BioWare: Story anstatt Gewalt

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Raposa
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Beitrag von Raposa »

Sollen die Entwickler mal nicht vergessen, dass Story und Action/Gameplay Hand in Hand gehen. Weil ich will immer noch ein Spiel, sonst kann ich auch die Cutscenes auf Youtube anschauen. Story nur um ihrer selbst willen ist genau so schädlich wie reine Action ohne Anspruch/Hirn.

Ein Spiel das nur auf reine Action setzt muss das auf eine andere Art und weise machen, z.B. wie Serious Sam einen auf Satire machen.

Es geht hier immer noch um Imersion. Wenn ein Spiel es schafft mich zu fesseln dann spiele ich es. Und Atmosphäre ist einfach die richtige Kombination aus den einzelnen Elementen. Ein Spiel kann noch so gut gemacht sein, wenn die Immersion nicht stimmt werde ich schon nach wenigen Stunden es wieder weg legen (Beispiel Oblivion).
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a.user
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Beitrag von a.user »

boha, das klingt mal wieder nach marketinggewäsch unterster schublade. die idee ist sowas von alt und sowas von zig mal für's marketing mißbraucht worden...
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Dan Chox
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Beitrag von Dan Chox »

Kassiber hat geschrieben:Es wundert mich warum es bisher noch keinen Andrei Tarkovsky gab der Kunst,Poesie und Philosophie in Videospielen vereint hat.
Doch, solche Spiele gibt es auch in Ansätzen hin und wieder, so z.B. Terranigma oder - aktueller - Cryostasis.

Ansonsten: Bravo, BioWare! Mass Effect fand ich schon super - jetzt aber bloß keine unerreichbaren Ziele für ME2 setzen.
Akill
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Beitrag von Akill »

Das Problem ist dass die Realität fast mehr in Richtung Aktion geht als in Richtung Story. Gerade die Handlungsmöglichkeiten werden in vielen RPGs immer mehr eingeschränkt. Außerdem dürfen Spiele ohne Aktion nicht zu rein passiven Erlebnissen werden. Der Spieler muss dann durch Entscheidungen und Interaktion gefordert werden. Ein Spiel welches nur als begehbarer Film funktioniert hat meiner Meinung keine Chance. Zumindestens ich will auch gefordert werden.

Aber Elemente die den Spieler abseits von Kämpfer fordern sehe ich immer weniger. Seihen es Rätsel, seihen es Dialoge indenen der Spieler aufpassen muss und eine schlechte Antwort folgen hat. Diese Elemente waren Anfang/Mitte der 90er in Rollenspielen verbreiteter als heute. Mit einem reinen Interaktiven Film geht mir zu viel vom Spielen verloren. Bessere Storys sind jedoch immer willkommen und den Fokus weg vom Kämpfen zu nehmen würde eine weitere breite an Charakteren erlauben.
Mein Traum wären Engines die es programmierern ermöglichen gute Grafik ohne zu großem Aufwand darzustellen ohne dass die Landschaften zu sehr nach copy und paste ausssehen. Das würde Rollenspielen erlauben wieder mehr Handlungsfreiheit zu vertretbaren Kosten zu produzieren. Denn Kämpfe werden auch immer dazu benutzt ein Spiel auf eine vertretbare Länge zu strecken. Ein Rollenspiel welches mich als Spieler fordert, sich komplett ohne Kämpfe lösen lässt und vom Spieler wirklich fordert seine Rolle zu leben wäre traumhaft aber ich denke die Industrie geht nicht in diese Richtung.
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Logeres
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Beitrag von Logeres »

