn, deren Part größtenteils aus Schreien und Heulen besteht. Zweitbestes: Pinguin - legitimiert durch den Konflikt Großmaul/Versager, auch wenn der recht klischeehaft aufgegriffen wurde.
Vor allem aber sämtliche Gefangene. Es gibt in Arkham Island einen Dialog, der für die ganze Sache eigentlich bezeichnend ist: Gefangene unterhalten sich darüber, was Joker ihnen als Aufnahmeprobe gestellt hat - der eine sagt, er sollte seine Schwester umbringen und dass er es getan hat, der andere, dass von ihm das selbe verlangt wurde, er aber keine Schwester hat und deshalb irgendeine Frau killte.
Seriously? Gibt es einen plumperen Versuch, jemandem das "hey, verprügel mich, ich bin bööööse"-Schild an den Rücken zu heften? Und das ist keine Ausnahme, die meisten Gespräche der Kriminellen sind nach diesem Muster gestrickt.
Insgesamt kann man sagen, dass das Verhalten der Figuren zu oft genutzt wird, um die Story aus verfahrenen Situationen zu retten. Ein Beispiel ist Mister Freeze, der einem erst hilft, dann bekämpft, und dann wieder hilft, nur damit man durch den Kampf erklären kann, wie das Heilmittel in die Hände von Joker, kommt.
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Harley hat mir gefallen so wie sie war. Man kann sie als nervig betrachten, aber gerade als der Joker starb sah man dass sie doch nicht nur ein Schreihals ist. V.A. weil sie ja nun schwanger ist, erwarte ich Einiges von ihr im nächsten Teil.
Der Pinguin, aye, bei ihm hätte ich mir auch ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Etwas wie bei Wheatley aus Portal 2 hätte ihm gut getan ("I...AM NOT...A MOROOON"), nur auf seinen Charakter übertragen, so ein Kompensationsverhalten die ihn antreibt "böse" zu sein. Generell eine gute Grundlage die man aber noch hätte ausbauen müssen.
Die Insassen habe ich nicht ernst genommen, kein bisschen, sollte man glaube ich auch nicht. Zumindest glaube ich, dass das Rocksteady's Intention war. Gerade in B:AC wurde das noch deutlich mit ihren Konversationen die teils einfach nur banal komisch waren. Dieses klischeehafte "Ich bin böööse" war also mMn eher gewollt.
Freeze's Sinneswandel stieß mir auch sauer auf, im Grunde eigentlich nachvollziehbar, aber in der Ausführung zu extrem. Das würde ich einfach in die Kategorie "Weil es ein Spiel ist" stecken und als Mittel zum Zweck ansehen. Kann man durchaus doof finden, aber mich hat nicht so gestört.
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Dritter Punkt: das Ende. Nicht nur DAS Ende, sondern den gesamten letzten Teil des Spiels.
In diesem Ende zeigt sich eigentlich, wie unglaublich sich die Story verheddert hat.
Als Alfred den Sender von Talia ausschaltet, um Batman dazu zu bringen, gegen Strange vor zu gehen, ist das eigentlich ein klassischer Antiklimax - und das nur, um schnell noch den Handlungsstrang zu lösen, welcher rein gar nichts mit Joker zu tun hat. Der Punkt ist: Das Spiel schafft es einfach nicht, diese zwei Handlungsstränge in irgendeine logische Beziehung zu bringen - und somit wirkt sowohl das Ende von Strange als auch das von Joker einfach unausgewogen.
Aber zurück zum Thema - der Handlungsstrang von Strange wird relativ unspektakulär abgearbeitet - Ra`s taucht als böses Genie hinter dem bösen Genie auf und stirbt auch entsprechend schnell, Erklärungen nicht notwendig, jeder weiß, dass er böse ist, Batman rettet sich wie immer, weil er einfach so toll ist.
In meinen Augen ist das nichts weiter als ein Versuch, den eigentlichen Höhepunkt, den Kampf gegen Joker spannender zu machen, indem man davor eine erzwungene Ruhephase, bzw. zumindest eine Umleitung auf etwas anderes einbaut - aber das funktioniert so einfach nicht. Das ganze Spiel kämpft mit den Problemen im Tempowechsel der Erzählung.
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Ich glaube, das Spiel wollte die beiden Stränge auch in keine logische Beziehung bringen - da sie einfach vollkommen unabhängig voneinander sind. Es ging Batman da drum Arkham City zu "retten" und deshalb wollte er Strange unfähig machen. Talia hatte er abgeschrieben. Dann kam aber halt der Anruf vom Joker, dass sie doch noch lebt und er sie doch retten soll. Die Sache mit Ra's als Drahtzieher kam mir vor wie ein schneller Twist um nochmal einen "Wow"-Effekt zu erzeugen, hätte man weglassen können. So steht Strange noch dümmer da.
Dementsprechend, was mir gefällt:
- Portal-like. Keine Geschichte um den Charakter, als eher eine Wanderung durch die Hintergrund-Story.
- RPG-like. Ruhig ein wenig Pathos, aber dennoch die Einsicht, dass diese Welt viel größer ist als man selbst.
- Historisches, gerne mit Variationen.

