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Verfasst: 25.10.2010 14:18
von Wulgaru
TRichter hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Aber gut das er andere Stoffe probieren will. Wie wäre es denn einmal mit einem Shakespeare Drama mit Originaltexten und modernem Setting?
Hat für mich bei Macbeth und Romeo&Julia super funktioniert. Das Problem wäre hier wirklich die Interaktivität da ja neue Dialoge schreiben müsste. Und die Nerven sprachlich mit dem Großmeister zu konkurrieren müsste man erst einmal haben.
Das kannst du vergessen. Quantic Dream bewegt sich schreiberisch mit viel Wohlwollen auf Mittelklasseniveau (mit sehr viel Wohlwollen), das würden die nie auf die Reihe bekommen.
Naja...wenn sie ein bestehendes Stück versoften, wäre schon einmal die Hälfte gemacht. Das Problem hier ist die Interaktivität. Ich kenne nur Fahrenheit. Das fand ich rein sprachlich eigentlich ganz in Ordnung, das Problem hier war der Plot der einfach hanebüchen schlecht war. Wenn man sich an einem Vorbild orientieren könnte, wäre das Problem nicht mehr in gleicher Form vorhanden.

Verfasst: 25.10.2010 15:36
von P4inkill3r
TRichter hat geschrieben:Außerdem muss die Frage erlaubt sind, ob ein Konzept wie HR nicht auch in einem "echten" Spiel funktionieren könnte.
Ja, es könnte garantiert, das ist es aber gerade. Noch nicht. HR hat in der Form nur mit Einschränkungen an anderer Stelle funktioniert. Weiter ist das Medium anscheinend noch nicht. Das Spiel hat schlicht und einfach den Grundstein gelegt für eine Weiterentwicklung, ein Experiment in gewisser Hinsicht, und deshalb sollte man es auch nicht an herkömmlichen Maßstäben messen und kritisieren.

Ja, der Plot selber hat viele Ungreimtheiten, die Charaktere sind oft klischeebeladen und die Story ist für sich genommen auch nur "gut". Aber die Inszenierung im Gesamten, und da zählen viele Faktoren dazu, hebt das Spiel dramaturgisch eine Ebene höher, und das ist das Besondere daran... Ich zumindest kenne in der Hinsicht nichts vergleichbar Packendes. (Und ja, ich hab Fahrenheit gespielt.)

Wie man das gameplaytechnisch nun in ein "echtes" Spiel einbindet, wird die Zukunft hoffentlich zeigen, aber wie gesagt, HR hat den Anfang gemacht, und das sollte man sich immer im Hinterkopf behalten.

Und überhaupt TRichter, seit wann hast du ne PS3? 8O

Verfasst: 25.10.2010 15:51
von johndoe869725
@ Pain

Naja, von Anfang kann man nicht reden, wenn dann läge der bei Fahrenheit, dessen Elemente HR "nur" weiterentwickelt.

Außerdem wären die Einschränkungen nicht notwendig gewesen. Man hätte auch auf die Quicktimesequenzen hier und da verzichten und statt dessen "normale" Spielsequenzen nehmen können. Denn Quicktimesequenzen sind nur noch ganz am Rande interaktiv und stellen eigentlich ein spielerisches Armutszeugnis dar, zumindest dann, wenn sie ein tragendes Element werden.

Was die PS3 angeht: Ich habe keine, aber ich habe Bekannte, die eine eine haben und da habe ich HR sowohl gesehen als auch eine Weile selbst gespielt und auch wenn ich das Spiel nicht ganz gesehen habe, sind mir doch in der Zeit, in der ich gespielt habe, so viele Ungreimtheiten und logische Fehler aufgefallen, dass es für vier Spiele gereicht hätte. Wäre HR ein Film, wäre ein Kinokritiker nach der ersten Viertelstunde aus dem Saal gegangen.