Bravo! Ich applaudiere den Herren Zeschuk und Muzyka. Das ist ein Schritt, auf den ich schon lange gewartet und gehofft habe: Endlich eine Spielevision in dem die Story wichtiger als das Massenschlachten ist! Zwar kommt das ganze ein bisschen spät hierzulande (in Japan wird der Spielemarkt zu 70% von Spielen dominiert, deren aktuelles Gameplay gegen Null tendiert), aber immerhin besser spät als nie. Ausserdem, welcher Rollenspielfan wollte nicht schon ein Spiel spielen, in dem man statt Waffen lieber seinen Kopf und Verhandlungsfähigkeiten benutzen muss?
In jedem modernen (und eigentlich auch jeden alten) Rollenspiel häuft man gegen Ende einen Bodycount auf, von dem Robocop nur träumen kann. Wenn man sich eigenhändig durch ganze Armeen schlachtet lässt das nicht nur den Storyverlauf unlogisch erscheinen (warum sollte man überhaupt noch Befehle von irgendjemanden entgegennehmen? ), sondern degradiert auch jede andere Figur in der Welt neben dem Hauptcharakter zum bloßen Statisten, der hübsch aussieht und Aufträge verteilt. Wäre es nicht besser, wenn der Hauptcharakter Teil der Welt wird, statt eine Art Übergott?
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vienna.tanzbaer
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Beitrag von vienna.tanzbaer »

ich darf mich da einigen "vor-schreibern" in diesem post anschließen - es kommt auf die ausgewogenheit der einzelnen "komponenten" an.

eine gute story die fesselt ist mir persönlich extrem wichtig - jedoch kommt es mir darauf an dass ich das intensive gefühl habe durch meine "handlungen" auch einen wesentlichen einfluß auf die weitere entwicklung nehmen kann... und nicht bloß zuschauer bzw. statist bin...
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Ok, Bioware, dann Butter bei die Fische!

Planescape Torment 2 !!!!

Denn wenn es ein Spiel gab, das den Fokus sehr, SEHR deutlich auf Story gelegt hat, dann war es Planescape!

(Anzahl der Ausrufezeichen: 6/20)

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Kuttentroll
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Beitrag von Kuttentroll »

@Logeres: Dann Spiel mal Fallout 1!
Habe den letzten Endgegner davon überzeugen können aufzugeben :lol:
Ein Pazifist zu sein war in Fallout schon was tolles^^

Ach ja die alten 2D PC Rollenspiele hatte Freiheiten, Möglichkeiten und teils auch Storys von denen viele aktuelle Titel nur Träumen können...
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Preasi
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Beitrag von Preasi »

Generrel wenn man die 2D RPG´s mit den 3D RPG´s vergleicht kann man eine Gleichung aufstellen

Grafik/Effekte>Story

Mass Effect war ein schritt in die Richtige Richtung und vielleicht springen ein paar Entwickler ja mit auf den Zug auf.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Preasi hat geschrieben:[...]Grafik/Effekte>Story

Mass Effect war ein schritt in die Richtige Richtung und vielleicht springen ein paar Entwickler ja mit auf den Zug auf.
Äh, in welche Richtung? Dass Grafik > Story oder für das Gegenteil?

Eben diese Gleichung ist ja das Problem. Die Publisher denken, dass sich nur Crowdpleaser verkaufen, also wird mehr Kohle in die Grafik gesteckt, aber halt nicht genug, um die Visionen der Storyschreiber/Designer umzusetzen. ("Weißt Du was alleine EIN Dungeon kostet? Und jetzt willst Du einen mit alternativen Wegen????").
Dann müssen die Autoren sich halt zurück halten.
Dabei kommt dann genau sowas wie ME raus, was innerhalb des Hauptquest Schlauchs ein verdammt gutes Spiel war/ist - aber sobald man auch nur einen Schritt davon weg macht, fällt man in ein sehr tiefes Loch.
Ich weiß, dass Bioware deutlich mehr kann, als ein paar Umgebungen generieren zu lassen und dort Artefakte hinzuwerfen. Woher kommt also dieses langweilige Grinden, das zudem noch empfindlich die Balance stören kann?

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M_Coaster
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Beitrag von M_Coaster »

WoW die besten Post in einem Thread ohne Flame! Das ich das ich das noch erleben darf! Und ich kann mich fast jedem Post nur anschließen! Viele Spiele fesseln heute einfach nicht mehr, obwohl sie besser aussehen...und interaktive Filme bringen nur dann weiter wenn die Story wirklich hrausragend ist! Ansonsten ist die Mischung wichtig und vor allem die Freiheit zur Entscheidung... ist schon traurig, wenn ich so überlege gab es eigentlich in den letzten Jahren extrem wenig gute Rollenspiele.