Es sind aber nicht wirklich die Themen, nicht die Art, aber vor allem dieses Häufungen von zu einfachen Lösungen wie bei Batman: massig Plot Devices, Deus ex awesome, grausiger Spannungsbogen, simples Einordnen der Charakter in gut/böse.
Auf die Plot devices bin ich nicht eingegangen, da sie ÜBERALL zu finden sind und ich mich leider an sie gewöhnt habe.
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Einzig Ra's' Tempel hat war doof. Der liegt ZUFÄLLIGERWEISE in Wonder City und gaaaanz zufällig ist das noch in Arkham City
Aber wo du schon von deinen Vorlieben sprichst, da frage ich mich warum die AC's Story nicht gefällt. Nicht weil ich sie verteidigen will, aber "Historisches mit Variation" trifft doch eigentlich, vom Hintergrund abgesehen, doch zu. Wobei die Ezio-Story im Grunde auch relativ flach und unausgereift war.
Fiddlejam
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Re: Assassin's Creed III - Vorschau

Beitrag von Fiddlejam »

Oh, AC mochte ich. Ezio zeigte zumindest Spuren von Zweifeln und war eben nicht immer nur der große Held. Revelations war zwar recht schwach, aber noch annehmbar. Persönlich gefiel mir Brotherhood am besten, in ACII war die Wandlung von Ezio nicht ganz nachvollziehbar, kam mir an einigen Stellen vor wie ein plötzlicher Riss - aber bei einer Geschichte über so viele Jahre ist das akzeptabel.
Meine ursprüngliche Kritik richtete sich eher dagegen, dass fanboyauf3uhr eine 08/15 Story kritisiert, dann aber selbst Spiele anführt, die nicht wirklich von der Story, sondern vom Thema leben.
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Auch die von dir beschriebene Scarecrow-Szene hat mich in dem Sinne überrascht dass Batman danach wieder Batman war. Gut, die Sache dass er es überstanden hat mag vielleicht komisch klingen, aber hätte er es nicht überlebt wäre das Spiel doch schon frühzeitig fertig ^^
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Mich stört nicht wirklich, DASS er überlebt, sondern wie - eben durch dieses "Ich bin Batman!" Wie gesagt, irgendeine Szene im Traum, in dem wirklich noch mal seine größten Ängste kommen (als Mensch - nicht irgendwelche billigen Skelette), seine Eltern, usw. und dann eben ein "Nein, ich habe nicht länger Angst - ich bin nicht verantwortlich für das, was euch geschah blablablub", das hätte ich passender gefunden.
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Plotmäßig war, wie ich schon kurz schrieb, Strange einfach schwach. Er kennt Batmans verdammte Identität - dann soll er auch mit ihm spielen!
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Ja, genau! Das war ein Punkt, den ich noch erwähnen wollte. Nicht nur die resultierenden Psychospielchen, aber auch die Tatsache, dass er es nie wirklich als eine Art Rückversicherung oder auch nur erwähnt - lieber schickt er nochmal 15 Handlanger in die Bewusstlosigkeit.
Genauso wird nie wirklich etwas darüber gesagt, dass Hugo Strange insgeheim selbst Batman sein will (nur kurz erwähnt vom Riddler).