Verfasst: 25.10.2010 19:15
von P4inkill3r
Naja, von Anfang kann man nicht reden, wenn dann läge der bei Fahrenheit, dessen Elemente HR "nur" weiterentwickelt.
Gut, die Idee hatte Fahrenheit, das schon. Das ist jetzt aber auch schon 5 Jahre her, seitdem ist da bis HR nix mehr in der Art gekommen. Ich glaub, HR könnte mehr Anregung geben, Spiele in die Richtung weiterzuentwickeln, als bei Fahrenheit der Fall war, zumal das technisch jetzt schon um einiges besser machbar ist als damals noch.
Außerdem wären die Einschränkungen nicht notwendig gewesen. Man hätte auch auf die Quicktimesequenzen hier und da verzichten und statt dessen "normale" Spielsequenzen nehmen können.

Teilweise wär das sicher kein Problem gewesen. Aber bevor ich dann ein paar normale Sequenzen zwischendurch mach, und die womöglich nicht so toll sind, mach ich lieber gleich ein gutes, komplettes QTE-System. Der Mehraufwand hätt's nämlich sicher auch nicht gebracht. Und gegen die QTEs an sich kann man nix sagen, schlecht eingebaut sind die ja nicht.. Manchmal wackelt der Text ein bisschen stark, aber gröbere Mängel gibt's nicht, imo.

Wenn das ganze Spiel aber stattdessen normales Gameplay verwenden würde, hätte da hinten und vorn nix mehr zusammengepasst. Und das ist es ja, was ich meine, so weit ist man anscheinend noch nicht, das auch so in ein richtiges Spiel zu packen.
Denn Quicktimesequenzen sind nur noch ganz am Rande interaktiv und stellen eigentlich ein spielerisches Armutszeugnis dar, zumindest dann, wenn sie ein tragendes Element werden.
In HR halte ich das aber eben nicht für ein Armutszeugnis, sondern für eine Notwendigkeit, ohne die das Spiel so nicht funktioniert hätte... wie gesagt, wie man das mit richtigem Gameplay möglich machen kann, wird sich wohl erst zeigen.
Was die PS3 angeht: Ich habe keine, aber ich habe Bekannte, die eine eine haben und da habe ich HR sowohl gesehen als auch eine Weile selbst gespielt und auch wenn ich das Spiel nicht ganz gesehen habe, sind mir doch in der Zeit, in der ich gespielt habe, so viele Ungreimtheiten und logische Fehler aufgefallen, dass es für vier Spiele gereicht hätte. Wäre HR ein Film, wäre ein Kinokritiker nach der ersten Viertelstunde aus dem Saal gegangen.
Mir sind beim Spielen auch Logikfehler aufgefallen. Das meiste sind aber Dinge, die den Spielfluss nicht weiter stören, es sei denn, man sucht absichtlich genau danach (was du wohl getan hast). Und als Spiel stellt HR auch nicht denselben Anspruch an Logik, wie es vielleicht ein Film tut, insofern zieht der Kinokritikervergleich nicht so ganz...

Verfasst: 25.10.2010 19:27
von johndoe869725
@ Pain

HR will für seine Handlung ernst genommen werden, das scheint relativ sicher zu sein. Und dafür liefert es zu wenig. Und wieso die Handlung eines Spiels unlogischer sein darf, als die eines Films, leuchtet mir jetzt nicht so ganz ein.

Übrigens stören mich die Logiklöcher weniger als die teilweise arg konstruierten und klischeehaften Stellen. Allein der Anfang ist in dieser Hinsicht grauenvoll.

Verfasst: 25.10.2010 19:50
von P4inkill3r
@TRichter
Vielleicht ist es auch nur meine persönliche Einschätzung, aber ich komm mit Logikfehlern in Spielen wesentlich besser klar als in Filmen. Liegt sicher am aktiven Part, während ich in Filmen ja nur die Handlung erlebe und beurteilen kann. In einem storylastigen Spiel wie HR sind Logikfehler objektiv gesehen auch sicher unverzeihlicher als in einem Gears oder so, aber allzu gravierend fand ich die ehrlich gesagt nicht.

Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass ich, anders als du, beim Spielen ganz gut über gewisse Dinge hinwegsehen kann, auch, wenn ich weiß, dass es sie gibt. ;) Ich lass mich da gern vom subjektiven Gesamtempfinden leiten, und genau das versucht HR ja anzusprechen.

Verfasst: 25.10.2010 20:04
von johndoe869725
P4inkill3r hat geschrieben:@TRichter
Vielleicht ist es auch nur meine persönliche Einschätzung, aber ich komm mit Logikfehlern in Spielen wesentlich besser klar als in Filmen. Liegt sicher am aktiven Part, während ich in Filmen ja nur die Handlung erlebe und beurteilen kann. In einem storylastigen Spiel wie HR sind Logikfehler objektiv gesehen auch sicher unverzeihlicher als in einem Gears oder so, aber allzu gravierend fand ich die ehrlich gesagt nicht.

Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass ich, anders als du, beim Spielen ganz gut über gewisse Dinge hinwegsehen kann, auch, wenn ich weiß, dass es sie gibt. ;) Ich lass mich da gern vom subjektiven Gesamtempfinden leiten, und genau das versucht HR ja anzusprechen.
Ich kann auch über viel hinwegsehen und mit Spielen, die klare Fehler haben, viel Spaß haben, aber HR macht so viel falsch, dass ich es einfach nicht mehr ignorieren kann und btw. gehört David Cage auch zur Liga der absoluten Dummschwätzer.

Verfasst: 25.10.2010 20:44
von Opa
Ich weiss nicht aber mir läuft ein Schauer über den Rücken, wenn jemand, der HR hinter sich hat etwas von Move Möglichkeiten erzählt.

Ich meine jemand, der es geschafft hat die über Jahrzente und etliche Hardwares angewachsenen Möglichkeiten von Pad-Gameplay auf das angezeigte schütteln und Drücken von Tastenkombinationen zu reduzieren spricht von den Möglichkeiten einer Schüttelsteuerung.

Oh nicht zu vergessen, dass es ne Multiplayererfahrung werden sollte mit Bezug zuShekspear. Na, wenn das nicht was ganz ganz tolles wird weiss ich auch nicht...


Shakespeare´s Romeo and Julia Move & Play - Party Edition?

Verfasst: 26.10.2010 08:47
von Jörg Luibl
Heavy Rain hat Zeichen gesetzt.

Dazu gehört auch, dass es spaltet - schließlich bricht es mit Traditionen. Aber es gibt kein größeres Lob in dieser Haifischbranche als die Gratulation der direkten Konkurrenz. Nicht nur Molyneux sieht in Heavy Rain den ersten Schritt in die Spielezukunft; viele Lead-Designer erwähnen in unseren Gesprächen vor allem die Art der Regie und den reifen Erzählansatz - dieses Spiel hat eine Tür geöffnet. Andere werden den Weg dramaturgisch weiter gehen, andere Pfade beschreiten.

@Opa: Ob Shakespeare letztlich durchgeschüttelt wird, weiß ich nicht - aber die Fuchtelangst ist unbegründet. :wink: David Cage wollte keine Move-Edition von Heavy Rain machen, sondern in Prequels die Vorgeschichte der Charaktere beleuchten - Sony hat die Entwicklungsprioritäten dann etwas verlagert; darüber war Cage nicht erfreut.

Verfasst: 26.10.2010 08:53
von Alking
4P|T@xtchef hat geschrieben:Heavy Rain hat Zeichen gesetzt.

Dazu gehört auch, dass es spaltet - schließlich bricht es mit Traditionen. Aber es gibt kein größeres Lob in dieser Haifischbranche als die Gratulation der direkten Konkurrenz. Nicht nur Molyneux sieht in Heavy Rain den ersten Schritt in die Spielezukunft; viele Lead-Designer erwähnen in unseren Gesprächen vor allem die Art der Regie und den reifen Erzählansatz - dieses Spiel hat eine Tür geöffnet. Andere werden den Weg dramaturgisch weiter gehen, andere Pfade beschreiten.
Das sehe ich etwas differenzierter. Die Spielezukunft hat schon so manches Spiel eingeleutet, aber wann kommt sie denn?
Ob man das Spielprinzip von HR nun mag oder nicht ist ja die eine Sache, aber bis heute ist nicht ein einziges Spiel in der selben Ecke angekündigt worden.
Also wo bleibt da das wegweisende? Erwachsene Themen sorgen für schlechte Verkaufszahlen. Siehe Alan Wake, was eine erwachsene Story hat und somit eben kein Mainstream Titel ist.
Und das Quicktime-Events die Spielezukunft sind möchte ich hier aber mal ganz schnell weglöschen.

