Takeuchi: "Japan versteht den Westen nicht"

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4P|BOT2
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Takeuchi: "Japan versteht den Westen nicht"

Beitrag von 4P|BOT2 »

Während die westlichen Märkte in den vergangenen Jahren deutlich zulegten, stagniert der Markt in Japan. Und waren es früher noch Nippon-Studios, die dem Konsolenmarkt ihren Stempel aufdrückten, so sind Produktionen aus den USA, Kanada und Europa heute wesentlich stärker in den Charts vertreten. Ein Trend, der Spieleschöpfer bzw. -schmieden wie Hideo Kojima, Keiji Inafune oder Square Enix beschäft...

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GabbaGabbaHey
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GO JAPAN GO !!!

Beitrag von GabbaGabbaHey »

Scheiss auf die WestlicheVideoSpielPest!

Japan hat doch meiner Meinung immer die abgefahrensten Ideen was Games angeht...

Ich liebe die Japanische VideoSpiel Branche alleine wegen...

GOD HAND!, Katamari, Street Fighter, Devil may Cry, Shadow of the Colossus, Resident Evil, Onimusha, Ninja Gaiden, Metal Gear...und und und...ich kann da ewig weitermachen...

Das Spielgefühl, grundsätzlich mich spricht die gesamte Aufmachung Japanischer Produktion sehr an !

Die Buben sollen / müssen aufjedenfall sich immernoch von dem westlichen Markt abheben!
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BlackSabbath
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Beitrag von BlackSabbath »

Und die größte Frechheit ist, dass grade die Perlen aus Asien bei uns meistens nicht erscheinen....
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Strider101
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Beitrag von Strider101 »

Also ich wunder mich nicht. Wie schon gesagt worde blieben die wirklich guten und interessanten Spiele eh in Japan und kommt doch mal ne Perle hier her, dann spart man sich auch gleich mal die Lokalisierung. So ist das, hoffentlich werden die Japaner bald wach und sehe das auch so.
Arnulf
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Beitrag von Arnulf »

Klar, wer braucht schon Spiele wie Persona 3 und 4, Ico, Siren, Fatal Frame 1-3, und Valkyria Chronicles, lieber den tausendsten ego/third person Shooter rausbringen.

Wahlweise im 2ter Weltkrieg gegen Nazis, oder als Mitglied einer Spezial-Spezialeinheit gegen Terroristen. Wenn alles nichts hilft dann gegen Aliens.

Natürlich war das überspitzt, aber im Endeffekt ist es doch so daß jeder die Spiele kriegt die er verdient.
ShaneRR
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Beitrag von ShaneRR »

Ich bin mir nicht sicher ob diese Art der Argumentation wirklich zieht...
Ich liebe japanische Spiele eben weil sie nicht wie die westlichen sind. Natürlich muß man diese Andersartigkeit mögen, was sicher auch einige Käufer im Westen kostet.
Aber wehe das nächste Final Fantasy spielt sich wie Baldur's Gate, dann gibts Ärger. (Nichts gegen BG übrigens, ist ein sehr gutes Spiel) ;)
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Simon_says
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Beitrag von Simon_says »

Zeit, dass die japanischen Hersteller einsehen, dass sie mit völlig abwegig inszenierten und erzählten Geschichten wie MGS4, Onimusha und all dem anderen Trash der in irgendwelchen Animeforen von pubertierenden Otakus "sogoi" genannt wird, endlich abschließen.

Die Masse der Käufer steht diesem Mist eben nicht völlig unterwürfig gegenüber, sei es wegen der enormen kulturellen Unterschiede oder anderer typisch japanischer Elemente, wie beispielsweise einem Humor, der an mangelnder Komik kaum zu überbieten ist.

Für mich persönlich verhält es sich mit diesen Spielen so: Als ich noch wesentlich jünger war, konnte ich auch mit völlig abgefahrenen Geschichten etwas anfangen, auch wenn diese eigentlich überhaupt keinen Sinn ergaben. Roboter fand ich sowieso immer cool und die Darstellung war stets auf Effekthascherei bedacht, die mir damals auch noch gefiel.

Heute ist das anders. Ich verstehe nicht mehr, wie man so viel Ungereimtheiten, Peinlich- und Lächerlichkeiten mit triefendem Kitsch, den ausgelutschtesten Klischees und am besten noch militärischem Pathos paaren kann, ohne sich dabei nicht selber lächerlich vorzukommen.

