Meta-Studie: "Dogmatismus beschädigt Wissenschaft"

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4P|BOT2
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Meta-Studie: "Dogmatismus beschädigt Wissenschaft"

Beitrag von 4P|BOT2 »

Vor einigen Wochen bereits hatte sich Prof. Chris Ferguson von der Texas A&M International University Meta-Studie: "Dogmatismus beschädigt Wissenschaft"
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Kajetan
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...

Beitrag von Kajetan »

Trau, schau, wem ...

Immer darauf achten, wer eine Studie in Auftrag gegeben hat, wer dahinter steckt. Google ist dabei höchst hilfreich, wenn man sich die Mühe machen will.

Auch sollte man nach Möglichkeit immer die Studie selbst lesen und sich nicht auf das Fazit Dritter verlassen, welche die Ergebnisse gerne nach Gusto und Agenda interpretieren.

Ist die Studie nicht öffentlich oder nur in Teilen, sollte man die dort getätigten Aussagen im Grunde nicht weiter beachten. Aussagen, die nicht belegt werden und/oder sich nicht nachvollziehen lassen, sind nur Behauptungen und beinhalten keine Fakten.

Ist die Studie einsehbar, sollte man darauf achten, ob die Aussagen auf Basis der Daten gemacht oder wild aus der Luft gegriffen werden. Wird ein kausaler Zusammenhang bewiesen (!) oder werden nur zwei rein zufällig gleichzeitig auftretende Ereignisse in Korrelation zueinander gesetzt, ohne bewiesen zu haben, dass auch tatsächlich ein Zusammenhang besteht.

Auch kann es helfen, wenn man sich mit der Thematik auskennt und erkennen kann, ob die in der Studie getätigten Aussagen überhaupt stichhaltig und seriös genug sind.

Sprich, nicht alles glauben, was man so liest, aber auch nichts ablehnen, nur weil einem die Aussage grundsätzlich nicht in den Kram passt ...
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Nbass
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Beitrag von Nbass »

Tja, ich bin jetzt nicht weiter überrascht über das Ergebnis dieser Studie. Defakto war doch schon von Anfang an ziemlich klar Erkennbar dass die meisten Studien auf dem Gebiet nichts mit wissenschaftlicher unvoreingenommenheit zu tun haben.... Schön dass es noch ein paar Forscher gibt die sich nicht im vorhinein eine Meinung bilden.

Meinem Vorredner kann ich übrigens nur beipflichten.
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Hunk
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Beitrag von Hunk »

Der Mensch will meist in seiner vorhandenen Meinung bestätigt werden.
Dabei geht es dann nicht darum ob diese tatsächlich profund sei.
Hinzukommt dann die tatsächliche Repräsentativität.
1000 Leute mögen 1000 unterschiedliche Aussagen treffen.
Doch letztlich müssen diese nicht mit meiner übereinstimmen.
Und fehlerhafte Studien sollten im Idealfall wiederlegt werden.
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Merauder
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Re: ...

Beitrag von Merauder »

Kajetan hat geschrieben:Trau, schau, wem ...
(viel wissenschafts-/ testtheorie)

Kajetan, was studierst du?
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3nfant 7errible
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Re: ...

Beitrag von 3nfant 7errible »

Merauder hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Trau, schau, wem ...
(viel wissenschafts-/ testtheorie)

Kajetan, was studierst du?
Das wär irgendwie traurig, wenn man dafür studieren müsste. Eigentlich sollte sowas zum normalen Menschenverstand gehören. Zumindest wenn man jemals eine Schule von innen gesehen hat - egal ob Haupt-, Realschule oder Gymnasium. :wink:
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Merauder
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Beitrag von Merauder »

Ja, aber einige der Begrifflichkeiten, die er verwendet hat lassen mich aufhorchen :)
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Da tippt einer mal halbwegs korrektes Deutsch und stante pede wird ihm unterstellt, an einem Taxischein zu arbeiten? :roll:

Zum Thema:
Ach, die Sache mit Untersuchungen, deren Ergebnisse und der Publikation derselben ist doch älter als bestimmte Leute sich im Laufe ihres Lebens unterschiedlich über Form und Position des Planeten Erde geäußert haben...

Wie mit Allem, was neu und damit unglaublich böse war wird auch im Spielebereich das Geld gewinnen - das Geld, dass Spieler auf den Ladentisch legen. Spätestens wenn Eure Generation Kinder hat und sich mit dem Medium differenzierter auseinader setzen kann als meine Eltern es konnten.
Funktionierte mit dem Buch so, mit Rock, Rap und sonstiger Musik, dem PC an sich, etc.
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Merauder
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Beitrag von Merauder »

Hat weniger mit der Rechtschreibung zu tun, als mit dem, was er sagt. Form und Inhalt... :)
mortebln
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Beitrag von mortebln »