Spiele werden in den nächsten 5 - 10 Jahren keine großen Sprünge machen, das haben sie in den letzten 10 Jahren auch nicht.

Verfasst: 26.10.2010 10:38
von Ponte
Alking hat geschrieben:
4P|T@xtchef hat geschrieben:Heavy Rain hat Zeichen gesetzt.

Dazu gehört auch, dass es spaltet - schließlich bricht es mit Traditionen. Aber es gibt kein größeres Lob in dieser Haifischbranche als die Gratulation der direkten Konkurrenz. Nicht nur Molyneux sieht in Heavy Rain den ersten Schritt in die Spielezukunft; viele Lead-Designer erwähnen in unseren Gesprächen vor allem die Art der Regie und den reifen Erzählansatz - dieses Spiel hat eine Tür geöffnet. Andere werden den Weg dramaturgisch weiter gehen, andere Pfade beschreiten.
Das sehe ich etwas differenzierter. Die Spielezukunft hat schon so manches Spiel eingeleutet, aber wann kommt sie denn?
Ob man das Spielprinzip von HR nun mag oder nicht ist ja die eine Sache, aber bis heute ist nicht ein einziges Spiel in der selben Ecke angekündigt worden.
Also wo bleibt da das wegweisende? Erwachsene Themen sorgen für schlechte Verkaufszahlen. Siehe Alan Wake, was eine erwachsene Story hat und somit eben kein Mainstream Titel ist.
Und das Quicktime-Events die Spielezukunft sind möchte ich hier aber mal ganz schnell weglöschen.

Spiele werden in den nächsten 5 - 10 Jahren keine großen Sprünge machen, das haben sie in den letzten 10 Jahren auch nicht.
Ico? Shadow of the Colossus? Metroid Prime Trilogy? GTA 4?

Keine großen Sprünge?

Hallo! Was hast du die letzten 10 Jahre gespielt!

Verfasst: 26.10.2010 10:51
von Wulgaru
@Ponte
Also GTA 4 mal rausgelassen (das ich dazu eh nich dazu zählen würde) setzen die so genannten wegweisenden Spiele wie Metroid Prime oder meinetwegen auch Fahrenheit 2 doch selten große Trends.
Sie haben ihren Status ja gerade wegen ihrer absoluten Einzigartigkeit.

Mit Ico ist es vielleicht etwas anderes...in den letzten beiden Jahren häufen sich doch die Spiele die seine Atmo ein bisschen auffangen wollen...Braid, Blobjunge, Limbo, Schattenläufer usw.

Ich glaube aber nicht das HR große Trends setzen wird. Das Konzept ist einfach zu aufwendig und sieht im Ergebnis auch nur wirklich gut aus, wenn man das entsprechende Geld hineinsteckt. Das ist kein Konzept was ein kleines talentiertes Studio mal eben aufgreifen und weiterentwickeln kann. Zumal man glaube ich dann nach drei oder vier mal "Insel der Tausend Gefahren" spielen auch genug von dieser Spielezukunft hat,

Verfasst: 26.10.2010 10:55
von Jörg Luibl
@Alking: Wenn man Heavy Rain auf seine Steuerung reduziert, ist seit Pong wirklich nicht viel passiert. :wink:

Spieler sind ein verdammt konservatives Volk. Versteh ich. Das ist auch gut so, wenn es um Anspruch & Co geht. Man muss aber auch mal über den Tellerrand der Eingabemöglichkeiten auf die Entwicklungen der Regie und Dramaturgie schauen - und da leistet Heavy Rain sehr viel Pionierarbeit, weil es den Fokus auf die eine Situation und nicht auf einen Level legt.