Gleiches traf im Übrigen auch auf die westlichen Erzählungen zu, nur dass diese sich mittlerweile geändert haben. Gefielen früher noch James Bond mit irrwitzigen, unglaubwürdigen Gadgets und Batman mit Anleihen aus Steampunk und unerklärlicher Science Fiction, mussten diese Elemente dem Realismus weichen, der heute vom Publikum nachgefragt wird.
Nicht umsonst feiert man die Neustarts beider Serien und rückt auch in allen anderen Comicverfilmung von einer übertrieben Darstellung und dem Fokus auf abgefahrene Ideen ab. Mehr Wert wird inzwischen auf die Darsteller und deren Geschichte gelegt und nicht auf den Mech in dem er sich unter Umständen bewegt.

Diese Ansätze sind auch im japanischen Raum durchaus vorhanden, siehe MGS4, werden aber immer noch in einer wirren Story und den üblichen völlig übertriebenen Szenarien ertränkt.

Ich bezweifle allerdings, dass man westliche Elemente der Storyentwicklung/darstellung oder des Realismus aufgreifen wird, um seine Spiele zu verbessern, schließlich ist auch dies in westlichen Produktionen oft nur ansatzweise vorhanden. Vielmehr wird man wohl erfolgreiches Gameplay kopieren.

Also freuen wir uns bald auf einen Egoshooter, in dem ein Schuljunge in der Zukunft einen Mech im Sandkasten ausbuddelt blablabla ... von irgendwelchen Feen und Engeln auf die Erde geschickt ... blablabla ... bis er sich am Ende ohne jegliche Not von seiner körperliche Hülle löst und eine Explosion auslöst, die mehr auf das noch immer nicht verarbeitete Trauma der Atombombenabwürfe zurückzuführen ist, als das sie im Zusammenhang gesehen einleuchtend ist.

Achja, "desu" ... auch wenn es im Zusammenhang dieses Postes ähnlich viel Sinn macht, wie die Handlungen vieler Animeheros.
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BlackSabbath
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Beitrag von BlackSabbath »

Simon, diese kulturellen Unterschiede sind es grade, warum viele mit den Spielen aus Asien und auch den Filmen nichts anfangen können.
Wenn du Oldboy gesehen hast, weißt du vielleicht was ich meine :)
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Und auf jedes Final Fantasy kommen 300 Date Sims, vier Battle Raper, 400 Ultraschwere Oldskoll shooter und ähnlich Dinge, die auch dem japanophilsten hier nur sauer aufstoßen können.

Ja, Japan *ist* anders - das ist auch gut so!

Ich würde mir auch wünschen, dass mehr Dinge lokalisiert werden, es sind wirklich mitunter Perlen dabei.

Onimusha 3... da hat Jean Reno wirklich nicht viel geholfen. Obschon das Gameplay ziemlich gleich dem von DMC ist, finde ich die DMC Reihe besser. Vielleicht weil Onimusha sich auf japanische Mythen stützt, die wir westlichen nicht kennen oder verstehen. Da hilft auch ein guter Schauspieler nicht - hat bei Godzilla auch nicht funktioniert, wo ein Schweizer die Japaner und die "Faszination" eines Godzilla nicht verstanden hat.
Dante besticht eher dadurch, dass er eine unglaublich coole Sau ist und die Story so behämmert ist, dass man sie problemlos versteht. (Gibt's überhaupt eine?). Dass die Monster auch eher japanischen Problemen entspringen fällt da weniger ins Gewicht.
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träxx-
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Beitrag von träxx- »

Ich kann diese ganzen Shooter/Sportspiele nichtmehr ersehen... Ich will ein schöne japanische Spiele gescheit lokalisiert... Da liegt doch der Teufel begraben, das sich viele die Spiele nicht kaufen: Sie haben kein Bock ein englisches JRPG zu spielen... Denkt ihr Final Fantasy wäre so beliebt, wenn es keine deutschen Texte hätte? :Kratz:
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KING_BAZONG
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Beitrag von KING_BAZONG »

Weder sind die Japaner besonders innovativ, noch sind die "Westler" besonders unkreativ. Es gibt überall ein breites Spektrum an Althergebrachtem plus den kleinen Teil an "Innovationen". Letztere sind ja nur im Fahrwasser der "Mainstreamtitel" möglich.
Nischentitel gibt es überall, im Osten wie im Westen.

Ich mochte innovative West-Titel wie MDK, Beyond Good and Evil, Evil Twin, Psychonauts, The Mark of Kri, Bully usw. genauso wie ich ICO, SOTC und Co. liebe.

