Ubisoft: Umweltbewusst?

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tschief
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Beitrag von tschief »

WhiteHaven hat geschrieben:
tschief hat geschrieben: Auch wenn es schwer ist, die Energiebilanz der beiden Medien zu vergleichen, würde ich wagen zu behaupten, dass die eines I-Phones/I-Pads zwar einen höheren Grundverbrauch hat, aber man dafür theoretischerweise fast unendliche viele Bücher und Co. draufladen kann, ohne die Energiebilanz nenneswert zu erhöhen. Soll heissen: Auf meinen I-Pad kann ich ohne Probleme 500 Bücher laden, die Energiebilanz bleibt (bis auf ein wenig Stromverbrauch zum aufladen ev.) genau die gleiche. 500 Bücher herzustellen jedoch erhöht mit jedem hergestellten Buch die Energiebilanz um die gleiche Summe noch einmal. Heisst: 500 Bücher sind 500 mal Ressourcenverbrauch, beim elektronischen sinds für das selbe genau 1 mal.

Und genau das ist eben das, was diese Industrie versucht einem einzureden. Das stimmt aber nicht. Kann gar nicht stimmen. Ich will nicht behaupten, dass die Rodung von Wäldern (auch mit diesem 4 Felder System) gut für die Umwelt ist und die Umwelt nicht belastet, es ist aber ein Irrtum zu sagen, dass das gedruckte Wort schädlicher ist als dies eines Ipads. Auch wenn wir hier nicht auf den gar nicht so niedrigen Stromverbrauch eingehen, (wieviel Ipads wurden schon verkauft? 300k? Jedes einzelne aufzuladen braucht dann doch ne Menge Strom - auch wenn immer mehr Regenerative Quellen dazu kommen) kann man diese Behauptung nicht einfach so pauschal aufstellen.

Die Ressourcen, die man braucht um sowas wie einen Ipad herzustellen sind schwerer abbaubar als wie Holz. Da zerstört man die Natur (durch die ganzen Bohrungen und Sprengungen) UND schießt ne Menge CO2 in die Luft. Außerdem ist die Lebensdauer eines IPads nicht unbegrenzt. Sagen wir mal, dieses Stück Technik lebt im Durchschnitt 5 Jahre - dann brauchst du ein neues. Wieder müssen rare Rohstoffe irgendwo abgebaut werden, wieder wird jede Menge CO2 in die Luft geschossen.Tjo und der Müll...nun, wenn irgendjemand ein Buch wegschmeißt, ist es irgendwann abgebaut. Kein Mensch weiß wie lange ein PC oder ein Ipad braucht um abgebaut zu werden (bzw sicher wissen es einige Experten, aber du und ich, wir beide werden nicht erleben wie mein, oder dein Laptp/Ipad whatever abgebaut wird).

Natürlich hat die IT Industrie das Mär der "Umweltschonenden" Ipads/Ebook Reader und was sonst noch gut propagiert. Nur stimmen tut das leider eben nicht.

Von den ganzen Servern die man braucht um die Bücher irgendwo zu speichern und den Datentransfer wollen wir lieber gar nicht erst anfangen. Was ich damit sagen will ist, dass Bücher sicher nicht das Gelbe vom Ei sind, wenn wir wie Fanatiker auf die Umwelt achten, (und ganz ehrlich, wenn wir nicht wollen, dass unsere Kinder einen Müll-Planeten bewohnen, sollten wir zu welchen werden) dass elektronische Speichermedien aber umweltschonend sind ist auch einfach nicht wahr.
Im Augenblick haben wir eben keine CO2 neutrale, Umweltschonende Technik. Die Menschheit sollte alles drauf setzen so etwas zu entwickeln - auch wenn es die Volkswirtschaften Zig Billiarden kosten sollte. Das Ziel ist es allemal wert.
Wunderschöner Text, aber auch gleichzeitig ein Beispiel wie sehr im Forum auf Aussagen eingegangen ist. Das alles was du geschrieben hast ist genau meine Meinung: Ipads und Co. sind wirklich umweltschädlicher. Aber ich rede ja hier nicht von Ipads als "reines Buchlesemittel", das wäre wirklich total hirnrissig. Ipads werden auch zu 300k verkauft werden, wenn man darauf keine Bücher lesen könnte, die Bücher aber in Papierform weiterexistieren. Wenn man aber umgekehrt denkt, dass man einfach keine Bücher mehr herstellt (oder nicht mehr in diesem übertriebenen Masse), und alles auf Ipads/Pods und Co. verfrachtet, erhöht sich dadurch nur minimal der "Verbrauch" durch Strom. Es werden ein paar mehr Ipads verkauft, aber auch nicht so entschieden viel mehr. Das war meine Aussage.