Man darf diese Diskussion auch nicht so engstirnig führen, als würde das eine das andere ausschließen: Ich sage nicht, dass QTE die Zukunft sind (Hallo? Shenmue?), sondern das eine reifere Form der Story und Regie ein Teil der Zukunft ist. Dafür braucht es Leute wie David Cage, Hideo Kojima oder meinetwegen Molyneux, die das mit Engagement gegen Widerstände durchsetzen. Heavy Rain war ja kein Selbstläufer, sondern wurde sehr kritisch bei Sony beäugt. Warum nicht lieber alles in Resistance 3, 4 und 5 investieren?

Nicht falsch verstehen: Ich liebe klassische Shooter. Und ich habe gerade Dead Nation gespielt, das ist alte Ballerschule - und es ist geil. Die Sehnsucht nach mehr Anspruch, mehr Mut und Dramaturgie ist ja nur die gewünschte Weiterentwicklung einer breiten Tradition, die schon so viele Spielspaßgesichter zeigt.

Spiele kämpfen noch mit der epischen Erzählform, aber genau so wie der Comic werden sie im Laufe ihrer Evolution immer reifer. Noch sind sie häufig kleine Kinder mit Potenzialen.

Verfasst: 26.10.2010 11:07
von Ponte
Wulgaru hat geschrieben:@Ponte
Also GTA 4 mal rausgelassen (das ich dazu eh nich dazu zählen würde) setzen die so genannten wegweisenden Spiele wie Metroid Prime oder meinetwegen auch Fahrenheit 2 doch selten große Trends.
Sie haben ihren Status ja gerade wegen ihrer absoluten Einzigartigkeit.

Mit Ico ist es vielleicht etwas anderes...in den letzten beiden Jahren häufen sich doch die Spiele die seine Atmo ein bisschen auffangen wollen...Braid, Blobjunge, Limbo, Schattenläufer usw.

Ich glaube aber nicht das HR große Trends setzen wird. Das Konzept ist einfach zu aufwendig und sieht im Ergebnis auch nur wirklich gut aus, wenn man das entsprechende Geld hineinsteckt. Das ist kein Konzept was ein kleines talentiertes Studio mal eben aufgreifen und weiterentwickeln kann. Zumal man glaube ich dann nach drei oder vier mal "Insel der Tausend Gefahren" spielen auch genug von dieser Spielezukunft hat,
Was das Konzept angeht magst du recht haben - aber das Videospiele im Laufe der Jahre nicht an Dramaturgie zugelegt hätten, wäre eine Behauptung. In diesem Sinne kann Heavy Rain durchaus als wegweisend gelten, wenn auch eher kreativ statt innovativ :wink:

Ob und inwiefern dies zutrifft kann ich selbstverständlich nicht behaupten, vorstellbar wäre es dennoch, so ganz uninteressant war es dann doch nicht.

Verfasst: 26.10.2010 11:16
von Wulgaru
Das sie an Dramaturgie zugelegt hätten bestreite ich nicht. Ich habe dazu mit einigen Leuten ja eine recht lange Diskussion im "Call of Iran" Thread geführt. Natürlich entwickeln sich Spiele weiter. Ich habe in den letzten Jahren einige interessante Ansätze gesehen wie man Geschichten interessant erzählen kann. Der interaktive Film den QD im gewisser Weise perfektioniert, ist ja nicht der einzige Ansatz.

Das Leveldesignerzählen eines Primes ist zum Beispiel auch eine tolle Idee. Das habe ich seither in so manchen Spielen wiedergefunden. Auch das was Silent Hill 2 (oder auch allgemein diese Reihe) und Eternal Darkness vor ein paar Jahren im Horror-Genre gezeigt haben sind solche Weiterentwicklungen. Eigentlich noch viel mehr als bei HR, weil wir hier von Dingen sprechen, die ein Film nicht leisten kann.