GDC 2010 - Im Zensurland nichts Neues

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4P|BOT2
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GDC 2010 - Im Zensurland nichts Neues

Beitrag von 4P|BOT2 »

Auch "Schnitte", "Indizierung" und "Zensur" sind Thema auf der Game Developers Conference: Cryteks Avni Yerli, Matias Myllyrinne von Remedy sowie Stephan Reichart des deutschen Entwicklerverbands G.A.M.E. überlegten im Rahmen einer Diskussion, was Entwickler und Spieler tun könnten, damit Videospiele von einer breiteren Masse und besonders von Politikern wie andere Medien respektiert würd...


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Giant Hogweed
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Ärgerlicher Fauxpas

Beitrag von Giant Hogweed »

Dieser unsinnige NS-Vergleich ("Bücherverbrennung") ist wirklich ein überaus dämlicher und ärgerlicher Fauxpas. Damit erweist er dem Ziel einer verbesserten Akzeptanz von Computerspielen einen absoluten Bärendienst.
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slugger
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Beitrag von slugger »

sollnse ihre spiele doch so brutal wie möglich machen und einfach für den deutschen markt entschärfen. wir ziehen uns dann die bloodpatches und gut is. diese bevormundung ist eh n schlechter scherz.
johndoe824834
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Fail...

Beitrag von johndoe824834 »

"Videospiele zu verbannen ist die moderne Art der Bücherverbrennung."


Nicht nur unnötig auch extrem dumm...die Ansage hier bei uns.

Ist ganz klar eine Anspielung auf Goebbels der zich Bücher von Schriftstellern verbrennen lies die nicht anerkannt waren bzw.
man als Bürger nicht lesen sollte/durfte^^

Hätte drauf geantwortet aber ich verkneif mir den Spruch mal.
iron-rooter
Beiträge: 26
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Re: Ärgerlicher Fauxpas

Beitrag von iron-rooter »

Giant Hogweed hat geschrieben:Dieser unsinnige NS-Vergleich ("Bücherverbrennung") ist wirklich ein überaus dämlicher und ärgerlicher Fauxpas. Damit erweist er dem Ziel einer verbesserten Akzeptanz von Computerspielen einen absoluten Bärendienst.
Bücherverbrennungen wurden nicht nur zur NS-Zeit verbrannt, also warum die Aufregung.
SlyazX
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Beitrag von SlyazX »

slugger hat geschrieben:sollnse ihre spiele doch so brutal wie möglich machen und einfach für den deutschen markt entschärfen. wir ziehen uns dann die bloodpatches und gut is. [...]
Bitte die Konsolen nicht vergessen. Da geht das mit dem Bloodpatch nicht ganz so einfach^^
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Nuoroda
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Beitrag von Nuoroda »

Also so lange die Spiele nur in D. entschärft sind, nervt es halt nur sich die Spiele anderweitig zu beschaffen - und ggf. auf Download-Inhalte (360) zu verzichten. Wenn sie allerdings irgendwann alle Spiele entschärfen, dann häng ich das Hobby an den Nagel. So weit wird´s aber hoffentlich nie kommen... So wichtig ist der deutsche Markt schließlich auch nicht.
piotrmike
Beiträge: 164
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Beitrag von piotrmike »

wer kauft den noch die ueberteureten und geschnitten DE version - Importe werden meistens eher released, sind uncut und kosten ca. die haelfte was ein spiel hier neu im geschaeft kostet... also scheiss doch auf den DE markt, wird frueher oder spaeter eh utnergehen mit ihren ZENSUREN, UEBERTEUERTEN PREISEN und SCHLECHTEN SYNCHROS!
Arkune
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Beitrag von Arkune »

Ist das eine News oder eine Meinung?
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Wulgaru
Beiträge: 29391
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Beitrag von Wulgaru »

Abgesehen davon, dass Basterds für filmische Verhältnisse nicht überaus brutal ist, habe ich noch nie ein Videospiel mit dem Anspruch eines Autorenfilms gespielt. Daher frage ich mich ob Reichart sich der Unsinnigkeit des Vergleichs eines High-Fantasy-Rollenspiels mit einer Kriegsgroteske überhaupt bewusst ist.
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Sir Richfield
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Re: Ärgerlicher Fauxpas

Beitrag von Sir Richfield »

iron-rooter hat geschrieben:Bücherverbrennungen wurden nicht nur zur NS-Zeit verbrannt, also warum die Aufregung.
Ich weiß, was Du sagen willst, aber: Wie verbrennt man eine Verbrennung? *gg*

Ansonsten ist es schon godwinisch, wenn man explizit von Deutschland redet und Bücherverbrennungen in den Raum wirft.
Deutlicher kann man es nur machen, wenn man behauptet, Spiele würden von manchen als "entartete Kunst" betrachtet. (Was sicher nicht falsch wäre, aber man sagt es halt nicht, weil man ja besser sein will als die Leute, die man anprangern will.)