Hunk hat geschrieben:Der Mensch will meist in seiner vorhandenen Meinung bestätigt werden.
Dabei geht es dann nicht darum ob diese tatsächlich profund sei.
Hinzukommt dann die tatsächliche Repräsentativität.
1000 Leute mögen 1000 unterschiedliche Aussagen treffen.
Doch letztlich müssen diese nicht mit meiner übereinstimmen.
Und fehlerhafte Studien sollten im Idealfall wiederlegt werden.
moin.
eigentlich haste ja recht, aber nur eigentlich.
weil, die politiker die sowas in auftrag geben, nur wollen das die breite masse mitbekommt das er ihrer meinung ist bzw. anderen menschen mitbekommen das dort ein breite masse ist und falls sie noch keine meinung zu thema haben. haben sie den eine. da der mensch ein herden tier ist, orientiert er sich die an andere menschen. wirklich jeder von uns. da kannst du so oft wie du willst "nein" sagen. du wirst der breiten masse hinterher rennen(zumindest dort wo du vermuttes das dort ein ist). das nennt sich existenzalismus(du musst dazu gehören sonst verhungerst, also fürher in der menschheits geschichte, schau die mal die kirsch im mittelalter an). diesen menchanismus nutzen die politiker aus.
In den sie,Erstmal was zu thema sagen und ein studio in auftrag geben. die ihre meinug bestätig. Automatisch wird jeder der vorher schon dachte das dort die breite masse ist, sagen "oh falsch gedacht, hat der beckstein doch recht gehabt", und schon wird beckstein bundekanzler... oder zumindest angeordneter und ja ich weis beckstein ist kein politiker mehr, war ja nur nen beispiel.
das gleich funktioniert auch mit konsolen... dabei weis doch jeder das die ps3 die beste konsole ist...

mfg morte
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Merauder
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Beitrag von Merauder »

Deutsch ist schon ne schwere Sprache.
Unlesbar.
nawarI
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Beitrag von nawarI »

Sir Richfield hat geschrieben: Funktionierte mit dem Buch so, mit Rock, Rap und sonstiger Musik, dem PC an sich, etc.
Ich hab mal eine hübsche Theorie zu dem Thema gelesen:
Angenommen Videospiele würde schon ewig geben und das Buch würde erst jetzt erfunden werden. Büchergegner würden sagen, dass man sich beim Lesen eines Buches von der Außenwelt isoliert und dass der Leser in Fantasie-Welten flüchtet. Außerdem würde die strikte Linearität der Bücher kritisiert werden.

Zum Thema:

Traue niemals einer Studie, die du nicht selber gefälscht hast.

Ich mag diese eine Studie, die behauptet, in der ersten Mission in GTA San Andreas die Vergewaltigung eines kleinen Mädchens ist. Auf die Frage, ob sie GTA überhaupt jemals gespielt hätten haben sie (natürlich) mit NEIN geantwortet.
Die Leute die diese Studie zu Killerspielen durchgeführt haben, haben doch Anfang 2008 diese Studie über "Raserspiele" durchgeführt und deren Verbot gefordert 8O
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

benedikt.irawan hat geschrieben:Außerdem würde die strikte Linearität der Bücher kritisiert werden.
4Readers würde Bücher wie "Krieg und Frieden" oder "Herr der Ringe" deshalb mit 25% abschiessen...

Bücher wie "Gnomes 100, Dragons 0" wären mit 90% Platinawards gesegnet, weil sie mal was anderes versuchen und der Wiederleswert unvergleichbar höher ist als bei den casual Schinken mit den Schlauchstories.

Und dann reden wir noch nicht von dem Fanboikriegen der "Ein Buch muss Text haben!" Oldskooler gegen die "Graffick r0l0rz" Bilderbuchleser.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Nun ja,

die eine Studie sagt, dass Videospiele gewaltfördernd sind und süchtig machen, was uns als Gamer natürlich so nicht in de Kram passt.
Jetzt sagt eine andere Studie das dem ganz und gar nicht so ist und nennt die Methoden der restlichen Studien unzureichend.
Dieses Ergebnis trifft natürlich eher den Konsens der videospielenden Gemeinde.
Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass diese Studie jetzt richtiger oder falscher ist, als die von Herrn Pfeiffer, sondern einfach das uns das Ergebnis besser in den Kram passt.
Die Studienergebnisse von Herrn Pfeiffer treffen eben eher die Interessen der Politik.
Schindler33
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Beitrag von Schindler33 »

Wulgaru hat geschrieben:Nun ja,

die eine Studie sagt, dass Videospiele gewaltfördernd sind und süchtig machen, was uns als Gamer natürlich so nicht in de Kram passt.
Jetzt sagt eine andere Studie das dem ganz und gar nicht so ist und nennt die Methoden der restlichen Studien unzureichend.
Dieses Ergebnis trifft natürlich eher den Konsens der videospielenden Gemeinde.
Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass diese Studie jetzt richtiger oder falscher ist, als die von Herrn Pfeiffer, sondern einfach das uns das Ergebnis besser in den Kram passt.
Die Studienergebnisse von Herrn Pfeiffer treffen eben eher die Interessen der Politik.
Nicht direkt. Die Studie ist eine Metastudie. Das heisst, sie hat im Prinzip nur andere Studien untersucht und dabei festgestellt, das nur etwas 40% von den 27 untersuchten Studien im Bereich Aggression nicht mit wissenschaftlichen Kritierien gearbeitet haben.
Ausserdem seien die Studien oft politisch motiviert gewesen. Somit wurde vermutlich auch nicht im Sinne doppelblinder, randomisierterte Studie geforscht. Dreifachblind waren diese sicherlich nicht, wenn sie ideologisch motiviert waren.

Beim Fazit gebe ich dir allerdings recht. Diese zwei Herren behaupten, dass es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Mediengewalt und Aggression gibt.