Ich mag auch J-RPG's sehr gerne, bin ja seit dem SNES mit Leidenschaft dabei, aber wenn man das x-te "Tales of Schlagmichtot" gezockt hat oder zum weiß der Kuckuck wievielten Male die 108 Stars of Destiny innerhalb von Suikoden gesammelt hat, dann macht sich nunmal etwas Müdigkeit breit.

Dasselbe mit West-RPG's, wenn ich das gefühlte tausendste Mythril- oder Obsidian- oder was weiß ich für ein Schwert oder einen Streitkolben, Rüstung usw. "errungen" habe.

Man sollte die regionalen Eigenheiten respektieren, denn die machen es erst aus.

Und es wird ja niemand gezwungen, etwas Bestimmtes zu kaufen.

Was ich jedoch negativ und bedenklich finde, ist, wenn sich Japaner ihrer Eigenheiten entledigen (STAR OCEAN 4 z.B., mit der Anpassung an den Westen) und so einen Teil ihrer Identität "verkaufen".
Das sehe ich mit ganz gemischten Gefühlen !

Also FFXIII oder DQ IX ist bei mir genauso fest eingeplant wie KILLZONE 2, SACRED 2 oder MAFIA 2. Verstehe die Aufregung nicht.
Zuletzt geändert von KING_BAZONG am 20.02.2009 09:07, insgesamt 3-mal geändert.
MasterChiefX
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Beitrag von MasterChiefX »

Im Grunde genommen sind Spiele eben Geschmackssache. Wir haben eben im Westen nunmal einen anderen Geschmack (mit ein paar Ausnahmen natürlich). Nur weil sie jetzt ihre frühere Dominanz gefährdet sehen, gehen sie auf die anderen los. Im Gegenzug muss man sagen, das viele im Westen Japan nicht verstehen. es wird sicherlich auch einige geben, die sagen, das Mangas und Animes sexistisch und pervers seien. Aber lasst den Leuten doch ihre Meinung und ihren Geschmack, das ist was uns ausmacht.
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Simon_says
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Beitrag von Simon_says »

BlackSabbath hat geschrieben:Simon, diese kulturellen Unterschiede sind es grade, warum viele mit den Spielen aus Asien und auch den Filmen nichts anfangen können.
Wenn du Oldboy gesehen hast, weißt du vielleicht was ich meine :)
Sag ich doch ;>
Simon_says hat geschrieben: Die Masse der Käufer steht diesem Mist eben nicht völlig unterwürfig gegenüber, sei es wegen der enormen kulturellen Unterschiede
Aber was meinst du mit Oldboy?

Spoiler

Gut, ich fand den Aufwand auf diese Art Rache an jemandem zu nehmen auch ein wenig übertrieben und die Hypnose war nun mehr als abwegig, genauso wie die beiden Selbstmorde von Bruder und Schwester(insbes. aufgrund der eingebildeten Schwangerschaft). Ansonsten war der Film nicht schlecht, auch gut gespielt, aber ich muss gestehen, dass ich vielleicht einiges auch nicht verstanden hab, ich hab den in Originalsprache mit französichen Untertiteln gesehen und mein französich ist bestenfalls durchschnittlich. :/

Spoiler

Besonders wirr oder gar bekloppt, wie beispielsweise Machine Girl oder andere besonders japanische Filme fand ich den nicht. Dass auch großartige Werke daher kommen, die auch im Westen auf gute Kritiken stoßen, beweist Takeshi Kitano immer wieder. Dazu gehört nicht Takeshis Castle ;>
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papperlapapp
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Beitrag von papperlapapp »

auch wenn der tausendste androgyne superheld und das millionste anime cuty face mit dicken titten nach 25 jahren abgedroschen sind, bietet die japanische spieleindustrie mehr originalität und kreativität, als der westen zusammen. stellt euch eine welt ohne nintendo und co vor.

vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass im schnitt bei japaner/asiaten ego shooter schwindelgefühle auslösen können und diese sich deshalb nie richtig durchgesetzt haben. wer weiß, wer weiß
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monotony
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Beitrag von monotony »

BlackSabbath hat geschrieben:Und die größte Frechheit ist, dass grade die Perlen aus Asien bei uns meistens nicht erscheinen....
WORD!



das problem ist aber oft auch, dass viele japanische spieleserien einfach spielerisch stagnieren. resident evil 4 z.B. war innovativ. teil 5 spielt sich fast identisch. allein die tatsache, dass man nur im stehen schiessen kann, ist im vergleich zu westlichen third-person shootern einfach nicht mehr auf der höhe der zeit.