Oder eben auch die Geschichte, dass die Superschurken eigentlich durch Batman entstehen - stattdessen Spruch - Gesicht gegen Fenster - von Ra`s abgestochen. Um wieder zum Vergleich mit AC zu kommen - in Brotherhood hatte Cesare auch recht wenig Screen Time, aber er war irgendwie immer als Bedrohung fassbar, und in den wenigen Szenen wurde er dennoch recht stark charakterisiert.
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Die Insassen habe ich nicht ernst genommen, kein bisschen, sollte man glaube ich auch nicht. Zumindest glaube ich, dass das Rocksteady's Intention war. Gerade in B:AC wurde das noch deutlich mit ihren Konversationen die teils einfach nur banal komisch waren. Dieses klischeehafte "Ich bin böööse" war also mMn eher gewollt.
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Ja, natürlich, aber es erschien mir an einigen Stellen nicht wirklich, als wäre es auf den Witz der Sache, sondern einfach nur das "Los, sie sind böse, verprügel sie!" ausgerichtet. Ein anderes Beispiel sind die politischen Gefangenen - haben sie irgendeinen Sinn fürs Spiel? Machen sie irgendwas außer schreien? Sind die Prügler eine Herausforderung? Nein, nein, nein. Ich empfand das eher störend als Atmosphäre-bereichernd.
Kann man recht gut mit der Szene kurz vor Ende von LA Noire vergleichen.
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Kelso dringt bei seinem Chef ein, um Hinweise auf die Korruption zu finden. In einem Raum findet er dann eine Minderjährige in dessen Bett.
Was hat diese Szene für einen Sinn? Ist es irgendwie relevant, dass er ein Pedo ist?
Ganz ehrlich, das ist blanke Effekthascherei.
Das ist es, was mich so stört - niemand wagt es, einen zweifelnden Helden oder nicht ganz so schlimmen Bösewicht zu zeigen. Selbst Alex Mercer und Co sind eher Chaotic Good/Neutral als Evil. Klar gibt es Ausnahmen, aber das sind oft Parodien - wirklich zweifelhafte Charaktere gibt es kaum.
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Ich glaube, das Spiel wollte die beiden Stränge auch in keine logische Beziehung bringen - da sie einfach vollkommen unabhängig voneinander sind. Es ging Batman da drum Arkham City zu "retten" und deshalb wollte er Strange unfähig machen. Talia hatte er abgeschrieben. Dann kam aber halt der Anruf vom Joker, dass sie doch noch lebt und er sie doch retten soll. Die Sache mit Ra's als Drahtzieher kam mir vor wie ein schneller Twist um nochmal einen "Wow"-Effekt zu erzeugen, hätte man weglassen können. So steht Strange noch dümmer da.
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Ja, so kann man es sehen, aber ich bin in Sachen Storytelling einfach etwas konservativ - und in diesem Sinne ist mir dieses "doppelt so viele Höhepunkte sind doppelt so gut" einfach nicht. Fühlt sich an wie "diese Wiese haben wir abgegrast, ab auf die nächste".
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Readler
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Re: Assassin's Creed III - Vorschau

Beitrag von Readler »