Wulgaru, DAS ist ja der Knackpunkt an der Geschichte:
Bücher, Bilder, Skulpturen und Filme sind Kunst, egal welchen Anspruch die haben.
Wenn ich es schaffe, dass alle der Meinung sind, drei grüne Striche auf der Leinwand sei Kunst, dann ist das so.
Nur Spielen wird dies nicht zugebilligt.
Mir als Spieler geht es auch nicht darum, dass ich gefälligst Spiele mit Anspruch bekomme (Solche gibt es durchaus. Planescapes Story steckt so manchen anerkannten Fantasyautoren in den Schatten. Systemshock bietet deutlich mehr "Stimmung" als 90% der King Verfilmungen. Portal hat mehr Tiefe als ein Buch über glitzernde Vampire...)
Nein, ich möchte nur, dass Entwickler bei ihren Spielen ähnliche Freiheiten zugebilligt werden wie Filmen und Büchern.
Also Schluss mit den teilweise lächerlichen Schnitten (Soldaten gegen Cyborgs in RTS ersetzen) und vernünftige Ratings vergeben. (SC2 ab 12, ehrlich???)
Wobei die Ratings auch bei den Filmen für'n Arsch sind und Filme auch gerne sinnfrei geschnitten werden.
Gerne darf man ein Rating bei Büchern einführen. DAS fände ich dann gerecht. Sobald ein Toter vorkommt, ab 16. Sobald die Leiche oder der Mord explizit beschrieben wird, ab18.
DAS Gejaule der Buchhändler und Verleger kann ich mir schon vorstellen. ;)
Zuletzt geändert von Sir Richfield am 16.08.2010 14:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Sarkasmus
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Beitrag von Sarkasmus »

So lange 14 Jährige an Spiele ab 18 rankommen, kann ich zurecht verstehen das die USK des öfteren "Nein" zu der Veröffentlichung von manchen Spielen.
Es sollte Testkäufer geben, sowie auch harte Geldstrafen für die Verkäufer, wie auch Strafen für Eltern die ihren Kindern sollche Spiele beschaffen.
piotrmike hat geschrieben:wer kauft den noch die ueberteureten und geschnitten DE version - Importe werden meistens eher released, sind uncut und kosten ca. die haelfte was ein spiel hier neu im geschaeft kostet... also scheiss doch auf den DE markt, wird frueher oder spaeter eh utnergehen mit ihren ZENSUREN, UEBERTEUERTEN PREISEN und SCHLECHTEN SYNCHROS!
Ich da ich keine KK habe und auch nie eine haben werde ;).

Bis denn
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KONNAITN
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Re: Ärgerlicher Fauxpas

Beitrag von KONNAITN »

iron-rooter hat geschrieben:
Giant Hogweed hat geschrieben:Dieser unsinnige NS-Vergleich ("Bücherverbrennung") ist wirklich ein überaus dämlicher und ärgerlicher Fauxpas. Damit erweist er dem Ziel einer verbesserten Akzeptanz von Computerspielen einen absoluten Bärendienst.
Bücherverbrennungen wurden nicht nur zur NS-Zeit verbrannt, also warum die Aufregung.
Ich sehe das auch so. Gut, der Vergleich war unpassend und schoß über's Ziel hinaus, aber mehr muss man daraus auch nicht machen. Bücher wurden in der Geschichte überall und immer wieder verbrannt.

Im Übrigen glaube ich, dass Yerli das mit den 30 Jahren Wartezeit auf eine neue Politikergeneration, die Spiele ähnlich einschätzt wie andere Medien, ein wenig zu pessimistisch sieht. Ich glaube das wird früher der Fall sein.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Sarkasmus hat geschrieben:So lange 14 Jährige an Spiele ab 18 rankommen, kann ich zurecht verstehen das die USK des öfteren "Nein" zu der Veröffentlichung von manchen Spielen.
Blöderweise macht DAS die 14jährigen nur Neugierig(er) und sorgt dafür, dass die sich an Kanäle wenden, von denen der Handel an sich nichts hat, wenn mir dieser Euphemismus erlaubt ist.
Es sollte Testkäufer geben, sowie auch harte Geldstrafen für die Verkäufer, wie auch Strafen für Eltern die ihren Kindern sollche Spiele beschaffen.
Es gibt Testkäufer und Strafen für Händler, die Gesetzeslage ist da eindeutig. Es wird nur nicht ausreichend kontrolliert, das ist alles.
Es gibt auch die Gesetzeslage, die es dem Staat verbietet, sich in die Erziehung einzumischen.
Was jemand seine Kinder spielen läßt, ist komplett seine Sache.
(Und das ist auch gut so! Der Staat bekommt nicht einmal die Bildung hin, wie soll er dann Erziehung schaffen?)
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Sarkasmus
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Beitrag von Sarkasmus »

Sir Richfield hat geschrieben:
Es sollte Testkäufer geben, sowie auch harte Geldstrafen für die Verkäufer, wie auch Strafen für Eltern die ihren Kindern sollche Spiele beschaffen.
Es gibt Testkäufer und Strafen für Händler, die Gesetzeslage ist da eindeutig. Es wird nur nicht ausreichend kontrolliert, das ist alles.
Es gibt auch die Gesetzeslage, die es dem Staat verbietet, sich in die Erziehung einzumischen.
Was jemand seine Kinder spielen läßt, ist komplett seine Sache.
(Und das ist auch gut so! Der Staat bekommt nicht einmal die Bildung hin, wie soll er dann Erziehung schaffen?)
Da bin ich andere Meinung, ein Fallout 3 Uncut hat einfach nichts in den Händen von 14 Jährigen zu suchen.Dead Space genau so wenig um mal bei einem Spiel zu bleiben, was in DE so käuflich ist.

Ich kann als Elternteil mein 14 Jähriges Kind ja auch kein Alkohol zu Hause trinken lassen.Glaub das wär ja sogar ne Verletzung der Sorgepflicht?

Bis denn