Dass das Ipad/Iphone grundsätzlich umweltschonender wäre, habe ich so eigentlich nie behauptet, ich habe gesagt dass es schonender wäre bei höherem Gebrauch. Heisst: Wenn man ab heute alle Bücher (Handbücher und Co.) digital lassen würde, und keine neuen Bücher mehr hergestellt würden, würde dadurch sicher der Umwelt gut getan, daran kann man einfach nicht rütteln. Denn Ipads und Pods, Computer und Co werden nicht hergestellt, um Bücher zu lesen, sondern für viele andere Tätigkeiten auch. Es sind Multifunitionstalente. Aber sie werden viel zu wenig als das genutzt.

Server für Bücher? Weisst du wie gross ein digitales Buch ist? Und es ist nur ein einziges "Exemplar" nötig, dass dann tausendfach verfielfältigt werden kann (je nach Bedarf), aber das eine Exemplar auf dem Server bleibt dort. Heutzutage, wo Hunderte Terrabytes Server existieren ist das nicht wirklich ein Problem, und Stromverbrauch muss nicht umweltschädlich sein (oder nicht so sehr, wie ihr das seht ;)).

Übrigens, ich als Schweizer kann sagen, dass Stromverbrauch nichts über Umweltschädlichkeit aussagt. Wir beziehen über (!) 2/3 unseres Stroms aus natürlichen Stromquellen (Wasser, Wind, Sonnen und Atomenergie - Wobei man sich beim letzteren natürlich streiten kann ;)). Und damit meine ich nicht "wir als Familie", sondern die gesamte Schweiz.

Bevor du jetzt aber vorschnell antwortest will ich dir NOCHMALS sagen: Ich bin deiner Meinung was Umweltschutz anbelangt :). Aber bei höherem Gebrauch sind Pods umweltschonender. Nur müssen die Kapitalisten wieder übertreiben, und alle paar Monate ein neues "Multimediagerät" raushauen, dass man dann unbedingt haben muss.. Dann ist es kein Wunder, dass das so Umweltschädlich ist.

Diskussionen über Umweltschutz bringen sowieso nichts mehr, da wir ehrlich gesagt über Handbücher "geschrieben haben", mittlerweile über den Umweltschutz gesamt, und da muss man wirklich nicht diskutieren: Lebensweise ändern, sonst sind wir am A****. Wobei das einfacher gesagt als getan ist, und das wisst ihr alle ;)..

Es gibt sicher bessere, effektivere Massnahmen als das, aber als so "falsch" wie es hier manche hinstellen ist es gar nicht: Handbücher sind ein Relikt aus "älterer Gamerzeit", die rein vom sinnvollen Aspekt her nicht mehr nötig sind.
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WhiteHaven
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Beitrag von WhiteHaven »

Ich will dir noch kurz antworten, damit du weißt, dass ich deinen Text gelesen habe.

Stimme dir im Großen und Ganzen eigentlich zu...jetzt habe ich deinen Standpunkt besser verstanden ;)

Und eine Meta-Diskussion über Atom-Energie sollten wir nun wirklich nicht vom Zaun brechen :P
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

muecke-the-lietz hat geschrieben:Boesor:

Ich weiß, dass du mich verarschst, aber es stimmt. Plastetüten sind unnütz und unheimlich schädlich und außerdem überflüssg...Leinenbeutel oder einfach nur Rucksäcke sind viel praktischer und ein kleiner Schritt gegen den Müllstrudel...
:?: ich schwöre dir, ich habe jedes Wort bzgl der Plastiktüten ernstgemeint!!!
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tschief
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Beitrag von tschief »

WhiteHaven hat geschrieben:Ich will dir noch kurz antworten, damit du weißt, dass ich deinen Text gelesen habe.

Stimme dir im Großen und Ganzen eigentlich zu...jetzt habe ich deinen Standpunkt besser verstanden ;)

Und eine Meta-Diskussion über Atom-Energie sollten wir nun wirklich nicht vom Zaun brechen :P
Find ich gut, danke :D.. Und sorry, aber in Diskussionen in Foren gebrauche ich meistens einen ziemlich "forschen" Ton :)... Ist fast nicht zu vermeiden ;)...

Ich verstehe deinen Standpunkt auch, und wie gesagt: RECHT HAST DU =)..
Atomenergie finde ich persönlich auch nicht toll, aber wie gesagt, es ist eine natürliche Energiequelle :P..
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Zomboli
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Beitrag von Zomboli »

Ach Mensch!!!!111 =D
Wie viele Kosten man dadurch wohl sparen kann .... :)

Umweltfreundlich mag sein, aber ich denke ganz ehrlich das es hier klar um Finanzen geht -.-
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