Fiddlejam hat geschrieben:Oh, AC mochte ich. Ezio zeigte zumindest Spuren von Zweifeln und war eben nicht immer nur der große Held. Revelations war zwar recht schwach, aber noch annehmbar. Persönlich gefiel mir Brotherhood am besten, in ACII war die Wandlung von Ezio nicht ganz nachvollziehbar, kam mir an einigen Stellen vor wie ein plötzlicher Riss - aber bei einer Geschichte über so viele Jahre ist das akzeptabel.
Meine ursprüngliche Kritik richtete sich eher dagegen, dass fanboyauf3uhr eine 08/15 Story kritisiert, dann aber selbst Spiele anführt, die nicht wirklich von der Story, sondern vom Thema leben.
Das habe ich dann wohl falsch aufgenommen ;)
Revelations habe ich noch nicht gespielt, Brotherhood fand ich aber eher schwach. Da hat mir II gegen Ende sehr viel besser gefallen. Man kann sagen als Ezio seinen Vollbart hatte, von da an hat er mir richtig gut gefallen.
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Ja, genau! Das war ein Punkt, den ich noch erwähnen wollte. Nicht nur die resultierenden Psychospielchen, aber auch die Tatsache, dass er es nie wirklich als eine Art Rückversicherung oder auch nur erwähnt - lieber schickt er nochmal 15 Handlanger in die Bewusstlosigkeit.
Genauso wird nie wirklich etwas darüber gesagt, dass Hugo Strange insgeheim selbst Batman sein will (nur kurz erwähnt vom Riddler).
Oder eben auch die Geschichte, dass die Superschurken eigentlich durch Batman entstehen - stattdessen Spruch - Gesicht gegen Fenster - von Ra`s abgestochen. Um wieder zum Vergleich mit AC zu kommen - in Brotherhood hatte Cesare auch recht wenig Screen Time, aber er war irgendwie immer als Bedrohung fassbar, und in den wenigen Szenen wurde er dennoch recht stark charakterisiert.
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Genau! Wer Strange auch ein wenig kennt, weiß dass er kaum in die Story von B:AC passt. Strange ist keine Marionette, er wäre der Drahtzieher. Er ließe sich nicht so leicht abmurksen, da er selbst verdammt fit ist. Er könnte es mit Batman aufnehmen - schließlich macht er das alles nur um ja Bruce Wayne-Batman zu töten um selbst Batman zu werden.
An Cesare erinnere ich mich kaum. Nur habe ich ihn auch nie wirklich "gehasst". Edgar Ross aus RDR habe ich wirklich gehasst, ihn nicht. Auch vielleicht nett zu erwähnen: man wusste immer dass Batman gewinnt, die ganze Zeit. Ja, er muss es, aber manchmal will ich auch das Gefühl haben dass ich einfach keine Chance habe - auch wenn ich Batman bin. Wie gesagt: The Dark Knight hat das mMn einfach perfekt gelöst.
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Ja, natürlich, aber es erschien mir an einigen Stellen nicht wirklich, als wäre es auf den Witz der Sache, sondern einfach nur das "Los, sie sind böse, verprügel sie!" ausgerichtet. Ein anderes Beispiel sind die politischen Gefangenen - haben sie irgendeinen Sinn fürs Spiel? Machen sie irgendwas außer schreien? Sind die Prügler eine Herausforderung? Nein, nein, nein. Ich empfand das eher störend als Atmosphäre-bereichernd.
Kann man recht gut mit der Szene kurz vor Ende von LA Noire vergleichen.
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Kelso dringt bei seinem Chef ein, um Hinweise auf die Korruption zu finden. In einem Raum findet er dann eine Minderjährige in dessen Bett.
Was hat diese Szene für einen Sinn? Ist es irgendwie relevant, dass er ein Pedo ist?
Ganz ehrlich, das ist blanke Effekthascherei.
Das ist es, was mich so stört - niemand wagt es, einen zweifelnden Helden oder nicht ganz so schlimmen Bösewicht zu zeigen. Selbst Alex Mercer und Co sind eher Chaotic Good/Neutral als Evil. Klar gibt es Ausnahmen, aber das sind oft Parodien - wirklich zweifelhafte Charaktere gibt es kaum.
Njaaa, das ist jetzt Kritik auf hohem Niveau. Das ist eine Nebenmission die einfach wegen dem Umfang und nicht wegen Immersion da ist. Letzten Endes sind die Handlanger auch nur dazu da um verprügelt zu werden.
Auf L.A. Noire gehe ich hier jetzt nicht ein. Das war storytechnisch einfach nur bäh.
Zweifelnde Helden sind aber echt mal was ich wirklich gerne hätte. An dieser Stelle kann ich nur nochmal RDR (ja, großer Fan, RDR-Avatar :P ) erwähnen, John Marston ist da so eine Art Held die mir wirklich sehr gefallen hat. Wobei gerade bei Batman eine Menge Potenzial für Selbstzweifel und co. da ist.
johndoe1351099
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Re: Assassin's Creed III - Vorschau