- Mir fällt da nur Fallout 3 ein ( in Sachen Freiheit grandios), was aber von der Story eher mau war...

- Mass Effect (geile Story, wenig Freiheit, schlechte Nebenquests)

- Infamous (tolles Moralsystem, aber dann wieder eine wischiwaschi Story)

- MGS4 (tolle Story, aber sehr linear...)

Wenn ich da an früher denke... BG, BG2, Terranigma, Fallout 1, Fallout 2, Planescape Torment, Deus EX...
brettundpad.de - Alles über Brett- und Videospiele.
Rob92
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Beitrag von Rob92 »

Was Story und den Entscheidungen betrifft war the Witcher eines der besten spiele der letzten Jahre.
Da gabs nähmlich keine offensichtlichen gut und böse Entscheidungen. Einige Entscheidungen von denen man erst denkt sie wären "gut" haben am ende doch "böse" folgen.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Der Witcher ist in der Art wie mit den Entscheidungen, die vom Spieler verlangt werden, umgegangen wird, allen Biowarespielen hoch überlegen, eben weil es kein reines Gut und Böse gibt.

Ansonsten will ich gar nicht mehr Storys in Spielen, in vielen hätte ich mir sogar weniger gewünscht, eben weil die Storys in Spielen meistens inhaltlich schwach sind und was imo noch schlimmer ist auch meistens sehr schwach geschrieben daherkommen. Außerdem neigen storyintensive Spiele dazu, ihre Geschichte zu sehr in den Vordergrund zu stellen und das Gameplay darunter zu vernachlässigen. Selbst Mass Effect, das vom schreiberischen Niveau her eines der besten Spiele der letzten Zeit war, bietet bestenfalls solide Kost. Die Dialoge sind okay, aber wenn man sie an dem misst, was gute Serienschreiber in Amiland hinkriegen, sind sie einfach nur brav und langweilig. Die Story an sich ist eine Mischung aus Babylon 5 und Star Trek angereichert mit einer extrem schwachen Romanze und kann eigentlich nur dadurch überzeugen, dass sie in sich geschlossen daherkommt und gescheit abgeschlossen wird und darüber muss man heute schon glücklich sein.
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Xris
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Beitrag von Xris »

wenn ich so überlege gab es eigentlich in den letzten Jahren extrem wenig gute Rollenspiele. Mir fällt da nur Fallout 3 ein ( in Sachen Freiheit grandios), was aber von der Story eher mau war...

- Mass Effect (geile Story, wenig Freiheit, schlechte Nebenquests)

- Infamous (tolles Moralsystem, aber dann wieder eine wischiwaschi Story)

- MGS4 (tolle Story, aber sehr linear...)


Hier kommt mir spontan die Frage in den Sinn, was wohl für dich ein RPG sein könnte. inFamous und MGS4?? Sind definitv keine RPG's, auch dann nicht wenn sich inFamous ein wenig an diesem Genre bedient.

Kann es sein das du Story und/oder Open World gleich RPG setzt? Oder hast du den Kontext beim Schreiben vergessen?

Wenn ich mich hier so durchlese, wundert mich grade gar nicht mehr wieso man heutzutage Spiele wie Fallout 3 als bahnbrechende "RPG's" bezeichned.
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vienna.tanzbaer
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Beitrag von vienna.tanzbaer »

M_Coaster hat geschrieben:WoW die besten Post in einem Thread ohne Flame! Das ich das ich das noch erleben darf!
bloß nicht daran gewöhnen - wird mit sicherheit die außnahme bleiben ;-)
M_Coaster hat geschrieben:Viele Spiele fesseln heute einfach nicht mehr, obwohl sie besser aussehen...und interaktive Filme bringen nur dann weiter wenn die Story wirklich hrausragend ist! Ansonsten ist die Mischung wichtig und vor allem die Freiheit zur Entscheidung... ist schon traurig, wenn ich so überlege gab es eigentlich in den letzten Jahren extrem wenig gute Rollenspiele.
im zusammenhang rpg kann ich dir nicht wiedersprechen - aber zum thema "freiheitsgrad" in einer spielewelt nenne ich immer gerne gtaIV - eines der spiele in den letzten jahren das mich wirklich gefesselt hat...
stay hungry. stay foolish.
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