Beitrag von johndoe1351099 »

es schaut wieder intressant aus nach dem 2er teil habe ich AC nicht mehr gezockt, mal schauen was die ersten tests ergeben ^^
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Funfab
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Re: Assassin's Creed III - Vorschau

Beitrag von Funfab »

hier ist jetzt ein paar mal das Kürzel mMn gefallen könnte mich da kurz jemand auf klären ich kann mir darunter echt nichts vorstellen
johndoe1044785
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Re: Assassin's Creed III - Vorschau

Beitrag von johndoe1044785 »

mMn = meiner Meinung nach
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Funfab
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Re: Assassin's Creed III - Vorschau

Beitrag von Funfab »

danke
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superboss
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Re: Assassin's Creed III - Vorschau

Beitrag von superboss »

Fiddlejam hat geschrieben:
das Klettersystem wurde in Revelations durch die Hakenklinge ja sogar noch simpler und wirklich irrelevanter und Ac spielt sich jetzt fast wie Infamous (klick , Klick, Klick..gähn).
Warum, die Hakenklinge hat abgesehen vom Klettersprung keine neuen Automatismen mit sich gebracht, dafür aber mit weitem Sprung, ausstrecken und den anderen Funktionen auch wieder Punkte eingbracht, die nicht automatisch laufen.
Ich habs beim Release nur ein paar Stunden gespielt, da mir, wie schon erwähnt, etliche Sachen nicht gefallen haben, aber ich fand dei Neuerung einfach unpassend.

Der Klettersprung vereinfacht doch jeden Turmaufstieg total.
Man war aus den Vorgängern gewohnt, dass man an den höheren Vorsprung nicht ran kommt. Und jetzt, als wenn nen Cheat Modus an ist, kann man plötzlich fast überall hinspringen.
Und dass man sich mal verdrücken kann und dann runterfällt, machts nicht besser.
Das macht das ganze Spiel irgendwie nur hektisch und unkrontolliert.
Abgesehen davon, dass man jetzt mehrere Tasten fürs Springen braucht.
Vorher war es schön einfach aber durchaus taktisch und kein wildes Rumspringen.
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Funfab
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Re: Assassin's Creed III - Vorschau

Beitrag von Funfab »

also wenn ich dich richtig verstanden habe, muss ich dir widersprechen, das Springen und nach Vorsprüngen greifen beim klettern gibt es schon ein paar AC länger (nur halt ohne Klinge, in AC II hat Ezio es von Dieben gelernt und in 2.1 konnte er es wieder nach dem man einen Handschuh gekauft hatte) (wie gesagt wenn ich dich richtig verstanden habe :D )
johndoe828741
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Re: Assassin's Creed III - Vorschau

Beitrag von johndoe828741 »

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superboss
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Re: Assassin's Creed III - Vorschau

Beitrag von superboss »

Funfab hat geschrieben:also wenn ich dich richtig verstanden habe, muss ich dir widersprechen, das Springen und nach Vorsprüngen greifen beim klettern gibt es schon ein paar AC länger (nur halt ohne Klinge, in AC II hat Ezio es von Dieben gelernt und in 2.1 konnte er es wieder nach dem man einen Handschuh gekauft hatte) (wie gesagt wenn ich dich richtig verstanden habe :D )
ja ich glaub zumindest, dass du mich richtig verstanden hast 8O, bin gerade ein bisschen verwirrrt......
Ac 2 hab ich nur teilweise gezockt und schon wieder verdrängt und Brootherhood hab ich wohl ohne den (mir unbekannten) Handschuh gespielt. Ich hab auch etliche andere Hilfen weggelassen, nur wusste ich da , dass sie existieren. :?
Und ich lob das Spiel für seinen taktischen Ansatz und wieviel Spaß es macht, einige Sehenswürdigkeiten, burgen oder Türme zu erklimmen :lol:
Ich glaub ich hab Brootherhood komplett anders gespielt, als es vorgesehen war. Wobei das ne gute "Entscheidung" war. So hatte ich viel Spaß mit der open World, der Inszenierung, den Rätseln, den Stealth und Klettereinlagen und der tollen Assassins Creed Atmo und der Rest war eher Nebensache.

Leider wurden ja die Rätsel gestrichen, die stealtheinlagen ohne Spiecherpunkte zu hektisch, und der Sound war bei Revelations richtig lahm. Die meisten Musikstück waren eher langweilig und die typischen Ac Sounds wurden irgendwie einfach fast weggelassen. Schon im Menü verging mir die lust auf AC, obwohl ich vorher total Bock drauf hatte. So von 100 auf 0 oder so.......

aber gut mal abwarten. AC 3 wird eh nen anderes Spiel mit neuen Schwächen und Stärken....
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Panikhunter
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Beitrag von Panikhunter »

Na woll wir doch mal sehen was Connor so drauf hat
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KingDingeLing87
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Beitrag von KingDingeLing87 »

Auch wenn man natürlich der Serie nach Teil Zwei vorwerfen kann, dass sie zu wenig neues in den nachfolgenden teilen gemacht haben, haben alle Teile, mir persönlich Spaß gemacht.
Klar, dass Kämpfen hatte gar keinen Anspruch, das klettern sowieso nicht, aber das wichtigste war eh immer die Atmo.
Und die haben sie einfach immer wieder hinbekommen.
Es hat trotz des leichten schwierigkeitsgrades Spaß gemacht, sich durch das Spiel zu meucheln.
man hat sich einfach wohl gefühlt.
So ging es mir jedenfalls.

Ich freu mich jedenfalls auf den dritten.
Ob er nun viel anders macht oder nicht.
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lozer
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Re: Kommentar

Beitrag von lozer »

KingDingeLing87 hat geschrieben:Auch wenn man natürlich der Serie nach Teil Zwei vorwerfen kann, dass sie zu wenig neues in den nachfolgenden teilen gemacht haben, haben alle Teile, mir persönlich Spaß gemacht.
Klar, dass Kämpfen hatte gar keinen Anspruch, das klettern sowieso nicht, aber das wichtigste war eh immer die Atmo.
Und die haben sie einfach immer wieder hinbekommen.
Es hat trotz des leichten schwierigkeitsgrades Spaß gemacht, sich durch das Spiel zu meucheln.
man hat sich einfach wohl gefühlt.
So ging es mir jedenfalls.

Ich freu mich jedenfalls auf den dritten.
Ob er nun viel anders macht oder nicht.

Genau so ging es mir auch. Mich hat die Atmosphäre von Anfang an immer begeistert. Ich weiß auch nicht ob es sinnvoll gewesen wäre, das Klettern und Kämpfen so zu erschweren, dass man wirklich nur mit Mühe die Häuser hochkommt.
Weil dann wäre ja die angesprochene Atmosphäre eben nicht mehr in der Form da...

Ich freue mich richtig auf AC III, bin besonders gespannt auf das Setting und was man draus macht. Wenn jetzt noch ne gute Engine und eine nette Story dabei sind, wird das ein richtig geiles Spiel!
xXJaguarXx
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Beitrag von xXJaguarXx »

Was die Kämpfe angeht, finde ich hat Ubi das ganze bisher gut geregelt. Wenn man schleichen wollte, konnte man das tun. Wenn man sich durch die Gegnerreihen metzeln musste, dann konnte man das auch. Es war die Entscheidung des Spielers, und das ist auch gut so ;)